Deutsche Großkonzerne: So viel Umsatz wie noch nie - aber kaum neue Jobs

DPADie Umsätze steigen auf ein neues Rekordhoch - dennoch konnten Deutschlands wichtigste Konzerne laut einer Studie kaum neue Jobs schaffen. Hauptgrund sind die Wirtschaftskrise, die allmählich auch Unternehmen in der Bundesrepublik trifft. Auch durch die Energiewende gehen Stellen verloren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...850246,00.html
  1. #1

    Erstmal muss der Gewinn gesteigert werden. Denn erst wenn die Aktionäre glücklich sind, darf an den Rest gedacht werden! Umsatz sagt im übrigen nicht viel aus. Wenn dann nur der bereinigte Umsatz also Rohertrag. Ansonsten steigt der Umsatz natürlich wenn die Ausgaben für Material an die Kunden durch gestiegene Preise weiter gegeben werden...

    Einfach mal schauen wie viel Umsatz ein Aldi oder Lidl hat. Da werden Sie sicherlich alle Bauklötze staunen...
  2. #2

    Fachkräftelüge

    Und wieder ein Artikel, der die dreiste Lobbyisten-Lüge vom Fachkräftemangel entlarvt. Es geht den arroganten Unternehmen lediglich um Lohndrückerei.
  3. #3

    Wer hätte das gedacht! Die Unternehmen merken, dass sie mit versteckten Drohungen, die uns die Zeitungen täglich vorbeten, mit einem Minimum an Belegschaft ihr Tagesgeschäft erledigen können. Warum also mehr Leute einstellen als nötig? In einem anderen Artikel heißt es ja auch: Millionen Deutsche würden gerne mehr arbeiten - SPIEGEL ONLINE

    Zu den "Drohungen": wir hören und lesen täglich, wie schnell man aus einer Vollbeschäftigung in ALG II (vulgo Hartz IV) landet. Die Ersparnisse, falls man welche hatte, sind dann hin, etwaige Kredite (z. B. für ein Eigenheim) können nicht mehr bedient werden und man landet schnell bei einer Zeitarbeitsfirma, die meist einem kaum das Gehalt zahlt wie der vorige Arbeitgeber. Zu kaum einer Zeit gab es insgesamt mehr Privat- und Firmeninsolvenzen wie die letzten Jahre: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFak...solvenzen.html

    Da ist es natürlich selbstverständlich, dass jeder bis zur Aufgabe arbeitet, s. Krankschreibung: Mehr Fehltage durch psychische Leiden laut BKK - SPIEGEL ONLINE

    Ergo: trotz sprudelnder Gewinne werden kaum mehr Leute eingestellt!
  4. #4

    Es ist schon dreist,

    wie die Konzerne immer weiter jammern.
  5. #5

    Optional

    Zitat von Diskutierender Beitrag anzeigen
    Und wieder ein Artikel, der die dreiste Lobbyisten-Lüge vom Fachkräftemangel entlarvt. Es geht den arroganten Unternehmen lediglich um Lohndrückerei.
    Das stimmt so nicht, Sie verstehen nicht was ein Fachkräftemangel ist.
  6. #6

    Kein Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Umsätze steigen auf ein neues Rekordhoch - dennoch konnten Deutschlands wichtigste Konzerne laut einer Studie kaum neue Jobs schaffen. Hauptgrund sind die Wirtschaftskrise, die allmählich auch Unternehmen in der Bundesrepublik trifft. Auch durch die Energiewende gehen Stellen verloren.

    Dax-Konzerne machen Rekordumsatz, aber schaffen kaum neue Jobs - SPIEGEL ONLINE
    Jammern gehört zum Geschäft, die Unternehmen holen nur das maximale aus den den gegebenen Arbeitsmitteln ( Human Resource) raus. Das einzigst skandalöse ist, das unsere Regierung ( egal welcher Couleur) durch Lobbyismus und eigener Interessen nichts für den Arbeitnehmer macht.
    Mir kommt es so vor, das es bei den Wahlen nur noch darum geht, welche Wirtschaftsvertreter in den Bundestag kommen.
  7. #7

    Gewinne

    Verstehe ich nicht.
    Haben uns die Politiker in der Vergangenheit nicht immer wieder gesagt das Lohnzurückhaltung und niedrige Steuern für Firmen nötig ist um Arbeitsplätze zu schaffen? Das die Firmen die höheren Gewinne investieren werden um Arbeitsplätze zu schaffen???
  8. #8

    Nichts Neues

    Das war auch schon in den 90iger so und ist nichts Neues. Die Großkonzerne werden zwar immer hofiert, aber der Mittelstand erzeugt die Arbeitsplätze.
  9. #9

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Wer hätte das gedacht! Die Unternehmen merken, dass sie mit versteckten Drohungen, die uns die Zeitungen täglich vorbeten, mit einem Minimum an Belegschaft ihr Tagesgeschäft erledigen können. Warum also mehr Leute einstellen als nötig?
    Weil die Unternehmen Geld verdienen möchten, und das ist auch gut so. Wer von einem Unternehmen erwartet, dass es mehr Personal einstellt, als es benötigt, hat die grundlegensten Grundlagen wirtschaftlichen Handelns nicht verstanden!

    In einem anderen Artikel heißt es ja auch:

    Klar würden Millionen Deutsche gerne mehr arbeiten, aber
    1. lohnt es sich wegen absolut überzogenen Sozialabgaben nicht mehr richtig und
    2. kann man diejenigen, die heute keine Arbeit haben (außer durch Krankheit/Behinderung/Alter) einfach nicht gebrauchen. Wenn die einfachsten Qualifikationen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Motivation und Leistungsbereitschaft fehlen, ist da nicht mehr viel zu machen!

    Zu den "Drohungen": wir hören und lesen täglich, wie schnell man aus einer Vollbeschäftigung in ALG II landet. Die Ersparnisse, falls man welche hatte, sind dann hin, etwaige Kredite (z. B. für ein Eigenheim) können nicht mehr bedient werden und man landet schnell bei einer Zeitarbeitsfirma, die meist einem kaum das Gehalt zahlt wie der vorige Arbeitgeber.

    Das sind dann in der Tat bedauerliche Vorfälle. Ein Blick auf den gelebten Lebensstandard hilft bei der Ursachenfindung Wunder: Großes Auto, teure Klamotten, dreimal urlaub imJahr und keinen Heller auf der hohen Kante. Wer 10% seines Nettoverdienstes spart, kennt dieses Problem nicht, zumal er ja 18 Monate Zeit hat, sich eine neue Stelle zu suchen, bevor HartzIV greift. Sollte jeder Mensch sein Leben lang abgesichert sein? Quatsch! Die Verantwortung für sein handeln kann nur jeder Mensch selbst übernehmen.

    Zu kaum einer Zeit gab es insgesamt mehr Privat- und Firmeninsolvenzen wie die letzten Jahre:
    Eine Insolvenz gehört zu unserer sozialen Marktwirtschaft und ist eine Auslese, die zu genau der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit führt, die wir letztendlich alle wollen. Privatinsolvenzen sind ein probates Mittel, um eine Fehlentwicklung im eigenen Leben wieder gerade zu rücken und neu anzufangen. Die Zahl der privatinsolvenzen hat eher etwas mit der Kreditvergabe der banken zu tun, sehr selten nur mit der wirtschaftlichen Lage der Betroffenen.

    Da ist es natürlich selbstverständlich, dass jeder bis zur Aufgabe arbeitet, s.

    Mehr Fehltage bedeutet erstmal nur mehr Fehltage. Dass jeder bis zur Aufgabe arbeitet, halte ich für maßlos überzogen. Zudem darf man nicht vergessen, dass viele Menschen gerade psychisch krank werden, weil sie sich für den ausgeübten Beruf einfach nicht eignen. Da wird dann jede Tätigkeit zur Belastungsprobe. Ansonsten haben wir ein Arbeitsschutzgesetz, welches den abhängig Beschäftigten in watte packt, als wäre jeder durchschnittliche Bundesbürger an der Grenze zur geistigen Behiderung und nicht in der Lage, seine Belastungsgrenze mit dem Vorgesetzten zu erörtern!
    Ergo: trotz sprudelnder Gewinne werden kaum mehr Leute eingestellt!
    Auf Grund der unsäglichen Arbeitsschutzgesetze werden in der tat erst neue Mitarbeiter eingestellt, wenn es gar nicht mehr anders geht. Hintergrund ist die nicht ganz unbegründete Angst, dass man die bei einem sich abschwächenden Markt nicht mehr benötigten Mitarbeiter nicht mehr los wird. Schade!