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Deutscher Aids-Bericht: Zahl der HIV-Neuinfektionen erstmals wieder gesunken
DPAErstmals seit zehn Jahren ist in Deutschland die Zahl der neu erkannten HIV-Infektionen wieder leicht gefallen. Insgesamt 2889 neue Fälle haben Ärzte 2011 diagnostiziert. Wie viele Menschen derzeit tatsächlich HIV-positiv sind, kann man allerdings nur schätzen.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...844652,00.html
- #1 16.07.2012 17:30 von
Trendwende?
Nachdem die Infektionszahlen in den letzten Jahren sehr hoch waren, ist es ganz logisch, daß sie irgendwann wieder zurückgehen.
Da HIV sehr eng begrenzte Übertragungswege hat, gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Personen, die überhaupt für eine Infektion infrage kommen (Risikogruppen). Je mehr Angehörige einer Risikogruppe bereits infiziert sind, desto weniger bleiben übrig, die noch neu infiziert werden können. Die Zahl der Neuinfektionen geht dann zwangsläufig zurück.
Gleichzeitig ist das Risiko einer Infektion für diejenigen, die noch nicht infiziert sind, höher als je zuvor, da die Wahrscheinlichkeit, auf einen bereits infizierten Partner zu stoßen, sehr hoch ist. Eine echte Trendwende oder gar ein Grund zur "Entwarnung" besteht also nicht.
Leider nicht. Es gibt genügend HIV-positive Aids-Dissidenten, die seit Jahren nur dank der Kombitherapie überleben aber immer noch glauben, das Virus gebe es nicht und die mittlerweile 20 gezielt gegen HIV entwickelten Medikamente seien bloße Zufallsfunde gewesen und hätten in Wahrheit einen ganz anderen, von der Mainstream-Wissenschaft bislang unerkannten Wirkmechanismus.
Selbst die Beobachtung des Krankheitsverlaufs am eigenen Leib, vom nachvollziehbaren Infektionsweg über stetig abfallende Helferzellen, Vollbild Aids (da man ja schulmedizinische Behandlung ablehnt solange es geht) bis zur Rettung durch Intensivmedizin und Kombitherapie in letzter Minute überzeugt diese Menschen nicht. Schlimmstenfalls wird dann nach einem Jahr oder so die Kombi wieder abgesetzt, weil man sich ja gut fühlt und der Zirkus geht von vorne los. - #2 16.07.2012 18:09 von
Saettigung?
Ich glaube nicht, dass die Zahl der Neuinfektionen deswegen zurueckgegangen ist, weil immer weniger Nichtinfizierte vorhanden sind.
Bei einer erwachsenen maennl. Bevoelkerung von ca. 20 Mio. zwischen 18 und 60 J. in D kaeme man auf ca. 1 Mio. Homosexuelle, hiervon etwa 50000 infiziert, der von Ihnen genannte Saettigungseffekt liegt also nicht vor, zumal jedes Jahr gewissermassen neue potentielle Infektionsopfer nachwachsen und das Potential der infektioesen Personen ebenfalls staendig waechst, da ja die Infektion nur noch selten zu einem fruehzeitigen Ableben des Betroffenen fuehrt.
Bei der Bewertung eines leichten Rueckganges ist vor allem auch die relativ kleine Grundgesamtheit von weniger als 3000 Personen zu beachten, nur 30 Infekrionen mehr oder weniger machen da schon ein Prozent Verschiebung aus. - #3 16.07.2012 19:11 von
Risikogruppe im engeren Sinne sind ja nur diejenigen, die sich auf ungeschützten Sex einlassen, und das sind bedeutend weniger. Das größte Risiko haben diejenigen, die sich auf ungeschützten Sex ohne jede Form von "Risikomanagement" (also vorherige Abschätzung des Infektionsrisikos) einlassen, und diese Zahl dürfte relativ gering sein, wenn man sich in der Szene mal so umschaut.
- #4 17.07.2012 06:11 von
Risikogruppe
jeder zählt zur Risikogruppe, der Sex mit einem anderen Menschen hat. Wer kann für den anderen ausschliessen, fremd zu gehen - das kann jeder nur für sich allein. Und selbst Kondome können reissen - das habe ich sogar selbst schon erlebt.
Wer also Risikogruppen als Parallelgesellschaft wahrnimmt, mit denen er selbst nie in Kontakt kommen kann, macht sich damit zum Ursprung aller Risikogruppen. - #5 17.07.2012 08:55 von
Natürlich ist Vorsicht anzuraten, v.a. da es noch andere, teils wohl bessere Gründe gibt für Schutzmassnahmen. Nüchtern betrachtet ist Ihre Aussage trotzdem nicht korrekt und letztlich Panikmache. Die Kombination von geringen Übertragungswahrscheinlichkeiten bei "normalen" Praktiken und minimaler Prävalenz ausserhalb der effektiven Risikogruppen ergibt bei den erwähnten Beispielen (bzw. einem Ereignis) ein eigentlich inexistentes Risiko. Da ist die Chance wohl grösser, dabei an einem Herzinfarkt zu sterben oder aus dem Bett zu fallen und sich das Genick zu brechen..
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