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"Deutschlandstipendium": Ministerium setzt sich Ziel für 2013
ddpDas "Deutschlandstipendium" schleppt sich so dahin: Ab 2013 soll es für 1,5 Prozent der begabtesten Studenten eine Förderung geben - weniger als anfangs geplant, doch angesichts der aktuellen Zahlen immer noch ambitioniert. Die Mittel sollen künftig besser verteilt werden.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...850662,00.html
- #1 17.08.2012 16:26 von
- #2 17.08.2012 16:44 von
Die begabtesten??
Naja wohl eher die, die soviel Power haben nebenher noch Sozial oder Parteipolitisch tätig zu sein. Jemand der nur, sagen wir mal 1er schreibt ansonsten aber nichts großartig macht bekommt doch eh kein Stipendium soweit ich weiß.
- #3 17.08.2012 18:33 von
Elite?
Kann mir eigentlich jemand erklären, warum man immer das Wort Elite verwenden muss? Reicht "Begabtenförderung" nicht? In dem Wort Elite steckt soviel mehr drin als nur das "begabt sein" an sich. Ich finde dieses Wort nicht richtig in diesem Fall. Bin ich der Einzige mit dieser Meinung oder misinterpretiere ich das Ganze?
Würde mich wirklich interessieren, was andere Leser darüber denken. - #4 17.08.2012 19:31 von
*
@prontissimo: Das ist nicht wahr. Natürlich gibt es in den USA und in England Universitäten, die besser sind, und es gibt auch einige sehr gute Studenten aus Deutschland, die dort studieren, aber ein Massenphänomen ist das nicht. Von brain drain kann (wenn man mal von Medizinstudenten absieht, die sich anderswo einen Platz angeln müssen) überhaupt keine Rede sein.
Der Begriff "Elite" ist meiner Meinung nach im Zusammenhang mit Studenten nicht wirklich benutzbar. Ich bezeichne diejenigen Menschen als die "Elite" eines Landes, die wirklich etwas bewegen, d.h. deren Entscheidungen das Leben vieler Menschen tatsächlich maßgeblich und positiv beeinflussen. Ob ein Student irgendwann sojemand wird, kann man zu Beginn des Studiums nicht vorhersehen.
Das Deutschlandstipendium ist, wie alle anderen Bildungsreformen der letzten Jahre in Deutschland auch, eine PR-Maßnahme mit dem Ziel, den Eindruck zu erwecken, man tue etwas für die Bildung. In Deutschland gibt es leider keine Wählermehrheit, die ernsthaft für mehr Ausgaben im Bildungssystem ist. Wer mit Bildung in den Wahlkampf zieht, verliert die Wahl. Erst, wenn der Bildungsföderalismus abgeschafft ist, kann man ernsthaft Bildungspolitik machen. Man kann nur warten und hoffen.
Anjin-San - #5 18.08.2012 09:26 von
Mehr Geld für Bildung!
Das "Deutschlandstipendium" interessiert den Wähler wohl tatsächlich nicht, da es hier nur um eine kleine Gruppe geht, die gefördert werden soll.
Allerdings denke ich, würden die meisten Menschen in unserem Land es begrüßen, wenn alle Kinder möglichst gute Bedingungen in den Schulen vorfinden, also eher nichts dagegen haben, wenn mehr Geld zur Verfügung stünde.
Welche Eltern freuen sich schon darüber, dass ihre Kinder mit mehr als 30 SuS in Klassenräumen sitzen, die auch noch in ihrer Ausstattung mangelhaft sind? usw
Die Aufhebung des Bildungsförderalismus würde neben anderen Vorteilen wahrscheinlich sogar Geld bringen, das man dann in die Bildung investieren könnte.
Aber der gesunde Menschenverstand setzt leider aus, wenn es an Pfründe und Privilegien einzelner geht. - #6 18.08.2012 12:44 von
- #7 18.08.2012 13:20 von
optional
So ein Quatsch, "Bildungsförderalismus abschaffen". Ich kann´s nicht mehr hören, es gibt genug Leute in Bayern, die keine Lust auf die dummen Entscheidungen in Berlin haben. Wir haben hier ein leistungsfähiges Bildungssystem im Gegensatz zu anderswo. Wenn mir da dauernd einer Zentralstaat aufdrücken will, kann ich das einfach nicht verstehen. In Berlin werden dann die lokalen Bedürfnisse sowieso nicht verstanden (In Bayern funktionieren Hauptschulen und es gibt keinen driftigen Grund sie abzuschaffen). Eigentlich sollte viel mehr von den Ländern entschieden werden, sonst wird bei uns auch demnächst jedem Deppen das Abi hinterhergeschmissen.
Zum Deutschlandstipendium, ich finde die Idee sehr gut. Leider gibt es in Deutschland keine Spendenkultur, da unser Staat durchsozialisiert ist. Sprich, es gibt kaum Leute, die bereit ist für andere Deutsche zu spenden, weil es ja überall soziale Sicherungssysteme gibt (in dem Fall Bafög, Studienkredit). Dabei wäre es nicht mal viel Geld für eine Firma/Privatperson. 150€ pro Monat, die dann auch noch von der Steuer weggehen. Für Spitzenverdiener sind das dann vielleicht 75€ pro Monat und 900€ pro Jahr. Die Unis und auch die Regierung sollte mehr dafür werben, ich denke, es ist einfach noch nicht genug Bewusstsein dafür geschaffen worden. Soziales Engagement begünstig übrigens trotzdem für die Aufnahme in die Förderung (sonst würden die wohl kaum beim Antrag danach fragen).
Und ja, auch ich würde von dem Stipendium profitieren und wenn es an meiner Uni bereits diese 1,5% Quote geben würde, dann hätte ich auch eins bekommen.
Was leider bei dem Stupendium untergeht, ist dass der Notenschnitt in verschiedenen Fächern nicht differenziert wird. Viel sinnvoller wäre es, wenn jedem Department eine gewisse Anzahl an Stipendien bereitgestellt werden. So bin ich wohl (Physik) auch mit Wirtschaftlern, Juristen, etc. verglichen worden im Schnitt und das ist dann eher weniger aussagekräfig, insbesondere da es in den frühen Semestern passieren kann, dass es fast unmöglich ist eine sehr gute Note in einer bestimmten Klausur zu schreiben. So hab ich 2,3 in einer Matheklausur geschrieben, in der allerdings 2/3 durchgefallen sind. - #8 19.08.2012 09:44 von
- #9 19.08.2012 18:06 von
Tja
Wir (unser Unternehmen) stiften ein Deutschland-Stipendium, testweise.
Im Sommer 2011 aufgelegt, haben wir im Herbst 2011 das erste mal was davon gehoert.
Leistung und nicht 'die armen Doofen' zu unterstuetzen, ist bei uns Programm.
Daraufhin hat man uns an der kontakteten FH freudig aufgenommen und gesagt, der naechste buerokratisch moegliche Foerderzeitraum beginne im September 2012. Also wurde unser Anteil noch nicht abgerufen.
Da wir die Buerokratie kennen, soll das ein Testlauf sein - wenn das funktionieren kann ohne Sonderabgabe an die Buerokratie (d.h. wenn die Kohle auch wirklich vollstaendig beim Studenten ankommt), wollen wir danach 5 Stipendien stiften - fruehestens 2013 also dann.
Kann mir mal einer sagen, wie wir an all den Buerokraten vorbei die Kohle eher an den mann bringen koennen ? Nein ? Tja...Geändert von ( um Uhr)
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