Schön, aber unerreichbar: Die hinreißendsten Autos des Genfer Salons sind keine Serienfahrzeuge, sondern Studien. Dummerweise kann man sie nicht kaufen. Warum, fragt sich Thomas Hillenbrand, zeigen Hersteller uns solche Autos, wenn sie dann doch wieder blasse Blechkisten bauen?
http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...681533,00.html
..und so scheint das Nonplusultra weiterhin die Wichtigkeit des Cupholders in der Mittelkonsole zu sein, genug Begründung, um selbst schöne und teuere Autos damit zu verschandeln. So zum Beispiel im Aston Martin Rapide oder im Maserati Gran Cabrio.
Nicht nur vor dem Hintergrund schöner Designstudien fällt doch seit Jahren auf, dass die Autos zunehmend un-schöner werden, es werden schlicht kaum noch schöne Limousinen gebaut. Derzeit verabschiedet sich Mercedes immer mehr von den schönen Formen - das E-Coupe und das E-Cabrio sind alles andere als schön, die S-Klasse hat vor Jahren den Bangle-Buckel dezent geklont, die anderen Mopf-Verschlimmbesserungen sind auch nicht gerade große Würfe geworden.
Und auf das derzeitige LED-Design kann ich ohnehin schon lange verzichten.
Was war mein Rover 75 doch für ein schönes, klassisch-dezentes Auto...
Man kann keine schönen Autos bauen, die zugleich den aktuellen Anforderungen an den Fußgängerschutz genügen und dann womöglich auch noch ein Minimum an Federungskomfort bieten.
Bedankt euch beim TÜV und der fanatischen Sicherheitslobby.
Ein Pausenkracher, danke!
ein Applehead
Da stimme ich Ihnen zu, auch andere Autos sind eine Augenweide, aber dann? Mir fällt eigentlich nur derzeit eine Marke ein, die noch ein halbwegs ansehnliches Design vorzuweisen hat: Audi. Ein schöner A5, ein schönes Cabrio auf dieser Basis. Die anderen Modelle sind auch ok, wenngleich teilweise etwas bullig.
Und dann sehen wir uns mal einen BMW X6 an oder den 5GT, die neue C-Klasse oder E-Klasse von Mercedes. Opel...naja, der Insignia geht ja noch. Und über die Grenzen möchte ich schon überhaupt nicht schauen.
Wir könnten beliebige weitere Marken und Modelle anführen, aber der generelle Trend ist wohl sicht- und nachvollziehbar. Und dazu immer mehr Einheitsbrei....
Dem kann ich nur zustimmen. Die Ingenieure haben enge gesetzliche Vorgaben. Falls sie die nicht einhalten, wird ihr Auto nicht homologiert. Da sei z.B. noch Crashtests erwähnt. Würde man z.B. mit dem wunderschönen Flügeltürer 300 SL von '54 mit mehr als 30 km/h gegen ein Wand fahren, geht die Überlebenschance gegen null. Trotz seiner Schönheit würde so ein Auto heute keiner kaufen, geschweige denn würde es überhaupt zugelassen werden.
Zum anderen muss das ganze auch noch unter Serienbedingungen produzierbar sein, sowie den gegebenen Marktpreis einhalten, das heißt den Kostenbedingungen entsprechen.
Also lieber Autor, den Ball flach halten, Äpfel nicht mir Birnen verwechseln und die Modenschau genießen!
Was der eine schön findet, entlockt dem anderen ein lautes Gähnen. Ich fand zum Beispiel die schlichten Formen eines Opel Vectra (des ersten Modells) schön, andere finden selbst den relativ aggressiv gestylten aktuellen Audi A 4 langweilig.
Der Mercedes F800 ist für mich alles andere als schön, eher aus dem Fundus eines SciFi - Films entsprungen. Da sehnt man sich fast nach der guten alten Ponton-Zeit zurück.
Überhaupt verabscheue ich dieses Kampfmaschinen-Design vieler heutiger Autos. Nicht umsonst sind Klassiker und Youngtimer heute so begehrt.