Deutsch-russischer Gipfel: Die Zahmen treffen die Faden

Der "Petersburger Dialog", elitäres Debattentreffen von Deutschen und Russen,*steht vor der Zerreißprobe: Interne Kritiker rebellieren gegen die betagte Führungsriege, Wirtschaft und Auswärtiges Amt überdenken die Finanzierung. Helfen könnte Kanzlerin Merkel. Doch die zeigt wenig Reformgeist.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...774743,00.html
  1. #10

    Russen sind doof! Oder?

    Zitat von LaRussophobe Beitrag anzeigen
    Wieso gibt es kein "englisch-russisches Forum", kein "französisch-russisches Forum", kein "spanisch-russisches Forum", warum kein "polnisch-russisches Forum", kein "schwedisch, finnisch, etc.- russisches Forum"?
    Das deutsch-russische Forum zur Förderung der russischen Zivilgesellschaft ist eine Schnapsidee von Gerhard Schröder, die ich bezahlen muß. Jawohl, ich. Ich und alle anderen Steuerzahler in Deutschland. Wieso sind wir zuständig für eine überteuerte, sinnlose Erziehungsmaßnahme der Russen, von der diese dann sowieso nix wissen wollen? Putin schickt nicht Vertreter der Zivilgesellschaft zum Petersburger Dialog, sondern handverlesene Apparatschiks, die einen Dreck interessieren für Zivilgesellschaft und Demokratie. Die Deutschen reden nicht einmal über Demokratie auf dem Forum, sondern schleimen rum und halten servil die Klappe.
    Die Mehrheit der Russen will zudem keine Demokratie und kein ziviles Land. Nur 12% der Leute in Rußland wollen bei den kommenden Wahlen die Opposition wählen. Die Mehrheit will weiterhin Putinismus, das komplette Gegenteil von Demokratie und Zivilgesellschaft. Dieser Petersburger Dialog ist also von vorne bis hinten eine absurde Veranstaltung, deren Teilnehmer in Luxushotels logieren. Und wenn ich mich nicht irre, wird das Ganze komplett von deutscher Seite finanziert. Das ist Kohle, die im deutschen Bildungssystem gebraucht wird, nicht damit irgendwelche Putin-Apparatschiks auf Kosten deutscher Steuerzahler in Luxushotels wohnen dürfen und ihnen das Geschwätz der deutschen Teilnehmer ansonsten wurscht ist.
    Es gibt nach 10 Jahren kein einziges greifbares Ergebnis. Rußland ist weiter in den Autoritarismus abgerutscht in den letzten 10 Jahren. Auch in dieser Hinsicht ist der lupenreine Putin-Groupie Schröder auf ganzer Linie gescheitert.
    Ihr Quatsch geht mir auf die Nerven! Erstens zweifele ich sehr daran, dass sie Steuern bezahlen und zweitens widersprechen sie sich selbst! Was denn nun, Demokratie oder nicht? Immerhin dürfen die Menschen ja wählen oder nicht? Sie schreiben nichts konstruktives und haben immer noch ihrer Nazi-Ideologie vom russischen Untermenschen im Kopf. Und eigentlich mögen sie Juden auch nicht oder? Uns können sie es doch sagen.
  2. #11

    das war's dann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der "Petersburger Dialog", elitäres Debattentreffen von Deutschen und Russen,*steht vor der Zerreißprobe: Interne Kritiker rebellieren gegen die betagte Führungsriege, Wirtschaft und Auswärtiges Amt überdenken die Finanzierung. Helfen könnte Kanzlerin Merkel. Doch die zeigt wenig Reformgeist.
    In den Vorständen deutscher Großunternehmen sitzen keine Frühstücksdirektoren, sondern Leute, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen stehen. Die wollen Ergebnisse, keine heiße Luft. Und diese Ergebnisse liefert der Petersburger Dialog seit 10 Jahren nicht. Zeit also, Bilanz zu ziehen.
    Geschäfte in Rußland kann man auch ohne diesen überteuerten Dialog-Klimbim machen. Gas, Öl und andere Rohstoffe kann man kaufen auch ohne daß man Putin-Apparatschiks auf Kosten deutscher Steuerzahler zweimal im Jahr in Luxushotels verwöhnt. Das Thema russische Zivilgesellschaft ist sowieso erledigt. Putin knebelt und drangsaliert die russische Zivilgesellschaft wo es nur geht.

    Aktive Vertreter der Zivilgesellschaft werden verfolgt, und es sind inzwischen Tausende. Das begann mit Putin. Medwedjew führt es nicht nur fort, die Tendenz scheint sich noch zu verstärken. Alle oppositionellen Parteien und Bewegungen sind davon betroffen, aber besonders hart rangenommen werden linke Vereinigungen und antifaschistische Gruppen. Kurzum: Wir sehen kein Signal, dass die Bespitzelung über kurz oder lang aufhören könnte. http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/a...sh=7a79ca3d84/

    Mit Leuten von Putin auf dem Petersburger Dialog über die Förderung von Zivilgesellschaft zu reden macht ungefähr so viel Sinn wie mit Vertretern der NPD über die Förderung der multikulturellen Gesellschaft zu debattieren. Es ist geradezu absurd. Deshalb sollte der Petersburger Dialog in seiner jetzigen Form eingestellt werden. Rohstoffe in Rußland kaufen und deutsche Maschinen dort verkaufen kann man auch so. Das weiß die deutsche Wirtschaft, sie wird früher oder später ihre Zahlungen einstellen. Und das war's dann mit dem sinnlosen Gelaber und peinlichen Rumschleimen deutscher Vertreter gegenüber den Putinisten, die von russischer Seite auf dem Forum vertreten sind und sowieso das komplette Gegenteil von Förderung einer Zivilgesellschaft im Sinn haben.
  3. #12

    Die Verlierer sitzen NICHT im Osten...

    Selbstverständlich passt dieser Gipfel den Transatlantikern in der BRD nicht, da die BRD ja als US-Vasall „immerwährend“ an die Herrschaft der Angloamerikaner gebunden bleiben soll.
    Gerade jetzt, wo die USA auf den unwiederbringlichen Abstieg, in jeder Beziehung sind, versuchen sie natürlich ihre Macht über Europa wenigstens zu behalten. Die USA als ehemaliges „Vorbild“ an „Freiheit und Demokratie“, sind ja nicht nur wirtschaftlich, sondern durch ihre immerwährenden Kriege und sonstiges Treiben (WO haben die seit 100 Jahren nicht ihre Finger drin ?), moralisch bankrott.

    Der Abstiegsstrudel der USA hat ja nun auch ihre grösstes Dominion, die EU erfasst. Griechenland ist doch nur der Beginn, bei den romanischen Staaten der EU, sieht es doch nicht besser aus. Auch nördlich der Alpen, kann man den Verfall beobachten, im Moment noch zugekleistert mit mit allen möglichen Buchungs – und sonstigen Tricks. Der Fall des Euros, wird den Niedergang nur beschleunigen, da helfen keine noch so grossen Rettungsschirme, aufgebaut auf Buchungsnullen der Zukunft (die NIE zu bezahlen sind) mehr.

    Vielleicht wir Russland die BRD-ler mal mit Getreide ernähren müssen, wenn sie ihre Äcker mit Solaranlagen und Monokulturen zugepflastert haben ? Russland war ja bis 1914 auch der grösste Getreideexporteur nach Westeuropa, besonders England ?

    Private Kontakte sind wesentlich sinnvoller und Reisen in das jeweilige Land. Verantwortliche Manager der Unternehmen, welche Geschäfte mit Russland machen, haben da sowieso eine andere Sichtweise und der „einfache“ Bürger auch...

    Die Floskeln von „Demokratie, Freiheit usw.“, verlieren ja auch ihre Wirkung. Besonders jetzt, wo Millionen im sogenannten Westen von der „Arbeit“ und ein selbstgestaltetes Leben befreit werden, da ihnen das US-Modell der Neocons, überhaupt gar keine Chance mehr gibt.

    Die „Zivilgesellschaft“ des jetzigen Westens besteht darin, kurz gesagt, „Vermehrung des Reichtums weniger auf Kosten aller anderen“ ! Seit Einführung des US-Demokratie – und Wirtschaftsmodells in den 90er Jahren in der BRD und der damit verbundenen totalen Demontage der Sozialen Marktwirtschaft, welche funktionierte, besonders krass zu beobachten.

    Der jetzige Zerfallsprozess der EU, beginnt doch gerade, das Ende ist völlig offen und wird die weitere Entwicklung der Europäer im Verhältnis zueinander bestimmen. Da helfen auch die „Posaunen und Schalmeien“ der Angloamerikaner nicht mehr....
  4. #13

    Sankt-Petersburger Dialog ist nicht teuer

    Wer behauptet der Sankt Petersburger Dialog wäre teuer oder deutschen Steuerzahler soll fetten Nomenklatura Bonzen das Luxuszimmer bezahlen, der hatt wirklich keine Ahnung. Im Vergleich zu dem Beamtenapparat den wir uns sonst leisten sind das Peanuts.

    Sowohl für Russland als auch Deutschland ist das Forum wichtig. Für uns um direkte Ansprechpartner auf allen Ebenen zu generieren und Freundschaft zu pflegen und für Russland die gleichen Gründe plus die Chance auf Besserung der Zivilgesellschaft zu waren. Nichts motiviert besser als eine (noch positive) Referenze, ein Freund oder Kollege dem bei aller Souveränität das eine oder andere Abschauen kann und Rat einholen.

    P.S. wer Steuergeld sparen will sollte endlich den bekloppten Visumszwang der EU mit RU aufheben. Die Visabteilung des AA in Russland ist die 2 grösste der Bundesrepublik (nach der Türkei). Die Beamten dort mit einem sowieso schon luxoriösen Gehalt plus 3000-8000 Euro Wohnkostenzuschuss pro Monat. - ja so eine vom Volk bestellte Nullnummer in Nadelstreifen zieht halt nicht mal eben so in eine normale Wohnung.
    Davon laufen an die 100-150 überflüssige Staatsdiener rum, deren Hauptaufgabe das Verhindern von Reisen- und Geschäften zwischen Russland und Deutschland ist.

    Ich wage zu bezeweifeln das die rund 20Mio Gehalts Kosten pa (das sind natürlich nur die echten AA-Beamten ohne Ortskräfte, ohne den Heimatanteil and den Verwaltungskosten und den geschätzten 35Jahren Pensionsansprüchen (bei geschätzten 150 Anspruchsberechtigten und dank bester Gesundheitsvorsorege gehe ich von 25 Jahren Pension aus = 225 Mio Euro)

    Also wer richtig Geld Sparen will und die D-RU Freundschaft fördern, sagt den "Visum-NJET-Blockieren" im Baltikum und Polen das es bald keine Geld mehr gibt wenn sie weiter alte Ängeste pflegen wollen und schafft den Unsinn und die teueren Stempelschwinger gleich mit dazu ab.


    Als Klein.Unternehmer wird mir dabei Schwindelig.
  5. #14

    Richtig erfasst

    Zitat von tauroggen1812 Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich passt dieser Gipfel den Transatlantikern in der BRD nicht, da die BRD ja als US-Vasall „immerwährend“ an die Herrschaft der Angloamerikaner gebunden bleiben soll.
    Gerade jetzt, wo die USA auf den unwiederbringlichen Abstieg, in jeder Beziehung sind, versuchen sie natürlich ihre Macht über Europa wenigstens zu behalten.
    Sehr richtig. Die Amerikaner reißen bei ihrem Abgang noch jeden in die Tiefe mit, den sie noch fest genung umschließen können, daher die verzweifelten Versuche, noch ein kleines Störfeuer zu legen. Mir wird Angst und Bange, wenn der US-Pleitestaat den Soldaten, welche die A-Bomben hier in Deutschland bewachen nicht mehr die Löhne auszahlen kann. Aber das wird das deutsche Sozialsystem sicher auch noch verkraften.
  6. #15

    Einer der Deutschen ist

    Zitat von maximillian64 Beitrag anzeigen
    Davon laufen an die 100-150 überflüssige Staatsdiener rum, teueren Stempelschwinger gleich mit dazu ab.
    ganz überflüssig. Was macht ein nachgewiesener Stasi-Mann in dieser Riege? Warum, darf ausgerechnet dieser Mann noch politisch aktiv sein? Der Mann ist eine untragbar uns sollte sich ganz still freuen, dass er seine Pension, die sicher höher als die der meisten seiner Opfer sein wird - genießen kann. Das wäre doch richtig, oder Herr Stolpe?