Für Guido Westerwelle wird es eng: Kanzlerin Merkel und die*FDP-Spitze würdigen die Nato für ihren Libyen-Einsatz - und isolieren damit den Außenminister. Der knickt nun ein und lobt die Alliierten ebenfalls. Doch die Einsicht könnte zu spät kommen, in Berlin kursieren schon Gerüchte über seine Ablösung.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...782864,00.html
... es liegt mir fern, das bisherige libysche Regime zu verteidigen. Nur stirbt es sich im Krieg eben nicht komfortabler als bei einer Hinrichtung. Und tausende Tote für einen militärisch herbeigeführten Regimewechsel - so die mir bekannten Schätzungen - scheinen mir Grund genug, jede noch so kleine Chance auf eine friedliche Konfliktbeilegung zu nutzen. Nochmals: Mir ist nicht bekannt, das es auch nur einen einzigen Versuch seitens Europa oder der Nato in diese Richtung gegeben hätte.
Mann sollte jetzt auch mit den Flüchtlingen und nicht nur mit den Rebellen reden, um sich ein Bild von den aktuellen Vorgängen (Flucht vor lynchenden und plündernden Rebellen und Nato-Bomben oder Gaddafis Schafschützen?) zu machen. Die Archive laufen weder weg noch helfen sie bei der Einschätzung der aktuellen Lage.
Ghaddafi log, dass sich die Balken bogen. Und zwar immer und überall. Wann akzeptiert die deutsche Öffentlichkeit, dass 95 % aller Libyer ihn schon seit 30 Jahren leid waren und ihn nicht mehr wollten. Diese Blindheit gegenüber einem psychopatischen Massenmörder und Terrorpaten finde ich ganz und gar unsäglich. Haben wir aus unserer eigenen Geschichte gar nichts gelernt ?!
Es war bitter für mich als der stellvertretende libysche Außenminister Khaled Kaim in der Nacht der UN-Resolution 1973 süffisant aufzählte, wer wie abgestimmt hat: "Abstentions ... Russia and China, India and Brazil ... and what a suprise !!!! Germany", in einem Tonfall, als hätten wir gerade 12 Punkte beim Eurovision Song Contest bekommen. Das war so peinlich.
Und dann kommen noch so dumme Sprüche von Westerwelle und Merkel wie "Man muss immer auch das Ende bedenken" hinterher. Die Libyer hatten den Mumm, ihren Despoten zu stürzen. Die Deutschen haben gewartet, dass uns die Allierten nach sechs Jahren Krieg befreien. Und wo war nochmal Frau Merkel in der Nacht, als die Mauer fiel ?! Ach ja, in der Sauna statt auf der Straße ...
bin wirklich kein Freund von WW, aber nun am lybischen Beutezug nun doch dabei sein, ist schon widerlich. Nach westlicher Propaganda besteht ja nun kein Risiko mehr. Bin gespannt, wer sich die Wasserleitung unter den Nagel reißt?
Wir haben dort nichts, aber auch garnichts verloren (außer vielleicht damals mit Erwin Rommel).
Naja, Kriege sind aber seitdem es politisches Handeln gibt, ein Mittel der Politik, es ist sogar ein elementares Mittel, ob es einem gefällt oder nicht. Es geht ja in Libyen wie in sämtlichen anderen in den letzten Jahren geführten großen Kriegen niemals um die Durchsetzung demokratischer Formen, sondern sie sind allesamt wirtschaftlich motiviert. Und das wird in Zukunft auch weitergehen. Insofern hat Ex-BP Köhler nur das ausgesprochen, was eigentlich jeder weiß (nur dass man ihm die Worte im Mund verdreht hat und zwar nicht nur von der Opposition, sondern gerade aus den Reihen der CDU). zu Guttenberg hat es dieses Jahr nochmal betont und hat von seinen Fans dementsprechend Applaus bekommen (daran erkennt man wie verschoben die Leute hier manchmal denken und sich viel zu sehr von Äußerlichkeiten leiten lassen).
Das ist nun auch wieder wahr. Die Medien, die die bestehende Koalition hochgelupft haben, versuchen es nun wieder mit der Niedermache, weiß Gott, was sie sich davon versprechen. Es bleibt aber die Feststellung, daß Herr W. kein Format hat. Es scheint, daß man mit Polizistenbewerfen mehr Erfahrung sammeln kann, als mit Hinterzimmertingeln.
Das Westerwelle ein unpassender Aussenminister ist, war schon von Anfang an klar. Nur die Libyen Entscheidung war absolut richtig und den Angriffskrieg über die UNO Entscheidung hinaus nicht mit der deutschen Verfassung vereinbar. Das Geschrei der Opportunisten und Heuchler nun ist so was von scheinheilig. Wenn nun der französischen und englischen Regierung die deutsche Aussenpolitik nicht passt, dann ist das deren Problem. Als würde diese Regierung wirklich die Meinung ihrer Völker vertreten. Dementsprechend sind Vorwürfe als würde die Libyen UNO Entscheidung Deutschland in der Welt schaden lächerlich.
Schließe mich Ihnen voll und ganz an. Westerwelle ist eine absolute Fehlbesetzung als Außenminister. Der Schaden für Deutschland durch die Lybien-Enthaltung ist noch gar nicht abzusehen. Die Kanzlerin ist freilich mit schuldig an dem Schaden. Wird Deutschland jetzt zum Bündnispartner des russischen Mafia-und Schurkenstaats anstatt der westlichen Alliierten?
ww soll seinem Land geschadet haben, weil wir uns nicht an einem Angriffskrieg auf ein anderes Land beteiligt haben ?
Diese Entscheidung war richtig und wird auch in Zukunft in
ähnlichen Situationen richtig sein.Er und die Kanzlerin sollten stolz dazu stehen. Die Zukunft wird zeigen, daß es richtig war, sich n i c h t wegen "Hinz und Kunz " und Leuten, die uns gar nichts angehen müssen, an Angriffskriegen
zu beteiligen.Bedenkt: Die Mehrheit des deutschen Volkes
will keinen Krieg, außer zur Selbstverteidigung.