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Deutsche Lkw gegen US-Trucks: Platt gemacht

Coca-ColaCoole Trucks kennt man in Deutschland nur aus Hollywood-Filmen. Hierzulande fahren auf Autobahn und Landstraße ausschließlich Plattnasen, im Fachjargon "Frontlenker "genannt. Langhauber wie in den USA gibt es praktisch nicht. Schuld daran ist ein einziger Mann.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...855319,00.html
  1. #1

    US-Trucks

    Stimmt die US-Trucks sehen einfach cooler aus, der Mac oder Peterbild ,die haben schon was,aber auch in den USA gibt es sogenannte Flachnasen, aber die sieht man nicht so offt. Ich saß mal in einem schwarzen MAC in FL. wenig Platz drinnen ,aber hatte trotzdem was von Freiheit :-)... Soweit ich mal gehört habe entwickeln auch Deutsche Firmen für den US markt die typischen Trucks mit Schnauze. Würde mich freuen auch in D. mehr davon zu sehen... Außerdem wenn man bedenkt wie schnell die über den Highway oder Interstate brettern....mit 2 !! Hängern und nix schlenkert bei 130 km/h...(hinterher gefahren...)
  2. #2

    optional

    Hübsch sind die Langnasen schon, das stimmt. Aber 130 km/h bei so vielen Tonnen an Gewicht würde ich, zum Wohle der anderen Verkehrsteilnehmer, den meisten unserer "vom Arbeitsamt in den Kraftfahrer Beruf" umgeschulten LKW-Fahrern dann definitiv _nicht_ zutrauen wollen! Wenn es nach mir ginge gäbe es schon längst ein generelles Überholverbot für LKW auf zweispurigen Autobahnen.
  3. #3

    Deutschland

    Jaja, anstatt die Bundesbahn besser zu machen wurde (und wird) ihr die Konkurenz aus dem Weg geräumt. Und der Kunde hat das nachsehen wenn es um inovativere und günstigere Alternativen geht. LKWs transportieren besser und schneller? Dann dürfen sie halt ab sofort weniger laden! Fernbusse sind flexibler und günstiger als die Bahn? Dann werden sie eben verboten! Usw.
    :-(
  4. #4

    Zitat von Teile1977 Beitrag anzeigen
    Jaja, anstatt die Bundesbahn besser zu machen wurde (und wird) ihr die Konkurenz aus dem Weg geräumt. Und der Kunde hat das nachsehen wenn es um inovativere und günstigere Alternativen geht. LKWs transportieren besser und schneller? Dann dürfen sie halt ab sofort weniger laden! Fernbusse sind flexibler und günstiger als die Bahn? Dann werden sie eben verboten! Usw.
    :-(
    Na ja, die gute alte Bundesbahn hatte auch einen gesetzlichen Beförderungsauftrag, sprich sie mußte alles befördern was ihr übergeben wurde, ob es sich lohne oder nicht spielte bzw. durfte keine Rolle spielen.

    Noch eines, was die gute alte Bundesbahn leistete, wird die Deutsche Bahn AG nicht in einer Millionen Jahren auch nur annähernd leisten, bzw. leisten wollen,

    das können Sie mir glauben, ich bin sozusagen Insider in beiden Unternehmen.
  5. #5

    O Gott!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Coole Trucks kennt man in Deutschland nur aus Hollywood-Filmen. Hierzulande fahren auf Autobahn und Landstraße ausschließlich Plattnasen, im Fachjargon "Frontlenker "genannt. Langhauber wie in den USA gibt es praktisch nicht. Schuld daran ist ein einziger Mann.

    Warum Lastwagen in Deutschland und den USA unterschiedlich aussehen - SPIEGEL ONLINE
    Sagen Sie mal, Herr Stockburger, wie alt sind Sie?
    Die LKW der 50er Jahre waren in der Tat zumeist Langhauber. Komfortabler waren sie aber keineswegs.
    Zudem waren sie in den stärksten Versionen bei 160 PS. Man konnte das dann an den Steigungen erleben. Berüchtigt war die Wiebachtalbrücke damals. Geschwindigkeit bergauf dort irgendwo bei 5 km/h in endlosen Kolonnen. Geschwindigkeit bergab mitunter 130 km/h und mehr, die dann dazu führte, dass die Autobahn auf der Brücke verlassen und das Tempo nach einem Absturz sich auf Null spontan verringerte. Das war gar nicht lustig. Das Tempo kam durch die Nutzung des "Sonntagsgangs" zustande (also Leerlaufstellung). Die Bremsen waren dem Schub der Last in keiner Weise gewachsen. Resultat: siehe oben.
    Das führte dann im übrigen zur Verwendung der sogenannten Retarder (Wirbelstrombremsen).
    Des weiteren haben die Amerikaner immer auf sehr großvolumige Triebwerke gesetzt, die Langhauber erforderten und erfordern.
    POb die Langhauber mehr Sicherheit bieten, darf man getrost dahingestellt sein lassen. Diese riesigen Motoren von 15 l Hubraum sind äußerst massiv und als Knautschzone kaum zu sehen.
  6. #6

    Steinzeittechnik

    Cool mögen sie ja aussehen, aber die in Europa üblichen Frontlenker sind das technisch bessere Konzept.

    Dennoch: die Magirus Baubullen sind mir aus meiner Kindheit noch in bildhafter Erinnerung! Immer wenn der mächtige Magirus Eckhauber mit gewaltigem Getöse Anfang der 70er Kies für unseren Hausbau gebracht hat, war ich hellauf begeistert und mußte zusehen. Den gesichtslosen Rest, der sonst noch rumfuhr, habe ich längst vergessen.
  7. #7

    Bundesbahn erhält auch heute noch Vorteile

    Die Bahn sollte doch längst an der Börse sein. Gut, die aktuellen Zahlen haben das immer wieder verhindert-und werden es weiter tun. Aber wenn es mal so weit ist, dann können sich 20% der Bahn-Mitarbeiter gleich auf ihre Kündigung gefasst machen. Monopole gehören sofort und komplett aus der Welt geschafft. Auch bei Bahn und Post.
  8. #8

    Zitat von Teile1977 Beitrag anzeigen
    Und der Kunde hat das nachsehen wenn es um inovativere und günstigere Alternativen geht. LKWs transportieren besser und schneller?
    Ein einziger LKW belastet den Straßenbelag so stark wie ca. 60.000 PKW - Und trotz LKW-Maut zahlt die Allgemeinheit über Steuern für diese Belastungen mit. Ein ganz klarer Fall von versteckten Kosten.

    Sinnvoll und innovativ wären kombinierte Transportsysteme, wo große Güterströme auf der Schiene gebündelt würden und dann auf dem Straßenweg feinverteilt würden. Aber im Autofahrerland Deutschland ist eine Stärkung der Bahn scheinbar nicht gewünscht.
  9. #9

    Na, na, na ...

    ... wer schreibt denn diesen Artikel?

    Zuerst einmal: der Autor schreibt in einer Lesart, die offen lässt, WARUM Herr Seebohm die Längen- und Gewichtsbeschränkung einführte. Es entsteht der Eindruck, dies geschah willkürlich, nur zum Ärgernis der Fahrer und der GKV-Lobby und zum alleinigen Nutzen der damaligen Bundesbahn.

    DAS ist zum größten Teil Unsinn. Der Individualverkehr war in den 60er Jahren massiv angestiegen, das Straßennetz hingegen konnte mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten. Auch kam es immer häufiger aufgrund der Verkehrsdichte, der zunehmenden Geschwindigkeiten und der wenig bis gar nicht vorhandenen passiven und aktiven Sicherheit zu übermäßig vielen und sehr schweren unfällen mit hohen Todesraten. Mitte bis Ende der 50er kamen die ersten Gurtssysteme auf, die anfang der 70er zur Pflicht wurden.

    Natürlich sehen die amerikanische Trucks optisch martialischer aus und haben etwas von "Hollywood". Aber man sollte die Kirche im Dorf lassen und sachliche Betrachtungen hinzuziehen. Die USA sind ein Flächenland, Deutschland ein dicht besiedeltes und infrastrukturell hoch entwickeltes Land - die USA nicht! Sie (der Autor) vergessen, wie die Auto-Lobby in den USA das effizientere System Schiene zerstört und behindert hat, so dass sich die Eisenbahn in den USA heute auf dem Niveau eines Entwicklungslandes bewegt. In den USA ist der Begriff "Wegeunfall" ein Frendwort, was natürlich bei fehlenden Sozial- und Berufsversicherungen noch dramatischer und Existenz bedrohender für dortige Arbeitnehmer ist. Da richtet man dem Berufkraftfahrer doch gleich einen Zweitwohnsitz an seinem Arbeitsplatz ein.

    Auch in Deutschland ist der massenhafte Transport auf der Straße kurzsichtig und langfristig schädigend für die Volkswirtschaft. Natürlich kann man einen aufgesplitterten Angebotsmarkt viel leichter ausboten, im Preis drücken als wenige (oder ein) Großunternehmen, wie es damals die DB war. Für die auftraggebenden Unternehmen eine Gewinnsituation. Nur, wer bezahlt den Neubau, den Unterhalt, die Sanierung des Straßenbaus? Wer kommt für Folgeschäden des zunehmenden LKW-Verkehrs auf, wie Schadstoff- und Lärmemissionen, Behinderungen und Überlastungen des täglichen Straßenverkehrs (Stau = Millionenschaden für die VW), Bauwerksschäden, Unfälle, steigende Ausgaben in der Sozial- und Sach-Versicherung (Personen- und Sachschäden) usw usf.

    Güter im Transit und auf Magistralen z. B. Köln-München gehören nicht auf die Straße, sondern auf die Schiene. Und die Politik ist hier gefordert, sich gegen die GKV-Lobby durchzusetzen und Infrastrukturen wie schienengebundene GVZ zu schaffen.

    Gerade auch vor dem Hintergrund steigender Ausgaben für Kraftstoffe und der allgemeinen Verknappung der Ressourcen sollte es allen Beteiligten klar sein, dass etwas geändert werden muß. Aber noch regiert zügellos DER Markt. Selbst private EVU's fahren auf elektrifizierten Strecken mit Diesellokomotiven. Da läuft doch irgendetwas falsch.


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