Josef Ackermann verabschiedet sich mit ordentlichen, aber keineswegs berauschenden Zahlen. Auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz als Deutsche-Bank-Chef präsentiert er einen Gewinn von 4,3 Milliarden Euro - weniger als erwartet. Börsenhändler reagierten enttäuscht.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...812838,00.html
Eine solche Denke wie Ihre wird dazu führen, daß die Deutsche Bank irgendwann nur noch eine Filiale einer asiatischen Großbank sein wird.
An dem absteigenden Ast europäischer Großbanken sägen auch noch "Entwicklungshelfer" wie sie:
"Die Bank of China, eine der vier größten staatlichen Banken des Landes, hat im 3.Quartal 2011 eine Gewinnsteigerung von 21,5 Prozent auf 96,3 Milliarden Yuan (rund 10,9 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahr verbucht."(Handelsblatt)
Das kommt darauf an, wer was als Realität definiert. Für den durchschnittlichen Luftgeldaufschäumer ist die angekündigte Wettertragsquote von Ackermann so real wie für normale Menschen das Brötchen, das morgens auf dem Tisch liegt. Der angekündigte Wettertrag wird doch schon wieder in weiteren Luftgeldschaum umgesetzt, bevor überhaupt ein Ergebnis vorliegt, und dann tuts echt weh, wenn die Wette noch nicht mal die Hälfte abliefert.
Die würden mir auch völlig am Achterdeck vorbeigehen, wenn der Luftgeldschaum nicht andauernd die Realwirtschaft vollsabbern würde.
Wenn die Gewinne_immer_gemacht werden müssten, wäre es irgendwie nachvollziehbar. Wenn die Gewinnquote jedes Jahr_steigen_ müsste, wäre es einfach nur ziemlich krank. Dazu aber muss man ja auch noch eine exakte Wettquote vorhersagen, um wieviel genau die eigenen Gewinne mindestens steigen werden und diese Trauben auch noch möglichst hoch hängen. DAS nenne ich dann pervers. Diese Geister aber werden wir nicht mehr los, auch wenn sogar alle Luftschaumschläger das wollten. Das hieße nämlich: erstmal mindestens Stillstand, eher Schrumpfung. Und das ist im System schlichtweg nicht vorgesehen. Ohne den großen Bums wird das wohl nicht funktionieren.
wegen rückläufiger Anleihegeschäfte, so, so...
Da hat sich der Tender der EZB aus Dezember noch nicht niedergeschlagen und es wird der Bank sicher wieder sehr gut gehen, wenn Ende des Monats wieder ganz billiges Geld, soviel man will für 3 Jahre an die Banken ausgegeben wird- also brauchen wir jetzt noch nicht zu sammeln für den Verein, zahlen müssen wir sowieso-
dazu ein guter Gastbeitrag gestern in der Sueddeutschen
Bankenrettung - Undemokratisch, ungerecht, unsichtbar - Wirtschaft - sueddeutsche.de
Drücken die Zahlen im Artikel aus, dass die Deutsche Bank 1.100 Mio € oder 20 % Steuern auf den Gewinn gezahlt hat?
Zum Vergleich: 20 % zahlt ein Ehepaar mit 65.000 € Jahreseinkommen.
Wenn dann noch bedacht wird, dass viele ausscheidende Mitarbeiter Ihren Wohnsitz ins Ausland, z.B. Schweiz, verlegen und Ihre Boni u.a. dort versteuern, scheint mir der Gewinn für die Allgemeinheit gering angesichts der Macht und Mitgestaltung der Bank am politischen Leben.
1) Zum einen ist das im internationalen Vergleich eher wenig - die Deutsche Bank rangiert in Europa auf Rang 10 - zum anderen erwartet jeder Anleger eine Rendite die dem eingegangen Risiko entspricht. Das würden Sie auch von jedem Fremden erwarten dem Sie Geld leihen.
2) Die Deutsche Bank hat mehr als 100.000 Mitarbeiter von denen sicherlich viele für ihr Geld hart arbeiten müssen und von denen die wenigsten zu den Börsenhändlern zählen. Ich finde es ziemlich unfair alle für Fehler einzelner Mitarbeiter verantworlich zu machen.
3) Mit dieser Einstelllung haben sich Griechenland und Portugal in die industrielle Bedeutungslosigkeit katapultiert und müssen auf Jahre von jenen Staaten alimentiert werden, die dank von Unternehmen die Gewinne machen, noch Steuereinnahmen haben.
Übrigens: Der Gewinn von Apple lag im letzten Quartal bei 13 Mrd. Dollar. Warum fragt hier bei Margen von weit über 30% niemand ob es für Unternehmen nicht ausreicht einfach "nur" Gewinn zu machen...