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Deutsche Bäcker in London: Eine Delikatesse namens Pig Ears

SPIEGEL ONLINEWenn Deutsche im Ausland etwas vermissen, dann Krustenbrot. Im selben Londoner Viertel buhlen "Backhaus" und "Hansel and Pretzel" um deutsche wie englische Kundschaft. Beide Deutschbäcker bieten das ganze Programm von Kürbiskernbrot bis Bienenstich. Besonders beliebt: Spinat mit Blubb.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...827157,00.html
  1. #10

    Nun es ist ja so, dass das Brot im Ausland oft von erschreckend mieser Machart ist. Das fängt ganz schleichend jenseits der Donau an und erstreckt sich dann auch weiter in die Norddeutsche Tiefebene. Was will man dann noch in England oder gar noch weiter erwarten?
    Ausnahme ist selbstverständlich das frisch gebackene französische Baguette. Mit anderen Backwaren wie Kuchen Torten stets noch weitaus schlimmer. Allerdings ist Österreich in puncto Qualität und Vielfalt an Torten und Kuchen und Handgebäck (in Norddeutschland auch "Teilchen" genannt) kaum zu schlagen. Ähnliches ist allenfalls in Bayern und der Tschechien zu finden. In manchen vor allem afrikanischen Länder hat Brot überhaupt keine Tradition,- man isst kein Brot, bekommt es auch kaum und wenn, dann nur als importiertes allerwelts-Toastbrot in bekannter Schaumgummi-Qualität Kein Wunder also, dass sich die deutsch Bäckerkunst weltweit ihren Platz erobert von Amerika bis Uganda! auch ist der Beitrag deutscher Bäcker zum Weltfrieden hervorzuheben - wäre nicht George Bush beinahe an einer Deutschen Brezel erstickt? Wievielen hundertausend Irakern, Afghanen aber auch nicht zu vergessen Amerikanern hätte das nicht das Leben retten können!
  2. #11

    Das Bäkehaus in Hammersmith ("Seriously German about bread" ist ganz sicher kein deutsches Backhaus. Schlechte Ware, nix aus Deutschland und dieses obscure Brot gibts auch bei Tesco. Alles Schwindel um Kasse zu machen.
  3. #12

    Backhaus

    hat auch eine kleine Filiale im Jubilee Bereich vom Borough Market (Do, Fr,SA) und versendet auch nach internet Bestellung fuer arme Leute wie mich, die nicht am "Nabel der Welt", sprich London, wohnen.
  4. #13

    Wer nicht in London wohnt, hat noch eine Chance auf einigermaßen brauchbares Graubrot aus dem Supermarkt. Das ist das "Swedish Style" von Sainsbury's. Keine Ahnung, warum das Swedish Style ist, es ist ähnlich wie Kommisbrot. Das German Style ist Schwarzbrot.
    In San Francisco, CA gibt es in der Nähe des Fisherman's Wharf eine Bäckerei, die damit wirbt, den Sauerteig erfunden zu haben... Die Schlangen davor sind allerdings manchmal exorbitant.
  5. #14

    Ich wohne seit zehn Jahren im Ausland, die ersten acht davon in CZ wo das Brot schon grenzwertig war (mit Ausnahme von Bakeshop Praha). Hier in England herrscht im Supermarkt absoluter Brotnotstand wenn man nicht auf Weizenprodukte mit ihren verschiedenen Elastizitaetseigenschaften steht. Zum Glueck wohne ich in der Naehe von Borough Market und damit nicht weit von 'anstaendigem' Brot entfernt und mir ist es Wurscht ob es von einem deutschen Baecker kommt (es sind meist nur die selben Backmischungen wie in meiner Massenbaeckerei in Deutschland) oder von einer kleinen Artisan Bakery. Alles ist besser als Gummitoast!!!
  6. #15

    Aber ist schon komisch.... jetzt, wo ich wieder in Deutschland lebe, gelüstet es mir nach englischen Gummi-Crumpets. Ich mache sie zwar mittlerweile selber, aber die sind nicht so schön schwamm-artig wie die gekaufen... Man will wohl immer das, was man gerade nicht haben kann!
  7. #16

    Zitat von annonce Beitrag anzeigen
    Deutsche Waren im Ausland zu verkaufen, auch als "Heimweh Pflaster". Mitten in San Francisco (zwischen Broadway St/California St/Höhe ungefähr Webster St.) existiert ein Kiosk/Büdchen, der neben Nutella, Miraculi, Löwensenf auch Jever verkauft. Sehr nett und irgendwie auch witzig. Obwohl ich manchmal denke, warum Reise ich ins Ausland, wenn ich dann doch wieder Maggi, Nescafe und Schrippen auf dem Tisch liegen habe?
    Weil das, mit Blick auf die Golden Gate (wahlweise auch die Freiheitsstaue, die Pyramiden, die Tropeninsel, den Himalaya,...), dann doch gleich nochmal viel besser schmeckt!
    Schwarzbrot, echtes und gutes Schwarzbrot, ueberall gern genommen, oder schmerzlich vermisst!
    Manchmal erstaunlich, wie guenstig deutsches Backerhandwerk bei manchen Auslandsbaeckern sein kann. Ist es allerdings leider und haeufig nicht.
  8. #17

    Integration

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn Deutsche im Ausland etwas vermissen, dann Krustenbrot. Im selben Londoner Viertel buhlen "Backhaus" und "Hansel and Pretzel" um deutsche wie englische Kundschaft. Beide Deutschbäcker bieten das ganze Programm von Kürbiskernbrot bis Bienenstich. Besonders beliebt: Spinat mit Blubb.

    Deutsche Bäcker in London: Eine Delikatesse namens Pig Ears - SPIEGEL ONLINE
    Solange die Läden mit deutschen Lebensmitteln dort nicht als Zeichen mangelnder Integrationsbemühung gesehen werden, sind sie sicherlich ein Gewinn.
  9. #18

    England ist speziell

    Zitat von asdf01 Beitrag anzeigen
    Weil die Motivation, ins Ausland zu reisen, in den seltensten Fällen kulinarisch begündet ist?
    So ist es, und besonders natürlich in England, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Die italienische Journalistin Anna Magnani brachte es nach einem mehrjährigen England-Aufenthalt in ihrem Buch auf den Punkt, als sie sinngemäß räsonierte: Alles an England hätte ihr gefallen, die freundlichen Menschen, die Burgen und Schlösser, selbst mit dem Wetter hätte sie sich anfreunden können, nur nicht mit den Scheußlichkeiten, die die Engländer "food" nennen ...
  10. #19

    Gewaltige Probleme in den letzten 2 Jahren haben GB German Baker kraeftig zu schaffen gemacht. Wir sind nach einem unverschuldeten Unfall mit gesundlheitlichen Folgen nur noch gestrafft auf den Touren, bedienen aber unsere Kunden so weit wie moeglich.
    Wir bedanken uns bei allen, die uns durch diese schwierige Zeit begleiten und versichern, das die "Pleite von GB German Baker" nur Wunschdenken eines "Kollegen" ist.


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