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Deutsche Sozialpolitik: Der Hartz-IV-Irrtum

Nirgendwo wird so beständig Mitgefühl mit Sentimentalität verwechselt wie in der Sozialpolitik. Bislang ging das gut. Weil Deutschland ein reiches Land ist.

Jan Fleischhauer: Der Hartz-IV-Irrtum - SPIEGEL ONLINE
  1. #940

    Zitat von zarathustra-4 Beitrag anzeigen
    ...Wäre ein (unter Hartz IV liegendes) "bedingungsloses Grundeinkommen" vielleicht die Lösung?
    Mitgefühl ja, Sentimentalität bitte nicht!
    Nein.
    Menschen brauchen die Herausforderung, sich selbst und ihre Famlien ernähren zu wollen und zu müssen. Das ist eine sehr starke Motivation, auch widrige Umstände zu meistern. Und es zu schaffen.

    Und für eigenen und den Lebensunterhalt seiner Familie sorgen zu können, macht erwachsene Menschen glücklich und zufrieden.
  2. #941

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Nur wenn man auf Sicherheitsmaßnahmen und Strafverfolgung bei Bankraub verzichten würde könnte man von Profiteuren des Systems sprechen.

    Genau deshalb ist es auch wichtig die Anspruchsberechtigung von Hartz IV Empfängern zu überprüfen um Missbrauch zu verhindern.
    Da merkt man dass Sie keine Ahnung haben, ebensowenig wie der Autor der Kolumne.
    Vom Kontoauszug bis hin zu Kontrollbesuchen und Anrufen, Abfragen bei Behörden wie KFZ Ämtern und bei Banken, Finanzamt wird das doch alles bereits gemacht heutzutage.
    Und wehe der Bausparvertrag über 2000 Euro wurde nicht angegeben ...
  3. #942

    ..

    Da wird mal wieder ein populistischer Artikel in die Welt gesetzt.
    Und schon wird seitens der Konservativen wieder die Neidkeule geschwungen.

    "Diese fiesen Hartz IV Empfänger. Warum geht es denen so gut? Ich muss den ganzen Tag arbeiten."

    Ja, wer möchte nicht so leben. Hartz IV. Ein Synonym für Paradies.
    Schreibt ja gar der Schreiberling. Und versucht sich halbwegs Ansehen zu verschaffen, indem er einen Vergleich zu anderen Ländern zieht.
  4. #943

    Zitat von tizian Beitrag anzeigen
    Das ist genau einer der Gründe, warum diese Klischees immer so auf fruchtbaren Boden fallen, eine Bedarfsgemeinschaft aus 4-Personen erhält eben NICHT den 4fachen Satz eines Alleinstehenden.
    Falsch berechnet?
    Trotzdem kommt man auf einen Bedarf von 1800 Euro.
  5. #944

    Realität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nirgendwo wird so beständig Mitgefühl mit Sentimentalität verwechselt wie in der Sozialpolitik. Bislang ging das gut. Weil Deutschland ein reiches Land ist.

    Jan Fleischhauer: Der Hartz-IV-Irrtum - SPIEGEL ONLINE
    Hartz 4 Empfänger oder Arbeitslosengeld I Empfänger haben kaum
    bis gar-keine Möglichkeit einen Job zu bekommen,und ich finde es
    mehr als fragwürdig das man ALG II (Hartz 4) Empfänger immer durch das angeben von Falschen Zahlen in ein schlechtes Licht Rücken will.
    Ich glaube ja das man absichtlich falsche Zahlen im Bereich Arbeitslosen angibt um dadurch mittels einer Hetze gegen Hartz 4 Empfänger die eigene Unfähigkeit zu verdecken.
    Wahre Zahlen gibt es hier.
    Arbeitsmarkt
  6. #945

    Zitat von Pizza No.7 Beitrag anzeigen
    Nein, keineswegs. Jeder Mensch auf diesem Planeten ist grundsätzlich selbst dafür verantwortlich, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nur in Deutschland scheint bei Vielen der irrige Gedanke vorhanden zu sein, der Staat oder sonstwer habe dafür zu sorgen.
    Niemand verdient auch nur einen einzigen Cent ohne diese Gemeinschaft und niemand würde auch nur annähernd so bequem
    leben können, wenn es diese Gemeinschaft nicht geben würde.
    Also ist jeder ein Teil dieser Gemeinschaft und deshalb kann es nicht
    sein, dass sich ein bestimmter Teil daraus so derartig die Taschen aus
    dieser Gemeinschaft vollmachen kann, während der andere Teil würdelos dadurch zum Bettler wird.
  7. #946

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Sie und der Mainstream glauben, dass wir „so gut“ dastehen, weil wir unsere „Hausaufgaben gemacht haben". Das übrige Europa soll sich gefälligst das deutsche Modell zum Vorbild nehmen: Dabei wird freilich übersehen oder verschwiegen, dass dieses Modell auf einer Asymmetrie beruht, also nur funktionieren kann, solange es nicht alle anderen genauso machen...
    Und deswegen sollte man es in D besser gleich so wie in Griechenland laufen lassen? Ist das Ihre Meinung?
  8. #947

    Zitat von neu_im_forum Beitrag anzeigen
    Was uns Herr Fleischhauer vorenthält sind Vorschläge wie wir aus dieser Misere herauskommen können. Wie die Kinder aus prekären Verhältnissen herausholen?

    Oder müssen wir die Leistungen drastisch kürzen? Sozialunruhen wie in F oder GB würden drohen.

    Also mir fehlt die Quintessenz aus diesem Artikel.
    Quintessenz ist:
    Schlagzeile machen, hetzen, Wahlkampf, Negativwerbung bleibt hängen.
    Statt konstruktiv zu diskutieren die Leute aufhetzen gegeneinander.
    Ab einem gewissen Kontostand hat jeder Angst vor der Bankenkrise und einer Geldentwertung, auch ein ofenbar in der Kindheit mit zu wenig Liebe und Streicheleinheiten falsch behandelter Fleischhauer.
    Wie er sich mit der Kollegin auf die deser Satz anspielt wohl versteht?
  9. #948

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Deutschland hat durch eine autistisch-parasitäre „Beggar-thy-Neighbour-Politik“ einen Gutteil zu den Verwerfungen im Euroraum beigetragen.

    Sie und der Mainstream glauben, dass wir „so gut“ dastehen, weil wir unsere „Hausaufgaben gemacht haben". Das übrige Europa soll sich gefälligst das deutsche Modell zum Vorbild nehmen: Dabei wird freilich übersehen oder verschwiegen, dass dieses Modell auf einer Asymmetrie beruht, also nur funktionieren kann, solange es nicht alle anderen genauso machen.
    Das ist das Wesen des Wettbewerbs. Einer steht auf dem Siegertreppchen und die anderen auf verschiedenen Stufen darunter. Deutschland hat in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg viel richtig gemacht und steht deshalb recht weit oben. Davon profitieren auch die Sozialtransferempfänger in Deutschland. Hartz IV ist dabei so attraktiv dass es selbst ausländische Mitbürger ins Land zieht.
    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Wo spiele ich in meinem Beitrag auf die „Wirtschaftswunderzeiten“ an?
    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Als Mitte der 70er Jahre der lange Nachkriegsaufschwung zu Ende ging ...
    Die jetzigen Zustände sind nicht von Außerirdischen verursacht worden, sondern von einer Politik, die einer irrwitzigen Marktideologie gefolgt ist.[/QUOTE]

    Die Marktwirtschaft hat sich als das überlegene Konzept herausgestellt. Nicht nur im Vergleich zum zusammengebrochenen Sozialismus sondern auch zu den weniger marktwirtschaftlich orientierten Ländern im Westen und Süden Europas.
  10. #949

    Auch wenn einiges aus dem Artikel zutrifft: allen, die hier so gerne auf die Gutmenschen und "Sozialschmarotzer" eindreschen, empfehle ich einen Besuch in amerikanischen Großstädten. Obdachlose, Kriminelle, verwaiste Innenstädte. Sozialer Frieden hat eben seinen Preis und ist blankes Eigeninteresse.








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