Deutschland und Polen: Wulff würdigt*Brandts Kniefall

Vierzig Jahre nach dem Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt in Warschau hat Bundespräsident Wulff der historischen Geste gedacht. Am Denkmal für die Opfer des jüdischen Ghetto-Aufstands legte er*gemeinsam mit seinem polnischen Kollegen Komorowski einen Kranz nieder.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...733401,00.html
  1. #10

    Zwanzig Jahre später

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vierzig Jahre nach dem Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt in Warschau hat Bundespräsident Wulff der historischen Geste gedacht. Am Denkmal für die Opfer des jüdischen Ghetto-Aufstands legte er*gemeinsam mit seinem polnischen Kollegen Komorowski einen Kranz nieder.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...733401,00.html
    Der werte Herr Brandt kam 20 (zwanzig) Jahre nach der vertraglichen Einigung zwischen DDR und Polen über die Oder-Neiße-Friedensgrenze und erkannte die Realität an. Bis zur Wende gab es von Seiten der Bundesrepublik keine vertragliche Anerkennung - die dann zur Bedingung der Einheit wurde- mit Rücksicht auf die Wähler der CDU. Ich habe und hatte seit meiner Geburt in Deutschland keine Probleme mit Polen oder dem polnischen Staat
  2. #11

    Christliche Bigotterie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vierzig Jahre nach dem Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt in Warschau hat Bundespräsident Wulff der historischen Geste gedacht. Am Denkmal für die Opfer des jüdischen Ghetto-Aufstands legte er*gemeinsam mit seinem polnischen Kollegen Komorowski einen Kranz nieder.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...733401,00.html
    Wäre noch schöner gewesen, hätte Wulff auch der Hetzjagd und Verleumdungskampagnen gedacht, denen Willy Brandt von Seiten der sogenannten christlichen Fraktion wegen der Ostpolitik ausgesetzt war. Nie war die Heuchelei mit dem C im Parteinamen so offensichtlich wie damals. Junge Union inbegriffen.
  3. #12

    Ich stimme bei, es war eine Geste des Friedens

    Zitat von Gman Beitrag anzeigen
    ist Willy Brandt für alle Ewigkeit für diese große menschliche und gleichzeitig politische Geste zu Dank verpflichtet.
    Er, .....
    Die Geste des Bundeskanzlers Brandt war ein Wendepunkt im Verhaeltnis zwischen Ost und West. Es signalisierte dass der Kalte Krieg nicht das einzige Wesentliche im Verhaeltnis zwischen dem westlich integrierten Teil Deutschlands und Polen und den anderen Kriegsopferstaaten in Osteuropa sein musste.

    Willy Brandt war ein deutscher Politiker der nicht von der Nazikultur verunreinigt war und sein Kniefall wurde dementsprechend gewuerdigt und war ein wesentlicher Beitrag zur Friedenssicherung in Europa.

    Man kann nur hoffen, dass die Anerkennung der Unmenschlichkeiten die den Menschen in Osteurope unter dem Hitlerregime angetan wurden, zu einer Erkenntnis fuehrt die gegenwaertige und zukuenftiger deutsche Politiker, Kanzler und Verteidigungsminister,zu einer grundlegenden deutschen Friedenspolitik fuehrt und dass ein Wille gezeigt wird in Zukunft Kriegsplanungen gegen alle Opferstaaten einschliesslich der Ukraine und Russland prinzipiell abzulehnen.

    Willi Brandts Geste war ein Anfang. Ein ueberzeugender Wille zum Frieden ist die einzige gewaehrleistung dass Deutschland nicht wieder in die Falle der Kriegstreiberei faellt.

    Deutschland bleibt ein Land auf Probe.
  4. #13

    Ein Mann der die bessere Seite von Deutschland zeigte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vierzig Jahre nach dem Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt in Warschau hat Bundespräsident Wulff der historischen Geste gedacht. Am Denkmal für die Opfer des jüdischen Ghetto-Aufstands legte er*gemeinsam mit seinem polnischen Kollegen Komorowski einen Kranz nieder.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...733401,00.html
    Mit Willy Brandt kam das erste Mal die bessere Seite von Deutschland nach Polen und hatte sich ehrlich und betroffen gezeigt, er der nicht mit diesen faschistischen Staat verbunden war öffente so für Deutschland den Weg in die Völkergemeinschaft.
    Ich kann mich noch recht gut an die dümmsten Äußerungen der konsavativen Politiker erinnern, es was ein wiederliches Schauspiel was sie zu Hause in Deutschland da boten.

    Wenn heute der BP von Gnaden Merkel Brandts Kniefall würdigt, dann sollte er aber bitte auch mit erwehnen, dass seine Parteifreunde darüber nur widerlich reagierten.

    So nehme ich diesen CDU Mann seine Worte nicht ab.

    Willy Brandt war der Lichtblick in einer neuen Zukunft.
    HR
  5. #14

    Damals richtig

    Schön, dass Herr Wulff endlich einmal etwas äußert, das man auch unterschreiben kann, wenn man kein Fanatiker ist, er sich nach einem Gottesstaat sehnt.

    Der Kniefall damals war mit Sicherheit mutig und richtig. Heute jedoch, nachdem fast alle Täter aus biologischen Gründen verschwunden sind, sollten wir vor niemandem mehr auf den Knien rumrutschen, schon gar nicht vor gewissen Ländern, die sich mit ihrer Vergangenheit noch nie auseinandergesetzt haben oder dies sogar unter Strafe stellen (damit meine ich nicht Polen). Also: nicht arrogant werden, freundlich, offen und friedlich in der Welt auftreten, aber das Büßergewand bitte im Schrank lassen.
  6. #15

    unlogisch

    Zitat von iglytc Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für den Hinweis, aber ich lese keine SPD-Geschichtsbücher.

    Wenn Sie so begeistert sind von den aussenpolitischen Leistungen des ziemlich erfolglosen Widerstandkämpfers Frahm, dann freue ich mich für Sie. Sie Sie vielleicht der noch letzte, übrige SPD-Wähler ?
    Ein wenigstens minimal vernunftbegabtes Wesen müßte eigentlich wissen, dass jemand, der von der damaligen SPD Politik angetan war, gerade deshalb Heute kein SPD Wähler mehr sein kann.