Wölfe, Riesenkatzen, knallbunte Vögel:*Für eine Safari muss man nicht nach Afrika - es geht auch in Deutschland.*Mit ein paar Tricks kann man*selbst seltene Tierarten aufspüren. Zehn Exkursionen zu besonders scheuen Exemplaren.
http://www.spiegel.de/reise/deutschl...786664,00.html
Es wird suggeriert, als sei Erderwärmung für die meisten Lebenwesen was schlechtes. Das ist mitnichten so.
Der Naturschutz in Deutschland kann sicherlich den einen oder anderen Erfolg feiern. Es klingt auch wunderbar, wenn der Luchs wieder durch Wälder streift.
Doch wieviel gehen tatsächlich in Wälder? Oder in naturnahe Räume? Nach der "Generation Golf" gibt es nun die "Generation Normspielplatz".
Die hohe Baudichte in Städten nutzt den letzten Winkel aus und erschwert den Zugang zur Natur enorm. Statt dessen werden Spielplätze errichtet, die nicht immer als Spielplatz dienen, wegen Ruhestörung (ist Gott sei Dank per Gesetz nicht mehr so).
Wer in die Natur will, muß sich meist ins Auto setzen. Und dann fühlt er sich dort angekommen auch nicht wohl. Ermahnungen wie: "nichts anfassen", "Ruhe" sind eher abschreckend als einladend. (Sitchwort Bambisierung)
Und will man sich auf eine Wiese legen, muß man schon sehr aufpassen, dass die nicht gerade vollgegüllt ist.
Es ist nicht einfach mit dem Kontakt zur Natur.
Doch was man nicht kennt, wird man kaum schützen, bzw. ist der Zweck an dem Schutz nur schwerlich zu vermitteln.
Naturschutz, der den Menschen aussperrt ist kontroproduktiv.
Es gibt noch eine seltene Art, die im Artikel nicht erwähnt wurde. Ein Kind sagte einmal zu mir, im Wald lebt der blaue Elefant. Ob dieser schützenswert ist?
"Dort gibt es vier bis sechs erwachsene Luchse, die meist zu zweit in einem etwa 14 Quadratmeter großen Käfig leben. "Die Luchse sind Einzelgänger und gehen sich aus dem Weg. Das geht bei so großen Gehegen ganz gut", sagt Pöhlmann. In freier Wildbahn würden Luchse aber viel größere Reviere bewohnen, teilweise größer als der ganze Nationalpark mit seinen über 240 Quadratkilometern, so Pöhlmann."
Da hat sich doch hoffentlich ein Fehler eingeschlichen?
Diese Darstellung ist zu einseitig. Meine erste Begegnung mit dem Eisvogel (1994) hatte ich in einem großen Industriegebiet in einer größeren Stadt in Baden-Württemberg. Der Eisvogel setzte sich ca. 2m von mir entfernt auf meine Angelrute. Man muß halt mit offenen Augen durch die Landschaft gehen und sich entsprechend verhalten.
Das sehe ich exakt genauso. MAnn muss nicht quer durch die ganze Republik kurven, um vielleicht einen seltenen Irrgast zu beobachten, um dann ein Häkchen auf die individuelle ARtenliste setzen zu können ("bin ich toll; die hab ich alles schon gesehen"). Ich wohne in Frankfurt am Main und freue mich über jeden Stieglitz, Hausrotschwanz (oder sonstige zum Glück noch recht häufige Vogelarten), die in meinen kleinen naturnah angelegten GArten kommen. Erfreulicherweise kann ich meine kleinen Kinder auch so für die NAtur/NAturschutz begeistern...
Die Natur hat sich in den letzten 20 Jahren wirklich erholt, man findet wieder viel mehr seltene Tier- und Pflanzenarten.
Meine Eltern haben einen künstlich angelegten Teich im Garten, dort fischt der Eisvogel, wohnt eine Kröte und seltene Bergmolche. Zudem sieht man Eichelhäher und co. Man muss nur die Augen aufmachen, dann sieht man auch seltene Tiere.
Ich hatte erst diesen Sommer auf unserer Terasse im 4ten Stock in der Stadt einen Hirschkäfer.
Wir müssen mehr auf unsere Umwelt achten, Deutschland ist aber auf einem vorbildlichen Weg - wir haben z.B. die meisten Lebendholzvorräte (Wald) in ganz Europa.
Ich lebe am Wald unweit von Lübeck und habe mal meine Kinder und deren Freunde gefragt ob sie öfter im Wald spielen möchten. Antwort: Nein. Die Gründe: Angst dass bei einem Übergriff (besoffene Jugendliche beispielsweise) niemand helfen kann. Die Angst vor Wildschweinen war da sekundär.
Wenn ich am Wochenende morgens meine 8km Rundstrecke jogge sehe ich meistens niemanden im Wald. Am Teichrundweg gibt es ein paar Hundehalter, aber ich bevorzuge andere Waldstücke nördlich.
Auch bei einer ca. 15km Wanderung an die Trave und quer durch die Wälder Richtung Dassow sehe ich höchstens ein, zwei Leute.
Ehrlich gesagt finde ich es megaerholsam hier in Meck-Pomm an der Ostsee wenn man nicht gerade zum Strand will.
In Berlin war immer alles überfüllt: Im Sommer die Havelchaussee, die Wälder , die Parks, der ÖPNV sowieso. Zudem jede Grünfläche und alle Bürgersteige von Hunden zugeschissen.
Hier habe ich grosse Waldgebiete für mich alleine; kostenlos.
Rehe, Wildscheine (meist am Maisfeld), Füchse, Marder konnte ich schon beobachten. Und ein Seeadlerpärchen; öfter mal einen roten Milan.
Man muss nur wollen. Aber anscheinend bin ich ein Sonderling, der es viel erholsamer findet im Wald rumzulaufen und sich an der Natur zu erfreuen (auch wenn es bewirtschaftete Wälder sind) abstatt sich ins Wochenendgetümmel in der Stadt zu stürzen um sich zu stressen.
Sorry das ist jetzt aber eine ziemlich "Blöde" Äußerung.
Evt. Freuen sie sich ja noch über Geierschildkröten im Teich, Pythons in der Stadt und Redback-Spinnen auf dem Fenstersims...Klimaerwärmung macht es Möglich. Sie sollten aber das Gesamtbild betrachten. Alles hängt mit allen zusammen. Wenn einige Tiere "profitieren" sterben andere gerade aus.