Depressionen: Psychischer Stress erhöht die Sterblichkeit

CorbisDepressionen oder Angst gefährden den Körper. Jetzt zeigt eine Studie: Selbst leichte psychische Probleme erhöhen das Risiko zu sterben. Mediziner fürchten eine große Dunkelziffer von psychisch Kranken, die sich nicht behandeln lassen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...847469,00.html
  1. #110

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Das ist schon richtig. Vergessen Sie aber die Problematik nicht, wo sich ein Stressempfinden verselbständigt hat und Stress permanent empfunden wird und zusätzlich die Stressregulierung nicht mehr funktioniert. Hier den rotierenden Organismus in den Griff zu kriegen, das ist nochmal eine zusätzliche Herausforderung. Weil sich da nicht mit Bewusstsein arbeiten lässt.

    Lebenslange Medikation kann aber nicht der Ausweg sein. Entweder muss der Kranke Strategieen entwickeln lernen, die ihm helfen, oder er muss sein Leben dahingehend anders gestalten. Ich habe bisher keinen Betroffenen getroffen, der nicht sehr unter den diversen Nebenwirkungen leidet. Mir haben sie ein normales Leben beinahe unmöglich gemacht!
  2. #111

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Ich hätte es mir denken können, denn gemäß Ihrer Antwort hatte ich sehr wohl den Eindruck, dass Sie meiner Argumentation folgen konnten. Da das aber keinesfalls selbstverständlich ist, war ich eigentlich aber auch dankbar, nochmal nachlegen zu können.
    Eigentlich muss man dabei immer wieder gegen die gleichen unbewußten Vorurteile ankämpfen. Z.B. dass die meisten Leute mit dem Wort "genetisch" einen "Determinismus" verbinden, den es aber in den allermeisten Fällen eben nicht bedeutet.

    Um so etwas zu erläutern benutze ich dann gern analoge Bilder, die aus meinem Alltag des Tages, oder des Vortages stammen. Z.B. wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, und die Äpfel unter meinem Apfelbaum liegen sehe. Genetisch heißt nicht wie Newton, dass der Apfel auf Grund der Schwerkraft nur runterfallen kann. Genetischer Einfluss ist eher so, als wenn ich unter dem Baum ein Golfloch hätte. Um da rein zu treffen ist mehr nötig, als dass der Fallpunkt möglichst nahe am Loch ist, manche ganz nahe gehen sonst wo hin, und manche ganz weite können trotzdem da rein rollen. Die Nähe des Fallpunktes zum Loch beeinflußt nur die Wahrscheinlichkeit, aber nicht das einzelne Ereignis selbst.

    Dann z.B. ist den meisten nicht gegenwärtig, dass in Netzwerken Symptome an den seltsamsten Stellen auftreten können. Schon bei so etwas simplen wie DECnet, mit dem wir früher (noch Anfang der 90er) über Standleitungen unsere VAX-Rechner verbunden hatten, habe ich mal einen Effekt erlebt, dass der Rechner in Bautzen immer wieder ausfiel ... als Folge von Hardware-Problemen auf der Leitung zwischen den Standorten in Nürnberg-Nord und in Nürnberg-Süd, wo aber trotzdem jeweils die Rechner weiter liefen, und dort zunächst nichts auffiel.

    Welche neue Qualität der Netzwerkcharakter für die Psycho-Neuro-Immunologie bedeutet erfassen selbst Ärzte oft nicht. Ein schöner Satz hier Kommunikationsnetzwerke im Körper: Psychoneuroimmunologie. Aspekte einer neuen Wissenschaftsdisziplin: Amazon.de: Kurt S Zänker: Bücher auf Seite 20:
    "Immunsystem, Hormonsystem, Nervensystem und Psyche sind vielfältig miteinander vernetzt. Die Kommunikation zwischen und innerhalb dieser Teilsysteme erfolgt über unzählige Signal- und Botenstoffe, die oft genug nach Ort, Menge und Zeit unterschiedliche Informationen übermitteln. In das hier stark vereinfacht dargestellte Gesamtnetzwerk, das durch zahlreiche Rückkopplungsschleifen und zirkuläre Abhängigkeiten ... gekennzeichnet ist, gliedern sich nicht nur alle physiologisch-somatischen Abläufe und Verhaltensäußerungen ein, sondern auch kognitiv-psychische Prozesse wie Wahrnehmen, Denken und Fühlen."
    Das Leben ist zu komplex, um es in wenigen Worten zu beschreiben.
    Das Wesen eines Menschen ist zu komplex, um es mit wenigen Worten zu beschreiben.
    Ein Menschenleben ist zu komplex, um es mit wenigen Worten zu beschreiben.
    Das Zusammenleben einer sozialen Gemeinschaft ist zu komplex, um es mit wenigen Worten zu beschreiben.
    Als Mathematiker können Sie sicherlich multiplizieren.......:)
  3. #112

    ohne medis

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Lebenslange Medikation kann aber nicht der Ausweg sein. Entweder muss der Kranke Strategieen entwickeln lernen, die ihm helfen, oder er muss sein Leben dahingehend anders gestalten. Ich habe bisher keinen Betroffenen getroffen, der nicht sehr unter den diversen Nebenwirkungen leidet. Mir haben sie ein normales Leben beinahe unmöglich gemacht!
    Es stellt sich sowieso die Frage, ob sich ein alarmiertes Gehirn dahingehend abstellen lässt und damit das vegetative Nervensystem Ruhe gibt.
    Medikamentös eingestellt stolpern einige Patienten mit Nebel im Kopf durch die Gegend und fühlen sich trotzdem nicht brauchbar. Von gut will ich gar nicht anfangen.
    Es ist allerdings auch frustrierend zu sehen, dass sich auch mit erweitetertem Aktionsradius und zurückkehrender Bewegungsfreiheit nichts am Stressempfinden ändert. Der Körper bleibt auf Alarm gestellt. Mit Medikamenten ändert sich daran nix, ohne aber auch nicht.
  4. #113

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Es stellt sich sowieso die Frage, ob sich ein alarmiertes Gehirn dahingehend abstellen lässt und damit das vegetative Nervensystem Ruhe gibt.
    Medikamentös eingestellt stolpern einige Patienten mit Nebel im Kopf durch die Gegend und fühlen sich trotzdem nicht brauchbar. Von gut will ich gar nicht anfangen.
    Es ist allerdings auch frustrierend zu sehen, dass sich auch mit erweitetertem Aktionsradius und zurückkehrender Bewegungsfreiheit nichts am Stressempfinden ändert. Der Körper bleibt auf Alarm gestellt. Mit Medikamenten ändert sich daran nix, ohne aber auch nicht.
    Da hilft nur noch eine radikale Umstellung des Lebens. Weg von den Stressfaktoren, sei es der Job, die Beziehung oder die Wohnsituation.
    Ein schwerer Schritt, nicht einfach zu gehen, durch Sachzwänge gewachsen.
    Ich musste meinen Job aufgeben und stehe jetzt, mit knapp 50 Jahren vor neuen Herausforderungen. Glücklicherweise lebe ich im ländlichen Raum und kann mir direkt vor der Haustür kleine Auszeiten vom Alltag nehmen. Wie es weitergeht, weiß ich dennoch nicht, aber die Angstzustände sind weg. Ich habe noch viel Arbeit an mir vor mir, bin aber nach diesem wichtigen Schritt frei dafür.
    Manchmal muss man verzichten, um gewinnen zu können!
  5. #114

    Es geht aufwärts!

    Zitat von caspiat Beitrag anzeigen
    ...Und ich will absolut nicht soweit kommen (da war ich vor 3 Wochen) dass ich ohne Pillen gar nicht den Tag rumkriege und Nachts kein Auge zubekomme. Da bin ich wieder raus. Ich kann weiterhin klar denken, aber ich will sehnlichst:
    Firma loswerden, Schulden abzahlen, frei sein und dahin, wo ich als ehrlicher Mensch für andere einen Beitrag leisten kann.
    Was ich hier in Mexiko gesehen habe ist furchtbar. Es war eine dreijährige Qual, null Sicherheit, geschützt werden Verbrecher, nicht ehrliche Leute, und man ist praktisch jedem ausgesetzt, der an einem rumpicken will. Hier kann man also nur bestehen, wenn man sich entsprechend gewappnet und bewaffnet hat.
    ...
    Hallo caspiat,
    sehr gut - Sie wissen, was Sie wollen. Wenn das notwendige Geld zur Schuldenrückzahlung im Moment nicht zu beschaffen ist, können Sie da nicht Insovenz anmelden (und ggf. Ihre Schulden später zurückzahlen oder schon mal Ihre Forderungen abtreten)? Sie sollten in alle Richtungen denken, nicht nur in die, welche Ihr ehrlicher Charakter als richtig empfindet.

    Wenn Sie Deutscher sind, könnte Ihnen vielleicht ein Konsulat helfen, nach Deutschland zurückzukehren. Mit Ihren Erfahrungen und Sprachkenntnissen finden Sie bestimmt wieder Arbeit.

    Und Ihre Erfahrungen in Mexiko (die man vielleicht auch in manch anderem Land machen könnte) sollten Sie unbedingt aufschreiben und wo möglich dokumentieren. Vielleicht gibt es Journalisten, die sich für solche Themen interessieren. Wenn nicht, wäre eine solche Doku im Internet bestimmt lehrreich auch für uns in Deutschland, wo nach meiner Auffassung auch Korruption und Vetternwirtschaft zunehmen.

    Und denken Sie an Ihre vielen Mitmenschen in Mexiko, die ärmer und ungebildeter sind und noch mehr ausgeliefert. Wenn Sie Ihre Akkus wieder etwas aufgefüllt haben, dann werden Sie merken, daß Sie sich nach solchen Erfahrungen nicht mehr über jeden Käse aufregen und für manches dankbar sein werden, das andere als selbstverständlich erachten.

    Ich wünsche Ihnen und allen, die Sie lieben viel Kraft und Gottes Segen.
  6. #115

    Komplexität

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Das Leben ist zu komplex, um es in wenigen Worten zu beschreiben.
    Das Wesen eines Menschen ist zu komplex, um es mit wenigen Worten zu beschreiben.
    Ein Menschenleben ist zu komplex, um es mit wenigen Worten zu beschreiben.
    Das Zusammenleben einer sozialen Gemeinschaft ist zu komplex, um es mit wenigen Worten zu beschreiben.
    Als Mathematiker können Sie sicherlich multiplizieren.......:)
    Keine Ausreden. Ich hatte mal einen Chef, übrigens den besten Chef, den ich in über 30 Jahren Berufstätigkeit je hatte. Wenn man von dem was wollte, hat er immer gesagt: "Ich verstehe nur Mickey Mouse". Und bevor man sein problem nicht auf das Niveau heruntergebrochen hatte, brauchte man ihm damit nicht zu kommen.

    Gut, da ging es um Maschinen, nicht um Menschen. Aber die Komplexität der Entwicklung der Software für eine digitale Telefonvermittlungsanlage a'la 5ESS ist auch nicht ohne. Und da geht es ja nicht nur um die technische Komplexität (lesen Sie z.B. mal die GSM Spezifikation Amazon.com: The GSM System for Mobile Communications (9780945592150): Michel Mouly, Marie-Bernadette Pautet: Books, allein das grenzt schon an Folter), sondern auch um die Komplexität der Arbeitsorganisation (an so etwas arbeiteten hunderte zusammen und hatten nicht viel mehr Zeit als ein paar Jahre).

    Glauben Sie mir, es geht. Nur müssen dafür einige Basisvorraussetzungen erfüllt sein, damit man sich gegenseitig auf jenem simplifizierten Abstraktionsniveau überhaupt verstehen kann. Und dass das auch in der Biologie besser werden kann, dabei stehen uns m.E. einige Fehler im Selbstkonzept (nicht individuell als Person, sondern als Spezies Mensch) im Wege.
  7. #116

    Behandlungsfehler

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Medikamentös eingestellt stolpern einige Patienten mit Nebel im Kopf durch die Gegend
    Dann nehmen sie das falsche Mittel.
    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Der Körper bleibt auf Alarm gestellt. Mit Medikamenten ändert sich daran nix,
    Dann nehmen sie das falsche Mittel.
  8. #117

    Nicht hängenlassen!

    Durch Erniedrigungen auf der Arbeit bekam ich Depressionen und mein Selbstbewusstsein litt erheblich darunter. Bekam das alles erst professionell und nach einigen Monaten wieder hin mit der Hypnose von Dieter Eisfeld, die CD hörte ich mir jeden Tag an.
  9. #118

    Zitat von spon-facebook-10000009156 Beitrag anzeigen
    @ [Zitat von guruji: Es gibt nur einen einzigen Menschen auf dieser Welt, der mir helfen kann. Ich!

    Was meinen manche spirituellen Bewegungen mit: Lass los und lass Gott zu.
    Wenn wir einfach loslassen, haben wir uns selbst als Hindernis aus dem Weg geräumt. Der Weg ist der Prozess- den man das Leben selbst nennt. Aus diesem Grund haben alle spirituellen Meister und Meisterinnen gesagt: Ich bin das Leben und der Weg. Sie sind das Leben, und sie sind der Weg – das Ereignis im Werden, der Prozess. Weisheit verlangt nur von uns, dass wir dem Prozess vertrauen. Das heißt, dass wir Gott vertrauen. Oder, dass wir uns selbst vertrauen, denn wir sind Gott. Wir sind alle eins. Was vielen von uns noch nicht bewusst ist!!
    Das Zitat war von no-panic und nicht von mir !!
    Guruji

    Ansonsten gilt nicht die "wörtlichen" Begriffe wenn Jesus, der damalige Meister sagt: "Folget mir nach" oder "Wer mir nachfolgt hat das ewige Leben".
    Jesus wäre ganz schön dumm gewesen und hätte nie Jünger gehabt, wenn die wüssten, dass sie sich alle kreuzigen hätten lassen sollen !!

    Es frappiert mich immer wieder, dass die Katholiken oder bibeltreuen Christen alles so wort-wörtlich nehmen :-)

    Nein alle Meister meinen damit dass die Schüler ihre Gebote und Weisungen beachten sollten und die Meditationen auch wirklich strikte ausführen sollten. Doch das KARMA ist ja für alle Menschen ein anderes und so kann auch logischerweise keiner sagen Du musst genau so leben wie ich und das dann als "Nachfolge Christ" definieren.

    Jesus lebte (wenn überhaupt !!) 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung (für andere eine andere Dauer vorher !) und hat daher ganz andere Worte benutzt, ganz andere Umweltfaktoren zu adaptieren, er und seine Zeitgenossen wussten von so viel Dingen gar nix. Und so ist es auch äußerst schwierig die Orginaltexte in hebräisch oder griechisch oder später dann auch lateinisch in unsere heutige Sprache zu übertragen :-)

    Ausserdem knn man auch viel "zwischen den Zeilen" erkennen. Nur manchen kann man wirklich "wörtlich" nehmen. Anderes ist auch "verbrämt" in etwa einer Geheimsprache geschrieben. Himmel ist nicht sky oder heaven !! Alles ist auf den Menschen bezogen. Also ist Himmel oberhalb der Wasser. Das Zwerchfell ist die Grenze zwischen Oben und unten. Man bezog damals eben alles auf den Menschen, so wie die kath. Kirche auch immer wider behauptete die Erde sei der Mittelpunkt des Weltalls - was ja bekanntlich nicht stimmt :-)

    Und so kann man religiöse Begriffe (auch den Berg Horeb, oder das Zelt - worin Moses mit Gott sprach - oder das sich teilende Rote Meer usw. usf.) niemals mit realen Wirklichkeiten gleichsetzen !!
    Sie sind Erscheinungen im INNEREN der Menschen. Und manches eben können nur Heilige oder Meister oder sehr sensible Menschen bewußt sehen oder / und Im INNEREN hören.

    Um all das in "normaler Sprache" wiederzugeben besitzt die Menschheit leider keine Worte. Aber leider hört sie auch nicht merh auf die Weisen und Heiligen die noch heutzutage anzutreffen sind - wenn man sie sucht :-)

    Liebe Grüße von
    Guruji