Deutschland-Tipp Pferderennen: Zehn auf Sieg!

SPIEGEL ONLINEWer gestresst ist, sollte nicht auf Urlaub warten: Manchmal reicht schon ein klarer Bruch im Alltag, um den Kopf frei zu bekommen. Zum Beispiel beim Pferderennen, einer der ältesten Publikumssportarten überhaupt. Ein Spaß mit Volksfest-Charakter - und akut bedroht.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...836263,00.html
  1. #1

    nostalgische

    Gefühle beschleichen mich, der ich schon lange im fernen Ausland lebe, bei den Gedanken an meine juvenilen Besuche auf der Galopprennbahn Gelsenkirchen Horst (geschlossen), wo der klassische Aral Pokal ausgeritten wurde. Oder auf der wunderbaren Anlage des sterbenden rennvereins auf dem Mülheimer Raffelberg. Auf Sponsoren waren die Rennvereine übrigens schon angewiesen, als es das Wort im deutschen Sprachschatz noch nicht gab. Diese klassischen Galoppsponsoren, Banken, Handel, Industrie, sind heute mit ihren Werbeetats lieber im Internet unterwegs. Beispielsweise bei Spiegel Online. Und dort präsentieren sich die Schreiberlinge mit einer Träne im Knopfloch wegen der sterbenden Galopprennbahnen. Irgendwie verlogen, irgendwie tragikomisch.....
  2. #2

    optional

    Schuld daran hat das Internet. Obwohl der gemeine Bundesbürger immer häufiger und höher zockt und wettet, sanken die Einnahmen der Rennvereine von 2000 bis 2010 um satte 60 Prozent. Denn gesetzt wird heute am liebsten im Web, ohne dafür Steuern zu zahlen - ein profitables, wenn auch illegales Geschäft, das an den eigentlichen Veranstaltern komplett vorbeigeht: An den Web-Wetten verdienen nur windige Buchmacher. Für so einige Rennvereine bedeutete das bereits das Aus. Nur auf 25 der 47 Galoppanlagen in Deutschland finden noch regelmäßig Rennen statt und auf 10 der 14 Trabrennanlagen. Nicht alle sind so gut in Schuss und populär wie Weidenpesch.
    Na der Absatz ging ordentlich in die Hose.
    1.) Web-wetten sind mitnichten illegal. Der GlüStV und die derzeitige sowie nahezu alle geplanten künftigen Verträge/ Vorlagen sind es so der EuGH.
    2.) Windige Buchmacher" wie die mit SH- sowie anderen europäischen Lizenzen ausgestatteten Buchmacher?

    Vielleicht haben es die Rennbahnbetreiber einfach (noch?) nicht geschafft sich dem stark wachsenden aber auch bereits bestehenden Kundeninteresse zu öffnen.