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Deutsche Sozialpolitik: Der Hartz-IV-Irrtum

Nirgendwo wird so beständig Mitgefühl mit Sentimentalität verwechselt wie in der Sozialpolitik. Bislang ging das gut. Weil Deutschland ein reiches Land ist.

Jan Fleischhauer: Der Hartz-IV-Irrtum - SPIEGEL ONLINE
  1. #1000

    Abwärtsspirale

    Zitat von pittiken Beitrag anzeigen
    Wenn der Unternehmer nicht den Lohn zahlen kann, damit sein Beschäftigter davon seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, dann ist dieses Unternehmen nicht marktfähig und muss schließen. Es kann doch nicht sein, dass der STeuerzahler diesen unfähigen Unternehmer auch noch .....
    Der Idealfall wäre, wenn alles Geld was eingenommen wurde auch ausgegeben würde. Dann wäre ein perfekter selbstregulierender Kreislauf gegeben. Es ist aber so, dass manche eben die irrationale Angewohnheit haben Geld anzuhäufen. Damit entstehen dann diese Merkwürdigkeiten. Es ist nicht so, dass kein Geld da wäre um etwas zu bezahlen, sondern Gier, Geiz und Angst leiten es in die diversen Finanzmarktkasinos. Mittlerweile tummeln sich dort über 95% der verfügbaren aufgeblasenen Geldmengen und warten darauf implodiert zu werden.
  2. #1001

    Titel für heute aus...

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Der Artikel bettelt darum, dass man einer Mehrzahl im Volk nicht einmal mehr das Existenzminimum gönnt,
    Die Mehrzahl der Menschen geht oder ging arbeiten oder ist noch zu jung dafür. Nur eine kleine Minderheit geht nicht arbeiten obwohl sie könnten. Diese Minderheit kostet uns aber JEDES Jahr mehrerer hundert Milliarden Euro. Dieses Geld kommt eben nicht zu 90% von Millionären oder Milliardären sondern von ca. 40 Millionen Beschäftigten in Deutschland! Und die sollen mehr behalten dürfen und nicht ihr sauer verdientes Geld rausgeschmissen sehen. Kommen sie mir jetzt nicht mit Bankenrettung blablabla...es geht um unseren Vollkasko-Staat generell. Für Banken wie auch Otto-Normal-Verbraucher. Ich bin es leid weit über 70% meine Einkommens als Steuern und Abgaben per Gesetzt enteignet zu bekommen. Jeden Monat, Jahr für Jahr.

    Und wenn ich mich dann abends 19 Uhr auf den Heimweg mache und in der überfüllten S-Bahn stehe wo Horden von Asozialen die Sitzplätze wegnehmen, weil sie raketen-voll aus dem Stadtpark kommen oder von irgend einer sinnlosen Massnahme der ARGE, dann geht bei mir nur noch das Messer in der Tasche auf....
  3. #1002

    Ja und?

    Zitat von limrz Beitrag anzeigen
    EU-Ausländer haben Anspruch auf deutsche Sozialhilfe
    Um Ansprüche nach SGB XII (Sozialhilfe) zu haben, dürfen sie aber NICHT erwerbsfähig sein, die Ausländer .... merkeln sie was?
    Wenn Sie arbeitsfähig sind, gibt es keine Sozialhilfe. Das war ja die Agenda 2010.
    Vorgher 2 Behörden
    AA und Sozialamt
    Nach der Reform 3 Behörden
    Arbeitsamt - Sozialamt - JobCenter (ArGen)
  4. #1003

    Beispiel Polen

    >>
    Sätze wie "Was hierzulande als Leben unterhalb der Armutsgrenze gilt, ist in anderen Teilen ein Stück vom Paradies." sind so schmutzig, so verachtend und obendrein so unnötig, dass ich mich schon frage, ob der Autor im Besitz aller geistigen Kräfte ist.
    <<

    ..ist ganz einfach. Wir Berliner haben die Möglichkeit in einer Stunde in Polen zu sein. ( Übrigens ein empfehlenswertes Urlaubsland, weiß bloß keiner).

    Und es stimmt einfach: Die Menschen dort haben ein erheblich niedrigeren Lebensstandard. Ich habe ein Weihnachtsfest dort erlebt. Anständige, fleissige Menschen, die aber teilweise wie in der DDR der 70er Jahre leben.
    Diese Menschen hätten hier mit Hartz 4 einen höheren (absolut und relativ!) Lebensstandard. Aber: Sie lieben ihre Freiheit + Heimat. Deshalb bleiben sie lieber in Polen.
  5. #1004

    Zitat von pittiken Beitrag anzeigen
    Wenn der Unternehmer nicht den Lohn zahlen kann, damit sein Beschäftigter davon seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, dann ist dieses Unternehmen nicht marktfähig und muss schließen. Es kann doch nicht sein, dass der STeuerzahler diesen unfähigen Unternehmer auch noch subventioniert und dann noch auf die mieß bezahlten Aufstocker draufdrischt.
    Sie reden hier von Aufstockern. Dies ist ein anderes Thema.
    Aber soviel dazu: Es gibt durchaus Bereiche, wo Unternehmen (i.d.R. kleine Firmen) nicht in der Lage sind, höhere Löhne zu zahlen. Dann gibt es Familiensituationen (Alleinstehende, die nur Teilzeit arbeiten können oder Alleinverdiener, der noch mehrere Mäuler stopfen muss), wo zwangsläufig der Staat aufstocken muss, um ein einigermaßen anständiges Leben zu ermöglichen.
    Zum Schluß: Auf Aufstocker 'drischt' m.W. niemand 'ein'.
    Zitat von pittiken Beitrag anzeigen
    Warum haben Sie denn ein Problem damit? Oder gehören Sie zu den unfähigen Unternehmen, die jammern, selbst 5 Euro die STunde wären für die Beschäftigten viel zu viel Lohn, sonst müsste ich ja verhungern?
    Ich bin kein Unternehmer, sondern verdiene als Angestellter meine Brötchen. Nach meinen Vorstellungen soll jeder den Lohn verwirklichen können, den er sich vorstellt.
    Er muss nur jemanden finden, der ihm diesen Lohn bezahlt.
  6. #1005

    ...

    Zitat von backstabber1987 Beitrag anzeigen
    Diese Korintenkackerei ist wirklich mehr als lächerlich...
    Sie kommen mir vor einer von denen, die sagen "In dem und dem Naturvolk gibt es keinen Ausdruck für "Neid"! Ergo kennen sie keinen Neid!"
    Sie schreiben viel, aber tragen nichts qualitatives zur Diskussion bei.
    Zitat von backstabber1987 Beitrag anzeigen
    Nur weil das Wort "Sozialstaat" erst einige Zeit alt ist, gab es die Idee dessen schon wesentlich früher... Wahrscheinlich sagt ihnen der Begriff "Urkommunismus" nichts, schlagen sie mal nach.
    Das sagt mir wahrscheinlich mehr als Ihnen. Im übrigen habe ich schon ein Beispiel eines Urkommunismus hier in diesem Thread gebracht. Vielleicht verfolgen Sie ihn mal, dann müßten Sie hier auch nicht aneinandervorbei diskutieren.

    Zitat von backstabber1987 Beitrag anzeigen
    Es geht einfach mitunter darauf zurück, dass jede Form der staatlichen Organisation rein aus sozialen Merkmalen zusammengesetzt ist.
    Nö, das belegen Sie mal bitte...und vielleicht auch, was Sie unter "sozial" verstehen...
    Zitat von backstabber1987 Beitrag anzeigen
    Die ersten Staaten haben sich aus der Erkenntnis heraus gebildet, dass der Mensch allein wesentlich schlechter überleben kann als in der Gemeinschaft.
    Genau, das waren reine Zweckgemeinschaften.


    Zitat von backstabber1987 Beitrag anzeigen
    Das Urmodell des Staates ist ein Sozialstaat in reinform. Jeder hat gearbeteitet und etwas dafür bekommen, einer war der Bauer, der nächste der Schreiner usw.
    Mal ganz davon abgesehen, das sich die Arbeitsteilung erst später entwickelt hat, ist die Aussage in genereller Form falsch.
  7. #1006

    ...

    Zitat von pittiken Beitrag anzeigen
    Dann haben Sie den Computer falsche Daten eingegeben und bestimmt vergessen, das Kindergeld mit einzugeben, denn dieses Kindergeld wird beim Bedarf gegengerechnet, d.h. vom Bedarf als Einkommen abgezogen. Auch wird nicht jede Miete voll übernommen.

    Also die Familie mit 2 Kindern, die 1.800 Euro bekommt, die muss erst noch geboren werden.
    Wenn es gegengerechnet wird, ist es ein Nullsummenspiel. Und diese Verleugnung der Realität muß eigentlich weh tun.
  8. #1007

    ...

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Wollen wir das nicht einfach dem BVerfG überlassen? Aktuell ist ja wieder ein Verfahren anhängig.
    Nein, mich interessiert ja Ihre Ansicht. Denn sonst bräcuhten wir ja über diesen Punkt noch gar nicht diskutieren, wenn wir erst aufs BvG warten...
  9. #1008

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    Das ist etwas unverständlich.
    Was soll denn nun ein Hilfsarbeiter, verheiratet mit 3 Kindern verdienen?
    Nun, ein Fensterputzer hat vor 35 Jahren 12DM verdient - die hatten damals eine Kaufkraft von 12€.
  10. #1009

    Zitat von Mathesar Beitrag anzeigen
    Wenn es gegengerechnet wird, ist es ein Nullsummenspiel. Und diese Verleugnung der Realität muß eigentlich weh tun.
    Wenn Kindergeld eine Hartz IV-Leistung ist, dann bekommen alle Eltern in Deutschland Hartz IV, vom Studenten bis zu Frau vdLeyen mit 7 Kindern. Das ist doch ganz einfach, entweder - oder. Diese verbalen spindoctoreien dienen doch nur der Verschleierung der Realität.


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