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Deutscher Burschentag: Rechtsextreme gewinnen Machtkampf

DPAEntscheidung in Eisenach: Auf dem Deutschen Burschentag scheiterte die Abwahl eines hohen rechtsextremen Funktionärs. Jetzt steht der Dachverband vor der Spaltung. Liberale Burschenschafter räumen ihre Posten, sie rechnen mit einer Austrittswelle.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...836442,00.html
  1. #30

    Das hat auch etwas sehr Gutes...

    Das Gute an dieser Trennung und dem klaren Bekenntnis zum Rechtsradikalismus ist doch, dass man in Zukunft so sehr einfach an der Mitgliedschaft erkennen kann, ob ein Burschenschaftler als rechtsradikal einzuordnen oder doch möglicherweise Anstand besitzen könnte. Insbesondere finde ich das mit Hinblick auf Einstellungen wichtig - so ergibt sich ein schönes Ausschlusskriterium für Arbeitgeber.
  2. #31

    Zitat von Leserzuschrift Beitrag anzeigen
    Das Gute an dieser Trennung und dem klaren Bekenntnis zum Rechtsradikalismus ist doch, dass man in Zukunft so sehr einfach an der Mitgliedschaft erkennen kann, ob ein Burschenschaftler als rechtsradikal einzuordnen oder doch möglicherweise Anstand besitzen könnte.
    Als ob sich die Verbindungsgegner jemals um solche Kleinigkeiten wie Mitgliedschaften, die verschiedenen Dachverbände usw. gekümmert hätten.
  3. #32

    burschenschaften werden ohnehin bedeutungslos

    wen kümmern heute noch burschenschaften? wenn ich das im lebenslauf lese weiß ich nur, dass der kandidat vermutlich alkohol verträgt, auf konservative vereinsmeierei steht - das interessiert mich aber nicht. für mich ist das eher ein makel als ein qualitätsmerkmal und ich kenne einige personalentscheider die das ganz ähnlich sehen - so what.... das problem wird sich hoffentlich von selbst erledigen.
  4. #33

    ......

    Man liest hier mal wieder das alte Lied.

    Viel Leute mit wenig Ahnung dafür umso grösserem Mitteilungsbedürfnis die über eine Institution herziehen deren Mitglieder für die Demokratie in diesem Land mehr getan haben als nur das Maul aufzureissen.

    Mag gut sein das man in Burschenschaften gerne mal was trinkt aber dazu muss ich nicht in die Burschenschaften gehen, da kann ich mir auch das jeden Samstag stattfindende Kübel saufen in einer Disco meiner Wahl ansehen und was jedes Wochenende generell in den Universitätsstädten los ist, dagegen ist alles was ich in meiner Uni-Zeit in Verbindungen gesehen habe Kleinkram und direkt verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol.
    Es ist auch Tatsache das bei einer Burschenschaft keine Frauen rein können und nun ?
    Es ist doch das Recht jedes Vereines zu entscheiden wen er aufnehmen will und wen nicht das kann man jetzt gut oder schlecht finden den Verein machts deswegen nicht irgendwie böse.
  5. #34

    Mal eine logische Nachfrage ans Forum

    Diese Burschenschaften gibt es ja nun nicht erst seit voriger Woche. Wenn die nun wirklich alle so "rechtsextrem" wären, müsste das Land denn nicht voller rechtsextremer Ärzte, Anwälte, Ingenieure etc. sein?

    Gut, es gibt auch viele Studenten aus den Laberfächern wie Soziologen, Philosophen etc., die eher linksextrem sein dürften. Dennoch halte ich dieses ganze Getue eher für gruppendynamischen Zwang denn überzeugten Rechtsextremismus.
  6. #35

    Zitat von drhibbert Beitrag anzeigen
    Besonders wenn sie drollige Hüte und Bändchen tragen und in Männerwohnheimen hausen....
    Ihnen bedeutet ganz offensichtlich ein Wort wie Tradition nichts, nun gut, ihre Meinung.
    Deswegen andere lächerlich zu machen weil ihnen Tradition eben doch was bedeutet zeugt nicht gerade von menschlicher Grösse.

    Zitat von Leserzuschrift Beitrag anzeigen
    dass man in Zukunft so sehr einfach an der Mitgliedschaft erkennen kann, ob ein Burschenschaftler als rechtsradikal einzuordnen oder doch möglicherweise Anstand besitzen könnte.
    Die Partei "die Linke" bringt auch oft sehr seltsame Ansichten zur Sprache deswegen behaupte ich noch lange nicht das man an der Mitgliedschaft bei dieser Partei erkennen kann ob wer Anstand hat oder nicht, im Gegenteil ich bin überzeugt das es dort viele vernünftige anständige Leute gibt.
    Das sie an der Mitgliedschaft bei einem Verein festmachen wollen wie diejenigen ticken spricht für mich nicht gerade für sie.

    Zitat von Leserzuschrift Beitrag anzeigen
    Insbesondere finde ich das mit Hinblick auf Einstellungen wichtig - so ergibt sich ein schönes Ausschlusskriterium für Arbeitgeber.
    Wie deckt es sich mit der Meinungsfreiheit Menschen Arbeitsplätze zu verweigern aufgrund ihrer politischen Ansichten ?
  7. #36

    Zitat von exterminate Beitrag anzeigen
    Jetzt, da auch dem letzten klar wird, dass die ganzen "Vorurteile" gegen Burschenschaften keine sind, sondern realistische Einschätzungen, wird es endlich Zeit, dass dieser anachronistische, reaktionäre Quatsch endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt wird. Die zu erwartende Spaltung ist jedenfalls schonmal ein guter Anfang.

    Die Vorurteile betreffen allerdings nicht nur Burschenschaften, sonder sämtliche, vornehmlich schlagende dabei aber z.T. völlig unpolitische Verbindungen wie z.B. die Corps; aber auch katholische, protestantische, überkonfessionelle, Sängerschaften, gemischte Verbindungen, Damenverbindungen etc. sind betroffen, weil Außenstehende mit einer Differenzierung überfordert sind. Auch die Verbindungswelt ist nicht schwarz/weiß, sondern sehr vielfältig.
    Erstaunlicherweise kommen Vorwürfe des Anachronismus und der Reaktionarität meist von linker Seite, die doch sonst stets Toleranz einfordern.
  8. #37

    Zitat von drhibbert Beitrag anzeigen
    Warum eigentlich hat jeder Bursche, den ich im Studium kennengelernt habe, immer gleich gesagt: "... aber ich bin nicht rechts!" ???

    Leute, die sich aufgrund der Zugehörigeit zu einer bestimmten Gruppe anderen Menschen gegenüber als überlegen fühlen haben immer ein besonders hohes parodistisches Potential. Besonders wenn sie drollige Hüte und Bändchen tragen und in Männerwohnheimen hausen....
    ne, es ist einfach nur oft das erste auf das man angesprochen wird und irgendwann gewöhnt man sich daran sich zu rechtfertigen
  9. #38

    optional

    Wenn ich Burschenschaft schon höre, allein dass dort nur Männer reindürfen ist doch schon ein Zeichen dafür wie krank diese Vereinigung ist. Eigentlich ist es traurig, dass in Deutschland fröhlich jede Art von Gruppierung einfach zugelassen ist ohne einMindestmaß an Verfassungskonformität zu wahren.
  10. #39

    Alleine das Wort

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Entscheidung in Eisenach: Auf dem Deutschen Burschentag scheiterte die Abwahl eines hohen rechtsextremen Funktionärs. Jetzt steht der Dachverband vor der Spaltung. Liberale Burschenschafter räumen ihre Posten, sie rechnen mit einer Austrittswelle.

    Erfolg für rechtsextreme Burschenschafter beim Deutschen Burschentag - SPIEGEL ONLINE
    "Burschenschaften" hat einen rechtsradikalen Schein. Als ich Student war, waren Burschenschaften generell als rechtsradikal verpoent. Insofern bin ich erstaunt, dass es "liberale" Burschenschaften gibt. Warum nennen sich diese nicht einfach anders, zB Studenten Verein.








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