Nirgendwo wird so beständig Mitgefühl mit Sentimentalität verwechselt wie in der Sozialpolitik. Bislang ging das gut. Weil Deutschland ein reiches Land ist.
Jan Fleischhauer: Der Hartz-IV-Irrtum - SPIEGEL ONLINE
kommt mal wieder runter auf den Boden der Realität. Herr Fleischhauer lacht sich doch ins Fäustchen, dass er hier bald alle Traffic-Rekorde brechen kann. Er hat mit seiner Kolumne offensichtlich einen ganz wunden Punkt unserer Gesellschaft getroffen, der nicht nur Arbeitslose, sondern zumindest auch alle Arbeitnehmer trifft. Der Knüppel Hartz4 ist für alle gedacht, ausser den Profiteuren.
Wenn hier in vielen Beiträgen über kleine Euro-Beträge erbittert gestritten wird, dann sagt das sehr viel über den Zustand unserer Gesellschaft aus. Die gesamten Hartz4-Kosten von ca. 50 Milliarden Euro sind doch Peanuts für diese eigentlich reiche Gesellschaft. Zur "Bankenrettung" wurden und werden viele hundert Milliarden quasi von heute auf morgen lockergemacht und dabei werden nicht mittellose Menschen vor dem Untergang gerettet, sondern schwereichen Profiteuren unseres kapitalistischen Ausbeutersystems der Hintern gepudert. Alle sog. "Rettungsmassnahmen" in der Finanzkrise dienen der Aufrechterhaltung des satten Zinsflusses für die internationale Grossfinanz - auf Kosten unserer Bürger und Steuerzahler.
Wir stehen vor dem grössten Ausverkauf der Bürgerinteressen in der Geschichte und hier wird über Kleinigkeiten gestritten. Nicht die meist unverschuldet Arbeitslosen sind unser Problem, sondern die in spätrömischer Dekadenz lebenden grossen Kapitaleigner, die anstrengungsfrei die Völker via Zinsdiktatur enteignen und vor die Hunde gehen lassen.
Darauf muss sich unsere Wut richten, nicht auf die armen Loser in diesem Raubtiersystem. Der unersättlichen Finanzmafia muss unser Kampf gelten, niemand sonst!
Weil nur GELD in dieser Gesellschaft zählt!
Wenn Geld (und ganz wichtig: Besitz) aber seine Bedeutung verliert - stehen all jene, die ihre Existenz darauf aufbauten, mit leeren Händen da. Aber gerade jene MEnschen, auf die so verächtlich herabgeschaut wird, weil sie in Cliquen abhängen, den ganzen Tag am Auto schrauben etc. pp., die werden dann ihr Auskommen mit eben jenen einfachen Tätigkeiten haben, auf die die Arroganz des "aufgeklärten" Bürgertums glaubt, gut verzichten zu können. Arbeiten eben, die "sich nicht rechnen". Arbeiten, mit denen man heute nicht mal den HartzIV-Satz verdienen kann, weil "die Wertschöpfung zu gering ist". "Der Markt nicht mehr zahlt".
Tätigkeiten übrigens, auf denen auch heute unsere gesamte Existenz aufbaut.
Sie meinen, wenn zum Erlegen des Wildes nur 20 Jäger benötigt würden, dann mussten die überzähligen hungern?
In unserer Gesellschaft wird die Arbeitskraft vieler Menschen schlicht nicht mehr benötigt. Das ist weder die Schuld der Nichtnotwendigen noch ein Grund für die Gesellschaft, diese am ausgestreckten Arm "verhungern" zu lassen.
Jede Gesellschaft muss sich am Umgang mit ihren Schwächsten messen lassen, nicht daran wer das dickste Bankkonto vorzuweisen hat.
http://dzig.de/Krebsgeschwulst-Umverteilungsbuerokratie-Der-Sozialstaat-frisst-seine-Kinder
Hans Kolpak
Deutsche ZivilGesellschaft
Jetzige qualifizierte Alten- und Krankenpfleger haben heute schon keinerlei Zeit mehr für die, über das erforderliche Minimum hinaus gehende, Betreuung der anvertrauten Personen.
Es dreht sich nicht um einen Job, sondern um eine sinnvolle Beschäftigung, die nicht zielgerichtet Profit orientiert ist, bis zum Auffinden eines regulären Jobs.