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Deutsche Börse und NYSE Euronext: Brüssel will Megafusion blockieren
Eine Megafusion steht vor dem Aus. Laut "Financial Times Deutschland" wollen 25 von 27 EU-Kommissaren den Zusammenschluss zwischen Deutscher Börse und New York Stock Exchange abschmettern. Das Votum gilt als Vorentscheidung gegen den Deal.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...811543,00.html
- #1 26.01.2012 11:59 von
Richtig so
Die Amerikaner missbrauchen heute S&P, Moodys & Co. als wirtschaftspolitisches Machtinstrument und würden es morgen mit der Deutschen Börse machen.
Das könnte bis zur Drohung eines Delistings gehen wenn man die SEC nicht als Herr und Meister anerkennt. In diesem Fall würden Heerscharen schmieriger US "Anwälte" und "Compliance Officer" über Europas Unternehmen herfallen.
Schon heute presst die SEC Siemens mit fandenscheinigen Argumenten Milliarden ab, ein Schicksal das Europas Industrie als Ganzes drohen könnte.
Deswegen ist ein nein zur Übernahme der Deutschen Börse AG durch die Amerikaner ein ja zur wirtschaftspolitischen Unabhängigkeit Europas und seinem Wohlstand. - #2 26.01.2012 12:25 von
Eine sehr wichtige Entscheidung!
Die zuständigen Behörden auf europäischer Ebene durften auf keinen Fall einer Fusion der Deutschen Börse mit NYSE Euronext zustimmen. Die Deutsche Börse ist ein Stück nationaler Infrastruktur. Ein leistungsfähiger und liquider Finanzplatz sichert der deutschen Industrie den dauerhaften und reibungslosen Zugang zum Kapitalmarkt. Kein deutscher Konzernchef, kein deutscher Unternehmer will sich in die Abhängigkeit eines Finanzkonzerns begeben, dessen Kreditentscheidungen in New York oder London gefällt werden. Genauso wenig will er auf die direkte Ansprache der heimischen Investoren verzichten, oder sich den Regeln der US-Kapitalmärkte unterwerfen.
Die NYSE Euronext, die als amerikanisch-europäisches Unternehmen 2006 entstand, befindet sich fest in US-amerikanischer Hand. Der Umstand, dass sich die Deutsche Börse schon heute zu mehr als 30 Prozent in US-amerikanischer Hand befindet, führt dazu, dass die künftige Gesellschaft tatsächlich zu beinahe 60 Prozent von Amerikanern beherrscht wird. Quelle: Dax-Geflüster: Scheitert*Francioni, gewinnt Frankfurt - manager-magazin.de - Unternehmen (11-12-18)
Bei der geplanten Fusion wäre die Machtstruktur eindeutig auf den Seiten der US-Amerikaner. Diese für Deutschland ungünstigen Machtverhältnisse würden bei einer Fusion unwiderruflich zementiert. Die Einflussnahme einer fremden Gruppe über den Kapitalmarkt in Deutschland wäre endgültig. Diese Konzentration der Machtverhältnisse liegt nicht im Interesse der deutschen Unternehmer, der Mitarbeiter der Börse, der Realwirtschaft und schon gar nicht im Interesse aller zukünftigen Generationen.
Es kann nicht sein, dass für den kurzfristigen Gewinn einer kleinen Gruppe von Aktionären, die Zukunft und die Perspektiven der zukünftigen Generationen vergeben werden!
Die Folgen der Übernahme der Pariser Börse von NYSE Euronext sind gravierend und dürften als abschreckendes Beispiel dienen. Die ursprünglich vereinbarte Fusion unter Gleichen endete zielsicher in US-amerikanischer Dominanz - #3 26.01.2012 14:00 von
- #4 26.01.2012 16:32 von
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