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Deutscher Waffenfrachter vor Syrien: Das Rätsel der "Atlantic Cruiser"

dapdWollte ein deutsches Schiff Waffen nach Syrien bringen? Im östlichen Mittelmeer verschwand die "Atlantic Cruiser" für einen Tag vom Radar, nun steuert sie Richtung Türkei. Der Fall ist äußerst dubios - und alarmiert die internationale Politik. Die Bundesregierung drängt die Reederei zur Aufklärung.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827640,00.html
  1. #10

    Deutsche U-Boote

    Zitat von bruja44 Beitrag anzeigen
    Ich denke auch, in 24 Std wird man die Ladung ins Mittelmeer entsorgt haben können!
    Nein, das reicht auch, um es in syrische Schnellboote umzuladen!

    Was mich wundert: Iranische Waffen für Syrien???! Warum hat Israel den "deutschen" Kahn (mit der Karibik-Flagge) nicht von einem der aus Deutschland gelieferten U-Boote aus versenkt? Oder wenigstens geentert und gestoppt, wie sonst immer? Hat der Mossad geschlafen?
  2. #11

    Für diesen Artikel ist offensichtlich nicht ausreichend recherchiert worden. Erstens handelt es sich nicht um ein "deutsches" Schiff, da es - wie erwähnt - die Flagge Antiguas & Barbudas führt.

    Zweitens ist der sog. Transponder (d.h. der AIS Sender des Schiffes) nur im Nahbereich zu empfangen und wird nur auf den einschlägigen Webseiten angezeigt, wenn das Schiff sich in Reichweite einer entsprechenden Landstation befindet. Das AIS auszuschalten ist - aufgund internationaler Richtlinien (SOLAS, COLREG) - nicht erlaubt.
  3. #12

    Kastrierte Nation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wollte ein deutsches Schiff Waffen nach Syrien bringen? Im östlichen Mittelmeer verschwand die "Atlantic Cruiser" für einen Tag vom Radar, nun steuert sie Richtung Türkei. Der Fall ist äußerst dubios - und alarmiert die internationale Politik. Die Bundesregierung drängt die Reederei zur Aufklärung.

    Deutscher Waffenfrachter vor Syrien: Das Rätsel der "Atlantic Cruiser" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Was erwartet man für Embargos von einem Land in dem Extremisten öffentlich gegen Gerichte & mit behördlichen Hochbedenken den Koran verteilen dürfen?

    Ein Land dessen Justiz und selbst aufgesetzte Moralhandschellen dahinführen die größten Normalitäten der Welt auszusetzen.

    Ein Land das alles Unrechtschaffene erklärt und durchwinkt und die Rechtschaffenen dafür zu Kasse bittet.

    Deutschland 2012.
  4. #13

    Vorsicht

    Zitat von eimsbgringo Beitrag anzeigen
    Für diesen Artikel ist offensichtlich nicht ausreichend recherchiert worden. Erstens handelt es sich nicht um ein "deutsches" Schiff, da es - wie erwähnt - die Flagge Antiguas & Barbudas führt.

    Zweitens ist der sog. Transponder (d.h. der AIS Sender des Schiffes) nur im Nahbereich zu empfangen und wird nur auf den einschlägigen Webseiten angezeigt, wenn das Schiff sich in Reichweite einer entsprechenden Landstation befindet. Das AIS auszuschalten ist - aufgund internationaler Richtlinien (SOLAS, COLREG) - nicht erlaubt.
    Man denke an den Irak-Krieg des Vater Bush zurück, als deutsche Autos in Amerika unmöglich gemacht werden sollten, als Listen veröffentlicht wurden von deutschen Unternehmen, die mit dem Irak Handel und technischen Support betrieben hatten. Man denke zurück an den Sohn Bush, dessen Administration sich einen neuen Namen für die Pommes Frites in USA ausdachten. So mobbt die Nachbarschaft der Vorstädte...

    H.
  5. #14

    [QUOTE=peat53;10023530]
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    __________________________________________________ _________dass ein Schiff plötzlich 1 Tag vom Radar verschwinden kann- was nautisch ein Ding der Unmöglichkeit ist- es gibt ja auch noch ggoggle earth oder ?

    na, dann setzten Sie sich mal an Ihren Rechner und suchen das Schiff in Google-Earth! -und, ach ja, wenn Sie noch ein wenig höher gehen sehen Sie mich Ihnen vom Balkon aus zuwinken;-)
  6. #15

    Nachrichtenqualität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wollte ein deutsches Schiff Waffen nach Syrien bringen? Im östlichen Mittelmeer verschwand die "Atlantic Cruiser" für einen Tag vom Radar, nun steuert sie Richtung Türkei. Der Fall ist äußerst dubios - und alarmiert die internationale Politik. Die Bundesregierung drängt die Reederei zur Aufklärung.

    Deutscher Waffenfrachter vor Syrien: Das Rätsel der "Atlantic Cruiser" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Was uns so als Nachricht vorgegaukelt wird ist oft schon eine Zumutung. Als ob dem Pentagon ein Frachter verloren gehen könnte. Ob mit oder ohne Transponder - über Satellit kann heutzutage genau geortet werden. Hat den die Bundesregierung inzwischen mal beim Reeder angefragt? Weiß der Spiegel etwas?
  7. #16

    Die Sachlage

    1. Die Verantwortlichen:

    Zunächst einmal sollte man feststellen das die deutsche Reederei das Schiff mit hoher Wahrscheinlichkeit im Rahmen eines Zeitchartervertrages an eine andere Reederei unterverchartert hat.

    Die üblichen Vertragsbedingungen sind dahingehend ausgelegt das sich der Zeitcharterer verpflichtet nur legale Wirtschaftsgüter zu transportieren. Dazu koennen auch Waffen gehoeren sofern die erforderlichen Aus-/Einfuhrgenehmigungen und Unbedenklichkeitszertifikate vorgelegt werden.

    Desweiteren gibt es eine Liste von Ausschlussgebieten die in jedem Chartervertrag geregelt sind. Üblicherweise sind Länder wie Nordkorea, Somalia, Kuba, etc. ausgeschlossen

    In diesem Falle liegt also wahrscheinlich die Verantwortung in dieser Sache bei dem Subcharterer.


    2. Warum ist das Schiff vom Radar verschwunden?:

    Bei dem im Artikel erwähnten "Radar" handelt es sich um nichts anderes als das "Automatic Identification System". Dies ist ein bordeigenes System das ursprünglich als Navigationshilfe entwickelt wurde.

    Das System übermittelt standardmässig:

    - Schiffsname
    - Schiffskurs
    - Geschwindigkeit
    - nächsten Hafen

    Mittlerweile gibt es jedoch überall auf der Welt Landstationen die dieses Signal auffangen und im Internet für jeden sichtbar und in Echtzeit darstellen.

    Man mache sich einfach mal auf die Netzsuche mit den Begriffen "marinetraffic" oder "AIS" und wird schnell auf diverse Internetseiten aufmerksam.

    Durch die Berichterstattung in der Presse ist das Schiff nicht nur zum Ziel der Politik geworden sondern auch von Piraten / Terroristen.

    Es ist eine absolut übliche Taktik das AIS abzuschalten um die Aktuelle Schiffsposition zu verbergen.

    Dieses wird auch standardmässig beim Durchfahren von Krisengebieten durchgeführt (Golf von Aden).


    Die Ladung:

    Keine Reederei der Welt ist in der Lage zu kontrollieren, welche Güter an Bord ihrer Schiffe verladen wird wenn diese in Container gestaut werden.

    Üblicherweise werden die Container vom Ladungsabsender gepackt und mit einem Zollsiegel versehen.

    Das heisst, das die Reederei / Besatzung bei Verschiffung keinen rechtmässigen Zugang zur Ladung hat.

    Desweiteren ist in Frachtverträgen und Ladepapieren ausgewiesen das die Ladungsdeklaration durch den Absender und auf dessen Risiko erfolgt.

    Wollte die Reederschaft jegliche Ladung an Bord kontrollieren müsste sie eine Heerschaar von Spezialisten in Ihrem Unternehmen beschäftigen (Maschinenbauingenieure, Veterinäre, Kernphysiker, Chemiker, etc.....). Das ist schlicht und einfach nicht zu bewerkstelligen.
  8. #17

    ...

    Zitat von bruja44 Beitrag anzeigen
    Ich denke auch, in 24 Std wird man die Ladung ins Mittelmeer entsorgt haben können!
    Ich vermute mal die haben die Ladung in Tartus gelöscht. Das ist so das naheliegendste was mir als kritischem Laien zu einfällt wenn ein Schiff unter diesem Umständen für 24 Stunden vom Radar verschwindet. Es auf jeden Fall sehr amüsant wie die deutsche Presse das Thema behandelt.
  9. #18

    Och Joh!

    Zitat von landgraftom Beitrag anzeigen
    frachter unter einer anderen als der bundesflagge ist ein absolutes novum in der weltseerechtsgeschichte, mal davon abgesehen ob waffen oder nicht.mir kommt es sehr merkwürdig vor, dass hier so auf den reeder ( eigentümer ), welcher wohl deutscher ist , herumargumentiert wird. der ist bei einem vercharterten schiff der letzte in der kette der eventuell dafür verantwortlich gemacht werden könnte.
    Das ist absoluter Standard bei der "Kaltcharter". Übrigens die einzige Möglichkeit ein Schiff unter ausländischer Flagge fahren zu lassen und gleichzeitig im deutschen Register verzeichnet zu sein. Alles nach Recht und Gesetz dieses Staates!
  10. #19

    Lieber Gott, wirf Hirn vom Himmel! Und laß auch etwas auf Journalisten fallen!

    Zitat von eimsbgringo Beitrag anzeigen
    Für diesen Artikel ist offensichtlich nicht ausreichend recherchiert worden....
    Zweitens ist der sog. Transponder (d.h. der AIS Sender des Schiffes) nur im Nahbereich zu empfangen und wird nur auf den einschlägigen Webseiten angezeigt... Das AIS auszuschalten ist - aufgund internationaler Richtlinien (SOLAS, COLREG) - nicht erlaubt.
    Satz 1 unterschreib ich.
    Satz 2 stimmt nicht. AIS kann auch weiterreichend senden, was hier aber nicht zu vertiefen ist, denn unter Bezug auf Satz (1) ist festzustellen, daß RADAR und AIS zwei vollkommen verschiedene Dinge sind. AIS sendet aktiv von Bord des Schiffes aus den jeweiligen Ort und andere Dinge wie Art der Ladung etc.

    Die ausgestrahlte Information läßt sich ohne Probleme an Bord manipulieren, fälschen (auch von anderen Orten aus, es ist kein Problem, einen AIS-Transponder des "Fliegenden Holländers" senden zu lassen), und so ein Gerät kann auch mal kaputtgehen (was sicher zur Erklärung dienen wird (das zu Satz 3).

    Radar hingegen beruht auf einer Messung von Echosignalen, die ein Objekt wie dieses Schiff zurückwirft, wenn es von kurzen Hochfrequenzimpulsen eines Radargerätes von Bord eines anderen Schiffes, eines Flugzeugs oder auch einer festen Landstation getroffen wird.

    "Von den Radarschirmen verschwinden" kann ein Schiff nur, wenn es sich z.B. direkt hinter einem anderen verstecken kann, wenn es untergeht, oder wenn es Tarnkappenelektronik und weitere Echo-Vermeidungsmittel an Bord hat, was bei diesem alten Zossen sicher nicht gegeben ist. Dazu müßte man wissen, wer das Schiff tatsächlich mittels Radar beobachtet hat, gehen wir mal davon aus, daß einschlägige Dienste der Region aller Gefühlsrichtungen dieses ohne Unterbrechung getan haben, gerade auch dann, wenn das AIS-Signal möglicherweise zeitweise nicht zu empfangen war.

    Sollte das Schiff tatsächlich nur einen Transponder für den Nahbereich (2 Seefunk-Kanäle im UKW-Band) an Bord haben, wäre auch das eine Erklärung. Denn die Empfänger, die den Ort von Schiffen aufnehmen und auf Servern Dritten zur Verfügung stellen, sind nicht überall gleich eng verteilt. Um das südliche Afrika herum sind sie eigentlich gar nicht zu finden.

    Es gibt allerdings ein von Seiten der USA betriebenes Satelliten-Empfangsprojekt, das weltweit alle AIS-Signale aufzunehmen als Ziel hat. Deren Verwendung ist dann allerdings wieder nur "besonderen Stellen" vorbehalten, und die dürften keinen direkten Draht zur Low-Level-Journaille haben. Aber wer weiß?








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