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Designierter Bundespräsident: Gauck kommt nicht zu Wulffs Zapfenstreich

DPAAuch Joachim Gauck fehlt beim Zapfenstreich für Christian Wulff: Der designierte Bundespräsident wird nicht bei der offiziellen Verabschiedung des ehemaligen Staatsoberhaupt teilnehmen. Dies bestätigte ein Sprecher Gaucks - dessen Teilnahme habe aber auch nie zur Debatte gestanden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819855,00.html
  1. #50

    heute keinen Beitrag zu Gauck?

    merkwürdig. Deshalb meine Empfehlung hier
    Kirchentag 1988: Pastor der Unfreiheit — Der Freitag lesen. Bis jetzt keine Reaktion in den beiden brüderlich verbundenen roten Zeitungen.
    Ich hoffe der Artikel befeuert die lahme Auseindersetzung hier ja wenn........?
    gruß gokahe
  2. #51

    Eine solche Haltung

    Zitat von Brigante Beitrag anzeigen
    westliche Politiker Mubarak und Gaddafi haben fallen lassen, muss man nicht weiter kommentieren.
    Das Altpräsidenten und viele andere, die sonst normalerweise
    selbstverständlich erschienen wären, jetzt alle die Mücke machen und
    so tun, als hätten sie Wulff nie gekannt, als wäre Wulff nie einer von
    ihnen gewesen, das ist der wahre Skandal an dieser Geschichte.
    Wulff ist sicher zweifelhaft, das Verhalten aller um ihn herum ist
    aber mindestens beschämend für sie selbst.
    Ich hatte nie Sympathien für Wulff, aber dass nun Kollegen und
    einstige Mitstreiter ihn desavouieren, das spricht in erster Linie
    gegen sie selbst.
    entspricht lediglich einem Standpunkt.

    Ein anderer kann ebernso nachvollziehbar sein, dass ein Fernbleiben nur konsequent ist im Hinblick auf das Gesamtverhalten Wulffs incl. seines Krisenmanagements.

    Und damit ehrlicher als einer Form von "Ehrenbezeugung" beizuwohnen, die mehrheitlich als ein heuchlerischer Akt empfunden werden dürfte und bei dem eine "angemessene" Feierlichkeitsstimmung wohl auch nicht aufkommen wird.

    Ein solches Verhalten spricht mitnichten gegen die betreffenden Personen, eher für sie. Denn "Kollegen und Mitstreiter" auf dem polit. Weg gewesen zu sein heißt ja nicht zwangsläufig, sich ebenso aufgeschlossen für Care-Pakete verhalten zu haben.

    Dass seitens der Hierarchien über so manche Insider-Wahrnehmung zweifelhafter Maßnahmen und Verhaltens der "Mantel des Schweigens" ausgebreitet wurde, bedeutet nicht gleich Billigung, vielleicht eher, dass man keine Nestbeschmutzung betreiben wollte.
    Auch von daher scheint es h.E. eher respektabel, dieser Veranstaltung trotz Einladung fern zu bleiben.
  3. #52

    Exakt!

    Zitat von pit1 Beitrag anzeigen
    Oder! Gauck wird von der Party entfernt und kann das auch noch als Widerstand verkaufen.
    Gratuliere! Sie haben das Prinzip Gauck'schen Widerstandes (in Gegenwart wie Vergangenheit) trefflich auf den Punkt gebracht!
  4. #53

    aaa

    Zitat von gokahe Beitrag anzeigen
    merkwürdig. Deshalb meine Empfehlung hier
    Kirchentag 1988: Pastor der Unfreiheit — Der Freitag lesen. Bis jetzt keine Reaktion in den beiden brüderlich verbundenen roten Zeitungen.
    Ich hoffe der Artikel befeuert die lahme Auseindersetzung hier ja wenn........?
    gruß gokahe
    Schon heftig. Ich meine dafür, das sich Gauck unwidersprochen mit den Geschwistern Scholl vergleichen lässt ...

    Zitat von Freitag
    ...
    Hierbei ist erkennbar, dass „Larve“ an keinen Themen interessiert ist, die sich offen gegen die staatlichen Verhältnisse in der DDR richten. Aus diesem Grund hat er den Lietz, Heiko … anfangs nicht mit in den Vorbereitungskurs für den Kirchentag 1988 einbezogen.
    ...
    Man kann zu Gauck stehen wie man will aber das gerade der sich nun den DDR-Oppositionsorden umhängen lässt hat schon einen besonders widerlichen Geschmack und entehrt die, die mit Ihrer Oppositionsarbeit in der DDR wirkliche Risiken getragen haben.

    Na ja, mir geht das sowieso mittlerweile irgendwie (aber nicht ganz) am Allerwertesten vorbei. Von wegen "höchstes Amt". Ein Grüppchen bürgerfremder Politiker kungelt irgend etwas aus. Eigentlich sollte man es einfach ignorieren. Einfach: "Leck mich" und gut ist. Sonst wird man noch verrückt.

    Die Proteste beim Zapfenstreich sind aber beachtenswert. Das gab es wohl noch nie. Ich kann mich auf jeden Fall nicht erinnern. Irgendwie schön ...
  5. #54

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    ...Ein wenig respektlos. Diese Art der Präsidentenbeschreibung wird wohl Schule machen, der popelige Gauck darf sich jetzt schon freuen. Im Klartext bedeutet es, daß das Amt abgeschafft wird.
    Im Klartext bedeutet es nur eins: mit Ihrem "popeligen Gauck" haben Sie die Art der Präsidentenbeschreibung respektlos weiter geführt.

    Und ich wette mit Ihnen um jeden Betrag, dass das Amt nicht abgeschafft wird.
  6. #55

    Wetten, dass?

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Im Klartext bedeutet es nur eins: mit Ihrem "popeligen Gauck" haben Sie die Art der Präsidentenbeschreibung respektlos weiter geführt.

    Und ich wette mit Ihnen um jeden Betrag, dass das Amt nicht abgeschafft wird.
    Und ich wette, dass Gauck am Ende nicht mehr Ehre einlegen wird als seine beiden Vorgänger!
  7. #56

    Passend ausgedrückt,

    Zitat von Spessartplato Beitrag anzeigen
    ist die Kreatur Merkels.Das vergessen die Menschen sehr schnell.
    Merkel tut im Moment so, als habe sie mit alldem nichts zu tun.
    dass Wulff die Kreatur Merkels ist. Jedoch sollten die Menschen das nicht vergessen bzw. übersehen. Es besteht die Hoffnung, dass der designierte Bundespräsident Gauck nicht mit Merkel und deren Klüngel kungeln wird.
  8. #57

    „Was frommt kommt.“

    Zitat von hans-peter köppe Beitrag anzeigen
    dass Wulff die Kreatur Merkels ist. Jedoch sollten die Menschen das nicht vergessen bzw. übersehen. Es besteht die Hoffnung, dass der designierte Bundespräsident Gauck nicht mit Merkel und deren Klüngel kungeln wird.
    Der Präsident hat laut Verfassung mit der Regierung zu kungeln, also ihre Maßnahmen dem doofen Volk nett zu übersetzen, mehr nicht. Dazu hat der Präsident ein eigenes Amt und unzählige Schreiberlinge, und wenn der Regierung etwas nicht paßt, dann wird es nicht formuliert. Das wird vorher abgeklärt. Jedes Redemanuskript wird also vom Bundeskanzleramt vorzensiert wenn nicht vorgeschrieben. Man darf sich den Vorgang durchaus so vorstellen, wie er bei SPON gehandhabt wird. „Was frommt kommt.“

    Der gute Gauck soll ein recht einfältiger Mensch sein, den es nach Freiheit dürstet, ein Wahlkampfslogan aus den Fünfzigern, von dem bis heute kein Schwein weiß, was er zu bedeuten hat. Irgendwie saugut oder sowas. Alles und nichts. Also so etwas Ähnliches wie Gott himself. Gut für alle Lebenslagen.

    Das Gute an Gauck ist, daß er Pastor ist, also irgendwelche frei erfunden Thesen mit dem Brustton der Überzeugung wiedergeben kann, sonor nasal und rechtschaffen und besten Glaubens. Das Schlechte an Gauck ist, daß er wieder ein Pastor ist. Wir hatten mit Rau schon einen, und zwar definitiv einen zuviel. Weder der einfache noch der denkende noch der einfach denkende Bürger ist übermäßig scharf auf solche Sprüche.

    Der gute hochgelobte Gauck wird sich ein wenig schwertun. Und da der Respekt vor Bundespräsidenten ohnehin schon unter aller Sau ist, wird er trotz seiner erfurchtgebietenden Tolle kaum wahrgenommen werden. Das wird kein Spaß für ihn. Alle die für und gegen Köhler und Wulff waren, werden ihn genau beobachten. Ein falscher Zungenschlag und kein Medium wird überhaupt erfahren, was er hätte sagen wollen. So will es unsere Verfassung.
  9. #58

    Maßlos überschätzt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch Joachim Gauck fehlt beim Zapfenstreich für Christian Wulff: Der designierte Bundespräsident wird nicht bei der offiziellen Verabschiedung des ehemaligen Staatsoberhaupt teilnehmen. Dies bestätigte ein Sprecher Gaucks - dessen Teilnahme habe aber auch nie zur Debatte gestanden.

    Designierter Bundespräsident: Gauck kommt nicht zu Wulffs Zapfenstreich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Herr Gauck wird maßlos überschätzt und zum Retter von Moral, Freiheit und Demokratie vom Spiegel und der Meinungsmacher-Bild hochstilisiert. Inzwischen scheint Gauck, in der Art wie er z.T. arrogant und selbstverliebt auftritt, schon selbst an seine Fähigkeiten als Geilsbringer zu glauben. Er ist ein eloquenter Plauderer, dessen Dauerthema "Freiheit" allerdings längst Patina angesetzt hat und bei den meisten Bürger eher ein Gähnen verursacht.
    Gönnen wir dem alten Herrn für einige anstehende Sonntagspredigten die gleiche üppige Apanage wie seinen Vorgängern. Viel mehr wird nicht kommen vom selbsternannten Bürgerrechtler aus wendezeiten.
  10. #59

    Nichts Schlechtes über die Toten!

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Der gute Gauck soll ein recht einfältiger Mensch sein, den es nach Freiheit dürstet, ein Wahlkampfslogan aus den Fünfzigern, von dem bis heute kein Schwein weiß, was er zu bedeuten hat. Irgendwie saugut oder sowas. Alles und nichts. Also so etwas Ähnliches wie Gott himself. Gut für alle Lebenslagen.
    Dem kann man schwerlich widersprechen.

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Das Gute an Gauck ist, daß er Pastor ist, also irgendwelche frei erfunden Thesen mit dem Brustton der Überzeugung wiedergeben kann, sonor nasal und rechtschaffen und besten Glaubens. Das Schlechte an Gauck ist, daß er wieder ein Pastor ist. Wir hatten mit Rau schon einen, und zwar definitiv einen zuviel.
    Hier muss ich gegenhalten, denn diesen Vergleich hat Rau nicht verdient: Abgesehen von Pietätsgründen war er ein Mensch mit erkennbarem sozialen Gewissen und Verantwortungsgefühl. Sollte Gauck dies ebenfalls besitzen, dann hat er's bislang sehr, sehr geschickt verborgen!








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