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Deutschlands größte Versandapotheke: Sanicare ist insolvent

Deutschlands größte Versandapotheke Sanicare hat einen Insolvenzantrag gestellt. Laut des vorläufigen Insolvenzverwalters soll der Betrieb aber aufrecht gehalten und ein Investor gesucht werden. Insgesamt sind 342 Mitarbeiter betroffen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-858215.html
  1. #1

    Es geht doch nichts

    über eine inhabergeführte Apotheke.Nicht die Quantität ist entscheidendend,sondern qualifizierte Beratung.
    Patienten,die Beratung benötigen,gehen in die Apotheke vor Ort und nicht ins Internet.
    Ich denke,es wird über kurz oder lang noch andere Versender treffen mit der Insolvenz............
  2. #2

    Rätsel

    Die "Beratung" in der Apotheke vor Ort besteht leider oft nur aus Standardantworten oder noch schlimmer dem Aufschwatzen irgendwelcher teurer Mittelchen. Ich bestelle deshalb gerne im Internet, zumal die Preise teils deutlich niedriger sind. Warum ist Sanicare jetzt aber plötzlich insolvent? Das erschließt sich mir aus dem Artikel leider nicht...
  3. #3

    Versand und Großkunden

    An Westfalen7: Stimme mit Ihnen in dem Punkt überein, dass ich als Privatkunde mich eher zu den ortsansässigen Apotheken hingezogen fühle. Nur einen Punkt in ihrer Schlussfolgerung haben Sie unbeachtet gelassen und zwar das Sanicare, wie oben beschrieben, u.a. 50 Kliniken beliefert, so dass schätzungsweise ca. die Hälfte des erwirtschafteten Umsatzes aus Handel mit Großkunden entstanden ist. Daher kann der Privatkunde nicht ausschlaggebender Punkt des Insolvenzverfahrens sein. MfG
  4. #4

    Unsinnige Begründung

    Zitat von westfalen7 Beitrag anzeigen
    Es geht doch nichts
    über eine inhabergeführte Apotheke.Nicht die Quantität ist entscheidendend,sondern qualifizierte Beratung.
    Patienten,die Beratung benötigen,gehen in die Apotheke vor Ort und nicht ins Internet.
    Ich denke,es wird über kurz oder lang noch andere Versender treffen mit der Insolvenz............
    Müssen Onlineaphotheken nicht inhabergeführt sein?
    Dürfen örtliche Apotheken nicht auch Filialen haben?
    Dürfen die Inhaber keinen Urlaub machen und sich vertreten lassen?
    Hindert eine Onlineapotheke jemanden, sich in einer örtlichen Apotheke beraten zu lassen?

    Nebenbei: Im Artikel steht ohne weitere Erläuterung etwas von Nachlassinsolvenz.
    Dass muss überhaupt nichts mit einer Pleite im herkömmlichen Sinne zu tun haben.
  5. #5

    Aktion automatische Überschrift

    Zitat von westfalen7 Beitrag anzeigen
    über eine inhabergeführte Apotheke.Nicht die Quantität ist entscheidendend,sondern qualifizierte Beratung.
    Patienten,die Beratung benötigen,gehen in die Apotheke vor Ort und nicht ins Internet.
    Ich denke,es wird über kurz oder lang noch andere Versender treffen mit der Insolvenz............
    Beratung? Die bekommen Sie bei meiner Dorfapotheke... Vorausgesetzt Sie verstehen unter Beratung daß man Ihnen das Produkt mit der grössten Gewinnspanne aufs Auge drückt...
  6. #6

    Insolvent

    Naja,die Erben wollen halt die Schulden nicht übernehmen.Der Inhaber ist am 4.09.verstorben,die Erben haben einen Insolventantrag gestellt.Hier im Ort ist man sehr erstaunt,denn der Mann galt als sehr umsichtig in Gelddingen.Aber die Erben wissen wohl mehr
  7. #7

    Die Familie hat einen Nachlassinsolvenzantrag gestellt. Laut meines Kenntnisstandes darf ein/e Apotheker/in nur 3 Apotheken besitzen bzw.betreiben. Da es sich im obigen Fall um ein Apotheker-Ehepaar handelt, nehme ich an dass die Frau (selber Besitzerin dreier Apotheken) das Erbe nicht antreten konnte bzw. wollte?
  8. #8

    warum Insolvenz...

    soweit es im artikel steht ist der chef verstorben und die erben haben wegen rechtsunsicherheit beim insolvenz beantragt. steht sogar im ersten absatz. kann ja verschiedene gründe haben...würde aber interessant sein, genauer zu wissen wieso und weshalb der Versand insolvent ist. warum nicht etwas mehr recherche, lieber SPON?
  9. #9

    Nachlassinsolvenz bedeutet nicht unbedingt, dass pleite

    Es ist nicht unüblich, dass Erben bei unübersichtlichem Nachlass zunächst mal Nachlassinsolvenz anmelden, wenn sie nicht abschätzen können, ob der Nachlass top oder flop ist, ob sie also überwiegend Vermögen oder überwiegend Schulden oder Haftungsrisiken erben.

    Und genau letzterer Grund steht indirekt auch in dem Artikel: Rechtsunsicherheit aufgrund der Struktur. Laut Impressum auf der Website von Sanicare ist der (durch Krankheit im Alter von 65 Jahren) verstorbene Gründer Johannes Mönter direkt Inhaber von Sanicare gewesen - ohne z.B. GmbH oder AG - also mit voller persönlicher Haftung, die jetzt die Erben trifft.

    Wer die Struktur durchblickt und deshalb Mut statt Angst hat, könnte jetzt ein Schnäppchen machen. Motivieren könnte ihn auch der verstorbene Herr Mönter: Der hatte wohl keine Angst. Der sah keinen Bedarf an einer Haftungsbeschränkung (schließe ich aus dem Impressum).

    Garantien gebe ich aber keine. Herr Schlecker sah auch keinen Bedarf an einer Haftungsbeschränkung - was er jetzt sicher anders sieht. Nachher ist man immer schlauer - und die Neidhammel sowieso.
    Beide Herren hatten bzw. haben jedenfalls Mut und haben viele hunderte, ja tausende Arbeitsplätze geschaffen und damit zum Lebensunterhalt von zehntausenden Menschen beigetragen.


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