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Deutscher*Afghanistan-Einsatz: Zehn*vertane Jahre

Versprochen - gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines großen Irrtums.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...805088,00.html
  1. #1

    Alles wie immer!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versprochen - gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines großen Irrtums.

    Deutscher*Afghanistan-Einsatz: Zehn*vertane Jahre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Schuld für die wird natürlich den internationalen Einsatzkräften dort gegeben. Die haben natürlich alles falsch gemacht! Wer auch sonst?
    Niemand fragt danach, was den die Afghanen beigetragen haben, damit die wie auch immer geartete Hilfe auch ankommt.
    Richtig ist doch wohl unzweifelhaft, nur darf man es natürlich so nicht sagen, dass Afghanistan ein Land auf Steinzeitniveau ist. Wirtschaftlich, sozial und in jeder anderen Beziehung! Und die momentan dort mächtigen haben kein Interesse daran, dass sich das ändert, denn sonst wären sie ehemals Mächtige.

    So ist es nun mal in der Welt. Wenn man sie ändern will, muss man die alten Umstände ändern und das bedeutet, die Nutzniesser dieser Umstände an die Wand zu stellen oder aufzuknüpfen. Sonst hat man sie wieder als Bremsblöcke und Störfaktoren, die den Wandel behindern oder sogar verhindern!

    Also, schlagen wir ein Ei drüber, ziehen wir eine große Mauer um Afghanistan (und sicherheitshalber um Pakistan) und überlassen wir die Mullahs sich selbst! Der Welt wird nichts fehlen und wir haben unsere Ruhe. Wer keine Hilfe will, dem soll man sie nicht aufdrängen!
  2. #2

    Wie jetzt?

    Was soll denn das heißen, erreicht wurde nichts? Was ist denn mit den Mädchenschulen? Frauen in Afghanistan, haben zum ersten mal die Aussicht, sich nicht mehr wie Vieh fühlen zu müssen. Natürlich ist das nur ein zartes Pflänzchen. Jedoch kann man nicht erwarten, dass dieses Land sich in 10 Jahren in ein zweites Schweden verwandeln wird. Die Erwartungshaltungen bei einigen rechthaberischen Dauernörglern ist natürlich extrem hoch. Ein echter Demokrat hingegen freut sich über jeden kleinen pluralistischen Fortschritt und überlässt dieses Land nicht wieder planlos den im Land verhassten Taliban.
  3. #3

    Wer hat dran geglaubt?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versprochen - gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines großen Irrtums.

    Deutscher*Afghanistan-Einsatz: Zehn*vertane Jahre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Afghanistan ist umgeben von so rund 200 Mio Menschen,
    bei denen man Folgendes feststellen kann:
    Die Nettoreproduktionsrate ist sehr hoch,
    der Erwerb ist hauptsächlich traditionell landwirtschaftlich.
    Man kann davon ausgehen, dass in der Summe übers Jahr
    ca 1Mio junge Männer mindestens den Schritt ins Erwerbsleben
    gehen wollen, in den nächsten 1-2 Jahren, und
    eine Familien gründen. Auf Vaterns Hof ist aber kein Platz
    und nicht ausreichend Vieh. Die älteren Brüder haben alles schon,
    oder sie beschliessen gemeinschaflich, dass 1-2 der Brüder es anders zu versuchen. Und da sind die Opiumfelder in Afghanistan. Das gibts Bargeld fürs Bewachen. Religös verbrähmt, mit Himmeloption,
    wenn man es den Feinden so richtig mal zeigt, und dabei selbst umkommt. Es werden aber auch noch andere Sachen geschmuggelt.
    Es gibt Depandancen überall auf der Welt, wo man auch noch hin
    kann.
    Was glaubt man, wieviel Soldaten man wohl braucht,
    um dieses Phänomen auf ein Minimum zu reduzieren?
  4. #4

    Die ...

    sinnlos verplemperten Milliarden € an Steuergeldern
    sind allen Parteien als Versager-Prämie anzurechnen.
  5. #5

    Versprechen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versprochen - gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines großen Irrtums.

    Deutscher*Afghanistan-Einsatz: Zehn*vertane Jahre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Unterstellt, die damals Regierenden waren seinerzeit bei klarem Verstand, dann kann es kein Versprechen, sondern nur eine bewusste Lüge gewesen sein.
    Nichts hat sich geändert, nichts wird sich dort jemals ändern.
  6. #6

    Ziel

    Das ist kein Irrtum, sondern Idiotie. Ich habe in den Ländern gelebt.
    Jedem geistig klaren war klar, dass das Ziel nicht erreicht wird.
  7. #7

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versprochen - gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines großen Irrtums.

    Deutscher*Afghanistan-Einsatz: Zehn*vertane Jahre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Schön wäre es ja, wenn man mal einen Artikel über Afghanistan von einem Afghanen lesen würde. Einem Einheimischen, der schon unter den Taliban dort lebte und die Zeit des Einsatzes auch.

    Der wirklich etwas zu sagen hat, über die Lebensbedingungen früher und heute und wo die Probleme sind und der sein Land nicht nur mit schusssicher Weste in einer Militärkolonne bereist.
  8. #8

    Wahre Worte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Von Hasnain Kazim, Islamabad...
    Danke für die unverblümten Worte, unverhüllt vom deutschen Alles-Ist-Doch-Ein-Erfolg-Mantel. Schade, daß nicht jeder Artikel in deutschen "Leitmedien" derart kritisch ist.
  9. #9

    danke, so seh ich das auch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versprochen - gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines großen Irrtums.
    Endlich steht mal an prominenter Stelle deutlich was vom Afghanistan Krieg übrigbleibt (außer Kosten, Verletzten und leider auch Toten).

    NICHTS: Thema verfehlt - setzen - sechs

    Besonders schlimm ist obendrein der Abzug auf Raten, anstatt direkt alle rauszuziehen. Die USA hinterlassen im Irak einen Scherbenhaufen, weil wir da nicht mitgemacht haben wurde wohl massiv Druck auf uns ausgeübt, wenigstens im aussichtslosen Afghanistan Einsatz mitzumachen. Schröder knickte ein wie auch fast alle anderen Abgeordneten, bei der Union brauchte niemand einzuknicken, die wären schon mit fliegenden Fahnen in den Irak mitgegangen.

    In Afghanistan regieren Familien, die vom Drogenanbau leben. Die Marionette Karzei wird sich nur so lang halten, wie die US-Militärs sie stützen, aber mittlerweile scheint das Thema nicht mehr interessant zu sein. man behauptet (gesehen hat es ja niemand) Osama bin Laden sei tot, ob er überhaupt für den 11. September verantwortlich war ist unklar, selbst die USA (FBI) haben ihn nur für die Anschläge auf diverse US-Botschaften in Afrika gesucht.

    Die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins waren erwiesenermaßen frei erfunden, genauso wird es mit den angeblichen Taten der Figur Bin Ladens sein. Die damaligen Attentate waren so gut geplant und umgesetzt, daß es schwerfällt sie einer unorganisierten kleinen Terrorgruppe zuzuordnen. Die Umstände der Flugzeugabstürze und des Einsturzes der Zwillingstürme wurden nie wirklich aufgeklärt. Die vorhanden Erklärungen hören sich an wie aus einem Film mit schwachem Drehbuch.

    Was am Ende bleibt sind unerfüllte Träume von Wirtschaftsmacht in Regionen die vollkommen instabil sind. So was konnte nicht funktionieren und hat es auch nicht getan.

    Mit ähnlicher Unfähigkeit wird in unserer Zeit versucht die instabile Kunstwährung Euro zu retten, auch das wird nicht aufgehen, weil einfach das Konzept nie gestimmt hat. Eigentlich weiß das auch jeder Verantwortliche,a ber man will es eben nicht zugeben.








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