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Deutschland-Chef von Pimco: Top-Investor fordert Bankenpleiten

dapdSchluss mit den immer neuen Milliardenhilfen, lasst die Banken pleitegehen - das fordert der Deutschland-Chef des weltgrößten Anleihe-Investors Pimco. Es sei höchste Zeit die Verluste nicht mehr zu sozialisieren, sondern auch an die Aktionäre weiterzugeben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...841237,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schluss mit den immer neuen Milliardenhilfen, lasst die Banken pleitegehen - das fordert der Deutschland-Chef des weltgrößten Anleihe-Investors Pimco. Es sei höchste Zeit die Verluste nicht mehr zu sozialisieren, sondern auch an die Aktionäre weiterzugeben.

    Anleihe-Investor Pimco fordert: Lasst Banken pleitegehen - SPIEGEL ONLINE
    Ich muss mir gerade verwundert die Augen reiben.
    Zwei Meldungen, die völlig gegensätzlich zum Nachrichtenbrei der letzten Monate lauten. Zuerst Frau Merkel mit Ihrer Erklärung und nun auch noch die Forderung von Pimco, endlich mal Banken fallen zu lassen. Meine Gebete müssen erhört worden sein. Haleluja!
  2. #2

    es wäre wunderbar

    Wir, das Volk, glauben allerdings nicht daran, das Banken die Andere unbestraft betrügen und in den Ruin treiben, nicht einfach pleite gehen,von denen wurde doch noch niemand danach auf dem Sozialamt wegen Geldmangels gesehen. Aber es wäre Wunder-bar.
  3. #3

    Merkel redet immer noch von Systemrelevanz

    Heute hat sie erst wieder die Konstrukte zur "Absicherung" "systemrelevanter Banken" vorgestellt. Wenn es so etwas immer noch gibt, ist das ihr eigenes Versagen. Es kann einfach nicht sein dass private Banken weil sie "zu groß" sind nicht pleite gehen können. Ein Irrsinn - je größer, also desto teurer zu retten, desto sicherer kann die Bank sich sein locker weiter zocken zu können.
    Der Grund warum weder die Banken auf gesellschaftlich vernünftiges Maß gestutzt werden noch die (Steuer-)Einnahmenseite der "Schuldenkrise" ernsthaft diskutiert wird liegt vermutlich einfach im Kniefall der Politik vor den Geld-Eliten.
  4. #4

    Augen zu und durch?

    Wenn jetzt schon, wo die Banken noch als einigermaßen sicher gelten, in einigen europäischen Ländern schon so was wie bank runs stattfinden, wie soll das erst aussehen wenn Banken reihenweise pleite gehen? Im Grunde wäre ich ja auch dafür, mit "Augen zu und durch" Mentalität, aber wenn ich an die Folgen denke...
  5. #5

    Die Krake Pimco

    erst staatlich gesichert bedienen und dann fallen lassen und
    andere für die Schulden aufkommen lassen. Ich nenne das Verbrechen.
  6. #6

    Luja sog i

    Zitat von B.Lebowski Beitrag anzeigen
    Meine Gebete müssen erhört worden sein. Haleluja!
    Neben den Versicherungen und dem Staatsapparat (auch ARD und ZDF) gehören die Banken zur wertverzehrenden Wirtschaft.
    Mit dem Potential Wachstum und Beschäftigung zu beschädigen.
    Je weniger Banken desto besser läuft die Wirtschaft.

    Ein Investmentbanker kostet 50 Arbeitsplätze in der Realwirtschaft, ein normaler Banker nur 2 (wie ein Beamter). Aber in Krisensituationen kann ein Banker halt auch 500 Arbeitsplätze kosten.

    Und: in Europa gibt es viel zu viele Banken, zu viele Versicherungen und bei uns auch zu viele (extrem hochbezahlte) Beamte.
  7. #7

    Jetzt lassen Sie mal Ihre Rachegedanken weg...

    Zitat von franz-burbach Beitrag anzeigen
    Wir, das Volk, glauben allerdings nicht daran, das Banken die Andere unbestraft betrügen und in den Ruin treiben, nicht einfach pleite gehen,von denen wurde doch noch niemand danach auf dem Sozialamt wegen Geldmangels gesehen. Aber es wäre Wunder-bar.
    ... die sicher berechtigt sind.
    Und sehen sich den Vorschlag vom Pimco-Chef an.
    Der fordert ja auch Europa-Einigkeit.
    Schon allein deswegen ist das leider nur eine sinnvolle Forderung, die nie in die Tat umgesetzt wird. Aber: der Mann denkt volkswirtschaftlich und nachhaltig. Und spricht es offen aus. Respekt!
  8. #8

    klick

    Ich sehe das ähnlich wie der hier zitierte Investor. Wo ist eigentlich das Problem, wenn Banken pleite gehen? Es wird in der Debatte ja immer fälschlicherweise vom Fall ausgegangen, das ALLE Banken gleichzeitig pleitegehen. Aber das ist doch garnicht der realistische Fall.
    Realistisch ist eher folgendes: die zwei, drei schwächsten Glieder der Kette (das sind die Banken, die am schlechtesten Gewirtschaftet haben) gehen pleite. Die stärkeren Banken bleiben übrig und bekommen nun mehr Kreditanfragen/Geld von Anlegern. Dadurch gehen zwar die Zinsen hoch (weil die verbliebenen Banken eine größere Macht durch weniger Konkurrenz haben), aber nur solange, bis in die entstehenden Nischen wieder neue Banken geschlüpft sind, die hoffentlich nun besser wirtschaften als die zuvor pleitegegangenen.

    Das System hat dann aus seinen Fehlern gelernt und sich weiterentwickelt, also eine Evolutionsstufe erfahren. Genauso wie es vor kurzem bei den Drogerieketten passiert ist, als Schlecker pleiteging. Das gehört zur Marktwirtschaft dazu und ist erstmal nichts schlimmes, bzw. normalerweise sogar das gute an der Marktwirtschaft - dass sich automatisch immer die effizientesten Unternehmen durchsetzen.

    Schlimm ist das ganze nur, weil wir Marktwirtschaft (Gewinne gehen an Aktionäre) momentan unter dem Deckmantel der "sozialen Marktwirtschaft" mit Sozialismus mischen (Verluste werden von der Gesellschaft aufgefangen). Dabei kombinieren wir beide Systeme, indem wir die Nachteile beider Systeme zusammenführen.
  9. #9

    Zitat von B.Lebowski Beitrag anzeigen
    Ich muss mir gerade verwundert die Augen reiben.
    Zwei Meldungen, die völlig gegensätzlich zum Nachrichtenbrei der letzten Monate lauten. Zuerst Frau Merkel mit Ihrer Erklärung und nun auch noch die Forderung von Pimco, endlich mal Banken fallen zu lassen. Meine Gebete müssen erhört worden sein. Haleluja!
    Sie glauben doch wohl nicht, dass nur, weil nun auch mal einer aus den Reihen der Geldhyänen das Naheliegendste zur Sprache bringt, die Politiker, die wie die Muppets den Führungsstab von Goldman Sachs im Hintern stecken haben, das auch verwirklichen werden.








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