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Deutschland und Polen: Wulff würdigt*Brandts Kniefall
Vierzig Jahre nach dem Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt in Warschau hat Bundespräsident Wulff der historischen Geste gedacht. Am Denkmal für die Opfer des jüdischen Ghetto-Aufstands legte er*gemeinsam mit seinem polnischen Kollegen Komorowski einen Kranz nieder.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...733401,00.html
- #10 07.12.2010 22:41 von
Zwanzig Jahre später
Der werte Herr Brandt kam 20 (zwanzig) Jahre nach der vertraglichen Einigung zwischen DDR und Polen über die Oder-Neiße-Friedensgrenze und erkannte die Realität an. Bis zur Wende gab es von Seiten der Bundesrepublik keine vertragliche Anerkennung - die dann zur Bedingung der Einheit wurde- mit Rücksicht auf die Wähler der CDU. Ich habe und hatte seit meiner Geburt in Deutschland keine Probleme mit Polen oder dem polnischen Staat
- #11 08.12.2010 05:01 von THM
Christliche Bigotterie
Wäre noch schöner gewesen, hätte Wulff auch der Hetzjagd und Verleumdungskampagnen gedacht, denen Willy Brandt von Seiten der sogenannten christlichen Fraktion wegen der Ostpolitik ausgesetzt war. Nie war die Heuchelei mit dem C im Parteinamen so offensichtlich wie damals. Junge Union inbegriffen.
- #12 08.12.2010 08:40 von
Ich stimme bei, es war eine Geste des Friedens
Die Geste des Bundeskanzlers Brandt war ein Wendepunkt im Verhaeltnis zwischen Ost und West. Es signalisierte dass der Kalte Krieg nicht das einzige Wesentliche im Verhaeltnis zwischen dem westlich integrierten Teil Deutschlands und Polen und den anderen Kriegsopferstaaten in Osteuropa sein musste.
Willy Brandt war ein deutscher Politiker der nicht von der Nazikultur verunreinigt war und sein Kniefall wurde dementsprechend gewuerdigt und war ein wesentlicher Beitrag zur Friedenssicherung in Europa.
Man kann nur hoffen, dass die Anerkennung der Unmenschlichkeiten die den Menschen in Osteurope unter dem Hitlerregime angetan wurden, zu einer Erkenntnis fuehrt die gegenwaertige und zukuenftiger deutsche Politiker, Kanzler und Verteidigungsminister,zu einer grundlegenden deutschen Friedenspolitik fuehrt und dass ein Wille gezeigt wird in Zukunft Kriegsplanungen gegen alle Opferstaaten einschliesslich der Ukraine und Russland prinzipiell abzulehnen.
Willi Brandts Geste war ein Anfang. Ein ueberzeugender Wille zum Frieden ist die einzige gewaehrleistung dass Deutschland nicht wieder in die Falle der Kriegstreiberei faellt.
Deutschland bleibt ein Land auf Probe. - #13 08.12.2010 08:46 von Hubert Rudnick
Ein Mann der die bessere Seite von Deutschland zeigte
Mit Willy Brandt kam das erste Mal die bessere Seite von Deutschland nach Polen und hatte sich ehrlich und betroffen gezeigt, er der nicht mit diesen faschistischen Staat verbunden war öffente so für Deutschland den Weg in die Völkergemeinschaft.
Ich kann mich noch recht gut an die dümmsten Äußerungen der konsavativen Politiker erinnern, es was ein wiederliches Schauspiel was sie zu Hause in Deutschland da boten.
Wenn heute der BP von Gnaden Merkel Brandts Kniefall würdigt, dann sollte er aber bitte auch mit erwehnen, dass seine Parteifreunde darüber nur widerlich reagierten.
So nehme ich diesen CDU Mann seine Worte nicht ab.
Willy Brandt war der Lichtblick in einer neuen Zukunft.
HR - #14 08.12.2010 09:32 von
Damals richtig
Schön, dass Herr Wulff endlich einmal etwas äußert, das man auch unterschreiben kann, wenn man kein Fanatiker ist, er sich nach einem Gottesstaat sehnt.
Der Kniefall damals war mit Sicherheit mutig und richtig. Heute jedoch, nachdem fast alle Täter aus biologischen Gründen verschwunden sind, sollten wir vor niemandem mehr auf den Knien rumrutschen, schon gar nicht vor gewissen Ländern, die sich mit ihrer Vergangenheit noch nie auseinandergesetzt haben oder dies sogar unter Strafe stellen (damit meine ich nicht Polen). Also: nicht arrogant werden, freundlich, offen und friedlich in der Welt auftreten, aber das Büßergewand bitte im Schrank lassen. - #15 08.12.2010 10:28 von
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