Stimmt alles. Es stimmt aber auch, dass viele dieser Leute (gerade wenn ich die Stichworte Medienbranche und Brooklyn lese, es geht also nicht um arme McDonalds-Hungerlöhner) keineswegs Pleite gingen, wenn sie sich eine Versicherungspolice kauften. Die Leute haben eben nur eine ganz andere risk aversion, als sich die meisten Deutschen vorstellen können und deshalb annehmen, dass der einzige Grund, warum Leute nicht versichert sind, nur eine absolute Zahlungsunfähigkeit sein kann.
(Selbstverständlich gibt es auch noch sehr viele Amerikaner, die wirklich keine realistische Möglichkeit haben, mit ihrem gegenwärtigen Einkommen eine Krankenversicherungspolice zu bekommen. Das betrifft übrigens nicht die ganz Armen, für die es kostenlose Bundesprogramme gibt, sondern vor allem die working poor in konservativen Bundesstaaten ohne zusätzliche Landesprogramme.)
Nach aktuellem Recht werden diese Probleme übrigens bald Schnee von gestern sein. »ObamaCare« hat die gröbsten Missstände – wie der Versicherungsauschluss für bereits Erkrankte – bereits beseitigt und der Rest wird bis 2014 erledigt.

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