AFPHeißes Wochenende auf Schienen: Die Rekordtemperaturen haben erneut für Schwierigkeiten in den Zügen der Deutschen Bahn gesorgt. Klimaanlagen fielen aus, Fahrten wurden gestrichen. Das Unternehmen verspricht Entschädigung.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...850974,00.html
Früher gab's in den Zügen gar keine Klimaanlage, da hat man einfach die Fenster aufgemacht, fertig. Könnte man heute auch machen. Müsste man halt etwas langsamer fahren und kann nicht mehr mit 300 Sachen in die Tunnel knallen. Besser als Totalausfall.
Je mehr Technik wir haben, umso mehr geht kaputt. Sitz im Auto verstellen: Früher kein Problem mit drei Hebeln. Heute hat man da gefühlte 20 Elektromotoren, da geht immer was kaputt.
Wenn ich eine Reise in einem ICE buche erwarte ich aber auch in angemesser Geschwindigkeit mein Ziel zu erreichen. Ansonsten würde ich von vornerein einen "Bummelzug" nutzen...
Bei einer guten und regelmäßigen Wartung sowie einer ordentlichen Qualität der eingesetzten Technik sollte sich das Ausfallrisiko in Grenzen halten. Und auch ein einfacher Hebel hält unter Umständen nicht wirklich ewig...
Früher, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, saß man bei Flügen in einem Propellerflugzeug und brauchte da auch keine Klimaanlage, weil der Luftzug kühlte. Allerdings kam man natürlich sehr viel später am Ziel an als mit heutigen Strahltriebwerken. Das ist ja auch Sinn des ICE: in möglichst kurzer Zeit am Ziel ankommen (ICE=Intercity-Express).
Diese Phrase hört man oft. Tatsache ist jedoch, dass Defekte an Kfz in den letzten 20 Jahren in der Summe zurückgegangen sind. Gab es früher eher mechanische Probleme, sind es heute eher elektronische/elektrotechnische Probleme.
Wie oft sah man früher und heute ein Auto am Wegesrand mit offener Motorhaube stehen? Berücksichtigt man dann noch, dass heute viel mehr Verkehr auf den Straßen ist, ist die Zahl der Defekte auch gefühlt zurückgegangen.
Bei der Klimatisierung von Zügen ist alles eine Sache der Anforderungsliste, die Bestandteil eines Lastenheftes ist. Sind dort Faktoren angegeben, die die Beschaffung preiswert machen und gleichzeitig nur von Durchschnittswetter ausgeht, darf man sich nicht wundern, wenn die Klimatisierung bei exotischem Wetter spinnt. Wann hört oder liest man beispielsweise von einem Flugzeug, bei dem die Klimatisierung ausfällt? Richtig, da ist man bei der Auslegung nämlich sehr viel großzügiger.
Das hat nichts mit unfähigen Ingenieuren zu tun.
Geliefert wurde, was bestellt wurde.
Die DB hat offenbar am falschen Ende gespart und billigend in Kauf genommen, dass die Klimaanlage bei großer Hitze ausfällt.
Die Lieferfirma kann doch nicht einfach auf eigene Kosten eine teuere und leistungsfähigere Klimaanlage in die Züge einbauen.