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DFB-Urteil zum Skandalspiel: Hertha hat den Abstieg verdient

DPADas DFB-Sportgericht hat den Einspruch von Hertha BSC abgewiesen, das Skandalspiel bei Fortuna Düsseldorf wird wohl nicht wiederholt. Gut so, denn die Ausraster von Fans und Spielern müssen bestraft werden. Mit ihrer juristischen Taktiererei schaden sich die Berliner selbst.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...834282,00.html
  1. #100

    Zitat von gruenerfg Beitrag anzeigen
    Ob man sie will oder nicht, die Berliner hatten nur 88 Minuten Spielzeit. Und in den letzten zwei Minuten ein Tor zu schießen, das wäre für jeden Berlilner lebensgefährlich gewesen. Mal nicht so Sympathien verschieben - einfach an Fakten halten ist angebrachter.
    Sie reden von Fakten? Die Berliner hatten 97 Minuten Zeit (plus Nachspielzeit der ersten Hablbzeit), davon 1,5 Minuten nach einer Unterbrechung!

    Die ungewöhnliche lange Nachspielzeit resultierte aus Unsportlichkeiten Berliner Fans.

    Wir könne hier gerne über die Einführung von Nettospielzeiten diskutieren, die ich gut fände.

    Lebensgefahr besteht, wenn ich von einer 2000 Grad heissen Fackel beim Eckstoss am Kopf getroffen werde!
  2. #101

    Richtig,

    Zitat von rezzorix Beitrag anzeigen
    Hmm alle die, die hier die fehlenden Minuten der Nachspielzeit fordern
    bzw. davon reden, dass das Spiel wegen der Zuschauer auf dem Spielfeld
    hätte abgebrochen und zugunsten Hertha werden müssen:

    Liege ich falsch, wenn ich schreibe, dass die Nachspielzeit hauptsächlich
    dadurch zustande kam, dass Hertha Fans schon während des Spiels Feuerwerk
    auf den Rasen geschmissen haben?

    Wenn dem so ist, dann hätte das Spiel schon wesentlich früher
    abgebrochen und Düsseldorf zum Sieger erklärt werden müssen.

    Letztendlich kommts aufs selber raus.
    das sieht die Spielordnung nämlich auch so vor: der Verein, der sich das Fehlverhalten zurechnen lassen muss, wird bestraft. Im günstigsten Fall war auch dies unentschieden. An diesem Punkt läuft auch die Berliner Argumentation ins Leere, die Mannschaft hätte den Lauf, den der Ausgleich brachte, nicht nutzen können. Die Fortuna wurde nach dem 2:1 in ihrem Lauf empfindlich gestört und aus dem Rhytmus gebracht, als die irren Hertha-Nadalen Bengalos warfen. Nach dieser Unterbrechung war die Fortuna aus dem Tritt.
  3. #102

    Alles nur durch die Düsseldorfer Brille gesehen

    Es waren nachweislich Düsseldorfer Fans, die zwei Minuten vor dem Ende das Spielfeld gestürmt haben und damit der Hertha die Chance genommen haben in ihrem Rythmus weiter zu spielen und noch ein Tor zu machen.

    Die Schiedsrichter und der DFB haben doch Angst vor gewaltbereiten Fans, missachten ihre eigenen Regularien. Demnach ist ein Spiel abzubrechen, wenn von außen wirkende Umstände das Weiterspielen verhindern. Das war hier eindeutig der Fall.

    Die Höchststrafe und der einzig korrekte Urteilsspruch wäre gewesen, a) das Spiel wiederholen zu lassen b) an einem neutralen Ort und c) ohne irgend einen Zuschauer im Stadion, vor leeren Rängen und d) auch ohne live Radio- oder Fernsehberichterstattung. Ein solch deutliches Urteil hätten die Fans beider Lager kapiert und das nächste Mal Schiss vor dem Stürmen des Spielfeldes oder ähnlich illegalen Aktionen gekriegt. Zero-Tolerance wäre vom DFB gefragtd gewesen und nicht die "War ja alles halb so schlimm"-Widersprüche-Kleister-Taktik.
  4. #103

    Fakten?

    Zitat von gruenerfg Beitrag anzeigen
    Ob man sie will oder nicht, die Berliner hatten nur 88 Minuten Spielzeit. Und in den letzten zwei Minuten ein Tor zu schießen, das wäre für jeden Berlilner lebensgefährlich gewesen. Mal nicht so Sympathien verschieben - einfach an Fakten halten ist angebrachter.
    Fakt ist durch Vorkommnisse aus beiden Fanlagen gab es Spielunterbrechungen, erst von Seiten Hertha, dann am Ende durch die Düsseldorfer. In beiden Fällen wurde die Zeit nachgespielt, jeweils im Rahmen des Ermessensspielraums des Schiedsrichters.
  5. #104

    Regeln sind dazu da, um befolgt zu werden

    Das Hertha eine katastrophale Saison hinter sich hat, mag der Autor richtig erfasst haben. Ob dadurch schon alleine ein Abstieg "verdient" ist, mag auch so sein.
    Allerdings hat die Hertha wie jeder andere Fußballverein auch Recht auf ein Spiel von 90 Minuten ggf. Nachspielzeit, um den Abstieg noch abzuwenden. Was in den letzten 2-3 Minuten eines Spieles passieren kann, haben wir ja unlängst am vergangenen Samstag erlebt. Es gibt Regeln des Fußball-Verbandes, an die sich alle zu halten haben - das gilt nicht nur für Vereine und deren Spieler, sondern auch für Schiedsrichter, Offizielle, und die Gerichte/Spruchstellen des Verbandes. Was wäre denn unser Rechtstaat noch wert, wenn wir anfangen, unsere eigenen Parallel-Regeln zu bestehenden Gesetzen zu schaffen, weil wir diese gerade für opportun halten? Die Regeln sind in Satzungen, Geschäftsordnungen etc. festgelegt. Es ist völlig legitim, an dieser überlebenswichtigen Stelle juristische Konsequenzen zu ergreifen. Die Hertha ist daher richtig beraten, bundesschiedsgerichtlich gegen die Fehl-Entscheidung vorzugehen, möglicherweise auch weiterhin vor Zivilgerichten zu prozessieren. Noch ein Mal: es geht hier nicht darum, ob die Hertha "verdient" absteigt, sondern darum, das einem Verein die Chance auf den Verbleib in der ersten Liga im alles entscheidenden Spiel genommen wurde. Richtigerweise hätte das Spiel schon lange vorher abgebrochen werden, und das Spiel wiederholt werden müssen. Jedenfalls auch die letzten Minuten hätten zu Ende gespielt werden müssen.
  6. #105

    Kommentare werden schlechter und schlechter...

    Wenn ich hier einige Kommentare dazu lese wie "Sehr schlechter Artikel. Jedes normale Ligaspiel wär SOFORT abgebrochen worden nach soeiner Aktion INNERHALB der Spielzeit." etc blabla oder "Ob man sie will oder nicht, die Berliner hatten nur 88 Minuten Spielzeit." - da könnte ich einfach weinen und mich im Bett verbuddeln. Beide Manschaften hatten die gleichen chancen, beide mussten das Feld verlassen, (und BITTE BITTE kommt mir nicht mit Todesangst, wer beleidigen und den Schiri anfahren kann, hat keine Todesangst - blamable Aussagen³). Beide Manschaften hatten genau die gleiche Spielzeit, nur mal nebenbei waren es sogar mehr als 95 Minuten reguläre Spielzeit. Zu behaupten, dass man in den letzten zwei Minuten eh kein Tor mehr schießt, bitte, einmal die rosarote Brille abnehmen. Fakt ist die Spieler der Hertha konnten sehr wohl weiterspielen wie geplant, nachdem sie die Spielzeit nur aufgrund der Krawalle und der auf dem Platz liegenden Bengalos bekommen hatte (Seitens der Hertha fans...), und ja die Düsseldorfer sind 60 Sekunden vorher auf den Platz, aber genau diese Zeit wurde nachgespielt. Eine Sache wäre vielleicht ein Streitpunkt: die 60-64 Minute... In der hätte man vielleicht schon abbrechen müssen, aber bitte Leute, seid nicht so voreingenommen und gebt so einen sinnlose, unüberlegte Kommentare von euch.

    *angry*
  7. #106

    Themaverfehlung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch von Hertha BSC abgewiesen, das Skandalspiel bei Fortuna Düsseldorf wird wohl nicht wiederholt. Gut so, denn die Ausraster von Fans und Spielern müssen bestraft werden. Mit ihrer juristischen Taktiererei schaden sich die Berliner selbst.

    DFB straft Hertha BSC nach Relegations-Skandalspiel zurecht - SPIEGEL ONLINE
    Der Kommentator scheint kein guter Journalist zu sein: Thema der Verhandlung war nicht das fragwürdige Benehmen von Hertha-Spielern und Fans, nicht die Frage, ob Hertha eine schlechte Rückrunde gespielt hat, auch nicht ob Herr Preetz als Manager etwas taugt oder nicht. Es ging einzig und allein darum, ob angesichts der durch Düsseldorfer Fans provozierten Unterbrechung die Fortsetzung des Spiels noch regelkonform war.
    Die heutige Lehre: Als Bayern-Fan sollte man in Zukunft in Champions-League-Finalspielen besser den Platz besetzen, bevor ein Gegentor wieder Alles vermasseln kann.
  8. #107

    Ausraster?

    Zitat von hans_uwe2@yahoo.de Beitrag anzeigen
    wie schon angesprochen, herr ahrens vermengt viele fakten, welche nicht zusammen gehören.
    pyro auf dem platz und dementsprechende spielunterbrechungen gab es schon sehr viele, deswegen wird es keinen abbruch oder wiederholung geben, richtig. aber, die pyro-aktion beim 2:1 ging von BEIDEN seiten aus, herr ahrens.
    die ausraster der hertha-spieler passierte nach dem abgepfiffen spiel und spielt in dem hiesigen urteilsspruch keine rolle.
    das problem allein ist tatsächlich die bewertung der platzsturmes.

    für mich war dieser ebenfalls nicht durch randale & gewalt gekennzeichnet, wie es einem die presselandschaft weis machen will. da wurde einfach zu früh gefeiert. nach den videobeiweisen geschah dies aber mit vorsatz der fans.
    dazu zerstörten sie im erheblichen maße das spielfeld und das ist der knackpunkt, wo ich auch die hertha in ihrer argumentation nicht verstehe. anstatt mit der angeblichen angst der spieler und der möglichen beeinflussung des spieles zu argumentieren, hätte man sich darauf konzentrieren sollen, dass das spielgerät/spielfeld einfach nicht mehr im regelkonformen zustand war - es fehlten eckfahnen und schließlich der elfmeterpunkt in der düsseldorfer hällfte. ob das tornetz des düsseldorfer tores noch regelkonform in takt war und keine löcher reingeschnitten wurden, ist ebenfalls fraglich, genauso wie, ob die spielfeldmarkierungen wie außenlinie und 16er intakt waren.

    dh., allein aus dem grund, weil das spielfeld nach der spielunterbrechung nicht mehr regelkonform bespielbar war, hätte herr stark das spiel nicht wieder anpfeiffen, d.h. das spiel abbrechen müssen, bzw. muss es im nach hinein nun wiederholt werden.

    mfg hans-uwe
    Die Herthaner haben schon länger ein Disziplin-Problem. Im Falle Kobiashvili wäre anzumerken, dass er ja schon längere Zeit äußerst unsportlich auftritt? Schon die Provokation am letzten Spieltag vergessen? Ebenso die provozierte Karte für Poldi? Was wäre denn gewesen, wenn Köln oder Hoffenheim ebenfalls das Sportgericht bemüht hätten? Richtig Hertha wäre schon lange am grünen Tisch abgestiegen! Hat Köln etwa deswegen gejammert?
  9. #108

    Zitat von Warumauchnicht Beitrag anzeigen
    Die Begalos kamen von den Hertha Fans - keine Frage und dafür wird es hohe Strafen geben - zu recht. Der Schiri hätte hier schon abbrechen können oder müssen. Aber hat er nicht. Oder habe ich da was verpasst - klären Sie mich auf!

    Warum es geht, ist die nicht rechtmäßige Beendigung eines Fußballspiels und die damit - auch wenn sie dafür kein Verständnis haben und es nicht wahr haben wollen - verbundene Möglichkeit dem Klub die sportliche Gnade angedeihen zu lassen, ein Spiel zu wiederholen was nicht DEN REGELN ENTSPRECHNE zuende gegangen ist.

    Darum ging und geht es bei diesem Prozess.
    Wenn Sie Ihre eigenen Ausführungen zu Ende denken, dann kommen Sie zu dem Ergebnis, dass das Spiel eben doch rechtmäßig beendet wurde - nach der Entscheidung des Schiedsrichters ebenso wie nach der Auffassung des Sportgerichts, vor dem ja nun deutlich zu Tage trat, wie dreist Preetz und sein Anwalt auch hier wieder gelogen haben.

    Wenn Sie meinen, die 90 Sekunden nach Wiederanpfiff seien "nicht rechtmäßig", dann sind sie zwar in zahlreicher Gesellschaft, aber die Herrschaften, die wirklich etwas von den Regularien verstehen und letztlich entscheiden, haben Sie eben gegen sich.

    Soll es eben Strafen geben, aber sportlich müsste die Sache jetzt eigentlich mal geklärt sein - aber mit Anstand verlieren kann man eben auch nicht überall.
  10. #109

    Spielende verlief nicht sportlich fair

    Nach dieser Logik des Autors kann man jeder Mannschaft die letzten Miuten des Spiels wegnehmen, denn warum haben sie nicht früher alles klar gemacht. Siehe z.B. auch Manchester City in England ...
    Ob Hertha die Rückrunde schlecht war oder nicht, spielt doch überhaupt keine Rolle. Fakt ist für mich: ihnen wurde die sportliche Chance genommen, ein Tor zu erzielen, die letzten Minuten des Spiels verliefen vollkommen unfair. Ich finde, das Sportgericht hat falsch entschieden und ist den Weg des geringsten Widerstands gegangen.


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