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Deutsche Bahn: Kartellamt prüft Hamburger S-Bahn-Deal

DPADie Deutsche Bahn bangt um einen milliardenschweren Auftrag im Hamburger Nahverkehr. Die private Konkurrenz sieht sich ausgebootet und hat das Bundeskartellamt eingeschaltet. Ein ähnlicher Deal in Sachsen-Anhalt gerät ebenfalls in den Fokus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...816376,00.html
  1. #10

    ...

    Zitat von keinschwabe Beitrag anzeigen
    Wenn die Bahn in Hamburg den Zuschlag bekommen wird, können wir uns in zehn Jahren nochmal unterhalten.
    Die DB betreibt die S-Bahnen in Hamburg schon seit xx?? Jahren. Im Gegensatz zu Berlin gibt es hier keine großen Probleme.

    Da braucht man nicht 10 Jahre zu warten und kann über den heutigen Zustand sprechen.
    Ich denke Berlin und Hamburg sind auch schwer zu vergleichen, da der Investionsbedarf in Berlin auf Grund der Teilung wesentlich höher war und ist.
    In Hambug konnte hingegen kontinuirlich investiert werden. Das Berliner Streckennetz kommt mir teilweise sehr veraltet vor
  2. #11

    Hm

    Zitat von parabel Beitrag anzeigen
    ... .Zudem sind die S-Bahnzüge teure Spezialanfertigungen, das kann sich für einen Wettbewerber niemals rechnen. ...
    Also international kriegen Sie S-Bahnen in beliebiger Stückzahl "von der Stange" (z.B. von Alstom, Bombardier, Siemens). Es ist nur so, dass wir in Deutschland das Monstrum Eisenbahnbundesamt haben was ständig neue Anforderungen stellt, so dass niemand weiß was er heute bauen muss um morgen eine Zulassung zu kriegen. Insofern sind diese teuren Sonderlocken ein rein deutsches Phänomen.
  3. #12

    Nicht privatisieren...

    Zitat von Luscinia007 Beitrag anzeigen
    Das liegt nicht daran, dass ein Noch-Staatsunternehmen die Berliner S-Bahn bewirtschaftet, sondern daran, dass die Bahn als zu privatisierendes Unternehmen wie alle anderen Privatunternehmen gehalten ist, Gewinn auf Kosten von Personal und Kunden zu .....
    "Das liegt nicht daran, dass ein Noch-Staatsunternehmen die Berliner S-Bahn bewirtschaftet, sondern daran, dass die Bahn als zu privatisierendes Unternehmen wie alle anderen Privatunternehmen gehalten ist, Gewinn auf Kosten von Personal und Kunden zu machen."

    Richtig! Seit 2005 wurde unsere S-Bahn in Berlin durch Mehdorn heruntergewirtschaftet (siehe oben) um an die Börse zu gehen. Noch nicht mal als die S-Bahn im Besitz von Ostberlin war, gab es diese radikalen Ausfälle und die hatten noch die alten Kisten von 1928 und die Olympia-Baureihe von 1936. Und die fuhren alle pünktlich, ob Schnee oder Eis - sie fuhren! Die neuen (angeblich modernen) Züge fallen bei jedem Wetterumschwung im Winter aus (General Winter ist ja da Schuld), weil bei Abnahme der S-Sahnzüge geschlammt wurde. Die Hamburger S-Bahn hat einfache, dafür zuverlässige Züge und die fahren, fahren bei jedem Wetter zuverlässig und pünktlich. Scheint ja in Hamburg mit den einfachen Zügen (gegenüber den aufgemotzten in Berlin) gut zu funktionieren. Aber ob die Privaten es besser können möchte ich bezweifeln. Ich wäre da in Berlin z.B. dadür, daß die BVG z.B. eventuell die S-bahn übernimmt, denn die BVG hatte ja schon mal die S-bahn kurz in ihrem Besitz und da klappte es auch ganz gut. Weiß nur nicht ob die Hamburger Hochbahn (wäre ja anlog wie unsere BVG) auch die S-Bahn übernehmen könnte. Die Hochbahn ist ja auch sehr zuverlässig in der Vergangenheit gewesen.
  4. #13

    Gute Erfahrungen

    Zitat von Luscinia007 Beitrag anzeigen
    ...
    Wie Privatisierung der Bahn wirklich aussieht, sieht man in England. Privatisierung auf Kosten der Sicherheit, des Personals und der Kunden. Den Milliarden-Reibach streichen wenige Privateigentümer und -aktionäre ein. Dem Staatsdefizit hätten diese Gewinne auch gut getan. Und selbst wenn der Staat damit keinen Gewinn machen würde, so hätte er wenigstens einen Eisenbahner anständig bezahlt und für Pünktlichkeit und Sicherheit der Bahn - wie früher auch - gesorgt.
    In natura habe ich auf meiner Pendelstrecke ganz andere Erfahrungen gemacht. Da fahren seit einigen Jahren blitzsaubere Nahverkehrszüge mit freundlichem Personal und ich ärgere mich immer, wenn irgendwo so ein alter DB-Rumpelzug mit kreischenden Bremsen in den Bahnhof eiert.
  5. #14

    ja, da haben sie Recht...

    Zitat von onecomment Beitrag anzeigen
    Die DB betreibt die S-Bahnen in Hamburg schon seit xx?? Jahren. Im Gegensatz zu Berlin gibt es hier keine großen Probleme.

    Da braucht man nicht 10 Jahre zu warten und kann über den heutigen Zustand sprechen.
    Ich denke Berlin und Hamburg sind auch schwer zu vergleichen, da der Investionsbedarf in Berlin auf Grund der Teilung wesentlich höher war und ist.
    In Hambug konnte hingegen kontinuirlich investiert werden. Das Berliner Streckennetz kommt mir teilweise sehr veraltet vor
    ..denn ich denke auch, mit einer guten und starken Stadt-Regierung in Berlin, wäre das Desaster in Berlin auch nicht ganz so groß geworden. Der Ostteil hatte nach dem Mauerfall wirklich noch die Technik, die sehr veraltet war und von daher ist der Investitionsbedarf immens. Aber es ist auch aus dem öffentlichen Verkehrsnetz nicht wegzudenken.
  6. #15

    Sonderfall Hamburg

    Zitat von der_rookie Beitrag anzeigen
    Also international kriegen Sie S-Bahnen in beliebiger Stückzahl "von der Stange" (z.B. von Alstom, Bombardier, Siemens). Es ist nur so, dass wir in Deutschland das Monstrum Eisenbahnbundesamt haben was ständig neue Anforderungen stellt, so dass niemand weiß was er heute bauen muss um morgen eine Zulassung zu kriegen. Insofern sind diese teuren Sonderlocken ein rein deutsches Phänomen.
    Was wollen Sie uns damit sagen?
    Dass die Hamburger S-Bahnzüge teure Spezialanfertigungen sind, liegt daran, dass diese mit Gleichstorm fährt, was sonst kaum andere S-Bahn tut. Dies ist historisch bedingt, da das System schon einige Jährchen alt ist. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit dem bösen bösen Eisenbahnbundesamt zu tun. Schön, dass in allen anderen Städte Fahrzeuge von der Stange angeschafft werden können- in HH nicht. Und gerade das macht es schwierig, das Netz auszuschreiben. Und bitte mit keiner Stückelei anfangen.
  7. #16

    ....

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    In natura habe ich auf meiner Pendelstrecke ganz andere Erfahrungen gemacht. Da fahren seit einigen Jahren blitzsaubere Nahverkehrszüge mit freundlichem Personal und ich ärgere mich immer, wenn irgendwo so ein alter DB-Rumpelzug mit kreischenden Bremsen in den Bahnhof eiert.
    Die "Privatbahnen" Nahverkehr sind schon ein wenig besser in Schuss als bei der DB. Beim Personal sehe ich keinen Unterschied.

    Man sollte aber immer berücksichtigen, dass sich die "privaten" Anbieter die Sahnestücke heraus picken, während die Bahn immer noch jedes Kuhdorf anfährt.
  8. #17

    ...

    Zitat von onecomment Beitrag anzeigen
    ...
    Man sollte aber immer berücksichtigen, dass sich die "privaten" Anbieter die Sahnestücke heraus picken, während die Bahn immer noch jedes Kuhdorf anfährt.
    Wenn es sich unsere Gesellschaft leisten will, auch unrentable Strecken zu bedienen - was geht das auch die privaten Anbieter an? So etwas ist eine politische Entscheidung und ist folglich auch von der Gemeinschaft zu bezahlen.
  9. #18

    Zitat von onecomment Beitrag anzeigen
    Die "Privatbahnen" Nahverkehr sind schon ein wenig besser in Schuss als bei der DB. Beim Personal sehe ich keinen Unterschied.

    Man sollte aber immer berücksichtigen, dass sich die "privaten" Anbieter die Sahnestücke heraus picken, während die Bahn immer noch jedes Kuhdorf anfährt.
    Welches Kuhdorf fährt die Bahn im Nahverkehr an OHNE von Seiten des Staates dafür entschädigt zu werden?
  10. #19

    ...

    Zitat von onecomment Beitrag anzeigen
    ...
    Man sollte aber immer berücksichtigen, dass sich die "privaten" Anbieter die Sahnestücke heraus picken, während die Bahn immer noch jedes Kuhdorf anfährt.
    Wenn es sich unsere Gesellschaft leisten will, auch unrentable Strecken zu bedienen - was geht das auch die privaten Anbieter an? So etwas ist eine politische Entscheidung und ist folglich auch von der Gemeinschaft zu bezahlen.


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