Deutsche Solar-Branche: Q-Cells macht 350 Millionen Euro Verlust

Abstieg eines Giganten: Q-Cells, einst größter Solarzellenhersteller der Welt, kämpft ums Überleben.*Das Unternehmen*hat nach manager-magazin-Informationen*im ersten Halbjahr rund 350 Millionen Euro Verlust gemacht - fast das Dreifache des Umsatzes.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...779393,00.html
  1. #40

    Freud'scher Fehler

    Zitat von ash26e Beitrag anzeigen
    wär der erste Solaranlagenbauer,um den es schad wär!Diese ganze Branche wird doch nur durch den Subventionswahnsinn künstlich am Leben gehalten.
    Sollte wohl heißen:
    wär der erste Solaranlagenbauer,um den es "nicht" schad wär!

    Aber wer nur von Subventionen lebt und von der bösen Konkurenz nicht geschützt wird, ist zum Untergang verdammt!
  2. #41

    ...

    Zitat von Superguru Beitrag anzeigen
    Tja, vor ein paar Jahren herrschte in dem schönen "Land der Frühaufsteher" eitel Freude über diese herrliche Investition. Hurra - und viele, viele Landesmittel flossen in ein Unternehmen, dessen Geschäftsfeld ausschließlich nur per gesetzlichem Zwang existierte! Und viele schlaue Leute in den .......
    Aber wer konnte denn ahnen, daß Solaranlagen keine Selbstläufer werden, daß sie nicht billiger werden und die Energieausbeute in Deutschland so gering sein würde...?
    Da hätte ja auch mal vorher jemand was sagen können. JETZT zu kommen und zu sagen "Ich hab's ja immer gesagt" kann ja jeder....

    Woher hätte man denn wissen sollen, daß Solarzellen da, wo Strom und Arbeistkräfte billiger sind, auch billiger produziert werden würden? Das war doch nicht abzusehen...!
    Und jetzt heißt es auch noch, die Solarzellen aus China helfen der Umwelt gar nicht, weil die Stromerzeugung da ineffizienter und dreckiger ist und außerdem überhaupt Umweltauflagen kaum eine Rolle spielen..
    Wer konnte denn sowas ahnen...?
    Wir haben doch ALLES getan, um nachhaltig und umweltverträglich Strom zu produzieren. Daß alleine das einer Solarfirma nicht hoch angerechnet wird ist ein typisch deutsches Unding, daß es sonst nirgendwo auf der Welt gibt...

    /Gründenken aus

    Ich bin mal gespannt wie lange es dauert, bis Deutschland nach Atomstrom schreit...
  3. #42

    ...

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Wenn Q-Sells bei der Kostensituation mit den Wettbewerbern aus Fernost nicht mithalten kann, muss das Unternehmen vom Markt verschwinden - das ist der vorgesehene Gang der Dinge in einer Marktwirtschaft.
    Hmm, als Nokia in Bochum ein Werk schloss, weil es nicht mehr rentabel genug war, gab es einen riesigen Aufschrei in Deutschland.

    Wenn Deutschland beim Thema erneuerbare Energien wirklich und ernsthaft Weltmarktführer werden will, dann muß hinsichtlich diesem NOCH VORHANDENEN Wissen und der Technik etwas getan werden, um selbiges zu erhalten.
    Wer hier von Marktwirtschaft redet und vom Vergleich mit asiatischen Herstellern, sollte sich mal über Produktqualität gerade bei Solarzellen informieren. Q-Cells ist eben auch dort (einer der) Marktführer hinsichtlich Effizienz und Preisleistung.

    Q-Cells kommen wieder. Wenn nicht, ist es nur der Anfang vom Ende der "deutschen Bemühungen" auch nur ansatzweise beim Thema "erneuerbare Energien" Vorreiter zu spielen, der auch die Technik liefern kann (!!!).
  4. #43

    Der berühmte Fotovoltaiktest

    Fotovoltaikförderung ist ein Spiel kleiner Zahlen (1-2 %), und wehe sie werden gross!
    D.h. wir fördern eine Energieerzeugungstechnologie von der wir hoffen: hoffentlich wird's nicht mehr ! Fotovoltaikstrom kostet das 6-8 fache des Großhandelspreises!
    Fotozellen, beginnend beim Rohstoff Sand, werden aber produziert mit Strom zum Normalpreis.
    Könnte man Fotozellen mit Strom zum Fotovoltaikpreis produzieren? Würde der Preis konvergieren oder divergieren?

    Nun Silizium ist das zweithäufigste Element der Erdkruste, daran kann’s nicht liegen, aber sie brauchen Energie bei der Produktion (Reduktion v Oxiden & Salzen, Schmelzen, reinigen, ziehen, dotieren, bis zur Zelle + Anlage + Speichermöglichkeiten ..):
    -> Die stromerzeugenden Dinger müssten sich doch dann selbst reproduzieren können!

    Haben Solarzellen eine positive Energiebilanz, dann schlag ich vor:
    Wir produzieren eine große Fläche von Solarzellen, nutzen deren Energie um weitere Flächen von Solarzellen zu produzieren, so dass sich die Fläche verdoppelt, dann haben wir „exponentielles Wachstum der Solarzellenfläche!!!!!“ bis Deutschland aus'm Weltall silbern schillert ..
    nachdem der Rohstoff billig ist heisst das totale Energieversorgung praktisch ohne Kosten.

    Wenn’s geht, warum macht mann’s dann nicht ?!?!?!
    und alles ohne Subventionen !!!!!!!!!!!
    Wenn's nicht geht, dann ist alles Beschiss !!!!!!!!!!
    .
    Das ist der Fotovoltaiktest
  5. #44

    Keine Macht den Titeln !

    Zitat von Pandora0611 Beitrag anzeigen
    Sollte wohl heißen:
    wär der erste Solaranlagenbauer,um den es "nicht" schad wär!
    Hier passt irgendwie - je nach Sichtweise - Beides: Es wäre sicher auch der erste Solaranlagenbauer um dem es schad wär (weil diese eben nie nachhaltig gewirtschaftet sondern nur von den Subventitionen gelebt haben). Denn deshalb waren Insolvenzen bei diesen Unternehmen noch niemals schad :-), und dieser wäre das erste. Ja mei, is das kompliziert.
    Laden dichtmachen und gut. Haben den Steuerzahler genug gekostet.
  6. #45

    Annahme: Gleiche Fertigungstiefe.

    Zitat von _gimli_ Beitrag anzeigen
    Arbeitsplätze entstehen nicht nur im Fertigungsbereich. Was glauben Sie, wieviele Arbeitsplätze in Deutschland durch die Wartung japanischer Autos entstanden sind?
    Deutsches Auto: Arbeitsplätze in Fertigung, Entwicklung, Verwaltung + Rest.
    Japanisches Auto: Nur Rest.

    Und nun?

    Alles andere sind Milchmädchenrechnungen und Schönrednerei.
    Klartext ist gefragt, nicht nur heiße Luft!
    Und komm mir jetzt keiner mit Atom, Kohle oder sonst was.
    Hier geht es nur und ausschließlich um die Firma Q-Cells, die Solarzellen fertigt.
  7. #46

    informieren ist doch besser als fabulieren

    Zitat von 21Pinto Beitrag anzeigen
    Ist nicht ständig vom Jobwunder Energiewende die Rede? Jetzt kommt langsam die "Butter bei die Fische". EVUs wie E.ON und RWE müssen tausende Arbeiter entlassen, die EE-Fabriken machen dicht, Strom wird importiert und die einzigen Arbeitsplätze entstehen 10.000 km weiter östlich.

    Aber immerhin dürfen wir uns mit steigenden Strompreisen und sinkender Versorgungsssicherheit trösten. Finde ich einen fairen Tausch.
    http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/45090/40870/
    und noch eines: e-on will WELTWEIT 11000 stellen abbauen, mit der begründung, dass sie in deutschland die atomkraftwerke abstellen müssen!
    da kann mann sich nur totlachen.
    und wenn in china arbeitsplätze entstehen, kann man die entwicklungshilfe endlich einstellen. so what?
  8. #47

    Wissenslücken auffüllen!

    Zitat von Martin87 Beitrag anzeigen
    Und haben Sie Belege dafür das Länder die nichts oder wenig produzieren verarmen? Also Großbritannien, Hongkong, Luxemburg, Schweiz, Singapur machen mir nicht gerade den ärmsten Eindruck.
    Wohl noch nie etwas von den Produkten der Finanzindustrie gehört?
  9. #48

    Warum?

    Zitat von das_dunkle_Orakel Beitrag anzeigen
    Genau das ist aber unser D-land Problem.
    Jede Industrie, welche produziert (Werte schafft), wandert ins Ausland oder wird kaputt gemacht.
    Danach wird billig importiert.
    [...] Warum machen wir es nicht wie China?
    Jeder Hersteller, welcher in unserem Land etwas verkaufen will, muss auch hier produzieren. Oder es kommen reichlich Importzölle drauf.
    Weil da die EUdSSR dagegen ist!
    Freier Warenstrom und keine "künstliche" Behinderung!

    ABER! Welche Werte schaffte Q-Cells?
    Sie lebte bisher nur von Subventionen!
    Jetzt, wo China auftritt und die Subentionen zurüchgehen, sind sie pleite. Und das ist auch gut so.
    Wir leben hier nicht in der DDR 2.0
  10. #49

    Es soll...

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Woran liegt es?
    ...auch vorkommen, dass Unternehmen ganz einfach schlecht geführt werden und deswegen pleite gehen.

    Die Chinesen waren u.U. gerissener! Das betrifft natürlich die gesamte Bandbreite von staatlichen Kontakten, über Energie, etc. bis hin zum Giftmüll.