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DGB-Studie: Job-Boom geht an Tausenden Hartz-IV-Empfängern vorbei

dapdViele Langzeitarbeitslose profitieren laut einer Gewerkschaftsstudie nicht vom Aufschwung am Arbeitsmarkt. Es sei für Hartz-IV-Empfänger sogar schwieriger geworden, einen regulären Job zu finden. Im Vergleich zu den Vorjahren seien 2011 Tausende Menschen weniger vermittelt worden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829087,00.html
  1. #80

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Der Markt schien Ihnen auch schon vorher gesättigt. Alle waren ausreichend mit Schränken ausgestattet. Dann verdienen zwei Leute mehr Geld, ihre Ansprüche steigen, und schon ist der Markt offen für Anbieter von Kirschbaumschränken. Davon wird niemand arbeitslos.
    Hier drehen wir uns wohl im Kreis. Lassen wir das also.
    Ein Nullsummenspiel ist eine Situation, in der mehrere Beteiligte, die Spieler, jeweils ihre Situation verbessern oder verschlechtern können, aber stets nur zu Lasten oder zum Nutzen der Anderen. [...]
    Manche Leute halten Wirtschaft für ein Nullsummenspiel:[...]Das stimmt nicht. Je nach meinem Verhalten kann ich tatsächlich neue Werte erschaffen, ohne daß jemandanders einen entsprechenden Verlust trägt.[...]
    Alles klar. Das sehe ich im Grunde auch wie Sie. Immerhin haben Sie die "kann"-Option mit eingebaut: je nach Verhalten...
    Im Idealfall ist das sicher so. Freigesetzte Arbeitskraft kann für neue Produkte zur Erhöhung der Warenmenge eingesetzt werden. Davon haben dann alle etwas. Blöd, wenn der Plan nicht aufgeht. Thema unbegrenztes Wachstum und so. Probleme sind beispielsweise Ressourcenknappheit, Investitionsstau, Marktsättigung (ohne Produktidee bzw. ohne Investitionsmöglichkeiten).
    Meine These ist, dass mindestens die letzten beiden Punkt (und evtl. weiter, die mir nur gerade nicht einfallen) zur Zeit bestehen.

    Manche Leute halten den Arbeitsmarkt für ein Nullsummenspiel, vor allem die braunen Dummenfänger: Die nehmen uns die Jobs weg! - auch das ist nicht so. Indem jemand arbeitet und produktiv ist und sein verdientes Geld ausgibt, kann er neue Werte schaffen und dafür sorgen, daß jemandanders Gewinn macht und letztlich Arbeitsplätze schaffen kann. Kurz: Indem ich arbeite, sorge ich dafür, daß auch jemandanders einen Job bekommt.
    Und wieder diese "kann"-Option. Für den Einzelnen kann das alles funktionieren, und tut es auch (in vielen Fällen). Bei großen Menschenmengen ist das dann alles nicht mehr so einfach. Die Ursachen sind sicher vielfältig.

    Zitat von marvin07 Beitrag anzeigen
    Wobei ich mir wünsche, dass diese Produkte unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit entstanden sind bzw. entstehen.
    Tja - was ist das? Wie erkenne ich das?

    Ich brause mit dem Auto zur Arbeit. Keine Knutschkugel für den Friseurbesuch, sondern ein richtig flottes. Das hat Hubraum, und noch irgendwelche Sachen drin, die es schneller machen. Wenn ich auf der linken Spur eine Lücke sehe, brauche ich nur daran zu denken, dann bin ich drin. Aus meinem Auto heraus sieht es aus, als würden die anderen auf mich warten. Das macht richtig Spaß, außer an der Tankstelle, aber der Pächter mag mich, das ist ja auch was feines.
    Das Leben darf auch Spaß machen. :)
    Ist das jetzt nachhaltig? Ja.

    Allein in den letzten paar Wochen habe ich im Büro dafür gesorgt, daß ein Produkt, das bald permanent in Tausenden von Exemplaren in Betrieb sein wird, zwei Watt weniger verbraucht.[...]
    Das ist sehr zu begrüßen. Allerdings klingt es wie eine Verbesserung einer bestehenden Ware und nicht wie eine Neuerung zur Erhöhung der Warenmenge. Betrifft also nicht ganz, was ich meinte.
  2. #81

    Eben nicht:

    [QUOTE=marvin07;10074864]Klappt im Grunde nur für Nischenprodukte[quote]

    Der Markt für uns Qualitätsfanaktiker ist eine Nische - in der dessenungeachtet so ziemlich alles zu finden ist :-)

    Hier freilich:

    dass es das Gros betrifft, wage ich aber zu bezweifeln. Insgesamt dürfte die Beschäftigtenzahl auch überschaubar sein. Und um die geht es ja hier.
    ... könnten Sie recht haben - was freilich nichts über Ursachen und Wirkungen aussagt - zu dieser Nische gehören nämlich nicht nur Anbieter und Nachfrager, sondern eben auch jene Beschäftigten, die bereit sind, sich an den dort nun mal hohen Ansprüchen messen zu lassen ;-)








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