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Deutscher in chinesischem Vorstand: "Die behandeln uns wie ein rohes Ei"

dapdGanz oben im Reich der Mitte: Norbert Scheuch sitzt als einziger Deutscher im Vorstand eines chinesischen Großkonzerns. Im Interview erklärt er, warum er lieber einen Chinesen als Chef hat als einen Amerikaner.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...830214,00.html
  1. #10

    Putzmeister...

    Zitat von stacheldraht07 Beitrag anzeigen
    Der Ausverkauf Deutschlands schreitet voran. Dabei züchtet sich Deutschland die eigene Konkurrenz an den hiesigen Hochschulen heran, immerhin 30.000 chinesische Studenten auf Kosten des deutschen Steuerzahlers.
    ....waren die einzigen auf der Welt, die Japan nach der Reaktorkatastrophe in Fukuschima die großen Betonpumpen liefern konnten.
    Da war ich ein bisschen stolz auf ein deutsches Unternehmen.
    Jetzt ist das auch schon wieder vorbei.

    Als kleiner IT-Spezialanbieter, Rechenzentrumsbau, RZ-Optimierung und RZ-Sicherheits Knowhow, bin ich erschrocken wie leicht und schnell mit ein bisschen Kapitaleinsatz der Ausverkauf Deutschlands von statten geht.
    Gerade konnten wir noch einige unsere Kunden davon überzeugen, von "ausländischen Besuchern" vor einer Betriebsbesichtigung, alle elektronischen/optischen Geräte zu kassieren, schon brüllt jemand rum, wie toll doch die Chinesen sind.....
    Wir lehnen Aufträge aus arabischen und asiatischen Ländern grundsätzlich ab.
    Der Know-How-Klau ist einfach zu groß.
  2. #11

    Zitat von Schlangenzung Beitrag anzeigen
    wenn er sagt, das China nicht wirklich kommunistisch ist. Leider hat er nicht das Format, dazuzusagen, dass China eine frühkapitalistische Tyrannei ist. Eine solche Feststellung würde wohl auch die Geduld seiner charmanten Partner überfordern.
    Hallo,

    das scheinen viele noch nicht zu verstehen das china zu einer diktature verkommen ist wo wer eine andere meinunghat ganz schnell im gefängnis landet. Vieleicht hat er deswegen nur wohlwollend über seinen "chef" gesprochen?
  3. #12

    Die gelbe Gefahr

    Zitat von citizengun Beitrag anzeigen
    Ich hätte die Bude auch sofort verkauft aber die Darstellungsweise von Herr Scheuch ist absolut naiv. Für die Chinesen zählt weniger der Gewinn wie Macht und Vormachtstellung.
    Ja, sie haben vollkommen recht.

    Chinesen denken langfristig und nicht in Legislaturperioden und Quartalszyklen. Sie haben eine dreitausendjährige Geschichte und nehmen sich für strategisch wichtige Entscheidungen Zeit.

    Der Know-how- und Technologie-Transfer, den sich unsere profitgierige Kapitalgesellschaften in den vergangen 20 Jahren nach China geleistet haben, ist nicht mehr umkehrbar und bald, wenn wir es nicht schon sind, sind wir voll auf chinesische Erzeugnisse angewiesen.
    Ich bezweifle, dass die Chinesen dann noch unsere Freunde sein werden.

    Schon heute fällt es uns schwer, unseren Technologievorsprung zu halten. Noch sind unsere Produkte Weltspitze und in China sehr begehrt. Aber das ist nur noch für kurze Zeit. In China und Indien spucken die Universitäten weit mehr Wissenschaftler und Ingenieure aus, als in Deutschland.
  4. #13

    Pflegen der Vorurteile

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ganz oben im Reich der Mitte: Norbert Scheuch sitzt als einziger Deutscher im Vorstand eines chinesischen Großkonzerns. Im Interview erklärt er, warum er lieber einen Chinesen als Chef hat als einen Amerikaner.

    Deutscher in chinesischem Vorstand: "Die behandeln uns wie ein rohes Ei" - SPIEGEL ONLINE


    einigen Foristen gefällt nicht, wie Herr Scheuch die Chinesen einschätzt. Sie pflegen viel lieber ihre Vorurteile. Man hat sie so erzogen, ausgebildet und indoktriniert - das wirkt nach.

    Man wird sich ändern müssen
  5. #14

    An Stacheldraht: Ihr Spaßname verrät es ja - Sie glauben noch immer an die biedermeierlich parzellierte Welt der Nationalstaaten. Mit den chinesischen Studenten züchtet der "deutsche Steuerzahler" seine eigene Konkurrenz heran - mon dieu! Wollen Sie deutsches Knowhow in den Grenzen von 1937? Öffnen Sie die Augen - es könnte sein, dass Sie die Welt nicht mehr wiedererkennen. Die gelbe Gefahr existiert nicht mehr - bedrohlich allein sind Rückständigkeit und Provinzialität.
    Ducasse
  6. #15

    Zitat von loncaros Beitrag anzeigen

    Natürlich sollen wir laut ihm unsere Vorurteile begraben. Er hat an der Sache bestimmt ein Zusatzeinkommen in 7- bis 8-stelliger Höhe verdient.

    Ob es dem kleinen Mann etwas bringt, wenn diese chinesischen halbstaatlichen Kapitalismusbehörden unsere Firmen übernehmen wage ich mal stark zu bezweifeln.
    Dann zeigen Sie mir doch einmal wo amerikanische Hedgefunds bei uebernommenen Firmen in Deutschland Jobgarantien gegeben haben.

    Dann zeigen Sie doch mal auf was es den Arbeitnehmern "gebracht" hat deren Firmen von amerikanischen Finanzzockern uebernommen wurden.

    Im uebrigen sind das nicht "unsere" Firmen, sondern Privatunternehmen.
  7. #16

    ach was

    Zitat von citizengun Beitrag anzeigen
    Ich hätte die Bude auch sofort verkauft aber die Darstellungsweise von Herr Scheuch ist absolut naiv. Für die Chinesen zählt weniger der Gewinn wie Macht und Vormachtstellung.
    Naiv wäre es gewesen, die Befürchtungen zu äußern, die ihn wirklich umtreiben - gut zu verstehen, dass er seinen Job (erst mal) behalten will.

    Und der deutsche Leser prüft eh schon lange nichts mehr auf seinen Wahrheitsgehalt - da ist das parallele Denken aus der DDR-Zeit eingekehrt.
  8. #17

    Zitat von citizengun Beitrag anzeigen
    Ich hätte die Bude auch sofort verkauft aber die Darstellungsweise von Herr Scheuch ist absolut naiv. Für die Chinesen zählt weniger der Gewinn wie Macht und Vormachtstellung.
    So wie ich Herrn Obama verstanden habe, bleibt China die Werkbank der Welt.
    Ob sich die BILD zu einem "Wir sind ZK" hinreißen läßt, wage ich jetzt aber gar nicht mehr so zu bezweifeln wie Gestern noch. ;)

    Die Handhabung roher Eier, auf dem Weg zur Pfanne, sind aber vertrauenswürdig, wenn ich das richtig gelesen habe ?

    Kann man Betonbauten eigentlich akkupunktieren ?
    Ich muß nämlich aus Erfahrung sagen, das in Bayern auch ganz anders gedacht wird wie in Baden Würtemberg, hier wurde erstmal Feng Shui adoptiert, das ist sozusagen eine ersatzlose Komplentärmethode zu den Heilquellen die schon die alten Römer kannten.
    "BW ist Grün regiert aber wir schon voll chinesisch,...ällerlätsch"

    Was passiert eigentlich mir Stammheim, kommt da ein Bader Denkmal aus Beton hin ?

    Kleiner Scherz, zum Tag der Arbeit.
  9. #18

    Was soll diese nationalistische Denkweise, wenn wir uns auf globalen Märkten bewegen wollen, müssen wir uns auch globale Unternehmen und Wettbewerbsstrukturen stellen. Sofern es um Unternehmenskultur und soziale Einbindung
    der Firmen geht können die Chinesen sicher
    nichts von den autokratisch-kapitalistisch geführten Unternehmen des Westens lernen, da sie eine weit höhere soziale Afinität praktizieren als die mit Geiz und Gier nach Macht
    strebenden Kapitalisten......
  10. #19

    Zitat von Schlangenzung Beitrag anzeigen

    wenn er sagt, das China nicht wirklich kommunistisch ist. Leider hat er nicht das Format, dazuzusagen, dass China eine frühkapitalistische Tyrannei ist. Eine solche Feststellung würde wohl auch die Geduld seiner charmanten Partner überfordern.
    Die "fruehkapitalistische Tyrannei" haelt gerade wieder Einzug in die EU und die Jobs werden dort wie am Fliessband "entsorgt"....

    Die Tyrannei in China hat dazu gefuehrt, dass in diesem Jahr im oestlichen Produktionsguertel Lohnerhoehungen von bis zu 50% erzielt wurden.
    Bevor Sie hier Unsinn erzaehlen, wie auch die meisten anderen "China-Spezialisten" hier, empfehle ich, vorher ein wenig Informationen zu sichten, das wuerde bei Berurteilung der Lage sicherlich helfen....








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