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Denksport beim Bewerbungsgespräch: Der Kopfnuss-Test

CorbisWie schwer ist Manhattan? Wie viele Smarties passen in einen Smart? Erklären Sie einem Blinden die Farbe Lila. Ob Bewerber kreativ und logisch denken, testen manche Unternehmen mit Denksportaufgaben. Im Web kursieren Listen der kniffligsten Tests. Doch wer die Lösung vorher weiß, riskiert eine Schlappe.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...820224,00.html
  1. #260

    Zitat von bigteddy Beitrag anzeigen
    Da haben Sie sich vertan, es muss heißen: Ein Chromosom mehr - und es wäre eine Kartoffel geworden.
    Oder ein Schimpanse - die haben auch 24 Chromosomen.
  2. #261

    Zitat von l3_on Beitrag anzeigen
    ...Der Grund warum promivierte Naturwissenschaftler mit der Frage/Loesung Probleme haben ist eben weil es verschiedene Loesungswege bei dieser Fragestellung gibt...
    Das mag schon sein - aber die sollten alle auch zum richtigen Ergebnis führen.

    Wenn Sie mit der Loesung Probleme haben, dann sind sie nicht in "guter Gesellschaft", sondern sie lernen etwas ueber unsere Gesellschaft...
    Was lernt man da? Es gibt Leute die:
    1. die die gestellte (Gurken-)Aufgabe auf Anhieb richtig lösen - das sind wohl Perfekten.
    2. ein falsches Ergebnis errechneten und sich aber damit abfinden, wenn es ihnen gesagt wird - das sind wohl Handlanger
    3. die ein falsches Ergebnis errechneten, die aber nachfragen oder selbst recherchieren, wie man zu richtigen Ergebnis kommt - das sind brauchbare Mitarbeiter
    und 4. die auch nach 10x vorrechnen und logisch erklären, noch bis auf´s Messer streiten und gegenargumentieren - das sind die Bremser.

    Wenn man die 4. durch einen solchen Test erkennen kann, dann hätte er für ein Unternehmen tatsächlich einen Sinn.
  3. #262

    Zitat von whisky+cola Beitrag anzeigen
    ...Die Aufgabe ist ja mit Absicht schwammig gestellt. Denn warum sollte der Festanteil der Ursprungsgurke konstant sein?...
    Für "Naturwissenschaftler" kann die Frage natürlich entsprechend abgewandelt werden: "Stecken sie 10 Reiskörner in die Gurke und senken dann den Wasseranteil auf 98%". Dann sagt der Probant: "Ich warte, bis der Reis austreibt und habe damit "Gurkenreis" erfunden".
  4. #263

    Gurkenproblem, ein medizin-psychologischer Ansatz

    Zitat von whisky+cola Beitrag anzeigen
    Fantastisch Ihre Kommentare! :D

    Zu den meisten anderen. . . . Nehmen wir an ........
    Euer
    whisky+cola
    Hier wird eine ernsthafte Frage gestellt, und ihr beschäftigt euch mir dem Dreisatz. Nein, es sollen offenbar werden die analytischen und emphatischen Fähigkeiten eines künftigen Unternehmensberaters getestet werden. Eine kurze Zusammenstellung der Fragestellung und der darin enthaltenen Aussagen bringt uns einer möglichen Lösung näher.

    1) Der Fragende hat ein Problem, aber welches?
    2) Der Fragende hat eine Gurke (wieso wählt er zur Darstellung des Problems ausgerechnet eine Gurke?)
    3) Er sagt, die Gurke habe (im Normalzustand??) einen Wasseranteil von 99%, obwohl der geneigte Leser weiss, dass Gurken einen durchschnittlichen Wassergehalt von 96% haben. Er nimmt es mit Zahlen und Fakten offenber nicht sehr genau, warum nur???
    4) Er behauptet, seine "Gurke" wöge 1200 Gramm, sie wäre damit z.B. 6cm dick und 42cm lang. (aber er nimmt es mit Zahlen ja nicht so genau, es könnt auch eine maßlose Selbstüberschätzung sein).
    5) Sein Problem sei, dass der Wasseranteil in seiner Gurke sinkt (um wieviel ist unklar, seine Zahlenangaben dienen ja der Verschleierung). Bei dem Gedanken an seine verschrumpelte Gurke kommt Mitgefühl auf und genau dies sollte getestet werden.

    Eine mögliche Antwort auf die Frage wäre professionell und lösungsorientiert:

    Im Rahmen eines Bewerbungsgespräches kann und will ich ihr Problem einer erektilen Dysfunktion nicht lösen, aber wir können im Anschluss gerne ein Bier trinken gehen.

    Ein Unternehmensberater
  5. #264

    Zitat von whisky+cola Beitrag anzeigen
    Leider habe ich aber ein Problem damit diese Antwort einfach so zu akzeptieren. Es existiert ja anfangs nur eine Gleichung ohne unbekannte, die dann einfach zu einer zweiten umgebogen wird.

    I: 12g + 1188g = 1200g
    II: 12g / (1 - 0,98) = 600g

    Die Aufgabe ist ja mit Absicht schwammig gestellt. Denn warum sollte der Festanteil der Ursprungsgurke konstant sein? Alle ärgern sich darüber, dass viele einen Prozentpunkt mit einem Prozent verwechseln, aber keinen scheint es zu wundern, dass der Festanteil konstant bleiben soll.
    Warum sollte er konstant bleiben? Der Feststoffanteil steigt von 1% auf 2%, wenn der Wasseranteil von 99% auf 98% sinkt.
    Nur die MASSE des Feststoffs verändert sich nicht. Wie und warum auch? Die Aufgabe sagt darüber nichts, also darf man davon ausgehen, dass es keine weiteren relevanten Variablen gibt. (Denn sonst könnte man ja auch annnehmen, dass die Gurke auf dem Mars liegt, dass die Zeit rückwärts läuft, oder dass die Gurke das gleichnamige Hochhaus in London ist. Letztlich kann man dann jedes Ergebnis irgendwie rechtfertigen.)
  6. #265

    biologistischer Ansatz, brauche Hilfe

    Zitat von whisky+cola Beitrag anzeigen

    Die Aufgabe ist ja mit Absicht schwammig gestellt.
    stimmt, vgl. meinen medizin-psychologischen Ansatz im vorigen post.

    Wo ist die Gurke, in welchem Zustand befindet sie sich? Da die sich Gurke die überwiegende Zeit ihres Daseins auf dem Feld und im Wachstum befindet, nehme ich dies für diesen Lösungsansatz an. Er führt mich aber zu keinem befriedigenden Ergebnis.

    Die Gurke wächst und wächst, wird angefressen, vergammelt, trocknet aus und hat irgendwann auch mal einen Wasseranteil von 98%. Der Rest, nicht nur Feststoffe sondern auch flüssige oder gelöste Zersetzungsprodukte beträgt 2%.
  7. #266

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    Warum sollte er konstant bleiben? Der Feststoffanteil steigt von 1% auf 2%, wenn der Wasseranteil von 99% auf 98% sinkt.
    Nur die MASSE des Feststoffs verändert sich nicht. Wie und warum auch? Die Aufgabe sagt darüber nichts, also darf man davon ausgehen, dass es keine weiteren relevanten Variablen gibt. (Denn sonst könnte man ja auch annnehmen, dass die Gurke auf dem Mars liegt, dass die Zeit rückwärts läuft, oder dass die Gurke das gleichnamige Hochhaus in London ist. Letztlich kann man dann jedes Ergebnis irgendwie rechtfertigen.)
    Ja ich verstehe den Lösungsansatz.
    Wenn man das Verhältnis von Wasser- zu Festanteil als konstant unterstellt ergibt sich eventuell auch folgende Möglichkeit.

    I 12g/1188g = 1/99
    II 1/99 = X/98 => 98/99
    III 98/99 * 12g = 11,8787...
    IV 11,8787.../0,02 = 593,9393...

    Die Gurke hat einen Wasseranteil von 98% und das Verhältnis von Wasser- zu Festanteil stimmt mit der Ursprungsgurke überein.

    Es wird ja nicht gesagt, dass die Masse sich nicht verändern darf und so wie die Aufgabe ein anderer Forist vor 15 Jahren gestellt bekommen hat (Tomaten in der Wüste die austrocknen) könnte doch diese Lösung auch möglich sein oder?
  8. #267

    Die reine Gurke an sich

    Zitat von lotoseater Beitrag anzeigen
    Ist eigentlich ganz simpler Dreisatz. Ich bin immer wieder schockiert, dass selbst promovierte Naturwissenschaftler damit ihre Probleme haben. Sie sind also in "guter" Gesellschaft ;-)

    Der Lösungsansatz in diese Fall ist, wie schon angedeutet, recht simpel: Bei 99% ist m(gesamt)/g 1200 und m(Wasser)/g 1188. Dann setzt man in die Gleichung den Sollwert von 0.98 ein, hat dafür eine Gleichung mit m(gesamt)/G =X und m(Wasser)/g =X-12. Die Gleichung (X-12)/X=0.98 muss man jetzt nur noch nach der gesuchten Gesamtmasse X auflösen.
    Hier kollidiert die Mathematik frontal mit dem gesunden Menschenverstand – und der sagt mir, dass die Turbo-Gurke ein Prozent Wasser verloren hat, also ein ganz bisschen weniger wiegt. Aber warum wiegt sie dann Hälfte? Totaler Quatsch.

    Zitat von mentos7 Beitrag anzeigen
    Wenn der Wassergehalt 99% ist, muss der reine Gurkenanteil 1% sein.
    Wie ist bitte die reine Gurke an sich beschaffen?
  9. #268

    Zitat von whisky+cola Beitrag anzeigen
    Ja ich verstehe den Lösungsansatz.
    Wenn man das Verhältnis von Wasser- zu Festanteil als konstant unterstellt ergibt sich eventuell auch folgende Möglichkeit.

    I 12g/1188g = 1/99
    II 1/99 = X/98 => 98/99
    III 98/99 * 12g = 11,8787...
    IV 11,8787.../0,02 = 593,9393...

    Die Gurke hat einen Wasseranteil von 98% und das Verhältnis von Wasser- zu Festanteil stimmt mit der Ursprungsgurke überein.
    Offenbar haben Sie doch nicht verstanden, was ich meinte (und möglicherweise auch nicht die Aufgabe an sich). Das Verhältnis von Wasser zu Festanteil bleibt doch gerade NICHT konstant (die Aufgabe sagt ganz explizit, dass sich der Wasseranteil verringert).

    Zitat von whisky+cola Beitrag anzeigen
    Es wird ja nicht gesagt, dass die Masse sich nicht verändern darf und so wie die Aufgabe ein anderer Forist vor 15 Jahren gestellt bekommen hat (Tomaten in der Wüste die austrocknen) könnte doch diese Lösung auch möglich sein oder?
    Genau das ist ja die Sache (auch bei den Tomaten): Die GESAMTMASSE ändert sich natürlich, sie wird weniger, weil Wasser verdunstet. Dadurch verringert sich der ANTEIL des Wassers (und damit auch die Wassermasse in der Gurke), während sich der ANTEIL aller übrigen Bestandteile erhöht (obwohl deren MASSE gleich bleibt).
  10. #269

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Was lernt man da? Es gibt Leute die:
    1. die die gestellte (Gurken-)Aufgabe auf Anhieb richtig lösen - das sind wohl Perfekten.
    2. ein falsches Ergebnis errechneten und sich aber damit abfinden, wenn es ihnen gesagt wird - das sind wohl Handlanger
    3. die ein falsches Ergebnis errechneten, die aber nachfragen oder selbst recherchieren, wie man zu richtigen Ergebnis kommt - das sind brauchbare Mitarbeiter
    und 4. die auch nach 10x vorrechnen und logisch erklären, noch bis auf´s Messer streiten und gegenargumentieren - das sind die Bremser.

    Wenn man die 4. durch einen solchen Test erkennen kann, dann hätte er für ein Unternehmen tatsächlich einen Sinn.
    Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Anfangs hielt ich diese stumpfe kleine Rechenaufgabe auch für nen schlechten Witz. Die vielen Leute hier, die die Aufgabenstellung nicht verstanden haben (und hinterher auch noch patzig sind, weil sie nicht mal die Lösung nachvollziehen können), haben mich eines Besseren belehrt. Es gibt tatsächlich Leute, die man mit so was aus der Reserve locken kann, damit sie ihr wahres Gesicht zeigen. Insofern ist die Aufgabe wohl doch nicht so sinnlos, wie ich anfangs dachte.


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