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Demografie: Das Leiden der jungen Männer
Alle klagen über die Vergreisung Deutschlands. Dabei hätte die Gesellschaft ganz andere Probleme, wenn sie jünger wäre. Eine Studie zeigt, wie verloren junge Männer sich fühlen - in der Geschichte stets ein Grund für Unheil.
http://www.spiegel.de/politik/debatt...485236,00.html
- #1 28.05.2007 10:29 von
Ach ja - schwarz-weiss
Ein etwas platter Artikel. Man sollte schon vor einem Vierteljahrhundert etwas "zukunftträchtiges" studieren, schnell zum Abschluss kommen, bla, bla, blupp, blupp....
Nix neues unter Sonne. Es erforderte damals schon einige Kraft sich gegen eine besserwissende Umgebung mental durchzusetzen und ausschliesslich das zu machen was einen interessiert (Spass macht). Dem Spassprinzip bin ich bis heute treu geblieben und, oh Wunder, immer noch nicht unter der Brücke gelandet.
Mädchen haben es vielleicht deswegen hier leichter, weil die Umgebung immer noch glaubt, dass letztendlich jede weibliche Biografie in den sicheren Hafen der Ehe mündet und dort der "Versorger" an der Kaimauer wartet.
Es kann manchmal schon von Vorteil sein in einer zurückgebliebenen, verkalkten Gesellschaft zu leben. :-))) - #2 28.05.2007 10:38 von Postit
Thema aus den Augen verloren
Die anfangs gemachte Prognose, junge, verlorene Männer würden eine Gefahr darstellen, wird im Weiteren nicht ausreichend begründet. Das ist schade, denn die reine Aufreihung der männlichen Befindlichkeiten haben wir schon oft in anderen Beiträgen gelesen.
So darf ich also frei phantasieren, ohne mir den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, zu wenig Recherche betrieben zu haben:
Einen kausalen Zusammenhang zwischen Jugend, Unsicherheit und Männlichkeit zu konstruieren, scheint mir Angesichts der ebenso Einfluss nehmenden Faktoren, wie politisches System, gesellschaftliche Form, wirtschaftliche Verhältnisse, Klima, Umwelt, weltpolitische Gesamtlage u.v.m. etwas gewagt.
Bei so vielen Parametern, die sich noch dazu alle gegenseitig bedingen und beeinflussen eine standfeste These aufstellen zu wollen, ähnelt ein bisschen dem Versuch, aus dem Zusammenwirken von Sternenkonstellationen auf den Pflanzenwuchs zu schließen. - #3 28.05.2007 10:43 von Volker Zorn
Hmmm - Kopf hoch
Sind die jungen Männer heute wirklich so, wie Professor Walter sie beschreibt? Irgendwie passen die von ihm beschriebenen Bildungsjünglinge nicht zu dem Skinhead-Bild an Anfang des Artikels. Wobei es sich bei beiden Extrembildern um eine Form von Selbst-Unsicherheit handelt. Wenn es aber tatsächlich so viele junge Männer mit Versagensängsten gibt, dann kann ich ihnen nur raten:
- Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere uns haben wollen. Insbesondere sollte ein Mann nicht versuchen, dem Wunschbild von Frauenzeitschriften zu entsprechen. Das ändert sich ungefähr so oft wie die Sommermode.
- Probiert erst mal nach dem Abi oder der Schule aus, was euch wirklich gefällt. Ein Fehlversuch ist keine Schande
- Nehmt eure Vorbilder nicht aus Hochglanzmagazinen, sondern setzt euch Ziele, die ihr auch erreichen könnt. - #4 28.05.2007 10:48 von
Verklärung der Vergangenheit
Ich bin heute 44 Jahre alt, habe Abitur in 1983 gemacht, und erinnere mich sehr gut daran, wie uns von Lehrern und Eltern das Menetekel der Arbeitslosigkeit an die Wand gemalt wurde und wie jedermann panisch darauf fixiert war, "das richtige, also zukunftsträchtige Studienfach auszuwählen". Es ist eine Verklärung der Vergangenheit, zu glauben, Abiturienten seien jemals dazu aufgefordert worden, "nach Wahrheit und Erkenntnis, Lebenssinn und Lebensgenuss zu suchen".
- #5 28.05.2007 11:02 von sokke
Täter und Opfer
Zitat: "Man mag über dieses Opfersyndrom den Kopf schütteln, man mag über einige der jungen männlichen Klagen spotten."
Da liegt das Problem: Wenn Männer klagen, ist von "Opfersyndrom" die Rede und natürlich ist es ok, darüber zu spotten. Wenn Frauen klagen, dann immer zu Recht. Das nennt man dann Emanzipation.
Es herrscht in vielen Köpfen immer noch das von den Feministinnen geprägte Bild vom Mann als Täter. Und wenn ein Täter dann auch noch herumjammert, dann tut das natürlich niemandem leid.
Frauen hingegen, so bekommt man (auch hier) täglich zu lesen, sind eigentlich in allem besser (neulich ging es hier z.B. darum dass Studentinnen ihren männlichen Kollegen fächerübergreifend voraus sind). Die Früchte ihrer Fähigkeiten können sie aber nicht ernten, woran dann immer die Männer schuld sind. Was Frauen schaffen, schaffen sie selbst. Was sie nicht schaffen, das haben männliche Unterdrücker zu verantworten.
Solange Gleichstellungsbemühungen nur in Form vom Zaun gebrochener "Feminismusdebatten" existieren, im Zuge derer sich die Innen des Landes kolumnenweise die Misandrie von der Seele schreiben, gibt es keine Gleichstellung. Gleichstellung findet frühestens dann statt, wenn Männer endlich flennen dürfen. - #6 28.05.2007 11:19 von
Mhmmm....
Klar, haben die beiden Beiträge auf ihre Weise recht. Aber es gibt schon einiges unter der Oberfläche des Artikels, dass sich nicht leugnen lässt. Insbesondere die sehr schwere Definition der männlichen Rolle im Leben, die unmittelbar durch die laufende Stärkung der weiblichen Egos beeinflusst wird. Wem hier die Souveränität, die mit 20 auch noch niemand haben kann, fehlt, zu erkennen, dass Frauen - wie alle Menschen - nicht nur theoretische Player im soziodemographischen Statistikrennen sind, sondern immer noch auch Menschen und als solche nach wie vor als Frauen behandelt werden wollen - auch wenn sie es nicht gern zu geben -, der kann schon verweifeln. Etwas mehr Ehrlichkeit in der Debatte ist wichtig. Eva Hermann ist als Vorreiterin verraucht. Zu recht. Aber die Speerspitze ist immer schärfer als der Rest. Insofern: Wir haben viel Arbeit vor uns. Alle. Und dürfen nicht so tun, als gäbe es keinen Spaß im Leben. Denn das ist das Wichtigste, das die Twens von uns Doubletwens lernen müssen. Kämpfen lohnt sich meistens.
- #7 28.05.2007 11:40 von
Die Ehe als doppelter Boden für Frauen
also das ist definitv der Hauptgrund - um später wirklich frei zu sein, das heißt finanziell unabhängig UND in der Lage die Traumfrau zu erobern muss Mann nach wie vor über einen hohen gesellschaftlichen "Status" verfügen, d.h. Sicherheit in finanzieller und beruflicher Form, und auch sozial wird oft gewisser Stand erwartet.
Frauen haben es hier leichter, können auch nur durch Charme o.ä. überzeigen - es ist nicht verwerflich wenn man sich einen Juristen, Arzt o.ä. "angelt", während es bei umgelehrtem Geschlechterverhältnis eher selten vorkommt dass eine beruflich erfolgreiche Frau mit selbsterarbeitetetem Vermögen einen "Normalo" oder gar freischaffenden Schöngeist heiratet...man muss als Mann schon über eine gewisse Portion Selbstbewußtsein verfügen um sich von der Frau "ernähren zu lassen" ohne Furcht das sie einen letztendlich doch für einen sozial höhergestellten verlässt.
Ob das so alles stimmt?
Irrelevant - als 20jähriger weiß ich zumindest, dass es so oder so ähnlich in vielen Köpfen steckt. - #8 28.05.2007 11:50 von
Klischee olé
Aus der unglaublich stereotypen Darstellung lese ich lediglich das Dilemma der Demographie heraus, Geschichte müsse sich wiederholen oder der Ideologie des jeweiligen Demographen folgen. Wie einfach ist doch die Welt, wenn man an so etwas glauben kann...
- #9 28.05.2007 11:50 von MovieHawk
Da kann ich nur Lachen
Was die Frauen in Deutschland von einem erwarten - da kann ich nur Lachen!
Brauch ich nicht - ich will wärme in einer Beziehung, und die bekomme ich nicht von Frau "Doppelname-ich-ziehe-mich-nicht-weiblich-an". Es gibt genug Frauen ausländische Frauen oder Frauen im Ausland die mich als Mann nehmen und nicht als versuch Ihr zu gefallen wie Sie mich gerne sehen würde.
Ich will Gleichberechtigung - aber nicht auf die Kosten einer von beiden Seiten, und erst recht nicht meiner!
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