Forum


 

Deutscher Filmpreis 2010: Heute Lola, morgen Arbeitsamt

Bernd Eichinger war gerührt, Sibel Kekilli fragte nach Arbeit - und Michael Haneke triumphierte: Zehn Lolas gewann sein Schwarzweiß-Drama "Das weiße Band" bei der 60. Verleihung des Deutschen Filmpreises. Doch auch das deutsche Gegenwartskino zeigte sich in Hochform.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,691021,00.html
  1. #10

    Nazikeule

    Zitat von Lorim Beitrag anzeigen
    Diese dogmatische, egozentrische an tumber Rhetorik kaum zu ertragene Meinung...
    ...gerne von Diktatoren oder Propagandaministern genutzt wurde....
    Sie melden sich hier an und beschimpfen in Ihrem ersten Posting einen Foristen mit Goebbels-Vorwürfen. Ich habe zwar "Das weiße Band" nicht gesehen, der Forist fasst lediglich den allgemeinen Tenor der Kritik zusammen und leistet sich im Gegensatz zu ihnen keine Tiefschläge. Ich glaube nicht, dass sie mit einem derartigen Stil hier auf viel Verständnis stoßen werden.
  2. #11

    Godwin lässt grüßen

    Zitat von Lorim Beitrag anzeigen
    Diese dogmatische, egozentrische an tumber Rhetorik kaum zu ertragene Meinung war immerhin der Grund, mich im Forum anzumelden, weil das so nicht stehen bleiben kann.
    Von Dogmatik und Meinung in einem Satz zu sprechen macht wenig Sinn. Einerseits sind sie sich bewusst, dass es eine Meinung ist, andererseits unterstellen Sie, dass ich von anderen erwarte, dass Sie meine Meinung übernehmen sollen? Keineswegs. Ich habe kein Problem mit anderen Meinungen. Sie jedoch schon, sonst hätten Sie sich nicht "extra dafür angemeldet". Wenn Sie meine Meinung als dogmatisch betrachten, so müsste dieser Vorwurf umso mehr für Sie selber gelten:
    Zitat von Lorim Beitrag anzeigen
    Es ist nicht nötig "Das weiße Band" als grandiosen Film zu verteidigen,
    Wie kommen Sie darauf, dass dieser Film per se als "grandios" zu bezeichnen ist? Übrigens, wenn Sie meinen ersten Beitrag aufmerksam gelesen hätten, so hätten Sie nicht übersehen, dass ich gleich im ersten Satz erwähnt habe, dass "Das weiße Band" hervorragend gemacht ist. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich jedoch fähig, verschiedene Aspekte zu betrachten und nicht nur eine Schwarz oder Weiß Endwertung abzugeben. Sie sollten mal einen Sinn für Schattierungen und Facettenreichtum entwickeln.

    Und als wenn das nicht genug wäre, können Sie dann auch nicht der Versuchung widerstehen, Godwins Gesetz anzuwenden:

    Zitat von Lorim Beitrag anzeigen
    Diese Form der Herabsetzung von Andersdenkenden ist eine Form von Rhetorik die, der Vergleich ist ausgetreten aber leider dennoch passend, gerne von Diktatoren oder Propagandaministern genutzt wurde
    Es ist ja schon lustig, dass Sie sich in diesem Satz über angebliche Propagandatechniken empören, im gleichen Atemzug aber Nazi-Vergleiche ausbuddeln. Wenn Sie schon der Meinung sind, meine Art der Meinungsäußerung stamme aus unteren Schubladen, so sollten Sie vielleicht mal noch ein paar Schubladen weiter unten schauen, wo sich ihre eigene befindet.
  3. #12

    Hab ich schon gesehen

    Zitat von lalale Beitrag anzeigen
    oder mal ein kleiner tipp um zu sehen wie haneke tickt: ich empfehle die DVD von funny games... den film ansehen und danach das interview mit haneke... man wäre überrascht...
    Mit diesem Tipp kommen Sie mehr als 10 Jahre zu spät. "Funny Games" hab ich schon mehrmals gesehen, ebenso wie "La pianiste". Beides sind sehr gute Filme, denen ich auf einer Skala von 1-10 eine 8 verpassen würde. Ich schätze Haneke sehr wohl als Regisseur, finde aber dass er mit "Das weiße Band" die Geduld der Zuschauer überspannt.

    Meiner Meinung nach hat "Funny Games" dieses Problem eben deshalb nicht, weil zusätzlich zu den Abgründen menschlicher Psychologie der Unterhaltungsaspekt nicht vergessen wurde. Unter Unterhaltung verstehe ich übrigens nicht zwingendermaßen nur rege, äußere Handlungen wie z.B. Verfolgungsjagden usw. auf der Leinwand, sondern die Kunst, durch die Erzählweise keine Langeweile aufkommen zu lassen. Ich mag beispielsweise David Lynchs Arbeit sehr, da er es versteht, nicht nur Atmosphäre zu schaffen, sondern auch eine Dynamik der Figuren und ihrer Interaktionen enstehen zu lassen. Es gibt in "Das weiße Band" zwar auch eine gewisse Dynamik, doch ich finde diese wirkt durch die in die Breite gezogene Detailversessenheit so langgezogen, dass es sich fast wie ein Stillstand anfühlt.

    "Das weiße Band" tritt über 2 Stunden lang auf ein und der selben Stelle herum, nur um einen bereits 1000-fach gehörten Kommentar zur Psyche der deutschen Vergangenheit und Faschismus im Allgemeinen plattzudrücken. Ich denke, ein Kurzfilm von 40 Minuten wäre hierfür völlig ausreichend gewesen und womöglich auch wesentlich unterhaltsamer, da wesentlich verdichtet und dadurch zwangsweise dynamischer auf sämtlichen Ebenen. Haneke jedoch ließ es sich nicht nehmen, das Thema mit protestantischem Eifer bis in die feinsten Ritzen auszukleistern, so dass es einem zu den Ohren herauskommt.

    Der Film war für mich deshalb alles andere als überraschend oder unterhaltsam. Gut war er dennoch - betrachtet man die Feinarbeit, mit der er dieses Portrait gegossen hat. Er konnte durchaus eine verstörende Atmosphäre erzeugen. Aber das reicht mir als Zuschauer einfach nicht. Nur weil ich einen Film aus diesem Aspekt heraus als gut beurteile, heißt das noch lange nicht, dass ich ihn auch unterhaltsam fand. Wenn er mich wenigstens schockiert hätte. Aber auch das hat Haneke zunichte gemacht, indem er den Fokus so auffällig auf die Kinder gesetzt hat, dass man spätestens nach 45 Minuten wusste, was einem am Ende erwartet. Und da war dann eben die Luft raus, die Chance des Schocks vertan und der Rest des Films nur noch ein einziges "Absitzen".

    Ich empfand es wegen der unnötigen Überlange einfach nur als filmische Masturbation zu einem alten Thema. Es hat dies eben bisher noch keiner cineastisch so zerlegt wie Haneke. Das ist das einzig "Neue" daran. Und dafür kriechen ihm die Elite-Kritiker auch in den Hintern. Nein danke, dann doch lieber Lynch auf Drogen oder "Der Himmel über Berlin" mit 2 Flaschen Rotwein. Letzterer zieht sich zwar auch ewig hin, ist aber dank Handke ein poetisches Vergnügen.
  4. #13

    Kleinohrhasen

    Ich kenne nicht einen einzigen Film der Nominierten und Preisträger. Habe ich was verpasst? Halte mich eher an das asiatische Kino. Deutsches Kino hat mich noch nie interessiert. Kleinohrhasen - *schüttel*
  5. #14

    Einfach mal Klappe halten

    Zitat von abfallverwertung Beitrag anzeigen
    Unterhaltungstechnisch ist "Das weiße Band" die größte Enttäuschung, die man sich als Zuschauer antun kann. Wer allerdings gern pseudointellektuelle Gehirnmasturbation betreibt, um sich schlau und elitär vorzukommen, für den ist dieser Film wie maßgeschneidert.
    Wer nichts verstanden hat, sollte die Schuld nicht zuerst bei anderen suchen. Und einfach mal die Klappe halten.
  6. #15

    Deutsches Kino

    Die deutschen Produktionen sind allesamt wirtschaftlich erfolglos und landen nach ein paar Wochen im öffentlich rechtlichen GEZ - Fernsehen. Dort werden sie dann gnadenlos rauf- und runtergenudelt.
  7. #16

    Deutscher Film

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bernd Eichinger war gerührt, Sibel Kekilli fragte nach Arbeit - und Michael Haneke triumphierte: Zehn Lolas gewann sein Schwarzweiß-Drama "Das weiße Band" bei der 60. Verleihung des Deutschen Filmpreises. Doch auch das deutsche Gegenwartskino zeigte sich in Hochform.

    http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,691021,00.html

    sry ..es gibt nichts, was mehr suxxxt als deutsches Kino ... es gibt einige Intelektuelle .. einige begeisterte Spiegeljournalisten und masochistisch veranlagte Menschen, die sich deutsche

    Filme antuen .... . Den einzigen deutschen Film, den ich wirklich gut fand .. war das B Movie "Rocker" aus den 70ern ... oder Filme von FA. Leider

    gibt es Filme dieser Art viel zu wenige. Solange das so ist und deutscher Film aufgrund seiner ... ach so hohen Ansprüche zugrundegeht,

    solange bleibt er weiter das was er verdient hat, ein Mauerblümchen auf dem internationalen Filmmarkt. So wars .. und so wirds wohl auch immer bleiben ... .
  8. #17

    Bei Sibel Kekilli habe ich nicht verstanden,

    warum ausgerechnet sie den Preis für die beste weibliche Hauptrolle bekommen hat - und das neben Kolleginnen wie Susanne Lothar(Das weiße Band)und Birgit Minichmayr (Alle anderen). Als Schauspielerin wirkt Kekilli auf mich so hölzern und monoton wie ein Sirenenalarm im Nachbardorf bei Mittag.


TOP



TOP