Forum


 

Deutsche in Barcelona: Wohlfühl-Migranten in der Existenzkrise

SPIEGEL ONLINESo hip, so kreativ: Während des Booms zogen viele Deutsche in die Trend-Metropole Barcelona, um sich selbst zu verwirklichen. Dann stürzte die spanische Wirtschaft ab - und für die Zugewanderten steht plötzlich viel auf dem Spiel.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...816386,00.html
  1. #50

    klasse

    Zitat von hartholz365 Beitrag anzeigen
    Was ist denn an dieser Stadt so toll?
    Für mich ist es ein stinkendes Dreckloch. Der 'Strand' mit dem tollen Klärwasser vor der Haustür ist unbenutzbar. In der ganzen Altstadt stinkts nach Pisse wenn es länger nicht regnete aber Hauptsache schöne alte Häuse zum anschauen - toll!
    Das.....
    Ihr text sollte in Lonley Planet stehen als Fussnote wenn es um Barcelona geht.....danke fuer diesen Text musste sehr lachen.

    Und bestaetigen kann ich es auch...
  2. #51

    Zitat von stampler2 Beitrag anzeigen
    warum ziehst du nicht einfach ins englischsprachige ausland? da du nur mit englischen simplen platitüden um dich wirfst, wirst du dort allerdings auch scheitern. einfach nur peinlich, dein beitrag.
    zum thema steuern: ja, da gebe ich meinem vorredner recht.
    ..
    Na ja, in London war auch auch zwei Jahre. Man braucht eben den Rund-
    umblick. Waren sie auch in Euro UK oder US?
  3. #52

    Jeder hat ja immer seine eigenen Eindrücke, kann dies alles aber
    echt bestätigen. Von ihnen hier noch etwas klarer ausgedrückt.
    Vielleicht könnte man ergänzen, "kiffen" schien ein Thema weil
    dann einfach ..eeeeinfach niiiichts meeeehr richtig passiert :-)

    Zitat von hartholz365 Beitrag anzeigen
    Was ist denn an dieser Stadt so toll?
    Für mich ist es ein stinkendes Dreckloch. Der 'Strand' mit dem tollen Klärwasser vor der Haustür ist unbenutzbar. In der ganzen Altstadt.....
  4. #53

    Zitat von Nonvaio01 Beitrag anzeigen
    Ihr text sollte in Lonley Planet stehen als Fussnote wenn es um Barcelona geht.....danke fuer diesen Text musste sehr lachen.

    Und bestaetigen kann ich es auch...
    ..auch ich bestätige schmunzelnd :-)
  5. #54

    Zitat von Kognitor Beitrag anzeigen
    Oh Mann, ich lach mich schlapp. :-))) Ich seh grad vor mir so einen verdorrten Leistungsjunkie, der stramm und mit gerümpfter Nase durch Barcelona stapft, und voller Ekel und Verachtung auf die ganzen "talentlos-faulen" Menschen mit "Scheisse in der Birne" schaut. Göttlich. Wie kann man nur dermaßen frustriertes und hasserfülltes Zeug von sich geben? Wie kommt man darauf, sich dazu berufen zu fühlen, das Leben anderer (glücklicher) Menschen zu beurteilen? Was an Barcelona toll ist? Rate mal!
    In Barcelona stinkt es in den älteren Stadteilen und vor allem wimmelt
    vor Ungeziefer. Die City ist von Bergen umgeben, die Stadt platzt aus
    allen Nähten und kann nicht wachsen. Der nahe Strand ist nicht schön,
    aber Sonne und Meerluft gibt es natürlich. Ausserdem gibt es auch
    nette Spanier bzw. stolze Katalanen. Ich habe von den Einheimischen
    nur nette Leute kennen gelernt. Total daneben sind Euro Einwander,
    die denken sie müssten genau hier cool sein und die Sau rauslassen.
  6. #55

    Wow!

    Zitat von tinabecker Beitrag anzeigen
    In Barcelona stinkt es in den älteren Stadteilen und vor allem wimmelt
    vor Ungeziefer. Die City ist von Bergen umgeben, die Stadt platzt aus
    allen Nähten und kann nicht wachsen. Der nahe Strand ist nicht schön,
    aber Sonne und Meerluft gibt es natürlich. Ausserdem gibt es auch
    nette Spanier bzw. stolze Katalanen. Ich habe von den Einheimischen
    nur nette Leute kennen gelernt. Total daneben sind Euro Einwander,
    die denken sie müssten genau hier cool sein und die Sau rauslassen.
    Frau Becker , du wirst mir sympathisch.
    Genauso ist es.
    Wie konnte ich dich nur verkennen?
    Verzeih bitte, sweetheart...
  7. #56

    Mitfühl- statt Wohlfühl-Migranten

    Was libarz schreibt, kann ich nur unterstreichen. Der Artikel hinterlässt den Eindruck, als ob es sich bei den Migranten um Party-Mäuse handelt, die in der "coolen" mediteranen Boom-Stadt Barcelona hängen geblieben sind, und dann mal eben das nötige Kleingeld hatten, um eine Firma zu gründen, deren Kasse sich automatisch füllte.

    Es ist nicht die Rede von den vielen Ausländern, die aus unterschiedlichsten Gründen nach Katalonien gekommen sind und sich erstmal mit gleich hohen Lebenshaltungskosten wie in Deutschlands Groβstädten konfrontiert sahen (nur Milchkaffee trinken, Schuhe kaufen und öffentliche Verkehrsmittel nutzen war billiger - zugegeben die Perspektive einer Frau ;-), bei einem Einkommen, das in Nordeuropa etwa einem guten Praktikantengehalt entsprach.

    Wo ist der Artikel über die Freude der Katalanen, wenn ihre Kultur und Sprache wie bei der Buchmesse internationale Anerkennung findet und nicht, wie in letzter Zeit immer häufiger im Inland Kritik erntet bis hin zu Vorwürfen, dass sie das Kastilisch nicht richtig beherrschen. Ich bin jedenfalls noch nie einem Katalanen begegnet, der kein gutes Spanisch spricht, eher sind Rechtschreibfehler im Katalanisch an der Tagesordnung.

    Es ist nicht die Rede von dem Einfühlungsvermögen, das man braucht, um über Themen wie Vergangenheitsbewältigung zu sprechen, die grade nach der Amtsenthebung des Richters Garzón aktuell sind. Er wollte damit endlich auf richterlichem Weg beginnen, wurde aber zu unbequem, als er auch noch parallel versuchte, einen der gröβten Korruptionsskandale namens „Gürtel“ aufzudecken. Auch ist es nicht einfach, über den deutschen Atomausstieg zu sprechen, während hier die gerade verlängerte Laufzeit von einem 1971 gebauten Kernkraftwerk baugleichen Reaktortyps wie Fukushima im nordspanischen Garoña kaum Resonanz in der Presse fand.

    Die ausländische Presse hat schon viel bewegt in Spanien, wo ich manchmal die Recherchefreude deutscher Journalisten vermisse. Viele Themen bleiben im Verborgenen und werden auch nach erstem öffentlichen Empören ungern wieder aufgewärmt, das gehört zum guten Ton. Zumindest ist das mein persönlicher Eindruck nach über 7 Jahren im Land. Von daher hoffe ich, dass grade der Spiegel da nicht nachlässt und öfter mal persönlich nachhakt und -fragt. Was ist zum Beispiel aus Fèlix Millet und dem Korruptionsskandal zum Palau de la Música geworden?


    Zitat von libarz Beitrag anzeigen
    Wann wird sich der Spiegel mal entscheiden, einen richtigen Artikel über Spanien zu schreiben? Nicht vor langer Zeit gab es im Spiegel einen Artikel über einen schwerverletzten Stierkämpfer.
    Könnten sie mal sich endlich, von Sangria, Flamenco, Toros, Siesta, Party verabschieden?
    Wissen sie das man in Spanien vier Sprachen spricht?
    Das es ein Vielvölkerstaat ist?
    Das ein Richter vor Gericht steht weil er die Massengräber vom Bürgerkrieg ausheben wollte?

    Das die Volkspartei eine starke Rezentraliesierung durchführt, und der Rahmen der "Transición" sprengt?
    Andere Themen: Katalonien, Baskenland,AVE (TGV), Krise der Monarchie....
    Und bitte, tippen sie nicht die Madrider Zeitungen nach. Machen sie sich auf die Socken= vor Ort recherchieren.
    Der Artikel an sich, plakativ, dünn,schwach
  8. #57

    Zitat von schnubbi79 Beitrag anzeigen
    Naja, Informatiker wird's unter den Expats auch geben.
    Ja. Und im Gegensatz zu Deutschland ist es hier viel einfacher, sich fuer einen Informatik-Job zu bewerben. Keiner hat mir Zeugnisse verlangt, das Unidiplom wurde mir nur einmal verlangt bei ungefaehr 20 Vorstellungsgespraechen. Und das Verhaeltnis Bewerbung - Vorstellungsgespraech lag zirka bei 3 zu 1. Ich konnte relativ schnell einen Job finden, obwohl ich Auslaenderin bin und am Anfang auch die Sprache nicht richtig verstand, dafuer aber relativ gute technische Kenntnisse hatte bzw. habe. Zu den ersten Gespraechen ging ich sogar mit dem Woerterbuch in der Tasche.
    Und die Stadt ist nicht nur Hype. Es ist eine schoene, lebendige Grossstadt mit jungen und weltoffenen Einwohnern. Ich fuehle mich hier zu Hause und bereue es gar nicht, Deutschland verlassen zu haben.
  9. #58

    Zitat von gkbcn Beitrag anzeigen
    Dann gibt es aber noch die immer stärkere Tendenz zum Katalanismus, der vieles in der Stadt verändert hat. Ich fühle mich fast mehr als Fremder jetzt als vor 5 Jahren, und habe dementsprechend meinen Freundeskreis geändert. ich verstehe mich mittlerweile als Bürger Europas, alles andere ist mir zu klein gedacht. Ich bin damals nach Barcelona als Stadt innerhalb von Spanien gekommen, jetzt ist es mehr und mehr ein Teil Kataluniens.
    Ich habe auch mal in Barcelona gewohnt. Der katalanische Nationalismus nervt total. Viele tragen ihn wie eine Ideologie vor sich rum, und immer mit erhobenem Zeigefinger. Und dann diese Aversion gegen Spanien, über 30 Jahre nach Franco - und das, obwohl in keinem Land der Welt die Minderheiten mehr Rechte haben als in Spanien.

    Ich weiß von einem deutschen Unternehmen, dass eine Filiale in Barcelona aufmachen wollte und damit Arbeitsplätze geschaffen hätte. Da sie aber gezwungen worden wären, all ihre Kommunikation auf Katalanisch zu betreiben, obwohl jeder in Barcelona Spanisch spricht, haben sie im Endeffekt darauf verzichtet.

    Aber sowas bekommen natürlich manche "hippe" Ausländer nicht mit, wenn sie sich immer nur auf Englisch unterhalten, wie hier eine Foristin berichtete.
  10. #59

    Zitat von huelin Beitrag anzeigen
    Ich habe auch mal in Barcelona gewohnt. Der katalanische Nationalismus nervt total. Viele tragen ihn wie eine Ideologie vor sich rum, und immer mit erhobenem Zeigefinger...
    Stimmt genau, ich habe kein eigentliches problem mit Katalan, verstehe es, habe in meinem Büro 4 katalanische Mitarbeiter, mein Büropartner ist es auch, ich spreche auc die ganze Zeit Englisch, Französisch und Deutsch. Aber es ist die Stimmung die sich hier verändert hat mit der ganzen "positivien Diskriminierung" des Castellanos, auf jeden Fall wird es so hier bezeichnet(!). Und für Firmen ist es wirklich ein Chaos, Theater gibt es auch fast nur noch in Katalan, etc... Man stelle sich vor auf einmal müssen alle Kölsch reden und schreiben, alle Kinder nur noch Kölsch in der Schule haben weil sonst die lokale Kultur stirbt. Weiss nicht, die deutsche Sprachreform hat noch keinen Dialekt in Deutschland gekillt und Bayern ist immer noch Bayern, und Hamburg ist immer noch Hamburg. Die Leute sind alle sehr nett und offen, auf jeden Fall bis es zur Heirat kommt, dann wird zuhause gegessen! ...Ein schweres Thema, bei dem es kein Richtig und kein Falsch gibt.


TOP



TOP