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DFB-Urteil: St. Pauli muss Teil seiner Fans aussperren

DPAKassenrollenwurf mit Konsequenzen: Ein Teil der St.Pauli-Fans muss beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC draußen bleiben. Das hat das DFB-Sportgericht entschieden. Der Werfer hatte zuvor ein Geständnis abgelegt.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...817903,00.html
  1. #10

    Da sieht man mal wieder, wie der DFB mit zweierlei Maß misst. Wenn das irgendwo im Osten passiert wäre (Bierbecher/Feuerzeuge/Kassenrolle) wäre schon längst ein Geisterspiel verhängt worden. Aber, St Pauli ist halt richtig besonders und hat tolle Fans. Und man darf einzelne Menschen die was dummes tun ja nicht mit anderen gleichstellen. Oder wie ist das wenn man Supporter von Dynamo mal darauf anspricht?
  2. #11

    Kirche im Dorf lassen

    Zitat von drnice1983 Beitrag anzeigen
    Da sieht man mal wieder, wie der DFB mit zweierlei Maß misst. Wenn das irgendwo im Osten passiert wäre (Bierbecher/Feuerzeuge/Kassenrolle) wäre schon längst ein Geisterspiel verhängt worden. Aber, St Pauli ist halt richtig besonders und hat tolle Fans. Und man darf einzelne Menschen die was dummes tun ja nicht mit anderen gleichstellen. Oder wie ist das wenn man Supporter von Dynamo mal darauf anspricht?
    Sie stellen also den Wurf einer Kassenrolle, die sich eigentlich zur Luftschlange abwickeln sollte, in die gleiche Kategorie mit Feuerwerksraketen, die in den Gästeblock geschossen werden (unter dem Gejohle Hunderter "Fans"), mit tätlichen Angriffen auf gegnerische Fans, mit massivem Pyro-Einsatz usw.
    Dieses blöde "wir armen Ost-Vereine" kann man sich sparen. St. Pauli hat schon genügend harte Strafen aufgebrummt bekommen, härter als die meisten anderen Vereine, da von Milde zu reden, ist ein schlechter Witz.
    Und ich sage nicht, dass die Strafen gegen andere Vereine zu milde sind, egal ob gegen Hoffenheim, Frankfurt oder den HSV (Marin). Ich will einfach mal darauf hinweisen, dass der DFB jegliches Augenmaß verloren hat.
    Der "Täter" hat sich gestellt, entschuldigt und soll/muss nun trotzdem mit Regressforderungen in knapp sechsstelliger Höhe rechnen, weil der Verein den finanziellen Verlust weiterreichen muss???
    Im realen Leben wären es einige Tage Sozialarbeit und vielleicht 500 Euro Strafe wegen Körperverletzung gewesen, aber beim DFB glaubt man nur mit ganz harter Hand die Sache in Griff zu bekommen.
    Das ist autoritäres Gehabe wie in den 50er Jahren des zurückliegenden Jahrhunderts!
    Statt das Geld in die Fan-Arbeit zu stecken, wo es besser angelegt wäre, schöpft man lieber die Vereine ab und straft gnadenlos.
    Wo ist die Relation? Wo gibt es einen Strafenkatalog, der vergleichbare Strafen bei vergleichbaren Vergehen erkennen lässt und der Willkür von richtenden Einzelpersonen einen Riegel vorschiebt?
  3. #12

    Zitat von boulomane Beitrag anzeigen
    Sie stellen also den Wurf einer Kassenrolle, die sich eigentlich zur Luftschlange abwickeln sollte, in die gleiche Kategorie mit Feuerwerksraketen, die in den Gästeblock geschossen werden (unter dem Gejohle Hunderter "Fans"), mit tätlichen Angriffen auf gegnerische Fans, mit massivem Pyro-Einsatz usw.
    ...
    Wenn der Kassenrollenwurf der erste derartige Vorfall gewesen wäre, hätten Sie recht. Dann wäre aber sicher auch das Urteil anders ausgefallen.
    Was in Rostock bzw. von Leuten, die sich für Hansafans halten, derzeit abgeht, ist kaum noch zu begreifen. Daher war das Geisterspiel gegen Dresden richtig.
  4. #13

    Zitat von spaceone Beitrag anzeigen
    Wenn ich so die vergangenen 2 Spieltage revue passieren lasse, dann kann ich mich an Regenschirem aufgespannt von Ordner um den gegnerischen Spieler bei der Ecke zu schützen erinnern.
    ...
    Ich hatte gestern schon versucht zu antworten, durfte aber aus irgendwelchen Gründen nicht.
    Was da einige Typen in Rostock veranstalten, ist nur noch peinlich. Und das auch noch unter dem Motto "Alles für den FCH". Einer der Gründe, warum ich seit langem nicht mehr im Ostseestadion war.
    Wobei ich dafür wäre, spätestens nach dem 2. Vorfall, bei dem Gegenstände geworfen werden (und dem ersten, bei dem Pyrotechnik geworfen bzw. geschossen wird), engmaschige Fangnetze vor den betreffenden Blocks aufzustellen, am besten mit einem großen Aufdruck "Ihr habt es so gewollt!".
  5. #14

    Ích liebe Geisterspiele

    Strafe muss sein, was werden auch Sachen richtung Spielfeld geworfen?!
    Dann noch von einem Versehen zu sprechen geht garnicht,
    eine Kassenrolle würde sich auf eine Distanz von 20m sicherlich nicht so weit abrollen, dass der Rest keine Kraft mehr für eine Verletzung haben würde. Die Ausrede "Luftschlange" ist also sehr primitiv wie wohl auch dieser Fan sehr primitiv war.

    Grundsätzlich gilt in jedem Stadion: Die Zuschauer haben keine Gegenstände zu werfen!
    Selbst so etwas hamloses wie ein Papierflieger kann jemandem das Augenlicht kosten, dann heißt es nur; das wollte ich nicht und es war ein Versehen, dem Opfer hilft das herzlich wenig und an die wird bekanntlich am wenigsten gedacht. Das Opfer ist immer egal.
    Daher ist die Strafe in Ordnung oder eher zu lasch.

    Das andere Vereine mit ihren Werfern hingegen keine Strafe bekommen ist ein gravierendes Problem beim DFB, das endlich gelöst werden muss.
    Beim Fußball geht es um Millionen also sollten auch die Strafen entsprechend ausfallen, auf dem Platz wie auch auf den Rängen.
    Das sich der Verein dann das Geld beim Fan wiederholt, wenn man ihn denn habhaft wird, ist zu unterbinden. Damit wird sich im Verein nichts ändern.
    Für mich als Ordnungskraft in einem Bundesligaverein würde mir mehr Gesiterspiele wünschen, dann sehe ich auch mal was vom Spiel und muss nicht ständig in die Ränge schauen weil irgend welche Affen meinen etwas werfen zu müssen, aufs Spielfeld laufen zu wollen oder sich mit anderen Gästen zu kloppen.
  6. #15

    Zitat von boulomane Beitrag anzeigen
    Sie stellen also den Wurf einer Kassenrolle, die sich eigentlich zur Luftschlange abwickeln sollte, in die gleiche Kategorie mit Feuerwerksraketen, die in den Gästeblock geschossen werden (unter dem Gejohle Hunderter "Fans"), mit tätlichen Angriffen auf gegnerische Fans, mit massivem Pyro-Einsatz usw.
    Nein, es geht nur um die Verhältnissmäßigkeit. Auf der einen Seite sagt man "Oh das ist St Pauli, die sind einzigartig, die darf man nicht so hart bestrafen. Außerdem kam die Aktion ja nur von einer einzelnen Person"
    und auf der anderen sagt man "die doofen Ossis immer gibts dort einzelne Personen die Mist bauen also verhängen wir Geisterspiele".
    Eine "Kassenrolle" die sich zur Luftschlange abwickeln sollte? LÄCHERLICH. Ohne das ein Tor gefallen ist, eine gute Chance sich anbahnte etc (was der Argumentation Gewicht hätte verleihen können) fliegt so eine Rolle zufällig Richtung Schiedsrichter? Als nächstes behaupten Sie, der Schiedsrichter hätte nur Simuliert?
    Dieses blöde "wir armen Ost-Vereine" kann man sich sparen. St. Pauli hat schon genügend harte Strafen aufgebrummt bekommen, härter als die meisten anderen Vereine, da von Milde zu reden, ist ein schlechter Witz.
    Falls Sie mich persönlich damit meinen, ich habe absolut nichts mit auch nur irgendeinem Ostverein am Hut. Ich bin nur gegen das Alleinstellungsmerkmal was St Pauli hat. Von welchen achso harten Strafen sprechen Sie?

    Und ich sage nicht, dass die Strafen gegen andere Vereine zu milde sind, egal ob gegen Hoffenheim, Frankfurt oder den HSV (Marin). Ich will einfach mal darauf hinweisen, dass der DFB jegliches Augenmaß verloren hat.
    Der "Täter" hat sich gestellt, entschuldigt und soll/muss nun trotzdem mit Regressforderungen in knapp sechsstelliger Höhe rechnen, weil der Verein den finanziellen Verlust weiterreichen muss???
    Wenn das so unverhältnissmäßig ist, wieso übernimmt es denn nicht der Verein (so wie es in der Vergangenheit auch immer getan wurde)?
    Auch wenn ich es demjenigen der sich freiwillig gemeldet hat sehr hoch anrechne, ist er leider der Depp. Wenn ihn die Kameras vllt nicht identifizieren hätten können, wäre für ihn persönlich, zumindest was sein Geldbeutel angeht, glimpflich ausgegangen. Nun hat er die A-Karte.
    Im realen Leben wären es einige Tage Sozialarbeit und vielleicht 500 Euro Strafe wegen Körperverletzung gewesen, aber beim DFB glaubt man nur mit ganz harter Hand die Sache in Griff zu bekommen.
    Das ist autoritäres Gehabe wie in den 50er Jahren des zurückliegenden Jahrhunderts!
    Statt das Geld in die Fan-Arbeit zu stecken, wo es besser angelegt wäre, schöpft man lieber die Vereine ab und straft gnadenlos.
    Wo ist die Relation? Wo gibt es einen Strafenkatalog, der vergleichbare Strafen bei vergleichbaren Vergehen erkennen lässt und der Willkür von richtenden Einzelpersonen einen Riegel vorschiebt?
    Richtig, und genau das gleiche können Sie auch gern Ansprechen wenns um die Ultras geht. Ein paar Bengalos schwenken welche den VIP´s 5 Minuten nur 1% ihrer Sicht aufs Spielfeld "einnebeln" kostet tausende Euro, Stadionverbote etc? Höhere Strafen lösen das Problem nicht.
    Im Thema Fanarbeit gehe ich absolut mit ihnen konform! Das ist aber ein Problem, dass dem DFB schon lange und hinlänglich bekannt sind. Wenn mich nicht alles täuscht, werden solche "Einnahmen" vom DFB an kartitative Firmen gespendet. Wieso also nicht in Fanarbeit?
  7. #16

    Moin zusammen!

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Ich hatte gestern schon versucht zu antworten, durfte aber aus irgendwelchen Gründen nicht.
    Was da einige Typen in Rostock veranstalten, ist nur noch peinlich. Und das auch noch unter dem Motto "Alles für den FCH". Einer der Gründe, warum ich seit langem nicht mehr im Ostseestadion war.
    Wobei ich dafür wäre, spätestens nach dem 2. Vorfall, bei dem Gegenstände geworfen werden (und dem ersten, bei dem Pyrotechnik geworfen bzw. geschossen wird), engmaschige Fangnetze vor den betreffenden Blocks aufzustellen, am besten mit einem großen Aufdruck "Ihr habt es so gewollt!".
    Nun, im Millerntor GIBT es bereits schon Fangnetze hinter den Toren, da sie jedoch nicht mit Reklame bedruckt sind fallen sie nur nicht so auf.
    Da diese Kassenrollen steil nach oben geworfen werden damit sie sich abrollen, der Ömmel aber vergessen hatte die Schutzfolie abzuziehen, flog das Ding dummerweise über das Netz hinweg.
    Und traf dann ausgerechnet einen gegnerischen Spieler...


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