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Deutsche Sozialpolitik: Der Hartz-IV-Irrtum

Nirgendwo wird so beständig Mitgefühl mit Sentimentalität verwechselt wie in der Sozialpolitik. Bislang ging das gut. Weil Deutschland ein reiches Land ist.

Jan Fleischhauer: Der Hartz-IV-Irrtum - SPIEGEL ONLINE
  1. #1240

    Geld zählt bei Euch in Wahrheit mehr als Menschen !

    Zitat von Mathesar Beitrag anzeigen
    Sagen Sie mal...sind SIe eigentlich Pisa-Vorzeigemuster oder können Sie geschriebenes auch geistig verarbeiten? Ich habe nichts von Psychotherapie geschrieben, sondern von Motivation durch Leidensdruck...verbesserte Compliance nennt man das im übrigen...
    ´´PISA´´ Vorzeigemuster?
    Lernen Sie erst einmal was PISA heißt.

    :
    Zitat Superbeowulf:
    ´´Eben, Deutschland ist ... geht es uns allen noch viel zu gut. Wir leiden alle noch nicht stark genug, um die Probleme des Landes anzupacken. Jeder Psychotherapeut wird Ihnen bestätigen, dass Menschen erst einen gewissen Leidensdruck erfahren müssen, bevor sie zur Einsicht und Veränderung bereit sind. .... Jeder durchschnittliche Amerikaner, der wirklich an der Armutsgrenze lebt und kaum über die Runden kommt, würde für solchen Luxus uns den Vogel zeigen.´´
    -
    Auf meine Antwort zu dem Geschwurbel sind Sie geil geworden:

    Zitat Mathesar :
    ´´Das ist kein Unsinn, sondern tagtäglich erlebte Praxis. Einem Patienten mit Herzinsuffiziens oder COPD brauchen Sie nicht ins Gewissen zu reden, das er was machen muß, das merkt der bei jedem Schritt selbst. Einem Patienten mit Bluthochdruck oder Diabetes, beides Erkrankungen, die sie in der Anfangsphase kaum bemerken, dem müssen Sie engmaschig betreuen, das er das richtige tut...´´
    -
    Vom Begriff´´ Leidensdruck´´ folgern Sie auf Krankheitsbilder und Symptome wie z.B. bei Diabetis (hat nix mit ´´Beten´´ zu tun übrigens´…)
    Und stellen die gewagte These auf ein Kranker müsse nur genug Schmerzen haben um ´´etwas zu tun´´.
    Steht Ihnen ja frei o.Z. immer noch zuzustimmen, richtiger wird es aber dadurch auch nicht.

    Wieviel Leidensdruck darfs denn sein?
    Im CDU SPD Saarland ist unlängst ein H4 Empfänger verhungert durch die nette Betreung der Jobcenter und Sanktionen,
    im CDU regierten Frankfurt musst ein Jobcenter nach öffentlichem Druck geschlossen werden. Wegen 10 Euro! Eine Lebensunterhaltshilfeberechtigte, in Scheidung, und somit Härtefall laut SGB, so wegen ihrer Hautfarbe? Jedenfalls war die Frau so mit Sicherheitsdienst, Amtswillkür und schließlich Polizei bedrängt worden das Sie ein Messeer zog um Geld zu erhalten
    Leidendruck auf dem Jobcenter?
    Wie viel Leidensdruck darfs denn sein ? 100000 Obdachlose? 1 Millionen?
    1 Toter oder 3 Millionen bis 7 Millionen?

    Wann ist für Fleischhauers, Leuten wie Ihnen, dem künstlich vom Mensch geschaffenem
    Maßstab Geld und Reichtum genug geopfert ?

    Zigig von Bilionen Euros und Dollar werden jedes Jahr um die Welt geschickt in Form von Militärzubehör aller Art um Menschen töten zu können und im Computer als Wert ohne Sachbezug verschoben und verzinst.
    Ist es da nicht legitim und besser auch ein wenig Geld einzusetzen um Leben, Demokratie, Freiheit und Menschenwürde zu erhalten?

    Nochmal die Frage, kann ja beantworten wer will, ab
    Wann ist der Leidensdruck groß genug für Sie und wie sollen die Leiden aussehen, (so wie im Stalinismus? Wie im Feudalismus?) die Ihr anderen noch zufügen wollt?

    Für Geld !?
    Einfach erst lesen, verstehen dann posten. Sich aufregen und andere beleidigen vermindert nur das Denken. Denkens an den Blutdruck und Schlaganfallrisko, sonst landen Sie irgendwann auch mal im H4, was ich Ihnen wirklich nicht wünsche.
    Aber vielleicht mögen Sie ja gerne Leiden, Zwang und Druck, oder doch nur bei Schwächeren?
  2. #1241

    Der Gewerkschaftsfachmann

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    [...] Wen wundert das noch -- ist es doch schon die Grundidee von Gewerkschaften, dass die Menschen keine Eigenverantwortung tragen können und deswegen eine institutionalisierte Interessenvertretung nötig haben: nämlich die besagten Gewerkschaften.
    Die Grundidee der Gewerkschaften war, dass sich Arbeiter solidarisch gegen die Übermacht der Kapitalbesitzer zusammenschließen, um sich besser gegen Ausbeutung und Willkür wehren zu können.

    „Eigenverantwortung“ - sollen sich die Arbeitnehmer als Einzelkämpfer betätigen und einzeln beim Chef um eine Lohnerhöhung vorsprechen? Zu welchen Blüten doch eine marktreligiöseEinstellung fähig ist!
  3. #1242

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Das Leben ist nicht, oder nur zu einem Teil, planbar.
    Zum Glück, denn sonst wäre es sehr langweilig.

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Ob Köln oder Berlin absteigt, ist weniger wichtig als die Arbeit einer Krankenschwester.
    Die Frage ist aber für wen und für wie viele ist das jeweils wichtig? Danach bemisst sich die Bezahlung der Akteure.

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Es gibt wohl weniger gute Fussballspieler als gute Krankenschwestern. Deshalb verdienen gute Fussballspieler deutlich mehr.
    Im Gegensatz zu Fußballspielern werden Krankenschwestern nicht nach Leistung bezahlt. Die bekommen nach Tarif alle das gleiche. Dagegen spielen tausende von Männern und Frauen täglich kostenlos Fußball.

    Die Wertschätzung besonderer Leistungen in der Gesellschaft lässt sich nicht mit ihrer Seltenheit erklären. Es gibt in jeder Sportart nur wenige ganz oben an der Spitze die nicht annähernd soviel verdienen wie im Männerfußball.

    Es gibt oft überhaupt keine rationalen Gründe für bestimmte Preise und Gehälter. Sie ergeben sich frei am Markt. Das kann schmerzlich wenig oder astronomisch viel sein.
  4. #1243

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Bildung allein treibt den Wettbewerb auf höheren Niveau, was ja zu begrüssen ist. Aber auch bei diesem Wettbewerb wird es Verlierer geben. Wollen wir Menschen dadurch zu Leistung antreiben in dem wir den Absturz für die Verlierer möglichst hoch gestalten, oder wollen wir Menschen dadurch motivieren, weil sie das Vertrauen das man Ihnen entegenbringt nicht entäuschen wollen.
    In Deutschland stürzt ja kein Mensch ins Bodenlose. Hartz IV sorgt für ein sehr bekömmliches Niveau. Man könnte jetzt darüber streiten ob diese Versorgung nicht sogar zu komfortabel ist und damit zu wenig Leistungsanreiz schafft.
  5. #1244

    Zitat von salamist Beitrag anzeigen
    Wann ist der Leidensdruck groß genug für Sie und wie sollen die Leiden aussehen, (so wie im Stalinismus? Wie im Feudalismus?) die Ihr anderen noch zufügen wollt?
    Es ist ein großer Unterschied ob man jemandem Leiden zufügt oder ob man weniger hilft als es der Leidende sich wünschen würde.

    Bei den von ihnen aufgeführten Fällen wurden den Menschen ja keine Leiden zugefügt. Sie haben jedoch die Voraussetzungen für Hilfe nicht erfüllt.
  6. #1245

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Also meine mathematische Lebenserfahrung ist, dass jemand, der sich einem Thema so umständlich nähert, es entweder selbst nicht versteht oder etwas verbergen will. Es wäre der Diskussion daher sehr zuträglich, wenn Sie uns die Quellen Ihrer Angaben nennen könnten. Vielen Dank.
    Sie haben mich ertappt – ich spiele gern das Journalisten-Sudoku:
    „Im Dezember bekamen die 3,3 Millionen Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften im Schnitt 807,29 Euro. Das ist so wenig, wie nie zuvor in einem Dezember seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II. Im Dezember 2010 lag die Hilfssumme im Schnitt noch bei 839,69 Euro, im Dezember 2006 sogar bei 870,26 Euro.“
    Hartz-IV-Empfänger: Arbeitsagenturen strafen so häufig wie nie - SPIEGEL ONLINE
    Jetzt noch bei Wiki die Zahl der Erwachsenen und Kinder in HartzIV und die Höhe des Kindergeldes (was Hartzer nicht bekommen) googlen und Sie haben's!
    Und egal, wie sich HartzIV im Bundeshaushalt niederschlägt – ich komme auf 807€ * 12 * 3,3Millionen = 32 Mrd.€, die tatsächlich ausgezahlt werden (und irgendwelche Baby-Erstausstattungen usw. müssen da mit enthalten sein!)
  7. #1246

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Die Grundidee der Gewerkschaften war, dass sich Arbeiter solidarisch gegen die Übermacht der Kapitalbesitzer zusammenschließen, um sich besser gegen Ausbeutung und Willkür wehren zu können.
    Ich unterstelle der Mehrzahl der Arbeitgeber nicht den Wunsch nach Ausbeutung und Willkür. Die Gewerkschaften sind auch für die Arbeitgeber von Vorteil weil sie dann nicht mit jedem Mitarbeiter einzeln verhandeln müssen.

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    „Eigenverantwortung“ - sollen sich die Arbeitnehmer als Einzelkämpfer betätigen und einzeln beim Chef um eine Lohnerhöhung vorsprechen? Zu welchen Blüten doch eine marktreligiöseEinstellung fähig ist!
    Auch dass ist natürlich immer noch möglich. Einzelne Mitarbeiter die sich besonderer Wertschätzung erfreuen wird man nicht mit anderen über einen Kamm scheren wollen. Zu meiner Zeit als Angestellter konnte ich immer ein übertarifliches Gehalt aushandeln. Schon als Lehrling.
  8. #1247

    Zitat von drehrumbum Beitrag anzeigen
    Sie haben mich ertappt – ich spiele gern das Journalisten-Sudoku:
    „Im Dezember bekamen die 3,3 Millionen Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften im Schnitt 807,29 Euro. Das ist so wenig, wie nie zuvor in einem Dezember seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II. Im Dezember 2010 lag die Hilfssumme im Schnitt noch bei 839,69 Euro, im Dezember 2006 sogar bei 870,26 Euro.“
    Hartz-IV-Empfänger: Arbeitsagenturen strafen so häufig wie nie - SPIEGEL ONLINE
    Da sind allerdings die SV-Beiträge (Krankenkasse-/Pflege-V) schon dabei, das ist die komplette Summe für Alles, Regelsatz, Miete und NK, Sonderzahlungen und SV-Beiträge für "1,9 Personen".
  9. #1248

    Zitat von JMMierscheid Beitrag anzeigen
    Da sind allerdings die SV-Beiträge (Krankenkasse-/Pflege-V) schon dabei, das ist die komplette Summe für Alles, Regelsatz, Miete und NK, Sonderzahlungen und SV-Beiträge für "1,9 Personen".
    Oh, daß die KV dabei ist, nehme ich allerdings nicht an!
  10. #1249

    Informationsgesellschaft

    Zitat von drehrumbum Beitrag anzeigen
    Oh, daß die KV dabei ist, nehme ich allerdings nicht an!
    Dann lesen Sie halt die Berichte der BA, da stehts drin. Es geht nicht nach Ihren Annahmen, sondern nach harten Fakten.
    Knapp 425 € im Monat pro Person für Regelsatz, Wohnkosten, Sonderzahlungen und SV-Beiträge ist doch Manchen hier noch zu viel, die wollen weiter kürzen ...


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