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Deutscher*Afghanistan-Einsatz: Zehn*vertane Jahre

Versprochen - gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines großen Irrtums.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...805088,00.html
  1. #20

    "Zehn vertanene Jahre"??

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versprochen - gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines großen Irrtums.

    Deutscher*Afghanistan-Einsatz: Zehn*vertane Jahre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ...und nur 5,5 Mia Kosten - wer soll das denn gauben? Wahrscheinlich nur "unsere Abgeordneten". Aber zum Glück gibt`s jetzt keine Ministerselbstdarstellungen mit Frau und/ohne Kind in Kunduz mehr und Kolonnen billigreisender Reporter und die Ordens-, Ehrenabzeichen- und Beförderungsflut wird etwas eingedämmt.
  2. #21

    .

    Zitat von LebensKunst Beitrag anzeigen
    dies stimmt nicht ganz. Die Rüstungsindustrie ist und war der große Profiteur.
    Die Rüstungsindustrie (zumindest die westliche) leidet ganz erheblich unter diesem "Einsatz". Da hier nurmehr leichte Waffen angewandt werden und AFG als Prototyp für mögliche künftige Konflikte führt, hat dies zu einer völligen Umstrukturierung der Streitkräfte in vielen Ländern geführt - sehr zu Lasten der Rüstungsindustrie, die kaum noch schwere und profitable Waffen herstellen kann - anders als in RUS, China, Türkei und Indien, wo die Streitkräfte nicht derartig kastriert wurden.
  3. #22

    "Erwähnenswert ist auch, dass der Afghanistan-Einsatz politisch von nahezu allen Parteien mitgetragen wurde, trotz mehrheitlich kritischer Stimmen aus der Bevölkerung."
    Politik gegen den erklärten Willen der Bevölkerung zu machen scheint inzwischen zum Grundkonsens der etablierten Parteien zu gehören, siehe EURO-Rettung.

    Im übrigen sollte die BW schnellstens da raus und ausschließlich zur Landesverteidigung eingesetzt werden, jeder tote Soldat ist dort einen sinnlosen Tod gestorben; in diesem Land wird es auch in 100 Jahren keine annähernd zivilisierten Verhältnisse geben.
  4. #23

    Demokratie muß ein Volk auch wollen.

    "Man kann das Pferd zur Tränke führen, zum Trinken zwingen kann man es nicht."

    Der internationale Einsatz hat den Afghanen eine Chance geboten. Zehn Jahre lang hatten sie Zeit, unter dem Schutz westlicher Waffen eine freie Gesellschaft aufzubauen. Und es ist ja nicht so, als ob sich nichts verändert hätte. Zu Talibanzeiten besuchten etwa 5000 Mädchen eine Schule. Heute 2,4 Millionen. Jetzt liegt es an den Afghanen selber, wieviele es in weiteren zehn Jahren sein werden.
  5. #24

    .

    Zitat von PublicTender Beitrag anzeigen
    Ich verstehe es nicht.

    WIESO glauben wir dass die Menschen dort Demokratie und Frauenrechte wollen?
    Wieso wollen wir denen unsere Art zu leben aufzwingen?
    Warum können wir nicht helfen ohne uns wie ein Oberlehrer zu verhalten?
    Dem Westen scheint es unmöglich zu sein dass jahrhunderte alte System der Stämme zu verstehen. Darüber hinaus haben wir bis heute nicht verstanden dass unser politischer Referenzrahmen teilweise stark von dem in islamischen Ländern abweicht.

    Der Beitrag sagt aus dass wir in Afghanistan versagt haben.

    Mag sein, aber ich denke dann hat schon der Anspruch versagt und nicht die Menschen die vor Ort sind.
    Deshalb interessiert mich ja auch die Meinung der Afghanen zu diesem Thema. Diese findet in den Medien aber kaum statt.

    Statt dessen wird viel über Afghanistan von Leuten geredet, die dabei immer die Brille der Innenpolitik ihres eigenen Landes aufhaben.
  6. #25

    Wer den Film Steppenreiter von 1971 kennt

    Als die Amis Afghanistan angriffen, erinnerte ich mich an den Film
    Steppenreiter mit Omar Sharif von 1971.
    Er gibt einen guten Einblick in das Clandenken der Afghanen.

    Wer ihn gesehen hat, kann mit Recht vermuten, dass Afghanistan
    in absehbarer Zeit nicht zu helfen ist.

    So wie aus einem Ackergaul kein Rennpferd zu machen ist,
    so kann man aus den Clans keinen Gemeinschaftssinn herrauskitzeln,
    geschweige denn sie von den Vorteilen einer Demokratie überzeugen.

    Denn eine funktionierende Demokratie nützt dem ganzen Volk
    und das ist das Letzte was die Clanführer wollen.
  7. #26

    Irrtum?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Versprochen - gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines großen Irrtums.

    Deutscher*Afghanistan-Einsatz: Zehn*vertane Jahre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Dauer und der Umfang des Einsatzes wurden falsch eingeschätzt, aber wem würde man das anlasten wollen?

    Der eigentliche Irrtum ist der geplante Abzug. Wohin driftet ein "halbstabiles" Afghanistan? Wie verhält es sich zu seinen Nachbarn Pakistan und Indien. Wie verhalten sich Drogenbarone, die keinerlei Restriktionen im eigenen Land zu fürchten haben? Zu welchem Preis produzieren die?
    Und fänden das wohl kolumbianische Kartelle? Auf wessen Strassen tragen die diesen Konflikt wohl aus?

    Schwer zu sagen? Richtig. Deshalb wäre es mir lieber, wir blieben noch ne Weile da. Nicht als Heilsbringer, sondern einfach als Stabilisator einer hochsensiblen Region.
  8. #27

    ...

    Zitat von chiefclancywiggum Beitrag anzeigen
    Die Schuld für die wird natürlich den internationalen Einsatzkräften dort gegeben. Die haben natürlich alles falsch gemacht! Wer auch sonst?
    Niemand fragt danach, was den die Afghanen beigetragen haben, damit die wie auch immer geartete Hilfe auch ankommt.
    Richtig ist doch wohl unzweifelhaft, nur darf man es natürlich so nicht sagen, dass Afghanistan ein Land auf Steinzeitniveau ist. Wirtschaftlich, sozial und in jeder anderen Beziehung! Und die momentan dort mächtigen haben kein.....
    Hilfe? Wir haben da unten tausende Zivilisten getötet. Glaube durchaus, dass die Menschen dort auf unsere Vorstellung von Hilfe verzichtet hätten.
    Hilfe, Brunnen bohren, Frauenrechte durchboxen, Omas über die Straße helfen... glauben sie tatsächlich immer noch, dass es darum ging? Solche Wähler können sich die Wulffs, Guttenbergs der Welt nur wünschen.
  9. #28

    natürlich, die mädchenschulen hätten wir fast vergessen!

    Zitat von Walther Kempinski Beitrag anzeigen
    Was soll denn das heißen, erreicht wurde nichts? Was ist denn mit den Mädchenschulen? Frauen in Afghanistan, haben zum ersten mal die Aussicht, sich nicht mehr wie Vieh fühlen zu müssen...
    und die ganzen tollen brunnen die man gebohrt hat! und durch deutsche soldaten persönlich wurden insgesamt 2 tonnen kaugummi an afghanische kinder verteilt!

    das darf man doch nicht alles vergessen...
  10. #29

    Lustig !

    "Soldaten sahen sich plötzlich in einen Krieg geschickt, auf den sie nicht vorbereitet waren. In Hinterhalte gelockt, in Gefechte verwickelt, zu Entscheidungen über Leben und Tod gezwungen."
    Als ich diesen Satz gelesen haben, musste ich doch herzlich lachen !
    Ohh mein Gott ! Soldaten in Gefechte verwickelt ? Entscheidungen über Leben und Tod .... wer hätte das denn vermutet, dass ein Soldat kämpfen muss ?

    Das ist so ähnlich als ich sagen würde ein Feuerwehrmann sieht sich plötzlich mit einem brennenden Haus konfrontiert. Daruf war er leider nicht vorbereitet !
    Dachten wir wirklich, wir könnten mit unserer Kindergarten / Pfadfinder - Armee dort militärisch etwas bewirken ? Die Engländer waren in Afghanistan und haben sich blutige Nasen geholt, Die Russen waren über 10 Jahre in Afghanistan und haben sich aus blutige Nasen geholt. Beides bessere und härtere Armeen als die Weicheier bei der Bundeswehr.

    Das wir dort etwas militärisch erreichen können war doch ist doch ein Witz !








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