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Deutsch-polnischer Grenzverkehr: Makler am Ende der Welt
Sie kommen, kaufen ein Haus in Deutschland - verdienen aber weiter in der Heimat ihren Lebensunterhalt.*Schon vor der neuen EU-Freizügigkeit gehört für viele Polen die Fahrt über die deutsche Grenze zum Alltag. Getragen vom eigenen Aufschwung, küssen Stettiner die verschlafene Uckermark wach.
http://www.spiegel.de/karriere/ausla...759607,00.html
- #10 29.04.2011 10:28 von
Oh waja! Diese Komplexe.
"Schauen Sie sich die Autos an, die hier herumfahren. Die großen und teuren Wagen haben alle polnische Kennzeichen."
Meine Güte, was für eine Tiefe; Auto (anscheinend immer noch) als zentrales Statussymbol.
"Die beiden unterhalten sich auf Englisch, obwohl Popiela gut Deutsch spricht. "So reden wir auf einer Ebene miteinander", sagt Polzer."
Wieso denn egentlich? Würden sie nicht "auf einer Ebene" reden, wenn Popiela deutsch sprechen würde? Ein bisschen krank ist das ganze immer noch. - #11 29.04.2011 11:07 von
Ja, schon klar
Dieser Teil Ihres Beitrags liest sich für mich so: Weil „der Pole“ andere Wertvorstellungen hat als Sie selbst, ist er doch eigentlich ein rückständiger Dummkopf.
Vielleicht fangen Sie jetzt noch an, den Menschen das Pendeln nach Stettin (Umweltverschmutzung!), das Leben auf dem Lande (Zersiedelung!) oder andere Sachen vorzuwerfen.
Ihnen ist schon klar, in welche Ecke man Sie dann schieben könnte, oder?
Sorry, aber das musste raus. - #12 29.04.2011 12:10 von
Zentrum für was?
Zumindest als ein Zentrum ausschwärmender ausländischer Immobilienjäger. Ist nicht zu erwarten, dass neben Wohlstand - wie üblich -auch Kriminalität und bestimmte Umweltbelastungen von der Großstadt ins vorher gegenüber beiden Einflüssen abgeschottete Umland transportiert wird?
Das politische Zentrum von Vorpommern bleibt wohl vorerst Schwerin in Mecklenbg. - #13 29.04.2011 12:58 von
Schachtschicht
<QUOTE=chrome_koran "Wäre Stettin in Deutschlands SBZ geblieben, wäre da 1989 längst Schicht im Schacht gewesen, die Stadt wäre zerfallen, oder wie toll ging es nochmal den einst florierenden Städten wie Rostock, Wismar, Stralsund, Greifswald in der DDR? "
So schlecht ging es den Küstenstädten wirtschaftlich da gar nicht, da sie u.a. Stettin als Küstenstandort ersetzen mussten.
Schicht im Schacht wäre demnach vor allem erstmal nach der Wende gewesen;) Die historische Innenstadt von Stettin war übrigens bereits fast vollständig im WK2 "zerfallen". - #14 29.04.2011 13:28 von
Titel: kann man kaufen...
Das ist nun Mal deutsche Realität. Man(n) wird sehr am Auto beurteilt, das man(n) fährt (Frau meiner Erfahrung nach etwas weniger, was zwar in die richtige Richtung geht, aber leider aus und trotz Geschlechterdiskriminierung). Was mich viel mehr wundert ist, dass die Bewohner ihr Auto nicht am Wohnort anmelden...
Sie haben wirklich nicht viel mit Personen zu tun deren Muttersprache NICHT deutsch ist oder sind fast nie im Ausland geschäftlich unterwegs und müssen sich dort mit Personen in deren Muttersprache verständigen? Oder?? Man kann mit Sprache viel machen; verschleiern überspitzen, den Anderen in die Irre führen - das passiert bewusst oder unbewusst - ist in der Muttersprache ganz leicht, in allen anderen aber meist viel schwieriger. Level playing field würden dass die Erfinder des Fair Play, die Briten, nennen... ...eine exakte deutsche Übersetzung scheint es nicht zu geben...
...interessant, nicht wahr? - #15 29.04.2011 14:10 von Tiit
Wo ist das Problem
für einige der Forumsschreiber?
Wenn Deutsche sich irgendwo im Ausland zu Hauf Häuser kaufen und dort wohnen (wie eben Belgien oder auch die deutsch- französische Grenzregion) regt sich hier niemand auf.
Wenn aber ein paar Polen sich in der Ückermark Häuser kaufen, dort leben, ihr Geld ausgeben und sogar Arbeitsplätze schaffen, jaulen hier gleich ein paar ewig Gestrige auf.
Und das Gerede von "Stettin, widerrechtlich von den Polen angeeignet" usw.
Erstens: Wir haben den Krieg angefangen und verloren. D.h. wir hatten überhaupt nicht mehr auf irgendetwas zu bestehen oder das Recht anderen "widerrechtliches Handeln" vorzuwerfen. Auch noch ausgerechnet Polen, das am meisten von allen unter dem von uns angefangenen Krieg gelitten hat.
Zweitens: Wer glaubt eigentlich, das Polen nach dem Krieg irgendetwas zu melden hatte oder eigene politische Entscheidungen treffen konnte? Polen und die damalige, dortige Regierung standen komplett unter der Fuchtel von Stalin und den Russen.
Es war Stalin, der beschloss auch noch Stettin von Deutschland abzutrennen, genauso wie er eine andere Oder- Neiße Grenze gezogen hat, als die West-Mächte ursprünglich gedacht hatten.
Und die Absicht von Stalin war (durchaus weitsichtig gedacht): Deutschland (auch wenn es in diesem Fall nur erstmal Ostdeutschland war) und Polen immer genug Stoff für Grenzstreitigkeiten zu lassen für die Zukunft. Stalin hat nämlich früher oder später mit einer Vereinigung der Besatzungszonen gerechnet, seine "SBZ" eingeschlossen.
Immerhin hielt er Deutschland und auch Polen für wichtig und stark genug in der Zukunft, das er es für besser hielt, beiden ein paar "Zankäpfel" für eben diese Zukunft zu hinterlassen, was er mit seiner Grenzziehung dann tat.
Ich begrüsse es sehr, das Polen auf diese Art und Weise nach Deutschland kommen. Das widerspricht so schön dem Klischee des "polnischen Hilfsarbeiters" in Deutschland, der aus dem "armen" Nachbarland ins reiche Deutschland kommt, um ein bisschen Geld zu verdienen.
Wir können von dieser Zuwanderung nur profitieren und mehr gebrauchen!!! - #16 29.04.2011 15:42 von
- #17 29.04.2011 16:47 von
- #18 29.04.2011 17:56 von
Aufpassen Yilderim
Was ist das denn für eine abstruse Aussage?
Ich schrieb ausdrücklich Malmedy und nicht Eupen-Malmedy!
Die heutige Deutschsprachige Gemeinde Belgiens ist deshalb nur ein Teil der als Eupen-Malmedy beeichneten Region.
In der Gesamtregion Eupen-Malmedy-St.Vith war die deutschsprachige Bevölkerung in der Mehrheit, in Malmedy aber nicht!
Ein wenig differenziertes Denken statt braunen Parolen würde ihnen gut stehen! - #19 29.04.2011 19:09 von
Integrationsverweigerer :-/
Netter Artikel.
Um etwas Kontext herzustellen, könnte ruhig mal erwähnt werden, dass entlang der polnischen Grenze die Deutschen in großer Mehrheit de facto Integrationsverweigerer sind. Die vorher abgeschottete Grenze ist jetzt seit 20 Jahren geöffnet (anfangs mit gelegentlichen, milden Kontrollen), aber trotzdem hat kaum ein Deutscher Polnisch gelernt. Umgekehrt lernen die meisten Polen in Grenznähe ganz selbstverständlich Deutsch.
Jetzt rächt sich das. Sind die allerletzten Freizügigkeitshürden endgültig gefallen, werden die schlecht gebildeten – weil einsprachigen – Deutschen in der Region komplett überflüssig sein.
Wie würde Sarrazin sagen? Selbst Schuld! ;-)
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