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Demokratiebewegung: Gefahr eines Arabischen Herbsts

AFPIn Ägypten wird das Parlament aufgelöst. In Libyen verhaften die Aufständischen Uno-Mitarbeiter. In Tunesien gibt es wieder Straßenschlachten. Ist der Arabische Frühling gescheitert? Bei all den Rückschlagen für die jungen Demokratien: In der Region hat sich seit 2011 viel getan.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...839037,00.html
  1. #1

    Glaubt den wirklich jemand, da gehen ein paar Leute auf die Straße, es wird gewählt und alles ist gut?
    Die arabische Welt musste lange unter eigenen und fremden Despoten leiden und der weg zu einer eigenen Demokratie arabischer Prägung wird viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern und noch viele Opfer fordern.
  2. #2

    Arabischer Herbst

    Bei all den Rückschlägen für die jungen Demokratien ... Das Wort "Menschenrechte" ist in den arabischen Sprachgebrauch eingezogen. ... 2. Gemäßigte islamistische Volksparteien entstehen

    Die Medien haben scheinbar immer noch nicht verstanden, dass der von von ihnen herbeigschriebene 'arabsiche Frühling' nur ein Trugbild ist.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Ägypten wird das Parlament aufgelöst. In Libyen verhaften die Aufständischen Uno-Mitarbeiter. In Tunesien gibt es wieder Straßenschlachten. Ist der Arabische Frühling gescheitert? Bei all den Rückschlagen für die jungen Demokratien: In der Region hat sich seit 2011 viel getan.

    Ägypten: Der Arabische Frühling ist noch nicht gescheitert - SPIEGEL ONLINE
    Aus diesen superdollen "Facebook-inspirierten Jungdemokratien" werden in kürzester Zeit knallharte Islamdiktaturen werden.

    So manchen "Despoten" werden wir uns noch zurück wünschen.
  4. #4

    Die Toten haben nichts mehr von diesen Menschenrechten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Ägypten wird das Parlament aufgelöst. In Libyen verhaften die Aufständischen Uno-Mitarbeiter. In Tunesien gibt es wieder Straßenschlachten. Ist der Arabische Frühling gescheitert? Bei all den Rückschlagen für die jungen Demokratien: In der Region hat sich seit 2011 viel getan.

    Ägypten: Der Arabische Frühling ist noch nicht gescheitert - SPIEGEL ONLINE
    Der Westen unter Führung der USA haben nichts aber auch nichts aus den kriegerischen Auseinandersetzungenin Afghanistan gelernt! Sie haben die islamischen Fanatisten in Afghanistan im Kampf gegen die SU in den 80 Jahren mit Geld, Logistik und Waffen ausgerüstet! Als sich die Russen sich aus Afghanistan sich zurückzogen, wendeten die Taliban die erhaltenen Waffen gegen die USA! Höhepunkt der 11.09.
    Und jetzt wird es nicht anders werden: Noch viele Menschen werden in den nächsten Jahren diese Naivität der USA und seiner Verbündeten mit dem Leben bezahlen! Man sollte nicht stabile Diktaturen mutwillig zerstören, nur weil das Machtgelüste einiger Weniger danach trachtet.In Lybien hat man den sozialsten Staat Afrikas vernichtet und erhält jetzt einen Gottesstaat! Und das droht in allen diesen Ländern!
    Aber die Politiker schwatzen immer was von Menschenrechten! Die Toten haben nichts mehr von diesen Menschenrechten
  5. #5

    Gute Zusammenfassung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Ägypten wird das Parlament aufgelöst. In Libyen verhaften die Aufständischen Uno-Mitarbeiter. In Tunesien gibt es wieder Straßenschlachten. Ist der Arabische Frühling gescheitert? Bei all den Rückschlagen für die jungen Demokratien: In der Region hat sich seit 2011 viel getan.

    Ägypten: Der Arabische Frühling ist noch nicht gescheitert - SPIEGEL ONLINE
    Die Analyse ist wahrscheinlich immer noch zu optimistisch, aber zumindest das euphorische Geschwätz von der "Internet-Generation" wird relativiert.
  6. #6

    Ich kanns nicht mehr hören ...

    Der "Arabische Frühling" ist ein Euphemismus, der offensichtlich verdecken solle, dass hier überwiegend junge Menschen rebellieren, weil sie keine Arbeit, kein Geld und in Folge auch keine Zukunft haben. Das hat nichts mit "Frühling" oder Neuanfang zu tun, denen steht ganz einfach das Wasser bis zum Hals; die Proteste und Revolten waren das Ventil für ihre Not. Groß ist nun die Gefahr, dass diese Menschen sich nun dem nächstbesten anschließen, der Besserung verspricht und die Probleme zumindest vordergründig ernst nimmt. Statt einer Demokratie könnte also durchaus auch ein diktatorisch agierender Islamist o.ä. an die Macht drängen, was wieder nichts mit gelebter Demokratie oder einem "Frühling" zu tun hätte.
  7. #7

    "Hoch lebe die arabische Reaktion"

    Solange sich die Revolution gegen Verbündete des Westens richtete, wurde sie vorbehaltlos bejubelt:

    “Hoch lebe die arabische Revolution!” « Aron Sperber

    Sobald sich dieselbe Revolution jedoch auch gegen antiimperialistische Verbündete wie Gaddafi oder Assad richtete, wurde auf einmal Besorgnis über eine “islamistische Zukunft” oder die ”Verfolgung der christlichen Minderheit” geheuchelt.

    Bei Mubaraks Sturz hatte unsere Intelligenzija jubiliert, obwohl vieles darauf hindeutete, dass nicht unbedingt etwas Besseres folgen sollte.

    Mubarak und Ben Ali zählten zu den milderen Despoten der islamischen Welt.

    Dass der politische Islam von Marokko bis Malaysia eine Gefahr darstellt, gilt zwar auch für Libyen und Syrien, aber immerhin handelt bzw. handelte es sich bei Baschar al-Assad und Gaddafi um zwei echte Tyrannen.

    Dass die Revolutionen in Tunesien und Ägypten friedlicher verliefen als in Libyen und Syrien, lag nicht an den Revolutionären, sondern an den Tyrannen und ihrer Reaktion auf die Revolution.
  8. #8

    Wer die Begriffe "islamistisch" und "gemäßigt" so vermengt, der betreibt Augenwischerei. Gemäßigt in unserem Sinne ist keine dieser Bewegung. Die gepriesenen "muslimischen Werte" sind in der Scharia niedergelegt. Damit wird Kritik am Islam und Austritt vom Islam unter die Todesstrafe gestellt. Die "Demokratisierung" führt auf direktem Wege zu einem mittelalterlichen Gesellschaftsmodell. Ziel ist ein theokratischer Staat, in dem Allah der oberste Gesetzgeber ist.
  9. #9

    Westliche Erfindung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Ägypten wird das Parlament aufgelöst. In Libyen verhaften die Aufständischen Uno-Mitarbeiter. In Tunesien gibt es wieder Straßenschlachten. Ist der Arabische Frühling gescheitert? Bei all den Rückschlagen für die jungen Demokratien: In der Region hat sich seit 2011 viel getan.

    Ägypten: Der Arabische Frühling ist noch nicht gescheitert - SPIEGEL ONLINE
    Der Arabische Frühling war eine Erfindung westlicher Moral-Interventionisten (Stichwort: Gene Sharp), die mit ihren unausgegorenen Rezepten einen Teil der intellektuellen Jugend Arabiens auf die Straße jagten. Nirgendwo erfasste die Bewegung eine tragfähige soziale und politische Basis von Bedeutung. Stattdessen übernahmen dann die radikalen Islamisten die Organisation. Ahnungslose und verwirrte westliche Politiker und Journalisten beklatschten dann die systematische Schaffung eines de-facto-Kalifats von Tunesien über Mali bis Syrien (wenn dort Assad stürzt). Alle Macht den Saudis! Gratulation Europa!


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