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"Deutschlandstipendien" für die Elite: Wir sind die*0,2 Prozent

Das "Deutschlandstipendium" kommt zäh in Gang. Starre Regeln, lustlose Unis und der Vorzug für wirtschaftlich verwertbare Fächer bremsen die Geld-Vergabe. Philosophie-Studentin Sonja Knobbe und Jurist Stephan Klawitter traten mit exzellenten Bewerbungen an - aber es kann nur wenige Beste geben.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...808168,00.html
  1. #1

    "...sondern engagiert sich sozial"

    Im Jahr 2010 half sie einer Kirchengemeinde in Venezuela bei der Essensausgabe an bedürftige Kinder und unterrichtete dort auch Englisch.
    Solche Hobbies muss man sich erst mal leisten können, andere müssen einfach Geld verdienen.
  2. #2

    Ich kann (nur) aus eigener Erfahrung sagen, dass bei uns Naturwissenschaftler eher seltener als die Juristen/BWLer und alle anderen Geistenwissenschaften bekommen haben.
    Ich vermutete eine Weile, dass die Ursache in den verhältnismäßig schlechteren Noten zu suchen war.
    Einer unserer absolut besten Studenten, hatte zudem sein Stipendium verloren, weil er sich nicht genug sozial engagierte.
    Allerdings bleibt mir rätselhaft, wie man sich gescheit sozial engagieren soll, wenn man den ganzen Tag im Labor verbringen muss...
  3. #3

    Abrufquote.

    Zitat von hartholz365 Beitrag anzeigen
    Solche Hobbies muss man sich erst mal leisten können, andere müssen einfach Geld verdienen.
    Chapeau - das ist schon extrem. Andererseits kann man eigentlich immer auch im eigenen Umfeld etwas finden - das muss ja auch nicht enorm zeitraubend sein. Auch parteipolitisches Engagement oder freiwillige Redakteursarbeit z.B. beim ADFC sind ja ein positives Signal.

    Aber mein eigentliches Thema: Ich habe im vergangenen Wintersemester an einer Uni gearbeitet, wo die Fördermittel auch nur knapp abgerufen wurden. Es wollte sich einfach niemand bewerben. Entweder ist "free beer" also entweder nicht gewollt, oder im Vorfeld ist es einfach nicht genug bekannt gemacht worden.

    Jedenfalls wurden bei uns gegen Ende der Bewerbungsfrist gezielt studentische Mitarbeiter angesprochen, ob sie sich nicht selbst bewerben wollten oder jemanden kennen, der sich bewerben möchte.
  4. #4

    Mangelnde Info

    Zitat von zazzel Beitrag anzeigen
    Aber mein eigentliches Thema: Ich habe im vergangenen Wintersemester an einer Uni gearbeitet, wo die Fördermittel auch nur knapp abgerufen wurden. Es wollte sich einfach niemand bewerben. Entweder ist "free beer" also entweder nicht gewollt, oder im Vorfeld ist es einfach nicht genug bekannt gemacht worden.

    Jedenfalls wurden bei uns gegen Ende der Bewerbungsfrist gezielt studentische Mitarbeiter angesprochen, ob sie sich nicht selbst bewerben wollten oder jemanden kennen, der sich bewerben möchte.
    Ich denke mangelnde Information ist das größte Problem. An der Uni, an der ich als Lehrbeauftragte unterwegs bin und die im Artikel zu den wenig begeisterten gezählt wird, habe ich keinerlei Information zu den Stipendien bekommen, während andere Stipendien durchaus über diverse intere Newsletter kommuniziert wurden und darauf hingewiesen wurde, doch bitte geeignete Studierende darauf aufmerksam zu machen.

    Ich denke das spezielle Konstrukt des Deutschlandstipendiums geht vielen Unis gegen den Strich und durch Nicht-Kommunizieren kommte man dann eben auch nicht in die Verlegenheit sich dafür engagieren zu müssen.
  5. #5

    Interessen der Studierenden in den Fokus setzen

    Es ist schade, dass Stipendien zu oft an Parteienzugehörigkeit, Fachbereiche oder Notenspiegel gekoppelt sind. Sollte es nicht eigentlich im Kern darum gehen, Studierende (also den Nachwuchs) beim Studium zu unterstützen?

    Anders als solche konventionellen Stipendienprogramme funktioniert dasABSOLVENTA-Stipendium - ein demokratisches Studienförderungsprogramm. Studierende können Bewerbungen (Text, Bild, Video, Audio) einreichen und damit Pläne und Wünsche im Rahmen des Studiums realisieren. Hier entscheidet die Internetgemeinde über die Vergabe der Fördergelder, keine Kommission. Wie wäre es in Zukunft mit mehr solcher Stipendienprogramme, die sich an den Interessen der Studierenden orientieren, nicht denen der Parteien oder Unternehmen?
  6. #6

    dann gehe ich gleich arbeiten

    Zitat von d_grat Beitrag anzeigen
    Einer unserer absolut besten Studenten, hatte zudem sein Stipendium verloren, weil er sich nicht genug sozial engagierte.
    Allerdings bleibt mir rätselhaft, wie man sich gescheit sozial engagieren soll, wenn man den ganzen Tag im Labor verbringen muss...
    "sozial engagiert" == gratis arbeiten. Da suche ich mir doch lieber gleich einen Nebenjob und muß dann auch nicht katzbuckeln für die paar Kröten.
    Stipendium soll Studienleistung belohnen, sonst nix.
  7. #7

    Zitat von Johann Grabner Beitrag anzeigen
    "sozial engagiert" == gratis arbeiten. Da suche ich mir doch lieber gleich einen Nebenjob und muß dann auch nicht katzbuckeln für die paar Kröten.
    Stipendium soll Studienleistung belohnen, sonst nix.
    Bei uns ist sozial engagieren wohl auslegungssache. Mir scheint es, als ob jeder, der sich beworben hatte, ein Stipendium bekommen hat. Richtige Überflieger waren da nicht dabei. Soziales Engagement heißt dann einmal wöchentlich zum Training gehen...
    Schade, dass nix genauer kontrolliert wird.
    Zum Glück habe ich mein Stipendium verdient. Und im Verein bin ich gerne :)
  8. #8

    mit BBM braucht niemand Stipendien

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das "Deutschlandstipendium" kommt zäh in Gang. Starre Regeln, lustlose Unis und der Vorzug für wirtschaftlich verwertbare Fächer bremsen die Geld-Vergabe. ...traten mit exzellenten Bewerbungen an - aber es kann nur wenige Beste geben.
    "Deutschlandstipendien" für die Elite: Wir sind die*0,2 Prozent - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Stipendien muß man als gescheitert betrachten. Was ist das für eine Welt, in der man sich für Studium und Beruf prostituieren und schneller als alle anderen im Hamsterrad laufen muß? Und das für absurd niedrige Beträge? Mit bandbreitenmodell.de/vision wäre das gar nicht nötig.
  9. #9

    Deutschland

    Wenn man die Quoten für das Stipendium erreicht und halbwegs gute SAT I und SAT II Test macht, dann kann man sich die 300€ im Monat (Scherz?) sparen und gleich auf eine gute US Uni gehen. Bei einigen schließt die Förderung (Erlass der Studiengebühren, gratis Wohnheim, Essen, ect.) auch ausländische Studenten mit ein, wenn sie denn "genommen werden" - aber die Hürden für Stipendien in Deutschland scheinen ja nicht niedriger zu sein + den ganzen Bürokratiewahnsinn.

    Rein finanziell ist der Gegenwert locker das 10-20-fache pro Jahr von dem was das "Deutschlandstipendium" bringt. Und wichtiger: Die Qualität übertrifft die meisten deutschen Unis bei weitem. München, Marburg, ect. sind top, aber die meisten Unis in D verstehe ich nicht warum sich das jemand freiwillig antut (Man kann sich ja internationale Uni-Rankings anschauen und dann vielleicht nachvollziehen was ich meine).

    Ich finds einfach schändlich wie wenig schulische und akademische Leistung in Deutschland gewürdigt wird, wie wenig Förderung existiert. Und entgegen dem allgemeinen Irrglauben in Deutschland ist das in den USA teilweise wirklich sehr viel besser (SAT statt Abidurchschnitt, AP Kurse in der Highschool die auch beim College was bringen, Unterbringung in vielen Unis anstatt teuer Privatwohnungen suchen müssen, ect.).








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