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Deutsche Studenten in Österreich: "Oh Gott, wo bin ich hier gelandet?"

Pia DröberDes derf ned sei, so fui Piefke! Beinahe jeder zehnte Student in Österreich ist Deutscher, und ab und an geraten die Gäste mit den "Ösis" aneinander. Fünf Studenten erzählen, wann sie mit den Alpenbewohnern fremdeln - und warum sie trotzdem gerne dort studieren.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-886738.html
  1. #1

    Nicht nochmal...

    Ich habe ganze sechs Wochen an der Uni in Klagenfurt studiert - und es war noch nie etwas so erlösend wie die Nachrücker-Zusage von einer deutschen Uni!
    Ich bin an meinem ersten Abend auf die Dachterasse meines Studentenwohnheims und wurde direkt von den Österreichern ausgegrenzt und zu den Erasmus-Studenten abgeschoben. Kein einziger deutscher Student war früher als nötig für das neue Semester an die Uni gekommen... Ob das ein Zeichen war?
    Die Erasmus-Studenten waren total herzlich zu mir - und kannten das Problem, das mich in meinen ersten Stunden schon überrollte: Diskriminierung...
    Sehr schade eigentlich - Klagenfurt am Wörthersee ist traumhaft schön, aber mehr als ein paar Tage Urlaub möchte ich dort nicht wieder verbringen...
    (Meine subjektive Erfahrung... Ich hoffe, dass es vielen vielen anderen nicht so ergeht/ergangen ist!!!)
  2. #2

    Unser Bildungssystem ist einfach kaputt

    Anders kann man es nicht mehr ausdrücken. Eine Bekannte von mir z.B. (ein ASS in Biologie) durfte ihr Fach nicht in Deutschland studieren, weil sie in Mathematik nicht sehr gut war. Da der NC als absolut nichtssagender Durchschnitt quer über alle Fächer offenbar das einzige Kriterium ist, das die meisten Unis interessiert war's das mit Deutschland (Mathematik hätte sie übrigens studieren dürfen). Dieses Land verschenkt unglaublich viel Potential durch absolut bescheuerte Gesetze und dem unglaublich schädlichen Bildungsföderalismus. Das ist alles seit vielen Jahrzehnten bekannt und wird sich dennoch nicht ändern. Deutschland sollte Österreich eine Ausgleichszahlung bieten damit weiterhin Deutsche dort studieren können.
  3. #3

    An der uni klagenfurt ging es mir genauso und das obwohl ich aus österreich komme, halt nur nicht aus kärnten. Was mir aber oft aufgefallen ist sind die gruppen von deutschen, die einen als österreicher prinzipiell aus ihrem freundeskreis ausschließen und lieber unter sich bleiben wollen. Es gibt wohl beides...
  4. #4

    ...das nahe, einigermaßen deutschsprachige Ausland...

    also- bei derartigen popeligen Ansagen ist es nicht weiter verwunderlich, wenn Ösis zu motzen beginnen- und: mit der Reise in ein anderes Land sollte man sich (schlauerweise u. höflichkeitshalber) sehr wohl den dortigen (sprachlichen) Eigenheiten anpassen- auch deutsche Mitbürger. und: "fui" kommt eigtl von "voll" > vui
  5. #5

    Studium in Wien

    Ich kann jedem nur empfehlen nach Österreich zu gehen. Wien ist eine richtige Weltstadt, was ich so nur mit Vancouver, Boston oder San Francisco vergleichen wuerde. Ich habe das Gefuehl Wien haette die Kultur erfunden. Die Leute kann man nur lieben, die Österreicher die ich getroffen habe waren herzlich, freundlich, lustig und fuer ihr Bundesland auch dialektisch eigen. Die Verkehrsmittel in Wien sind super genial, wie es sich fuer eine Grossstadt gehoert. Mit einem 3-Monatsticket fuer 128 Euro kann man die Tram, die Bahn, die Busse sowie die Metro benützen. Ein Auto braucht man eigentlich nicht. Lediglich die Wohnungssuche gestaltet sich in Wien ein wenig schwierig. Das ist das einzige Manko.
  6. #6

    Zitat von spyro Beitrag anzeigen
    Anders kann man es nicht mehr ausdrücken. Eine Bekannte von mir z.B. (ein ASS in Biologie) durfte ihr Fach nicht in Deutschland studieren, weil sie in Mathematik nicht sehr gut war. Da der NC als absolut nichtssagender Durchschnitt quer über alle Fächer offenbar das einzige Kriterium ist, das die meisten Unis interessiert war's das mit Deutschland (Mathematik hätte sie übrigens studieren dürfen). Dieses Land verschenkt unglaublich viel Potential durch absolut bescheuerte Gesetze und dem unglaublich schädlichen Bildungsföderalismus. Das ist alles seit vielen Jahrzehnten bekannt und wird sich dennoch nicht ändern. Deutschland sollte Österreich eine Ausgleichszahlung bieten damit weiterhin Deutsche dort studieren können.
    Ein ASS in Biologie zu sein ist keine Garantie ein erfolgreiches Biologiestudium zu absolvieren. Wir wurden damals vom Studiendekan mit folgenden Worten begrüßt: "Immer wenn ich Studenten frage: Warum studieren sie Biologie? Bekomme ich als Antwort: "Ich habe keine Ahnung von Mathematik, Physik und Chemie." Ich muss sie leider enttäuschen! Biologie ist all das!"
    In den ersten Semestern wird gnadenlos mittels dieser Fächer ausgesiebt. Und das meiner Meinung nach zu Recht!
  7. #7

    Zitat von studentint.s. Beitrag anzeigen
    Ich habe ganze sechs Wochen an der Uni in Klagenfurt studiert - und es war noch nie etwas so erlösend wie die Nachrücker-Zusage von einer deutschen Uni!
    Ich bin an meinem ersten Abend auf die Dachterasse meines Studentenwohnheims und wurde direkt von den Österreichern ausgegrenzt und zu den Erasmus-Studenten abgeschoben. Kein einziger deutscher Student war früher als nötig für das neue Semester an die Uni gekommen...
    Das ist natürlich traurig. Ich selbst kam mit gemischten Gefühlen nach Österreich, habe mich aber gut eingelebt und bin zwischenzeitlich froh, wenn ich keine Deutschen treffe. Das sind die einzigen, die einem alles madig machen! That´s life!
  8. #8

    Weniger politisch korrekt!

    Die Zeitungen dort erscheinen mir weniger politisch korrekt als hier in DE, sogar die linke "Die Presse". Lese deswegen gern die Zeitungen von dort.
  9. #9

    Uni Wien

    Also die Deutschen die ich kenne gefällts sehr gut auf unserer Uni und noch mehr im Wiener Nachtleben :) Das alle Wiener granteln oder Deutsche ausgrenzen ist absoluter Blödsinn! Natürlich gibts wie überall auch depperte - auch in Wien :)


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