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Deutsche Sozialpolitik: Der Hartz-IV-Irrtum

Nirgendwo wird so beständig Mitgefühl mit Sentimentalität verwechselt wie in der Sozialpolitik. Bislang ging das gut. Weil Deutschland ein reiches Land ist.

Jan Fleischhauer: Der Hartz-IV-Irrtum - SPIEGEL ONLINE
  1. #830

    das macht sich der Autor zu einfach.
    die gesellschafft erntet jetzt das Ergebniss das sie selbst gesät hat.
    Sie waren doch alle für die hartz IV Gesetze, Sie alle waren doch für die Einführung eines extremen Niedriglohnsektor in Deutschland.
    Sie alle waren doch für ein Systemumbruch der das totale Chaos produzierte.
    Einerseits rumweinen das der Euro alles verteuert hat und andererseits sich aufregen das eine Familie mit zwei Kindern angeblich 1800 € bekommt.

    ich persönlich setze das hartz IV system vorbildlich um, so wie sie alle es doch wollten.

    Sie alle haben da ein System geschaffen das ihnen jetzt Angst macht.

    Ich gehe jetz mal davon aus das der Autor jetzt vorbildlich nur noch ein "rumänisches" Einkommen von seinem Arbeitgeber haben möchte.
  2. #831

    Zitat von Weppenstolf Beitrag anzeigen
    Nota Bene:
    Es gibt kein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Gewinn, es gibt ein Recht auf menschenwürdiges Dasein.
    *unterschreib*

    Der "Witz" ist aber, daß die öffentliche Diskussion/Meinung genau anders herum lautet. Das Recht eines Unternehmer auf Gewinn steht über jeder Kritik. Macht er keinen Gewinn, darf er sein Unternehmen dicht machen - egal, wiebviele Menschen dabei ihre Existenz verlieren.

    Ein Mensch aber soll auch für weniger Geld arbeiten müssen, als er zum Überleben braucht...


    Wie sich doch die Werte verschoben haben.
  3. #832

    Ammenmärchen

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Ein Mensch aber soll auch für weniger Geld arbeiten müssen, als er zum Überleben braucht...


    .
    Diese Aussage ist eine typische H-4-Nebelkerze.
    Gerade mal knapp 50.000 Singel-BG´s erhalten trotzt Vollzeitjob Aufstockung.
    Auf De hochgerechnet sind diese 50.000 eine Marginalie, die sie nur unter dem Mikroskop wiederfinden können.

    Der Rest muss aufstocken weil Mini- und Teilzeitjobs so beliebt sind.
  4. #833

    optional

    Ein Punkt, den Herr Fleischhauer in seiner Analyse ausser Acht läßt, ist, dass Hartz-IV-Empfängern so wenig gegeben wird, dass Geld für eine gesellschaftliche Teilnahme einfach fehlt.
    Er schreibt: "Die zerstörerische Wirkung dauerhaften Nichtstuns ist von der Sozialforschung hinreichend beschrieben". Das Problem, das Herr Fleischhauer übersieht, ist, dass das Nichtstun quasi aufgezwungen wird. Was denn tun? Arbeit gibt's nicht, und für alles andere fehlt das Geld. Es wäre sinnvoll, diese Menschen wieder zu aktivieren, herauszufinden, wo die individuellen Interessen liegen und an dem Punkt die Menschen zur Aktivität bringen. Und wenn es Mal- oder Bastelarbeiten sind. Irgend etwas, in dem die Menschen Bestätigung finden. Wenn erst die abgrundtiefe Frustration der Menschen überwunden ist, kann man mit ihnen weiterarbeiten.

    Aber es wäre wohl zu viel verlangt, von einem materiell fixierten neoliberalen Schreiber zu verlangen, dass er sich einem erkannten Problem ("Die zerstörerische Wirkung ...") auch ernsthaft anders widmet, als von der monetären Seite her.

    Ich habe den Verdacht, dass Herrn Fleischhauer halbherziges Verständnis heuchelt, um dann ganz beiläufig etwas Ausländer- und EU-Bashing zu betreiben.
  5. #834

    Fairerweise muss immer wieder gesagt werde; es gibt es beide Gruppen von Hartz-V Beziehern (dass der Artikel sich besonders mit der Gruppe b) befasst könnte daran liegen, dass der Autor hier einen zu ändernden Missstand sieht).
    Es muss daran erinnert werden:

    a) Es gibt den Hartz-IV Bezieher* der unverschuldet keine Arbeit hat, sich aber ernsthaft darum bemüht oder gute Gründe hat dies nicht zu können (Krankheit, alleinerziehend mit mehreren Kindern o.ä.)
    b) Den Hartz-IV Bezieher*, der nicht arbeiten will (oder "schwarz" arbeitet), weil er lieber das Hartz-IV Geld möchte (mit den anderen zugehörigen Vorteilen, in unserer Gegend z.B. den Köln Pass, ZUschüsse zu schulischen veranstaltungen u.ä.).
    Dass daruntert sehr viele Immigranten sind ist eine Tatsache über die oft nicht gerne gesprochen wird.

    Dass die Gruppe b) den Ruf aller Hartz-Bezieher schädigt ist sehr bedauerlich. Das darf nicht umgedeutet werden, dahingehend dass diejenigen, die die Missstände beim Namen nennen, an dem schlechten Ansehen der Hartz-Bezieher Schuld wären.
    Wenn die Missbräuche durch Gruppe b) abgeschafft oder minimiert würden, wäre das Ansehen der Gruppe a) leicht wieder herzustellen. Insofern sollten diese Hartz-Bezieher die doch Diskussion begrüßen.


    *) bzw.: die Hartz-IV Bezieherin
  6. #835

    nachgefragt

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen


    Ein Mensch aber soll auch für weniger Geld arbeiten müssen, als er zum Überleben braucht...
    Wie sich doch die Werte verschoben haben.
    Das ist etwas unverständlich.
    Was soll denn nun ein Hilfsarbeiter, verheiratet mit 3 Kindern verdienen?
  7. #836

    treffender Kommentar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nirgendwo wird so beständig Mitgefühl mit Sentimentalität verwechselt wie in der Sozialpolitik. Bislang ging das gut. Weil Deutschland ein reiches Land ist.

    Jan Fleischhauer: Der Hartz-IV-Irrtum - SPIEGEL ONLINE
    vor allem der Hinweis auf die Gutmenschen mit gesichertem mittleren Einkommen, die sich im Sinne eines pro bono verstehen, ohne allerdings auch nur im Geringsten einen Mehrwert für die solcherart zwangsmandatierte Bevölkerungsgruppe leisten zu können, ist spitze.
    Tatsächlich ist durch die Wohnortfreiheit im neuen, erweiterten Europa damit zu rechnen, dass die Kosten für den Sozialstaat explodieren, da dass, was bei uns gerade mal das Existenzminimum darstellt, in anderen Kulturkreisen das Paradies ist. Alleine schon die Erkenntnis, dass das Familieneinkommen bei steigender Kinderschar ansteigt, führt zu entsprechenden Aktivitäten.
  8. #837

    Die wahre Arbeitslosenstatistik

    Gerade haben die zuständigen Behörden wieder gemeldet, dass die Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken ist, auf jetzt 2,97 Millionen, so wenig wie seit langem nicht mehr.
    Ich muss hier kurz eine Korrektur vornehmen. Die hier geschilderten Arbeitslosenzahlen entsprechen nicht der Realität. Die wahre Zahl der Arbeitslosen ist viel höher: Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist viel höher als offiziell ausgewiesen - Deutschland - Politik - Wirtschaftswoche
  9. #838

    titel

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Das Recht eines Unternehmer auf Gewinn steht über jeder Kritik. Macht er keinen Gewinn, darf er sein Unternehmen dicht machen.
    Das stimmt so nicht, siehe Schlecker. Es gab nur eine Partei - die FDP - die dafür gesorgt, hat dass dieser Laden dicht gemacht wurde. Ich nehme an, Sie sind FDP-Wähler? Ansonsten wäre Ihre Aussage ein wenig heuchlerisch....
  10. #839

    Statistik der Bundesregierung

    Zitat von nonsens99 Beitrag anzeigen
    ich persönlich setze das hartz IV system vorbildlich um, so wie sie alle es doch wollten.

    Sie alle haben da ein System geschaffen das ihnen jetzt Angst macht.

    Ich gehe jetz mal davon aus das der Autor jetzt vorbildlich nur noch ein "rumänisches" Einkommen von seinem Arbeitgeber haben möchte.
    2009 waren es schon 40%......wieviel sind es heute?.....60%?.......

    Bundesregierung | "Neuberechnung der Hartz IV-Regelsätze muss Maßnahmen zur Sprachförderung und für eine bessere Bildung von Kindern einbeziehen"








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