CorbisWie schwer ist Manhattan? Wie viele Smarties passen in einen Smart? Erklären Sie einem Blinden die Farbe Lila. Ob Bewerber kreativ und logisch denken, testen manche Unternehmen mit Denksportaufgaben. Im Web kursieren Listen der kniffligsten Tests. Doch wer die Lösung vorher weiß, riskiert eine Schlappe.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...820224,00.html
Das mag schon sein - aber die sollten alle auch zum richtigen Ergebnis führen.
Was lernt man da? Es gibt Leute die:Wenn Sie mit der Loesung Probleme haben, dann sind sie nicht in "guter Gesellschaft", sondern sie lernen etwas ueber unsere Gesellschaft...
1. die die gestellte (Gurken-)Aufgabe auf Anhieb richtig lösen - das sind wohl Perfekten.
2. ein falsches Ergebnis errechneten und sich aber damit abfinden, wenn es ihnen gesagt wird - das sind wohl Handlanger
3. die ein falsches Ergebnis errechneten, die aber nachfragen oder selbst recherchieren, wie man zu richtigen Ergebnis kommt - das sind brauchbare Mitarbeiter
und 4. die auch nach 10x vorrechnen und logisch erklären, noch bis auf´s Messer streiten und gegenargumentieren - das sind die Bremser.
Wenn man die 4. durch einen solchen Test erkennen kann, dann hätte er für ein Unternehmen tatsächlich einen Sinn.
Hier wird eine ernsthafte Frage gestellt, und ihr beschäftigt euch mir dem Dreisatz. Nein, es sollen offenbar werden die analytischen und emphatischen Fähigkeiten eines künftigen Unternehmensberaters getestet werden. Eine kurze Zusammenstellung der Fragestellung und der darin enthaltenen Aussagen bringt uns einer möglichen Lösung näher.
1) Der Fragende hat ein Problem, aber welches?
2) Der Fragende hat eine Gurke (wieso wählt er zur Darstellung des Problems ausgerechnet eine Gurke?)
3) Er sagt, die Gurke habe (im Normalzustand??) einen Wasseranteil von 99%, obwohl der geneigte Leser weiss, dass Gurken einen durchschnittlichen Wassergehalt von 96% haben. Er nimmt es mit Zahlen und Fakten offenber nicht sehr genau, warum nur???
4) Er behauptet, seine "Gurke" wöge 1200 Gramm, sie wäre damit z.B. 6cm dick und 42cm lang. (aber er nimmt es mit Zahlen ja nicht so genau, es könnt auch eine maßlose Selbstüberschätzung sein).
5) Sein Problem sei, dass der Wasseranteil in seiner Gurke sinkt (um wieviel ist unklar, seine Zahlenangaben dienen ja der Verschleierung). Bei dem Gedanken an seine verschrumpelte Gurke kommt Mitgefühl auf und genau dies sollte getestet werden.
Eine mögliche Antwort auf die Frage wäre professionell und lösungsorientiert:
Im Rahmen eines Bewerbungsgespräches kann und will ich ihr Problem einer erektilen Dysfunktion nicht lösen, aber wir können im Anschluss gerne ein Bier trinken gehen.
Ein Unternehmensberater
Warum sollte er konstant bleiben? Der Feststoffanteil steigt von 1% auf 2%, wenn der Wasseranteil von 99% auf 98% sinkt.
Nur die MASSE des Feststoffs verändert sich nicht. Wie und warum auch? Die Aufgabe sagt darüber nichts, also darf man davon ausgehen, dass es keine weiteren relevanten Variablen gibt. (Denn sonst könnte man ja auch annnehmen, dass die Gurke auf dem Mars liegt, dass die Zeit rückwärts läuft, oder dass die Gurke das gleichnamige Hochhaus in London ist. Letztlich kann man dann jedes Ergebnis irgendwie rechtfertigen.)
stimmt, vgl. meinen medizin-psychologischen Ansatz im vorigen post.
Wo ist die Gurke, in welchem Zustand befindet sie sich? Da die sich Gurke die überwiegende Zeit ihres Daseins auf dem Feld und im Wachstum befindet, nehme ich dies für diesen Lösungsansatz an. Er führt mich aber zu keinem befriedigenden Ergebnis.
Die Gurke wächst und wächst, wird angefressen, vergammelt, trocknet aus und hat irgendwann auch mal einen Wasseranteil von 98%. Der Rest, nicht nur Feststoffe sondern auch flüssige oder gelöste Zersetzungsprodukte beträgt 2%.
Ja ich verstehe den Lösungsansatz.
Wenn man das Verhältnis von Wasser- zu Festanteil als konstant unterstellt ergibt sich eventuell auch folgende Möglichkeit.
I 12g/1188g = 1/99
II 1/99 = X/98 => 98/99
III 98/99 * 12g = 11,8787...
IV 11,8787.../0,02 = 593,9393...
Die Gurke hat einen Wasseranteil von 98% und das Verhältnis von Wasser- zu Festanteil stimmt mit der Ursprungsgurke überein.
Es wird ja nicht gesagt, dass die Masse sich nicht verändern darf und so wie die Aufgabe ein anderer Forist vor 15 Jahren gestellt bekommen hat (Tomaten in der Wüste die austrocknen) könnte doch diese Lösung auch möglich sein oder?
Hier kollidiert die Mathematik frontal mit dem gesunden Menschenverstand – und der sagt mir, dass die Turbo-Gurke ein Prozent Wasser verloren hat, also ein ganz bisschen weniger wiegt. Aber warum wiegt sie dann Hälfte? Totaler Quatsch.
Wie ist bitte die reine Gurke an sich beschaffen?
Offenbar haben Sie doch nicht verstanden, was ich meinte (und möglicherweise auch nicht die Aufgabe an sich). Das Verhältnis von Wasser zu Festanteil bleibt doch gerade NICHT konstant (die Aufgabe sagt ganz explizit, dass sich der Wasseranteil verringert).
Genau das ist ja die Sache (auch bei den Tomaten): Die GESAMTMASSE ändert sich natürlich, sie wird weniger, weil Wasser verdunstet. Dadurch verringert sich der ANTEIL des Wassers (und damit auch die Wassermasse in der Gurke), während sich der ANTEIL aller übrigen Bestandteile erhöht (obwohl deren MASSE gleich bleibt).
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Anfangs hielt ich diese stumpfe kleine Rechenaufgabe auch für nen schlechten Witz. Die vielen Leute hier, die die Aufgabenstellung nicht verstanden haben (und hinterher auch noch patzig sind, weil sie nicht mal die Lösung nachvollziehen können), haben mich eines Besseren belehrt. Es gibt tatsächlich Leute, die man mit so was aus der Reserve locken kann, damit sie ihr wahres Gesicht zeigen. Insofern ist die Aufgabe wohl doch nicht so sinnlos, wie ich anfangs dachte.