Zitat von
W. Robert
Das Fernsehen bestimmt die deutsche Filmlandschaft, also konkret die GEZ-Apparatschiks. Schon der kleinste Versuch, einen unkonventionellen Film zu drehen, wird im Keim erstickt. Es wäre beispielsweise völlig undenkbar, dass so ein spießiges Subventionsgremium so was wie „Pulp Fiction“ produzieren würde. Ironischerweise bekommt aber Tarantino von den selben Leuten Zuschüsse, weil es ja um „große Filmkunst“ geht und ein wenig von Tarantinos Erfolg auf die peinlichen Herren der Geldtöpfe abfärben soll.
Großes Kino ist immer auch Ideologie, also politisch. Da vertraut man bei uns wohl eher auf Rambo&Co. Nicht politisch wirksam ist hingegen der deutsche Ansatz, durch „politische Problematisierung“ totgekauter Inhalte das Publikum zu belehren. Man überlässt also das „große Kino“ den Angelsachsen und gelegentlich den Franzosen.
Die Aufgabe der Parteigenossen in den Gremien ist ja die Versorgung mit dümmlich-korrekten Serien und betulichen Schmonzetten, eine ABM für abgehalfterte Revue-Stars aus besseren Zeiten. Inzwischen verpulvert die GEZ-Mafia Milliarden für den politischen Auftrag, die „Privaten“ an dämlichen Inhalten zu übertreffen.
Kurz gesagt sind die Milliarden danach im Auftrag der „Grundversorgung“ vernichtet, das Kino ist ruiniert und die Gehirnwäsche durch dämliche Polizeiserien nimmt kein Ende. Wer immer sich eine derartige Entwicklung wünscht: der mündige Bürger jedenfalls nicht. Der schaltet die Glotze sowieso nur noch dann ein, wenn politische Magazine oder Hollywood-Blockbuster gesendet werden. Bei mir jedenfalls hat sich längst ein Automatismus entwickelt, den GEZ-Unterhaltungs-Schrott und gewisse notorische „Problemfilme“ prinzipiell wegzuzappen. Es ist übrigens kein Wunder, dass wir Kopier-Piraten fördern, weil die interessanten Filme sowieso aus dem Ausland kommen;)