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Deutschlands schwierigste Abschlusstests: Die Prüfung meines Lebens

licht-form-arteHeilpraktiker, Juristen und Jäger teilen ein Schicksal: Sie alle mussten Prüfungen mit hohen Durchfallquoten bestehen, um ihren Beruf ausüben zu können. Betroffene berichten von den härtesten Tests ihrer Karriere.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-885409.html
  1. #1

    Deutschlands Auswendig-Lern-System

    Also, wer ein fotografisches Gedächtnis hat oder einfach gut auswendig lernen kann - der kann bei uns alles werden?

    Frauen sind dabei in der Regel den Männern überlegen - deshalb auch immer mehr "erfolgreiche" Frauen an Gymnasien und UNI's.

    Dann wohlauf mit dem Abendland!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viele nennen die Jägerprüfung "das grüne Abitur". Das sehe ich anders, man muss weder sehr intelligent sein, noch muss man Zusammenhänge groß verstehen. Es geht nur um eines: Sehr viel auswendig lernen.
    Muss man doch fürs Abitur auch nicht wenn ich so sehe, was für Leute heute ihr Abitur mit einer eins vorm Komma bestehen...Die meisten lernen nur noch auswendig.

    Der Jagdschein hat mich auch schon immer interessiert. Ich würde dann aber die Teilprüfung mit Waffe mit dem Teil der Beizjagd ersetzen.
    Generell finde ich hohe Durchfallquoten hier gut, da eben nicht jeder Depp mit einer Waffe rumlaufen kann (zb. wie in den USA) und sich diese Kandidaten es dann zweimal überlegen, ob sie 8 Monate dafür büffeln wollen.
  3. #3

    Jagdschein schwierig?

    Da habe ich ganz erhebliche Zweifel. Abgesehen von der Schießprüfung sind die Aufgaben so, dass sie jeder mit genug Leidensfähigkeit im Auswendiglernen bestehen kann, wie auch im Artikel beschrieben. Nur leider muss der Absolvent dazu nichts verstanden haben. Die Natur und die komplizierten Zusammenhänge und Wechselwirkungen werden nicht abgefragt. Deswegen haben die meisten Jagdscheininhaber auch keinerlei fundiertes Wissen, sondern nur zusammenhanglos auswendiggelernte Brocken an Details in petto. Der erste Schritt in die richtige Richtung wäre, statt den Multiple Choice Fragen eigene Gedanken zu konkreten praxisnahen Aufgabenstellungen formulieren zu müssen.
    Dazu noch Kenntnisse in floristischen und faunistischen Grundlagen und Artenkenntnisse, die über jagdrechtrelevante Arten hinausgehen, wären dringend erforderlich.
  4. #4

    Durchfallquoten im Studium

    Da kann jeder Uni-Absolvent nur müde lächeln : Die durchschnittliche Durchfallquote in allen Studiengängen Deutschlands beträgt ca. 50 % (d.h. von 100 Studienanfängern schaffen nur 50 den Abschluss, d.h. Master/Diplom etc.)
  5. #5

    Zitat von wortfeil25 Beitrag anzeigen
    Also, wer ein fotografisches Gedächtnis hat oder einfach gut auswendig lernen kann - der kann bei uns alles werden?

    Frauen sind dabei in der Regel den Männern überlegen - deshalb auch immer mehr "erfolgreiche" Frauen an Gymnasien und UNI's.

    Dann wohlauf mit dem Abendland!
    Wie mir dieses Auswendig-Lern-Gebashe auf die Nerven geht. Die Basis jeden Austauschs ist nun mal der Fakt oder glauben Sie, die großen Entdeckungen basieren nur auf rein intuitiver Basis? Der Apfel, der vom Baum fiel, brauchte auch seine geistige Vorbereitung und das Wort Gravitation kam nicht aus der Kalten (und ja, ich hab 'auswendig' gelernt, dass die Geschichte eben das sein könnte - eine Geschichte...)
  6. #6

    Deutsche Manie

    Mir scheint, Deutschland ist weltweit führend, was Prüfungen und ihren Umfang angeht. Motto: viel hilft viel. Seit Jahren explodiert die Anzahl der Fragen beim Führerschein. Hatte mich letztens über den Sportbootführerschein informiert. Was da alles gefragt wird! In den Niederlanden und vielen anderen Ländern braucht man bis zu einer bestimmten Bootsgröße gar keine Prüfung. Es ist doch wie überall hier: die, die "drin" sind, setzen die Hürden für die, die rein wollen fest. Das wertet deren Schein natürlich auf.
  7. #7

    Fakten und Denkschulen

    Beim juristischen Studium und Referendariat möchte ich kurz anmerken, dass die Ausbildung auch einen Sozialisationsanteil hat. Reines Faktenwissen hilft nicht bei Werteentscheidungen, die aus dem Gesetz nicht begründet werden können, wo einfach der herrschende Wertehimmel adaptiert werden muss.
    Um das Tertium Comparationis einer Analogie zu akzeptieren, muss man tief eingetaucht sein in die Wertvorstellungen, die die Gesellschaft und das Rechtssystem prägen. Anders: kritische Juristen bestehen vielleicht Examina, aber nie mit der Selbstverständlichkeit eines angepassten Beamtenkindes.
  8. #8

    Zitat von Andr.e Beitrag anzeigen
    Wie mir dieses Auswendig-Lern-Gebashe auf die Nerven geht. Die Basis jeden Austauschs ist nun mal der Fakt oder glauben Sie, die großen Entdeckungen basieren nur auf rein intuitiver Basis?
    Basis und Grundlagen sind ja auch schön und gut, nur wird man im europäischen Vergleich das Gefühl trotzdem nicht los, dass deutsche Hochschulen in vielen Bereichen den Transferaufgaben, also der Anwendung auswendig gelernten Wissens auf eine neue Problemstellung, nicht ausreichend Raum geben und dafür stumpf auswendig gelerntes abfragen. Eine gute Kenntnis der Grundlagen plus Zugriff auf möglichst viele alte Klausuren macht aber eben noch keinen Ingenieur ..
  9. #9

    Auswendiglernen

    zeigt, wenn überhaupt etwas dann vieleicht das der Prüfling fleißig war. Weßhalb darauf soviel Wert gelegt wird versteh ich nicht. Das Vergessen folgt dem Auswendiglernen auf dem Fuß. Manches muss man wirklich Pauken das ist schon klar.
    Aber wirkliches Verständnis das Durchschauen von Zusammenhängen etc das wär 's was uns alle voran brächte. Den Einzelnen wie die Gesellschaft. Nur dazu wäre einiges an Umdenken und Veränderung erforderlich. Leider sind nun mal diejenigen welche die Auswendiggelernt Prüfung bestanden am Drücker und wohl eher weder bereit noch ( oft auch vom vom IQ her ) in der Lage die notwendigen Schritte einzuleiten und/oder zu gehen.


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