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Deutsche Bank: Ackermann verpasst eigenes Renditeziel

Josef Ackermann verabschiedet sich mit ordentlichen, aber keineswegs berauschenden Zahlen. Auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz als Deutsche-Bank-Chef präsentiert er einen Gewinn von 4,3 Milliarden Euro - weniger als erwartet. Börsenhändler reagierten enttäuscht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...812838,00.html
  1. #10

    Das Paradies erwartet uns erst nach dem Ableben. Vielleicht!

    Zitat von defycgn Beitrag anzeigen
    4,3 Milliarden. Ordentlich aber nicht berauschend.
    o.O Ich glaub hier haben ein paar Leute wirklich jedweden Realitätsbezug verloren.
    1. 4,3 Milliarden ist gigantisch viel Geld dafür dass es die Deutsche Bank ohne etwas zu....
    Entweder sitzen Sie mit Ihrem Laptop in einem Gefängnis oder einem Kloster. Absolut weltfremd, was Sie da fabrizieren!
  2. #11

    Entwicklungsshilfe für Asien

    Zitat von fprester Beitrag anzeigen
    Die Zeiten der exorbitanten Gewinne (und Boni) dürften generell vorbei sein. Diese resultierten ja hautsächlich aus den Investmentbanktätigkeiten, die auf dem absteigenden Ast sind (durch staatliche Massnahmen). Das "normale" Bankgeschäft erbringt keine derart hohen Gewinne. Wenn wieder normale Massstäbe einkehren, werden 4.3 Mrd. Euro Gewinn in Zukunft wohl als sehr gut eingestuft werden. Die Enttäuschung über "nur" 4.3 Mrd. Gewinn dürfte also auf verrutschten Massstäbe beruhen.
    Eine solche Denke wie Ihre wird dazu führen, daß die Deutsche Bank irgendwann nur noch eine Filiale einer asiatischen Großbank sein wird.
    An dem absteigenden Ast europäischer Großbanken sägen auch noch "Entwicklungshelfer" wie sie:

    "Die Bank of China, eine der vier größten staatlichen Banken des Landes, hat im 3.Quartal 2011 eine Gewinnsteigerung von 21,5 Prozent auf 96,3 Milliarden Yuan (rund 10,9 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahr verbucht."(Handelsblatt)
  3. #12

    Na ja....

    Zitat von defycgn Beitrag anzeigen
    Ich glaub hier haben ein paar Leute wirklich jedweden Realitätsbezug verloren.
    Das kommt darauf an, wer was als Realität definiert. Für den durchschnittlichen Luftgeldaufschäumer ist die angekündigte Wettertragsquote von Ackermann so real wie für normale Menschen das Brötchen, das morgens auf dem Tisch liegt. Der angekündigte Wettertrag wird doch schon wieder in weiteren Luftgeldschaum umgesetzt, bevor überhaupt ein Ergebnis vorliegt, und dann tuts echt weh, wenn die Wette noch nicht mal die Hälfte abliefert.

    Zitat von defycgn Beitrag anzeigen
    2. Wen interessieren Börsenhändler? Spekulation ist so überflüssig wie ein Kropf und wie es Börsenhändlern geht interessiert mich mal sowas von überhaupt nicht in den Zeiten in denen wir Leben.
    Die würden mir auch völlig am Achterdeck vorbeigehen, wenn der Luftgeldschaum nicht andauernd die Realwirtschaft vollsabbern würde.

    Zitat von defycgn Beitrag anzeigen
    3. Dass es für Unternehmen nicht ausreicht einfach "nur" Gewinn zu machen, alle Rechnungen und Angestellte bezahlen zu können und ein gutes Produkt herzustellen sondern dass die Zahlen von Quartal zu Quartal auch noch immer weiter steigen müssen, ist eine Perversität sondergleichen und führt die gesamte Gesellschaft immer weiter Richtung Abgrund.
    Wenn die Gewinne_immer_gemacht werden müssten, wäre es irgendwie nachvollziehbar. Wenn die Gewinnquote jedes Jahr_steigen_ müsste, wäre es einfach nur ziemlich krank. Dazu aber muss man ja auch noch eine exakte Wettquote vorhersagen, um wieviel genau die eigenen Gewinne mindestens steigen werden und diese Trauben auch noch möglichst hoch hängen. DAS nenne ich dann pervers. Diese Geister aber werden wir nicht mehr los, auch wenn sogar alle Luftschaumschläger das wollten. Das hieße nämlich: erstmal mindestens Stillstand, eher Schrumpfung. Und das ist im System schlichtweg nicht vorgesehen. Ohne den großen Bums wird das wohl nicht funktionieren.
  4. #13

    Immer...

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Eine solche Denke wie Ihre wird dazu führen, daß die Deutsche Bank irgendwann nur noch eine Filiale einer asiatischen Großbank sein wird.
    An dem absteigenden Ast europäischer Großbanken sägen auch noch "Entwicklungshelfer" wie sie:

    "Die Bank of China, eine der vier größten staatlichen Banken des Landes, hat im 3.Quartal 2011 eine Gewinnsteigerung von 21,5 Prozent auf 96,3 Milliarden Yuan (rund 10,9 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahr verbucht."(Handelsblatt)
    Immer höher, immer weiter, immer mehr!
    In der Wirtschaft, in der Finanzwelt, im Sport usw.
    Nur etwas weniger, ist manchmal mehr für ALLE.
    Leider wird dieses KEINER bedenken.
  5. #14

    Unfassbar

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen
    mal sehn, wer sich diesmal die Zeit nimmt, zu erklären was eine Eigenkapitalrendite ist. Ich wette, daß es schon in der nächsten Stunde nötig sein wird.
    Ich weiß sehr wohl, was eine Eigenkapitalrendite ist. Es ändert bloß nichts daran, dass man ein sehr gestörter Mensch sein muss, wenn man von "nur" 4,3 Mrd. € Gewinn spricht. Der Finanzsektor hat jeglichen Bezug zur Realität verloren, zur Privatwirschaft und zur Bevölkerung.
  6. #15

    Aha....

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Eine solche Denke wie Ihre wird dazu führen, daß die Deutsche Bank irgendwann nur noch eine Filiale einer asiatischen Großbank sein wird.
    Na und? Wen juckt das?

    Müssen dann die Herren in Nadelstreifen von ihrem Prosecco-Balkönchen herabsteigen und sich produktiv an der Wertschöpfung beteiligen?
    Soll mir recht sein.
  7. #16

    Verlust im letzten Quartal.....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Josef Ackermann verabschiedet sich mit ordentlichen, aber keineswegs berauschenden Zahlen. Auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz als Deutsche-Bank-Chef präsentiert er einen Gewinn von 4,3 Milliarden Euro - weniger als erwartet. Börsenhändler reagierten enttäuscht.

    Deutsche Bank: Ackermann verpasst eigenes Gewinnziel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    wegen rückläufiger Anleihegeschäfte, so, so...

    Da hat sich der Tender der EZB aus Dezember noch nicht niedergeschlagen und es wird der Bank sicher wieder sehr gut gehen, wenn Ende des Monats wieder ganz billiges Geld, soviel man will für 3 Jahre an die Banken ausgegeben wird- also brauchen wir jetzt noch nicht zu sammeln für den Verein, zahlen müssen wir sowieso-

    dazu ein guter Gastbeitrag gestern in der Sueddeutschen

    Bankenrettung - Undemokratisch, ungerecht, unsichtbar - Wirtschaft - sueddeutsche.de
  8. #17

    ...

    Drücken die Zahlen im Artikel aus, dass die Deutsche Bank 1.100 Mio € oder 20 % Steuern auf den Gewinn gezahlt hat?
    Zum Vergleich: 20 % zahlt ein Ehepaar mit 65.000 € Jahreseinkommen.
    Wenn dann noch bedacht wird, dass viele ausscheidende Mitarbeiter Ihren Wohnsitz ins Ausland, z.B. Schweiz, verlegen und Ihre Boni u.a. dort versteuern, scheint mir der Gewinn für die Allgemeinheit gering angesichts der Macht und Mitgestaltung der Bank am politischen Leben.
  9. #18

    Tollhaus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Josef Ackermann verabschiedet sich mit ordentlichen, aber keineswegs berauschenden Zahlen. Auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz als Deutsche-Bank-Chef präsentiert er einen Gewinn von 4,3 Milliarden Euro - weniger als erwartet. Börsenhändler reagierten enttäuscht.

    Deutsche Bank: Ackermann verpasst eigenes Gewinnziel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Angesichts der gigantischen Volumina der Rettungsschirme und EZB-Billiggelder verschieben sich die Relationen. Da sind dann 4,3 Milliarden Euro Gewinn plötzlich "enttäuschend". Das Finnz-Casino ist zum Tollhaus geworden.
  10. #19

    Zitat von defycgn Beitrag anzeigen
    4,3 Milliarden. Ordentlich aber nicht berauschend.

    o.O Ich glaub hier haben ein paar Leute wirklich jedweden Realitätsbezug verloren.

    1. 4,3 Milliarden ....
    1) Zum einen ist das im internationalen Vergleich eher wenig - die Deutsche Bank rangiert in Europa auf Rang 10 - zum anderen erwartet jeder Anleger eine Rendite die dem eingegangen Risiko entspricht. Das würden Sie auch von jedem Fremden erwarten dem Sie Geld leihen.
    2) Die Deutsche Bank hat mehr als 100.000 Mitarbeiter von denen sicherlich viele für ihr Geld hart arbeiten müssen und von denen die wenigsten zu den Börsenhändlern zählen. Ich finde es ziemlich unfair alle für Fehler einzelner Mitarbeiter verantworlich zu machen.

    3) Mit dieser Einstelllung haben sich Griechenland und Portugal in die industrielle Bedeutungslosigkeit katapultiert und müssen auf Jahre von jenen Staaten alimentiert werden, die dank von Unternehmen die Gewinne machen, noch Steuereinnahmen haben.

    Übrigens: Der Gewinn von Apple lag im letzten Quartal bei 13 Mrd. Dollar. Warum fragt hier bei Margen von weit über 30% niemand ob es für Unternehmen nicht ausreicht einfach "nur" Gewinn zu machen...


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