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Desolate Finanzlage: Krankenkassen fürchten kollektiven Kollaps

Den gesetzlichen Krankenkassen droht 2011 ein Elf-Milliarden-Minus - mit möglicherweise dramatischen Folgen: Bei den Assekuranzen wächst die Angst vor dem Zusammenbruch des kompletten Systems. Leidtragende wären vor allem die Versicherten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...703701,00.html
  1. #40

    Kostenbremse nicht erwünscht

    Tja,

    Kostenbremse wäre ja unsozial.

    Die einzige Möglichkeit die Kosten zu bremsen ist eine höhere Selbstbeteiligung der Patienten pro Arztbesuch. Aber dann kommt gleich wieder das Geschrei unsozial, dann können die H4erler nicht mehr zum Arzt jeden Tag usw....das Geschrei von Links kann ich jetzt schon hören.
  2. #41

    ...

    Das haben wir also davon, dass Ärzte (analog zu der politischen Kaste) ihre Einkünfte teilweise im Wolkenkukuksheim erfinden und die Allgemeinheit zahlen soll.
  3. #42

    Immer

    noch leben wir bei dem System der Krankenversicherung im falschen Film. Wie soll das möglich sein, dass alle Versicherten im Schnitt 18 mal pro Jahr ihren Arzt konsultieren? Als ehemaliger Pharmareferent mit 25 Jahren Berufserfahrung ist mir schon viel früher sauer aufgestoßen, dass Ärzte am Stammtisch über die "Krankenschein-Auslastung" diskutiert haben. Auch heute, ohne Krankenschein, aber immer noch in demselben System, kann doch jeder niedergelassene Arzt abrechnen, was er will. Darauf habe ich doch als Versicherter keinen Einfluss. Eine Übersicht der Behandlungen bekomme ich als Patient doch nicht zu sehen und leider würden auch viele Laien nicht verstehen, was da abgerechnet würde. Meines Wissens nach ist doch die Techniker Krankenkasse die einzige, die Nachprüfungen anstellt, wenn dubiose Fälle auftreten.
    Immer mehr Ärzte haben immer mehr Patienten? Wo kommen denn die bloß her, da wir als Volk doch am Aussterben sind? Nehmen zu viele Menschen die Mediziner in Anspruch, ohne selbst in die Kassen einzuzahlen?
    Es gäbe noch viele Punkte aufzuzählen, die dazu beitragen, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht mehr decken: Arzneimittelpreise, Apotheken, Arzteinkommen, unsinnige Präparate usw. Das System ist zu verführerisch, um nicht ordentlich zuzulangen!
  4. #43

    Wunderbare Gewinnvermehrung?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Den gesetzlichen Krankenkassen droht 2011 ein Elf-Milliarden-Minus - mit möglicherweise dramatischen Folgen: Bei den Assekuranzen wächst die Angst vor dem Zusammenbruch des kompletten Systems. Leidtragende wären vor allem die Versicherten.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...703701,00.html
    Nicht nur die gesetzlichen, sondern auch die privaten Krankenkassen klagen.
    Wie kommt es, dass innerhalb weniger Jahre eine solche Kostenexplosion im medizinischen Bereich stattgefunden hat?
    Irgendwo muss ja der gesamte Reibach wohl hängen geblieben sein. Und ich möchte von verantworlicher Seite wissen, bei wem. Doch gerade von dort ist, außer dass die Versicherten ständig für diesen Irrsinn immer noch mehr zu berappen haben, sonst so gut wie gar nichts zu hören.

    Warum wohl nicht??? Honi soit qui mal y pense!
  5. #44

    Na, wenn schon

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Den gesetzlichen Krankenkassen droht 2011 ein Elf-Milliarden-Minus - mit möglicherweise dramatischen Folgen: Bei den Assekuranzen wächst die Angst vor dem Zusammenbruch des kompletten Systems. Leidtragende wären vor allem die Versicherten.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...703701,00.html
    Ganz ehrlich - dann soll das Gesundheitssystem eben mal ein wenig einklappen. Wenn wir zu Reformen unfähig sind, muss es halt anders gehen. Ich habe ohnehin nie begriffen, wozu wir hunderte von Krankenkassen brauchen. Reichen doch auch 4 oder 5 starke. Vielleicht sollten wir nicht über die Griechen lachen, sondern den Gesundheits-Bankrott erklären.
  6. #45

    .........

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Den gesetzlichen Krankenkassen droht 2011 ein Elf-Milliarden-Minus - mit möglicherweise dramatischen Folgen: Bei den Assekuranzen wächst die Angst vor dem Zusammenbruch des kompletten Systems. Leidtragende wären vor allem die Versicherten.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...703701,00.html
    Tja, da werd ich meine Geschwister schon mal zum Sparen aufrufen, damit wir die Medikamente für unseren Paps zahlen können.
    Als schwer Herzkranker gehört er schließlich zu einer Gruppe, die sich zwar in der Theorie ohne Mühe und Verzögerung eine neue Kasse suchen kann, in der aber in der Praxis in nächsten Jahren die Lebeserwartung ganz "unerklärlich" sinken wird.
  7. #46

    Es fehlt an Mut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Den gesetzlichen Krankenkassen droht 2011 ein Elf-Milliarden-Minus - mit möglicherweise dramatischen Folgen: Bei den Assekuranzen wächst die Angst vor dem Zusammenbruch des kompletten Systems. Leidtragende wären vor allem die Versicherten.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...703701,00.html
    Bei aller Diskussion über Wettbewerb zwischen verschiedenen Krankenkassen wird vergessen, dass es sich um ein durch gesetzliche Regelungen zu mehr als 90 % vereinheitlichtes System handelt. Weiterhin wird vergessen, dass bei Gesundheit immer der Mensch im Mittelpunkt stehen soll.
    Mit einigen wenigen mutigen Schritten, die sicher an Grundsätzen des derzeitigen Systems rütteln, wäre meines Erachtens nach die Gesundheitsversorgung der Menschen in unserem Land finanzier- und sicherbar:
    1. Eine einzige Krankenkasse, in die alle nach ihrem Einkommen zu prozentual gleichen Sätzen einzahlen.
    2. Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen
    3. Nach jeder Behandlung erhält der Patient die Rechnung vom Behandelnden. Hier kann er prüfen, ob die in Rechnung gestellten Leistungen tatsächlich erbracht wurden. Die sachlich richtig gezeichnete Rechnung ist innerhalb einer fixen Frist bei der Krankenkasse zur Abrechnung einzureichen. Wird diese Frist nicht eingehalten, hat der Patient die Rechnung selbst zu bezahlen.
  8. #47

    Spitzenverband der (gesetzlichen) Krankenkassen

    Sehr geehrter Hr. Böll,

    Sie haben sich ja die Mühe gemacht bei der Aufzählung der Reformschritte der Gesundheitspolitik.
    Vorschlag meinerseits, jetzt listen sie mal noch auf welche Schlagzeilen dieser Spitzenverband seid sagen wir 1990 so verbreitet hat und stellen dem die jährliche wirtschaftliche Realität dagegen.

    Wenn Sie dann noch der Meinung sind das dieser Spitzenverband eine seriöse Nachrichtenquelle ist dann würde ich mich wirklich wundern.

    Zum Thema, Fakt ist das die Leistungserbringer (das sind i.d.R. die welche zahlen) überhaupt keinen Einfluss mehr auf dieses sich verselbstständigte System haben. Die Begründungen welche dafür jedes Jahr geliefert werden sind nicht mal mehr zum lachen.
    In wirklich jedem EU Land gibt es Beispiele wie es besser geht. Nur in Deutschland ist dies nicht möglich.
  9. #48

    Entkoppelung

    Entkoppelung der Arbeitsplätze von den Sozialbeiträgen wäre wünschenswert.
    Lieber eine Sozialsteuer auf sämtliche Einkommen (auch Kapitalerträge) einführen.
    So zahlen auch Unternehmen mit wenig Angestellten aber hohen Gewinnen hohe Beiträge zur Sicherung des Sozialstaats und generell werden die Lohnnebenkosten gesenkt.
    Es wird also attraktiver Leute einzustellen.

    Ferner können sich wohlhabende auch nicht mehr diesen Abgaben entziehen.
    Rentenkassen würden so ebenfalls entlastet werden.

    Als Unterstützung könnte man Medikamentenhöchstpreise wie in Kanada einführen.
    Zusätzlich Abschaffung aller Kassen und PKV.
    Eine Bürgerversicherung mit Basisleistungen.
    Wer Extrawünsche wie Einzelzimmer hat, der soll eine private Zusatzversicherung abschliessen.

    Bei der Rente könnte man ähnlich vorgehen.
    Alle Menschen haben im Rentenalter Anrecht auf eine Einheitsrente. Wer mehr möchte, soll privat vorsorgen.
  10. #49

    *

    Vielleicht möchte der Redakteur mal mit einem spitzen Stift und "investigativem Gespür" schauen gehen, wie sich die Verwaltungs- und Werbekosten der Kassen entwickelt haben und was so alles an Leistungen bezahlt wird, was über einen strammen Placebo nicht hinausgeht?

    Die günstigste Lösung liegt in einer umlagenfinanzierten Krankenkostenerstattung für nachweislich wirksame Therapien nach strengem Maßstab.
    Der Rest läßt sich privat versichern, so er das gerne möchte.

    Das gilt übrigens auch für "die Rente".


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