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Deutsches Jein zum Libyen-Einsatz: Schwarz-Gelb isoliert Westerwelle

Für Guido Westerwelle wird es eng: Kanzlerin Merkel und die*FDP-Spitze würdigen die Nato für ihren Libyen-Einsatz - und isolieren damit den Außenminister. Der knickt nun ein und lobt die Alliierten ebenfalls. Doch die Einsicht könnte zu spät kommen, in Berlin kursieren schon Gerüchte über seine Ablösung.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...782864,00.html
  1. #200

    Wertschätzung

    Zitat von kael Beitrag anzeigen
    Das ist doch ein makabrer Witz! Denn es hieße, den Teufel mit Belzebub austreiben.

    Dass allein schon Niebels Name "gehandelt" wird (werden soll), spricht für den Zustand der Personal-Reserve in der FDP.
    Allein schon Niebel in die Nähe des Außwärtigen Amtes zu bringen, zeigt die Wertschätzung der Schwarz-Gelben gegenüber diesem Amt.
  2. #201

    Verstehen Sie mich nicht falsch ...

    Zitat von Bernd.Brincken Beitrag anzeigen
    Flüchtlinge-vs-Rebellen ist eine eigenartige Gegenüberstellung. Die Rebellen sind doch nicht in Klonlaboren produziert und dann dort abgeworfen worden. Dahinter stehen ebenso Familien und deren Geschichte.
    Vielleicht möchten im Gegenzug Sie auch einmal mit den Leuten sprechen, die schon Jahrzehnte von Gaddafis Geheimpolizei verfolgt wurden. Die Häfte der Leute dort kann Geschichten aus der eigenen Familie berichten. Oder da wurde ein Fußballverein geschleift, und dutzende Funktionäre ins Gefängnis gesteckt, einige hingerichtet, weil man im Siegestaumel - beim Fußball - das falsche Lied sang...
    Wenn die Archive einmal geöffnet sind und die Menschen Zeit haben zu sprechen, werden wir sicher noch viele betrübliche Details aus dieser Zeit erfahren.
    ... es liegt mir fern, das bisherige libysche Regime zu verteidigen. Nur stirbt es sich im Krieg eben nicht komfortabler als bei einer Hinrichtung. Und tausende Tote für einen militärisch herbeigeführten Regimewechsel - so die mir bekannten Schätzungen - scheinen mir Grund genug, jede noch so kleine Chance auf eine friedliche Konfliktbeilegung zu nutzen. Nochmals: Mir ist nicht bekannt, das es auch nur einen einzigen Versuch seitens Europa oder der Nato in diese Richtung gegeben hätte.

    Mann sollte jetzt auch mit den Flüchtlingen und nicht nur mit den Rebellen reden, um sich ein Bild von den aktuellen Vorgängen (Flucht vor lynchenden und plündernden Rebellen und Nato-Bomben oder Gaddafis Schafschützen?) zu machen. Die Archive laufen weder weg noch helfen sie bei der Einschätzung der aktuellen Lage.
  3. #202

    Traumtänzer ...

    Zitat von Sailor 2010 Beitrag anzeigen
    Das Gaddafi-Regime hatte bereits am 21. März 2011 einen Waffenstillstand angeboten - NATO und USA haben diesen abgelehnt und weiter gebommt, bis zum heutigen Tage. Mir ist nicht bekannt, dass es in den letzten fünf Kriegs-Monaten (!) irgendeinen Versuch zu einer diplomatischen Lösung gegeben hätte.
    Über den diplomatischen Einfluss, den Europa bzw. England/USA auf die Rebellen hat, kann man derzeit nur spekulieren. Darauf kommt es aber auch gar nicht an: Ohne militärische Unterstützung der Nato und - so darf vermutet werden - Ausrüstung ging von den Rebellen keine wirkliche Gefahr aus. Mangels der Fähigkeit zur Kriegsführung (ohne westliche Unterstützung) war gegenüber den Rebellen keine Friedensdiplomatie erforderlich.
    Ghaddafi log, dass sich die Balken bogen. Und zwar immer und überall. Wann akzeptiert die deutsche Öffentlichkeit, dass 95 % aller Libyer ihn schon seit 30 Jahren leid waren und ihn nicht mehr wollten. Diese Blindheit gegenüber einem psychopatischen Massenmörder und Terrorpaten finde ich ganz und gar unsäglich. Haben wir aus unserer eigenen Geschichte gar nichts gelernt ?!

    Es war bitter für mich als der stellvertretende libysche Außenminister Khaled Kaim in der Nacht der UN-Resolution 1973 süffisant aufzählte, wer wie abgestimmt hat: "Abstentions ... Russia and China, India and Brazil ... and what a suprise !!!! Germany", in einem Tonfall, als hätten wir gerade 12 Punkte beim Eurovision Song Contest bekommen. Das war so peinlich.

    Und dann kommen noch so dumme Sprüche von Westerwelle und Merkel wie "Man muss immer auch das Ende bedenken" hinterher. Die Libyer hatten den Mumm, ihren Despoten zu stürzen. Die Deutschen haben gewartet, dass uns die Allierten nach sechs Jahren Krieg befreien. Und wo war nochmal Frau Merkel in der Nacht, als die Mauer fiel ?! Ach ja, in der Sauna statt auf der Straße ...
  4. #203

    Deutsche Teilnahme am lybischen Beutezug

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Guido Westerwelle wird es eng: Kanzlerin Merkel und die*FDP-Spitze würdigen die Nato für ihren Libyen-Einsatz - und isolieren damit den Außenminister. Der knickt nun ein und lobt die Alliierten ebenfalls. Doch die Einsicht könnte zu spät kommen, in Berlin kursieren schon Gerüchte über seine Ablösung.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...782864,00.html
    bin wirklich kein Freund von WW, aber nun am lybischen Beutezug nun doch dabei sein, ist schon widerlich. Nach westlicher Propaganda besteht ja nun kein Risiko mehr. Bin gespannt, wer sich die Wasserleitung unter den Nagel reißt?

    Wir haben dort nichts, aber auch garnichts verloren (außer vielleicht damals mit Erwin Rommel).
  5. #204

    Zitat von kellitom Beitrag anzeigen
    Hätte Westerwelle gesagt:"O.k. wir machen da mal mit bei der Bomabardierung Libyens", wie groß wäre dann der Aufschrei im Spiegel und anderen Medien denn gewesen?
    Vor allem bei getöteten Zivilisten!
    Es kann doch nicht sein, dass man argumentiert, ach, laß uns mal mitmachen bei diesem Angriffskrieg, rein prophylaktisch, denn vielleicht gehören wir am Ende zu den Siegern. Diese Debatte über eine Kriegsbeteiligung Deutschlands ist schäbig, denn Krieg darf NIEMALS ein Mittel der Politik sein! Es gibt IMMER ein bessere Lösung als Krieg! In diesem Fall hat Westerwelle vollkommen richtig gehandelt und das sage ich als Linker!
    Naja, Kriege sind aber seitdem es politisches Handeln gibt, ein Mittel der Politik, es ist sogar ein elementares Mittel, ob es einem gefällt oder nicht. Es geht ja in Libyen wie in sämtlichen anderen in den letzten Jahren geführten großen Kriegen niemals um die Durchsetzung demokratischer Formen, sondern sie sind allesamt wirtschaftlich motiviert. Und das wird in Zukunft auch weitergehen. Insofern hat Ex-BP Köhler nur das ausgesprochen, was eigentlich jeder weiß (nur dass man ihm die Worte im Mund verdreht hat und zwar nicht nur von der Opposition, sondern gerade aus den Reihen der CDU). zu Guttenberg hat es dieses Jahr nochmal betont und hat von seinen Fans dementsprechend Applaus bekommen (daran erkennt man wie verschoben die Leute hier manchmal denken und sich viel zu sehr von Äußerlichkeiten leiten lassen).
  6. #205

    .-.

    Zitat von spawn478 Beitrag anzeigen
    Ich bin weiß Gott kein Freund von Westerwelle, aber diese erbärmlichen Versuche des Spiegel, Politik zu machen statt drüber zu berichten, nerven nur noch. Erst soll Steinbrück zum Kanzlerkandidaten geschrieben werden, nun Westerwelle vorzeitig abserviert werden. Die Motivation dahinter ist klar: Schlagzeilen im Sommerloch produzieren und sich mit "Wir haben es als Erste gewusst"-Geschichten zu profilieren....
    Das ist nun auch wieder wahr. Die Medien, die die bestehende Koalition hochgelupft haben, versuchen es nun wieder mit der Niedermache, weiß Gott, was sie sich davon versprechen. Es bleibt aber die Feststellung, daß Herr W. kein Format hat. Es scheint, daß man mit Polizistenbewerfen mehr Erfahrung sammeln kann, als mit Hinterzimmertingeln.
  7. #206

    Zitat von alpenjonny Beitrag anzeigen
    Gruezi! Bubi Westerwelle ist schon länger reif für den Abschuss! D schlechtester Aussenminister seit der Gründung der Republik 1948 ist reif,nein überreif für den Rücktritt! Hoffentlich sieht der pockennarbige ein, dass seine Zeit abgelaufen ist. Hinter seinem Rücken nimmt das Getuschle nur noch zu. "Die "Heirat" mit seinem Geliebten und Auftritte in der Öffentlichkeit als Paar riefen auch im Ausland grosse Heiterkeit und derbe Spässe hervor.

    Zuviele Peinlichkeiten, nicht nur im Falle Libyens, zerrten an der Nerven im Land. Es gibt viel bessere in D, auf so einen wie den Westerwelle verzichten wir gerne. Hoffentlich sieht das unsere Kanzlerin auch so.
    wo im ausland? geben sie mal beispiele für die derben späße.
  8. #207

    .

    Zitat von flying_dutchman Beitrag anzeigen
    Wenn ein Aussenminister dem Ansehen seines Landes so schadet, wie Westerwelle, dann ist das so, als man einen Brandstifter zu Feuerwehrmann macht. Der Mann ist einfach nicht haltbar. Und so zeigt sich einmal wieder, daß man zwar mit schönen Sprüchen Politiker werden kann, aber noch lange keine gute Politik machen kann.
    Das Westerwelle ein unpassender Aussenminister ist, war schon von Anfang an klar. Nur die Libyen Entscheidung war absolut richtig und den Angriffskrieg über die UNO Entscheidung hinaus nicht mit der deutschen Verfassung vereinbar. Das Geschrei der Opportunisten und Heuchler nun ist so was von scheinheilig. Wenn nun der französischen und englischen Regierung die deutsche Aussenpolitik nicht passt, dann ist das deren Problem. Als würde diese Regierung wirklich die Meinung ihrer Völker vertreten. Dementsprechend sind Vorwürfe als würde die Libyen UNO Entscheidung Deutschland in der Welt schaden lächerlich.
  9. #208

    Frage

    Zitat von Layer_8 Beitrag anzeigen
    Hoffentlich geht diese Peinlichkeit bald. Der ist für mich ein unerträglicher Repräsentant unseres Landes. Und hoffentlich gibts auch bald die gesamte Sch*ß FDP nicht mehr
    Schließe mich Ihnen voll und ganz an. Westerwelle ist eine absolute Fehlbesetzung als Außenminister. Der Schaden für Deutschland durch die Lybien-Enthaltung ist noch gar nicht abzusehen. Die Kanzlerin ist freilich mit schuldig an dem Schaden. Wird Deutschland jetzt zum Bündnispartner des russischen Mafia-und Schurkenstaats anstatt der westlichen Alliierten?
  10. #209

    kein Schaden für Deutschland

    Zitat von flying_dutchman Beitrag anzeigen
    Wenn ein Aussenminister dem Ansehen seines Landes so schadet, wie Westerwelle, dann ist das so, als man einen Brandstifter zu Feuerwehrmann macht. Der Mann ist einfach nicht haltbar. Und so zeigt sich einmal wieder, daß man zwar mit schönen Sprüchen Politiker werden kann, aber noch lange keine gute Politik machen kann.
    ww soll seinem Land geschadet haben, weil wir uns nicht an einem Angriffskrieg auf ein anderes Land beteiligt haben ?
    Diese Entscheidung war richtig und wird auch in Zukunft in
    ähnlichen Situationen richtig sein.Er und die Kanzlerin sollten stolz dazu stehen. Die Zukunft wird zeigen, daß es richtig war, sich n i c h t wegen "Hinz und Kunz " und Leuten, die uns gar nichts angehen müssen, an Angriffskriegen
    zu beteiligen.Bedenkt: Die Mehrheit des deutschen Volkes
    will keinen Krieg, außer zur Selbstverteidigung.


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