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Depressionen: Psychischer Stress erhöht die Sterblichkeit

CorbisDepressionen oder Angst gefährden den Körper. Jetzt zeigt eine Studie: Selbst leichte psychische Probleme erhöhen das Risiko zu sterben. Mediziner fürchten eine große Dunkelziffer von psychisch Kranken, die sich nicht behandeln lassen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...847469,00.html
  1. #50

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Entschuldigen Sie, wenn ich widerspreche. Geist und Seele sind nicht dasselbe. Seele und Psyche, ok. Geist ist das Gehirn, der Verstand, das Rationale in uns. Seele und Psyche sind das, was nicht fassbar ist, der "Bauch". "Kopfdoktor" ist auch so eine falsche Bezeichnung.
    Mein Hirn, mein Verstand, mein rationales Empfinden funktionieren hervorragend, manchmal sogar besser als vorher. Meine Seele ist kaputt. Ich kann nicht mehr empfinden, mich nicht freuen, nicht trauern, kein Mitgefühl zeigen. Ich bin ein Terminator, rein gefühlsmäßig.
    Ich bin depressiv, finde keinen Ausweg. Ich gehe offensiv damit um, kenne aber viele Menschen, die es nicht zeigen möchten, Ausreden finden, sich verstecken.
    Ja, bei einer Depression wird im Hirn zuwenig bis gar kein Serotonin mehr erzeugt, deshalb siedeln viele die Krankheit im Kopf an. Psychopharmaka sollen dies ausgleichen. Das funktioniert aber bei sehr vielen Menschen nicht. Warum wohl?
    Weil die Seele doch woanders sitzt?
    Ich bin weder religiös noch esoterisch angehaucht, aber seit diese Dunkelheit in mir wohnt, weiß ich, daß es eine Seele gibt.
    Ich bin auf der Suche danach und hoffe, das, was kaputt gegangen ist, irgendwie reparieren zu können. Ich bin ja Handwerker, vielleicht schaffe ich es.
    Hallo Herr Handwerker, eine interessante Seite zum Thema: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/serotonin-ia.html
    Ansonsten mal nach NEW START googeln (Wasser, Ernährung, frische Luft, Bewegung, Sonnenlicht, gute Beziehungen, Mäßigkeit, Ruhe, Vertrauen...)
    Alles Gute von ebenfalls nem Handwerker...na, eigentlich Kunsthandwerker (Klavierbauer)
  2. #51

    Pauschaler Unfug

    Zitat von ricocoracao Beitrag anzeigen
    Alle sensiblen Menschen in diesem System (nach ca 2002) haben Depressionen, mal schwächer, mal stärker.. aber wer Depressionen hat geht nicht zum "fremden" Arzt, ich kenne Viele, die wie ich, gar keinen Hausarzt haben und dann kann der ja gar nicht helfen, sondern muss einen weiter überweisen (kenne mich dort gar nicht aus) Dazu würde ich gar nichts von der Pharmaindustrie einnehmen, ich traue diesen Leuten einfach nicht über den Weg und auch die Ärzte sind in diesem System so eingebunden, die denken leider auch nur noch an den Profit..Psychologen würde ich sicherlich nichts privates erzählen, sind ja Fremde! Also komplett zwecklos! Meine Empfehlung: Nehmt in irgendeiner Weise Kakao zu euch, das hebt die Stimmung und am allerbesten ist Sport, Sonne und Wohnortwechsel in ein Land, wo die Leute nicht so getrieben sind und noch ihr Herz bewahrt haben.. haltet euch von kalten Menschen fern und sucht euch warme Partner, also für Männer= keine Blondinnen (einzige Ausnahme: echt Blonde, von der Haarwurzel :) Dumme Menschen haben nie Depressionen, das ist ihr Vorteil, aber eine Gesellschaft braucht auch denkende & fühlende Menschen.. nur meine Meinung
    Einige Ihrer Aussagen sind leider zu pauschal und werden dadurch falsch. Angefangen damit, dass dumme Menschen >nie< Depressionen haben - was absolut nicht stimmt. Nach diversen Studien (vielleicht sogar laut ICD) erlebt jeder Mensch (nach med. Definition) im Laufe seines Lebens mind. eine depressive Phase. Selbst wenn dem nicht so wäre, mag die Anfälligkeit statistisch bei intelligenteren Menschen höher sein, was nicht bedeutet, dass einfachere Menschen gar nicht fühlen können.

    Dann zur berüchtigten Pharmaindustrie und -lobby: Vorweg, ich bin kein Lobbyist! :P Aber angenommen, die Pharmakonzerne sind der Teufel. Der Teufel ist böse, aber wenn er Ihnen neben dem Bösen sauberes Trinkwasser anbietet, können Sie nicht behaupten, es sei Gift. Es steht außer Frage, dass neben all den Vorwürfen zum skrupellosen Vorgehen der Pharmaindustrie, die Medis derselben tagtäglich unzählige Menschenleben retten! Wenn man darauf von heute auf morgen verzichten würde, würde es die Menschheit medizinisch fast ins Mittelalter zurückwerfen. Das kann man nicht einfach ignorieren. :-)
  3. #52

    Depressionen, Ursachen und Therapien

    Auch wenn das vielen hier unbequem erscheint - Depressionen sind nicht immer verbunden mit "Charakter" oder haben eine nachweisbare Ursache. Zwar gibt es eine genetische Disposition, aber in vielen Fällen von diagnostizierten Depressionen ist nicht erkennbar, warum gerade jetzt und hier das Vollbild einer Depression ausbricht. Ebenso unklar ist, warum Depressionen weltweit enorm zunehmen - zunehmender Stress an sich kann es kaum sein, dann hätten Generationen vor uns weit depressiver sein müssen (Kriege, Krankheiten, Lebensbedingungen, etc.). Das endlose Grübeln nach einer Ursache ist deshalb nicht immer zielführend und schon gar nicht verbunden mit einer "Charakterschwäche", führt doch allein schon die Erwähnung in dieser Richtung zu einer unerträglichen Schuldzuweisung der ohnehin stark belasteten Patienten. Genauso unsäglich ist das, oft aus der esoterischen Ecke kommende, "Krankheit als Prüfung"- Geraune. Führt es doch ebenso dazu, dass dem Kranken alle Verantwortung selber zugeschoben wird.

    Nachweislich die besten Erfolge zur Behandlung einer echten Depression haben Antidepressiva in Verbindung mit einer Psychotherapie. Moderne Antidepressiva machen weder abhängig noch haben sie schwerwiegende Nebenwirkungen. Sie sind nicht zu verwechseln mit Tranquilizern oder anderen Psychopharmaka. Sie gleichen die aus dem Lot geratenen synaptischen Transmittersubstanzen aus, lösen so die anfänglichen Symptome und führen oftmals überhaupt erst dazu, dass Patienten empfänglich und offen für parallele psychotherapeutische Maßnahmen sind.
  4. #53

    spirituelle Erkenntnis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Depressionen oder Angst gefährden den Körper. Jetzt zeigt eine Studie: Selbst leichte psychische Probleme erhöhen das Risiko zu sterben. Mediziner fürchten eine große Dunkelziffer von psychisch Kranken, die sich nicht behandeln lassen.

    Depression und Angst erhöhen das Sterberisiko - SPIEGEL ONLINE
    Bei all den Kommentaren und Wissenschaftler vermisse ich eine spirituelle Erkenntnis, man kann mit Tabletten vieles betäuben, wie mit Alkohol, doch dadurch wird meine Seele nicht gesünder, höchstens abhängiger.
    Tabletten haben nun mal Nebenwirkungen genauso wie Alkohol als Betäubungsmittel.
  5. #54

    Krankheiten der Seele

    Zitat von dlv Beitrag anzeigen
    Ich halte diejenigen, die von Geistes- und Gemütserkrankungen getroffenen sind, in der Tat für diejenigen, deren Wirklichkeitssinn meist wach und lebendig ist, und die deshalb alleine und unverstanden gelassen werden.

    Das ist die Hölle auf Erden.
    Ärzte sind gute Operateure doch wenn es um Krankheiten der Seele geht, sind sie hilflos überfordert, dann helfen nur noch Tabletten oder Alkohol. Wir sind in der Medizin so fortschrittlich, doch von der Seele wissen wir wenig. All die Verletzungen der Seele machen krank, die Seele, unsere Psyche, speichert alles. Liebe und Freundlichkeit, Toleranz und Verständnis, all das fehlt heute in unserer Gesellschaft. Zusammenhänge werden einfach ignoriert und belächelt.

    "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. (....) Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen." (...) Albert Einstein
    „Glück ist: zu begreifen, wie alles zusammenhängt.“

    (Sten Nadolny (*1942)
  6. #55

    Falsch herum

    Die Depression ist eine gesunde Reaktion auf kranke Zustände. Wenn geldgierige Psychopathen mit dem Schicksal der Völker Monopoly spielen und die Politik unterstützt das noch - dann müßte man eigentlich diese unerträglichen Zustände beenden (ich verkneife mir zu sagen, wie) oder eben die Agression gegen sich selber richten. Und peng, schon hat man sie, die Depression.

    Ich will diese schwere und manchmal tötliche Krankheit nicht verharmlosen, aber man sollte mal die gesellschaftlich verursachten Krankheiten von den individuellen oder denen aus unbekannter Ursache trennen.
  7. #56

    Henne-Ei-Problem

    Zitat von wittchen2000 Beitrag anzeigen
    Anstatt nach chemischen Ursachen für Depressionen im Gehir zu suchen sollte man sich mal die gesellschaftlichen Umstände und die Lebenssituation der Menschen anschauen.

    Natürlich gibt es Geisteskrankheiten und Leute die wirklich sehr viel anders ticken als der Durchschnitt, aber Depression im allgemeinen mit Glückspillen der Pharma-Industrie zu behandeln ist m.E. ein totaler Irrweg.
    Schönen guten Tag Hr. Wittchen! Sicher nicht Prof. H.U. Wittchen, denn der hätte zu diesem Thema wahrscheinlich eine differenzierte Meinung ;-)
    Fakt ist: bei einer Depression finden sich im Gehirn neurochemische Veränderungen. Ist das Ursache oder Wirkung der Depression? Wir wissen es nicht. Gehen wir aus, es ist eine Mischung aus Vulnerabilität und Wirkung. Sicher muss man dann an den psychosozialen Ursachen der Depression arbeiten. Aber warum soll man diesen Prozess nicht durch (sehr hilfreiche) Medikamente unterstützen?
  8. #57

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Depressionen oder Angst gefährden den Körper. Jetzt zeigt eine Studie: Selbst leichte psychische Probleme erhöhen das Risiko zu sterben. Mediziner fürchten eine große Dunkelziffer von psychisch Kranken, die sich nicht behandeln lassen.
    Nicht nur Mediziner - vor allem die Pharmabranche wittert wieder mal das große Geschäft, die neuen "Blockbuster". Dafür werden schamlos noch mehr Menschen zu "Kranken" gemacht und mit der Angst, früher zu sterben, unter Druck gesetzt. Gesunde Menschen! Eine psychische Belastung ist keine Krankheit!
    Gottseidank wissen die Menschen das und fallen auf diesen ausgemachten Pharma-Unsinn nicht mehr herein.
    Zumal kein psychisches Problem mit Psychopharmaka zu lösen ist.
    Natürlich gibt es Menschen, deren verdrängte psychische Belastungen so groß sind, dass dies unter "Depression" fällt. Aber auch das wäre zu heilen, würde die Medizin die Seele als Träger des Menschseins anerkennen. Wird die Psyche behandelt, gesundet der Mensch. Aber das würde die Pharmabranche "entlasten", was natürlich für diese Lobby nicht erstrebenswert wäre. Also: behandeln wir Symptome, auch solche, die gar keine sind ...

    Es ist richtig, dass Menschen heute oft seelisch allein gelassen werden: aber daran trägt die Medizin einen großen Anteil, indem sie gesunde Menschen als krank einstuft, nicht ganzheitlich denkt und handelt und nur Symptome behandelt.

    Es ist aber auch grundsätzlich ein gesellschaftliches Problem unserer Gesellschaft, dass der Mensch ungern für sich selbst, seine Psyche und seinen Körper, die Verantwortung übernimmt. Passiv sein, in jeder Hinsicht, ist einfacher. Dabei hat jeder hat die Möglichkeit, über das Medikamentenschlucken hinaus zu gehen und andere Wege zu finden. Erfolgreichere Wege. Wege zu wirklicher Heilung aus dem Inneren heraus. Aber das bedeutet Auseinandersetzung mit sich selbst, mit dem eigenen Inneren, mit der Vergangenheit, mit Schmerz und Hass. Geht man hindurch, ist Heilung der Gewinn.
  9. #58

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Depressionen oder Angst gefährden den Körper. Jetzt zeigt eine Studie: Selbst leichte psychische Probleme erhöhen das Risiko zu sterben. Mediziner fürchten eine große Dunkelziffer von psychisch Kranken, die sich nicht behandeln lassen.

    Depression und Angst erhöhen das Sterberisiko - SPIEGEL ONLINE
    Jeder der nicht morgens voller Freude aufsteht, mit einem Lächeln im Gesicht seinem Arbeitsplatz entgegenstrebt, den ganzen Tag sein bestes gibt das BSP zu steigern und sich nach erfolgreicher Arbeit nicht sofort in den Konsum oder die Fithaltung seines einzig verwertbaren Produktes (seine Arbeitskraft) stürzt bekommt irgendeine Nummer in irgendeinem Katalog und den Stempel "Krank". Danach stürzen sich dann voller Freude ein ganzer Haufen Mediziner auf diese Person um mit Chemie und geplanten Gesprächen die Person wieder zu einem "produktiven" Mitglied dieser Gesellschaft zu machen.

    Und alle paar Monate kommt ein grosser Artikel wieviele unentdeckte "Kranke" es doch gibt und das schon die kleinsten Anzeichen zu einer erhöhten Sterblichkeit führen und und und.

    Ich will hier ganz bestimmt nicht die Depression an sich kleinreden. Das kann ganz übel werden und dann kann Hilfe sehr notwendig werden.
    Aber nicht jede Abweichung von der "Norm" ist psychisch krank und behandlungsbedürftig. Nicht jeder Mensch muss 80 werden, ja nichtmal jeder Mensch muss 80 werden wollen.
  10. #59

    Zitat von Nonatomic, Retain Beitrag anzeigen

    Dann zur berüchtigten Pharmaindustrie und -lobby: Vorweg, ich bin kein Lobbyist! :P Aber angenommen, die Pharmakonzerne sind der Teufel. Der Teufel ist böse, aber wenn er Ihnen neben dem Bösen sauberes Trinkwasser anbietet, können Sie nicht behaupten, es sei Gift. Es steht außer Frage, dass neben all den Vorwürfen zum skrupellosen Vorgehen der Pharmaindustrie, die Medis derselben tagtäglich unzählige Menschenleben retten! Wenn man darauf von heute auf morgen verzichten würde, würde es die Menschheit medizinisch fast ins Mittelalter zurückwerfen. Das kann man nicht einfach ignorieren. :-)
    Frage I: Gibt es eigentlich einen besonderen Grund, warum man WASSER gerade vom Teufel oder gar der Pharmaindustrie annehmen sollte?

    Frage II: Setzt man die Zahl der von der Pharmaindustrie geholfenen Menschen ins Verhältnis zu denjenigen die von ihr direkt oder indirekt geschädigt wurden, ist die Bilanz vielleicht nicht so prickelnd.








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