BWL ist das größte Massenfach seit Erfindung der Hochschule. Für Veteran Alfred Kieser ist klar: Mit Spaß hat das nichts zu tun. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt der Professor, der Traum vom großen Geld locke die Studenten. Die Job-Chancen sind gut, Enttäuschungen aber programmiert.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...755353,00.html
Ich habe damals nach Neigung studiert und nicht aufs große Geld geschaut. Nun arbeite ich seit Jahren zufrieden in meinem Beruf (kein BWL) und kann von dem Geld trotzdem leben.
Wer das macht, was er WILL, wird Erfolg haben, davon bin ich überzeugt und habe viele Leute kennengelernt, die mir dies bestätigen. BWL nur deshlab zu studieren, um später reich zu werden oder "Manager zu spielen", geht mit Sicherheit in die Hose. Vielleicht haben aber auch zu viele Leute heute keine Schwerpunkte in ihren Interessen mehr und wählen ihr Studienfach ebenso gleichgültig aus wie ihr Essen, ihre Kleidung, ihr Fernsehprogram, ihr... (beliebig fortzusetzen).
Ist es nicht prächtig. Zuerst wird auf die Juristen eingehauen, weil es sich um hirnlose Idioten handeln soll, nun sind die BWLer dran....morgen die Germanisten und Anglisten....
Mein Gott, wer hat den hier solche Minderwertigkeitskomplexe?
Komischerweise oftmals diejenigen, die die MINT-Fächer belegen...aber warum nur?
Erhalten Sie zu wenig gesellschaftliche Anerkennung? Haben Sie lediglich eine Fachhochschulreife und kein allgemeinbildendes Abitur, was zu diesen Komplexen führt?
Ich kann es nicht fassen....Den MINTs wird von Politik, Medien usw. Honig ums Maul geschmiert, die Aussichten sind so blendend wie lange nicht und dennoch: Irgendwie fühlt man sich benachteiligt, da die eigene (intellektuelle) Überlegenheit offensichtlich keinen gesellschaftlichen Widerhall findet..
Ich kann es langsam verstehen, wieso das so ist....wenn man hier die Beiträge liest, die meist in kindischen Auseinandersetzungen münden, wer hat das schwere Studium, wer ist arbeitsbelasteter, wer muss intelligenter sein, um zu bestehen, wer hat die besseren Karrierechancen..
Dieser "Wettbewerb" ist lächerlich, langweilig und gänzlich kontraproduktiv.....im übrigen auch irgendwie sehr männlich...finden Sie nicht....offensichtlich ist der "Frauenanteil" dort etwas unterrepräsentiert....
Das ist Quatsch und zeugt von Unkenntnis und Ignoranz...Genausowenig wie die "Arbeiterklasse", die nach Ansicht der Kommunisten unverzichtbares Rückgrat der Gesellschaft war, sind es heute die MINT.
Bereits ein Blick in die Welt zeigt, dass Ihre These tausendfach widerlegt wird...
Und was mich immer wieder aufs neue überrascht ist, dass viele Innovationen gerade nicht von den MINT-Leuten kommen, sondern von Ideengebern, die kein (Fach-)Hochschulstudium absolvierten.
Und wenn Sie jetzt mit Genetik, Humanbiologie und Physik kommen, halte ich schlicht dagegen, wo liegt dort der sich unmittelbar nutzbare Fortschritt für die Bevölkerung? Hier werden zunächst Milliardenbeträge begraben.....deren Nutzen zunächst fragwürdig ist...Hier liegt somit ebenfalls ein "wirtschafltiches" Schmarotzertum vor, ähnlich in verwaltenden Berufen.
Und der wirtschaftliche Nutzen der hochtechnologisierten Medizin erscheint ebenfalls fraglich, da zwar moralisch und ethisch sinnvoll, rein wirtschaftlich betrachtet aber sicherlich unsinnig.
Nur weil die Naturwissenschaften im 20. Jahrhundert so erfolgreich waren (fuer die Gesselschaft), heisst dies nicht, dass es so bleibt (oder immer noch so ist).
Gerade in der modernen (theoretischen) Physik und Mathematik und auch Informatik passiert sehr viel dessen gesellschaftlichen Wert ich einfach mal extrem anzweifeln wuerde.
Das ist um nichts besser als die Wasserkoepfe die BWLer so gerne schaffen. Nur weitaus komplizierter und zum Glueck mit weniger Beteiligten.
Ich bin kein BWLer...
und sicherlich, ich habe es begriffen...in vielen Fällen gibt es dank solcher Innovationen einen Fortschritt, oder aber auch Rückschritt....ist ja auch egal....
Mir gehts darum, dass ich mich verwehre, dass ohne MINT die Gesellschaft nicht lebensfähig wäre...und das stimmt so m.E. überhaupt nicht. Womöglich (nicht wahrscheinlich) wäre sie sogar lebenswerter.
In vielen Fällen sind wir von einem sinnvollen realen Nutzen für die Gesellschaft bei diversen naturwissenschaftlichen Forschungsprojekten und Forschungsrichtungen ähnlich weit weg, wie die Finanzindustrie sich von der Realwirtschaft entfernt hat.
Hier geschieht im Grunde etwas sehr sehr ähnliches...nur noch nicht derart pervers beschleunigt....aber es wurde Fahrt aufgenommen.
Es wird geforscht unter dem Hinweis es brächte Nutzen für den Einzelnen (war es nicht so auch bei der Finanzindustrie), auch in ethisch fragwürdigen Bereichen...und ob alles tatsächlich beherrschbar ist, kann niemand definitv absehen..... und irgendwann kommt die "Krise" und alle jammern, hätten wir nur nicht und warum haben wir bloss....
Aber sehen Sie, auch hier gibt es innerhalb der MINTs offenbar stark ausgeprägte Flügel....vom "kleinen" Ingenieur, der stetig irgendwelche Produkte "verbessert" (und der sich fragt, ob man hierzu überhaupt hätte studieren müssen) bis zum Grundlagenforscher, der in neue Bereiche vordringt....
Ich persönlich habe höchsten Respekt vor allen Fachbereichen und jedem Absolventen jedes x-beliebigen Faches...Aber der Ball sollte flach gehalten werden.
Denn auch ohne BWLer, Juristen, Lehrer, Krankenschwestern und Arbeitern, würde die Gesellschaft nicht funktionieren. Die hier in vielen Post durchkommende monokausale Betrachtungsweise erschreckt mich...gerade wenn sie offensichtlich von angehenden Akademikern geäußert werden, die eigentlich etwas über den Tellerrand hinausschauen sollten....
Soviel zum Thema..selektive Sichtweise...
ich würde mal raten, mehr in entsprechende Forschungsplattformen sich zu informieren
http://www.innovations-report.de/
http://www.researchblogging.org/
http://www.helmholtz.de/hermann/arch..._2011/artikel/
http://www.leibniz-gemeinschaft.de/?...nidap=&print=0
Apple-hype ohne MP3/MP4 Standard undenkbar..
Grundlagenforschung zu LED, Plasmaforschung, Komminukationstechnik (GPS, Gallileo, Internet, Geoforschung) und alles drum herum..
Nur weil sie es nicht sehen wollen, heißt es nicht, es wäre nicht da..
und da geht es noch nicht mal um Co² Chemie, Biosolarzellen, Bioraffenerien, oder Ernteverfahren, Nachwachsende Rohstoffe, oder Telemedizin usw usf ;)
Naturwissenschaft war erfolgreich schon seit spätestens den Zeiten der alten Ägypter&Babylonier et. al. Die hatten schon Ergebnisse vorgelegt, Mannomann..
"Unsere" Naturwissenschaft begann richtig erst seit Galileo, und auch das war weit vor dem 20ten Jahrhundert.
Achja, die alten Ägypter&Babylonier hatten auch schon ihre BWLer, sonst hätte man in der "Neuzeit" deren Schriften nicht entziffern können, und...ähh, deren Gedankengänge waren identisch mit der heutigen Sichtweise.
Alles nichts Neues unter unserem Himmel. lol