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Deutsche Börse und NYSE Euronext: EU stoppt Mega-Börsenfusion

Die geplante Fusion der Frankfurter und der*New Yorker Börse*ist gescheitert. Die EU-Kommission hat ihr Veto gegen den Zusammenschluss eingelegt:*Ein vereinigtes Unternehmen hätte zu große Marktmacht gehabt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...812679,00.html
  1. #20

    ...

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Welche Übernahme durch die Amerikaner? Lesen Sie mal den Artikel:
    Die einzige deutsche Mehrheit an dieser neuen Börse wäre die Mehrzahl an deutschen Managern im Aufsichtsrat gewesen. An einer Börse haben auch die notierten Unternehmen eine Hand am Ruder. Und das wären nach der Fusion mehrheitlich amerikanische Unternehmen gewesen.

    Zusätzlich ist der größte Anteilseigner der Deutschen Börse schon jetzt das amerikanische Unternehmen Black Rock aus New York.
    Unterm Strich wäre also das einzige deutsche Gegengewicht zum amerkanischen Einfluss in dieser Megabörse, die Überzahl an Stimmberechtigten deutschen Managern im Aufsichtsrat gewesen. Schon das allein hätte also auch mit 60 % Anteil in Frankfurt keine deutsche Dominanz bedeuted sondern bestenfalls ein Gleichgewicht, wenn überhaupt.

    Nun schauen sie sich aber mal die Rahmenbedingungen des geplanten Fusionsvertrages an. Dort stand nämlich drinn das nach den ersten 24 Monaten nach der Fusion, die Anzahl an Deutschen und Amerikanischen Managern in eben diesem Aufsichtsrat ausgeglichen werden sollte.

    Wer hätte also spätestens nach den ersten zwei Jahren den Ton in dieser neuen Börse angegeben ? ;-)
    Nun sollten sie nicht glauben das die Manager der Deutschen Börse blöd gewesen wären und dabei waren sich von dem Amerikanern austricksen zu lassen. Was passieren würde war ja ganz offensichtlich und nicht versteckt.

    Die Manager der Deutschen Börse wussten genau das sie den theoretisch vorhandenen deutschen, nationalen Einfluss an ihrer eigenen Börse damit quasi aufgeben würden.

    Es war ihnen einfach nur völlig egal.

    Die , sowie auch die notierten Unternehmen interessiert nur wie stark ihr Gehalt ,Boni und Handelsgewinne durch den flutschenden Handel einer solchen Fusion gestiegen wäre. Was kümmert die wer den Ton in dieser Börse angibt oder welche Nationalität der hat ?

    Es sind halt Finanzmenschen und somit schonmal sowieso "Weltbürger". Hauptsache Weltbürger mit dicken Konten natürlich. ;-)

    Übertrieben gesagt : Da sind Leute die ihre eigene Großmutter oder das Land Brandenburg an China verscherbeln würden wenn nur gebotene Preis fett gut genug wäre. ;-)
  2. #21

    Total daneben - es lebe London!

    [QUOTE=sysop;9551956]Die geplante Fusion der Frankfurter und der*New Yorker Börse*ist gescheitert. Die EU-Kommission hat ihr Veto gegen den Zusammenschluss eingelegt:*Ein vereinigtes Unternehmen hätte zu große Marktmacht gehabt.

    Danke, liebe EU-Kommission. Vor allem im Namen der Londoner Börse, die ja alle Hebel in Bewegung setzt, damit der weltweite Handel mit Aktien, Derivaten und den anderen Casino-Zocker-Spekulationen die Bankenkrise unbeschadet übersteht. Einenbesseren Job hätten die Engländer auch nicht machen können, Chapeau! Wie zum Hohn sagt dann die Börsentante aus Frankfurt, das ganze sei ein Segen. Frage: Warum hat Frankfurt dann die Fusion gewollt, wenn man in Frankfurt dann über das Scheitern der Fusion so begeistert ist. PS: Macht ja nichts, im Zweifelsfalle wird eine neue Börse in Brüssel oder Paris entstehen, damit die Deutschen auch auf dem Parkett nichts mehr zu sagen haben.
  3. #22

    Korrekturbrille

    Ich sehe nicht, daß es den Medien gelungen wäre, die Hintergründe des Fusionsprojektes sowie die Hintergründe der Wiederstände ausreichend transparent darzustellen.
    Es gibt ein ganzes Bündel unterschiedlicher Interessenfelder und Konfliktebenen.
    Die Frage wäre nun, was die Entscheidung seitens der EU Ebene bedeutet.
    Ein Aspekt dabei dürfte der rein innereuropäische Konflikt um die Bedeutung der konkurrierenden Finanzzentren sein.

    Europa tut sich keienn Gefallen wenn es sich in internen Konkurrenzkämpfen in der Summe schwächt.

    Deutschland ist in Proportion zu seiner Wirtschaftsleistung und Bevölkerungszahl in den EU Entscheidungsprozessen massiv unterrepräsentiert.
    Diese enorme Schieflage mag politisch und mit mediengewaltiger Korrekturbrille verschwimmen, aber die Abstände mit denen die resultierenden Probleme aufpoppen werden kürzer und kürzer werden.
    Die EU Gremien mögen es als ihre große Aufgabe ansehen, die Deckel all dieser Kastenteufel zuzuhalten, festzukleben aber damit werden sie dann die EU insgesamt mehr und mehr schwächen.
  4. #23

    nöö

    ..so manchmal handelt die EU doch richtig.Hier eine Megafusion zu erlauben wäre tödlich gewesen für unsere Finanzwirtschaft.Die Macht des Geldes sollte reduziert werden und nicht gigantisiert und dann noch mit Amerika,...
  5. #24

    New York oder Frankfurt - alles gleich

    Zitat von csar Beitrag anzeigen
    So entkommen sie der Fusion und dem Risiko der europäischen Wählerfangsteuer.
    Nun sind sie frei sich mit asiatischen Konkurrenten zusammen zu tun und Europa als Finanzplatz zu marginalisieren.
    Wir sicher viele hier freuen, dass es dann keine Boni für europäische Banker gibt...
    Es war ein gutes NEIN.
    Wir handeln hier mit einer Initiative der Ausbeutergruppe des 21. Jahrhundert, einer Industrie welche das Weltweite Waehrungssystem beinahe in den Abgrund steuerte, und nur aus reiner Profitgier.
    Dasselbe Motiv treibt diese Fusion. Und um die Boni braucht sich keiner zu sorgen. Die werden bestimmt weiterhin verteilt wie immer.
  6. #25

    Im asiatischen Raum..

    Zitat von Vergil Beitrag anzeigen
    ...
    Die deutsche Börse sollte nicht übernommen werden, sondern hätte 60 Prozent der Anteile gehalten. Sie packt es alleine nicht. Jetzt wird sie sich nach anderen Partnern umsehen, primär im asiatischen Raum. Ob das besser ist, wage ich zu bezweifeln. ...
    Genau dass habe ich auch gedacht.
    Frau Merkel ist ja zur Zeit in China und wirbt für "chinesische Investitionen" in Deutschland.
    Mit anderen Worten, der Ausverkauf kann lustig weitergehen. Bald ist auch die Deutsche Börse dran.
    In SPON wird groß getönt: "..In diesem Bereich kommen die Börsen mit ihren Töchtern Eurex (Deutsche Börse) und Liffe (NYSE Euronext) auf mehr als 90 Prozent Marktanteil."

    Dass es 90% Marktanteil NUR IN EUROPA sind, aber nur ca. 5%-10% weltweit, davon ist natürlich nicht die Rede.
    Übrigens, warum hatte man bei den Fusionen von DASA+Aérospatiale-Matra+CASA zur EADS, keine Einwände???
    EADS ist auch mit Abstand Europas größter Luft/Raumfahrtkonzern, und spielt weltweit eine weit größere Rolle als Börse Frankfurt+NYSE Euronext!

    Gönnte der Herr Joaquín Almunia vielleicht Deutschland diesen Erfolg nicht?
    Man wird es nie erfahren.
  7. #26

    Ressintements

    Zitat von zephyroz Beitrag anzeigen
    Nein, das ist nicht richtig. Die mittelfristige Zukunft sieht so aus, daß die Deutschen in die Hinterhand geraten. Herr Francioni hat sich über den Tisch ziehen lassen.
    Heute die Deutsche Börse und EADS von unseren "Freunden" in der EU ausgebremst. In den letzten Jahren ist jede geplante Fusion eines deutschen Unternehmens mit einem ausländischen Unternehmen, welche eine marktbeherrschende Stellung zur Folge gehabt hätte torpediert worden. Ebenfalls werden alles Mega-Aufträge die an deutsche Konzerne gehen könnten systematisch blockiert. Wer es immer noch nicht verstanden hat sollte langsam aufwachen. Wir haben keine Freunde in Europa. Unsere lieben Partner werden alle vom Neid, der Angst und den ewigen Ressentiments gegen alles Deutsche geleitet.Deutschland ist immer nur dann gern gesehener Gast in Verhandlungsrunden wenn es geschenke mitbringt und den Zahlmeister gibt.Unsere dilletantische Amateurgruppe in Berlin, die sich Bundesregierung nennt gibt dann noch Suppenkasper und freut sich wenn Sarkozy nach Berlin kommt den Diener macht und mit 500 Milliarden-Garantien im Gepäck wieder nach Paris fliegt. Das ist alles nur noch peinlich. Jedes Volk hat die Regierung die es verdient und die Politkasper aus Berlin sind somit genau richtig für das Volk der Duckmäuser und Buckler.
  8. #27

    also

    Zitat von jupiter999 Beitrag anzeigen
    Die Manager der Deutschen Börse wussten genau das sie den theoretisch vorhandenen deutschen, nationalen Einfluss an ihrer eigenen Börse damit quasi aufgeben würden.
    Es war ihnen einfach nur völlig egal.
    Die , sowie auch die......
    Vordergründig gelten angeblich freie Spielregeln freier Märkte, hintergründig sacken die Länder am besten ein, deren Vertreter klammheimlich den stärksten Nationalismus pflegen.

    In diesem Punkt sind Amerikaner, Chinesen, Franzosen und Briten den Deutschen wohl um Größenordnungen überlegen.
  9. #28

    Da

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die geplante Fusion der Frankfurter und der*New Yorker Börse*ist gescheitert. Die EU-Kommission hat ihr Veto gegen den Zusammenschluss eingelegt:*Ein vereinigtes Unternehmen hätte zu große Marktmacht gehabt.

    Deutsche Börse und NYSE Euronext: EU stoppt Mega-Börsenfusion - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    werden die einschlägigen Rechtsanwälte aber zutiefst enttäuscht sein. Die Deutschen wären hier wirklich ein wunderbares Opfer für Klagen aller Art geworden. Aber es wird ja bestimmt noch andere Unbedarfte geben, denen man in Zukunft das Fell über die Ohren ziehen kann.
  10. #29

    Von wegen führender Finanzplatz

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Geht es hier um "europäische" Interessen? Oder geht es hier um den führenden Finanzplatz in Europa? Wenn ich das richtig sehe, wird hier der Finanzplatz Frankfurt, dessen Bedeutung ohnehin recht gering ist im Vergleich zur Wirtschaftskraft Deutschlands, weiter geschwächt. Das war vermutlich auch so gewollt. Die EU trifft keine Entscheidungen, die günstig für Deutschland sind.
    Der führende Finanzplatz Europas ist und bleibt natürlich die City of London. Paris, Amsterdam und Brüssel gehören sowieso jetzt schon zur New York Euronext. Frankfurt bleibt nun isoliert, das ist alles.








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