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Demo gegen Überwachung: Faustschlag ins Gesicht

Das Video verbreitete sich rasant durchs Internet: Am Rande der Demonstration für Datenschutz in Berlin gab es offenbar einen Zusammenstoß zwischen Demonstranten und Polizei. Ein Handy-Video zeigt, wie ein offenbar friedlicher Teilnehmer niedergestreckt wird - nun wird der Film zum Politkum.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...648686,00.html
  1. #1030

    Zweifel

    Zitat von Karl Gustav XVI Beitrag anzeigen
    Nächstes Mal fehlt dann halt die Liste in der den Nummern Namen zugeordnet wurden.
    Das bezweifele ich stark, denn wenn das passieren würde dürfte eine Richter,der Staatsanwalt und auch der klagende Anwalt wohl alle Glocken läuten hören und das auch absolut zu recht.
  2. #1031

    Ursache für die Gewahrsamnahme?

    Zitat von Joern-Michael Beitrag anzeigen
    Kennen Sie die Ursache für die Gewahrsamnahme? Ich nicht.

    Und ich bin überzeugt, dass die Gewahrsamnahme nicht durch die Frage nach "Dienstnummer" initiiert wurde. Genauso, wie ich davon überzeugt bin, dass der "Radler" nicht zurückgezogen / in Gewahrsam genommen wurde, um ihm "in die Fresse zu hauen".
    Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Hier geht es nicht um die Gewahrsamnahme.
    Der Thread wurde als Reaktion auf die Prügelattacke von mindestens zwei Polizisten
    auf eine doch recht schmächtige Person eröffnet.
    Auf mich macht die anschließende Gewahrsamnahme den Eindruck als ob Beweismittel zur Seite gebracht werden.
    Aus Sicht eines Polizeioberrates o.ä. ist das sicherlich gaanz anders.
    Bin gespannt wie sich Herr Körting dazu am kommenden Montag dazu äußert.
  3. #1032

    Die Glocken läuten aber keiner will sie hören

    Zitat von Jochen Kauz Beitrag anzeigen
    Das bezweifele ich stark, denn wenn das passieren würde dürfte eine Richter,der Staatsanwalt und auch der klagende Anwalt wohl alle Glocken läuten hören und das auch absolut zu recht.

    Die Glocken läuten schon längst. Sehen sie sich das Youtube-Video von Panorama an: "Schläger in Uniform."

    Kurze Zusammenfassung: Eine Einheit steht daneben wie ein Kollege eine junge Frau zusammenschlägt. Als sie zusammengekrümmt am Boden liegt bekommt sie noch ein paar mit bis eine Rippe bricht. Vor Gericht sagen alle Kollegen: "Habe nichts gesehen." Grund genug für das Gericht den Polizisten freizusprechen.

    Preisfrage: Was passiert wenn nachgewiesen wird dass sie eine Straftat gesehen haben, sie aber vor dem Richter sagen: "Ich habe nichts gesehen". Na? Bohrt der Richter nach und ordnet er im Bedarfsfall Beugehaft an um ihnen Bedenkzeit zu geben oder nimmt er ihre Aussage einfach so hin?
    Warum also nicht auch bei Polizisten? Weil die Aufklärung nicht gewünscht wird. Es ist schon ein perfides System mit dem sich hier die Institutionen die Bälle zuwerfen.
    Der Vertrauensverlust in alles was mit Staat zu tun hat ist immens. Sowas gefährdet das Gemeinschaftswesen mehr als es Chaoten je könnten.
    Ich möchte in keinen Zwischenfall verwickelt sein wo ich das Fehlverhalten eines Polizisten nachweisen muss.
  4. #1033

    Räumung der Fahrbahn nach Demo-Ende

    Zitat von Jochen Kauz Beitrag anzeigen
    Wer weiß, es wäre wahrscheinlich gar nicht so weit gekommen wenn er sich die Nummer hätte einfach aufschreiben können, ohne den Polizisten zu fragen.
    So weit ich das sehen konnte, wurde der Platzverweis ja erst ausgesprochen, nachdem er nach der Dienstnummer fragte und nicht davor.
    Der Platzverweis war AUCH zuvor schon ausgesprochen, da die Kollegen zu dem Zeitpunkt damit beschäftigt waren, die Fahrbahn nach der Demo zu räumen. Diesen Weisungen ist unser Radler nicht nachgekommen, sondern hat erstmal sein Rad auf der Fahrbahn abgestellt um sein Spielchen mit der Dienstnummer weiter zu treiben. Kann jeder im Video sehen und hören.

    "Wer weiss..." sind mutmaßungen, nicht nicht wirklich weiterführen.
  5. #1034

    Kürzungen

    Zitat von Joern-Michael Beitrag anzeigen
    Gern, danke.

    Es ist aber wohl so, dass das Land Berlin (aus Kostengründen) darauf verzichtet, bei der Polizei in anderen Ländern die "zwei-geteilte Laufbahn" einzuführen und damit die Hochschul-Ausbildung für die Polizei verpflichtend zu machen. Die Qualität der Bewerber (min. FHS-Reife) würde dadurch nur gewinnen.

    Eine gut aus- u. fortgebildetete, trainierte und ausgerüstete Polizei in ausreichender Personalstärke kostet. Und gerade bei der Polizei gefällt sich der Berliner Senat als Spar-Weltmeister.
    Stattdessen wird das vorhandene Personal bereits im normalen Alltag ausgepresst wie eine Zitrone und die geschlossenen Einheiten, die zugegebenermaßen auch in anderen Bundesländern nicht den Ruf der Zimperlichkeit geniessen, für Bares in andere Bundesländer ausgeliehen.

    Die Jungs und Mädel kommen kaum noch aus den Stiefeln und erleben fast nur noch hoch stressbeladene Einsatzlagen wie Hamburg, Dortmund, Rostock und zuhause in Berlin. Ihnen wird kaum noch ausreichend (freie) Zeit zur Regeneration, vor allem der psychischen, gewährt.
    Dass es unter solchen Umständen bei dem einen oder anderen zu Kurzschlußhandlungen kommen kann, ist für mich erklärlich. Das heißt nicht, dass ich das tolerieren wollte.


    Was die Überbelastung der Polizei angeht haben Sie absolut recht- und dies gilt nicht nur für Berlin. Mittlerweilen wird in allen Bundesländern auch bei der Polizei massivst gekürzt/zuwenig eingestellt/zuviel sachfremde Arbeit verlangt(St. Bürokratius).

    Extrem überfordert werden zudem die Hundertschaften, die bald schon in ihrer Ausrüstung schlafen können.

    Trotzdem ist ein solches Verhalten nicht entschuld/tolerierbar.
  6. #1035

    Fragezeichen

    Zitat von rumsfeld Beitrag anzeigen
    Sie - als Polizist - wissen also, was ich denke.
    So sind sie eben, unsere Polizisten, sie unterstellen.

    Zur Klarstellung noch einmal gaaanz laaangsam für die Polizei: ich denke das natürlich nicht, ich weiß es nämlich nicht, und Sie wissen es auch nicht ...
    Ich lasse die Videos für sich sprechen, das reicht erst einmal ....
    Sie kennen also die Bedeutung eines Fragezeichens nicht?

    Aber die Frage haben Sie dann ja doch beantwortet. Sie denken das, ebenso wie ich, nicht. Gut!
    Im Übrigen lasse auch ich das/die Video/s für sch sprechen.
  7. #1036

    Wieso?

    Zitat von discurso Beitrag anzeigen
    Experten vor, wer kann diese Polizisten identifizieren?
    http://www.fr-online.de/in_und_ausla..._ivw=fr_poltop

    Was bringt Sie auf die Idee, man sollte die Herren identifizieren können?
    Wenn man das wollte wäre Dienstnummer oder Einheitsnummer oder was auch immer deutlich sichtbar z.B. auf dem "Kampfanzug" oder Helm sichtbar.
  8. #1037

    Dienstnummer-Spielchen = Prügel? Im Ernst?

    Zitat von Joern-Michael Beitrag anzeigen
    Der Platzverweis war AUCH zuvor schon ausgesprochen, da die Kollegen zu dem Zeitpunkt damit beschäftigt waren, die Fahrbahn nach der Demo zu räumen. Diesen Weisungen ist unser Radler nicht nachgekommen, sondern hat erstmal sein Rad auf der Fahrbahn abgestellt um sein Spielchen mit der Dienstnummer weiter zu treiben. Kann jeder im Video sehen und hören.
    Ist ein "Spielchen mit der Dienstnummer" ein Grund für eine Tracht Prügel? Dann gute Nacht Deutschland. Wäre ein Gefährdung von dem Radfahrer ausgegangen könnte ich ihnen folgen. So sieht es eher nach niedrigen Beweggründen aus um dem Mann auf die Fresse zu hauen. Bei CCC liest sich die Vorgeschichte übrigens anders. Und die waren Vorort. Die scheinen mir auch die glaubwürdigere Quelle zu sein.

    Mit jedem Statement das diesen Übergriff rechtfertigen soll wird das Bild von Einsatzkräften bei Demos düsterer und düsterer.
  9. #1038

    Schutzbehauptung

    Zitat von Joern-Michael Beitrag anzeigen
    Kennen Sie die Ursache für die Gewahrsamnahme? Ich nicht.

    Und ich bin überzeugt, dass die Gewahrsamnahme nicht durch die Frage nach "Dienstnummer" initiiert wurde. Genauso, wie ich davon überzeugt bin, dass der "Radler" nicht zurückgezogen / in Gewahrsam genommen wurde, um ihm "in die Fresse zu hauen".
    Mh wie wäre es damit das die Polizei mit dieser Behauptung versucht ihre Beamten zuschützen, da es keinerlei Grund für eine "in Gewahrsamnehmung" erkennbar ist auf keinem Video der Ereignisse egal aus welchem Blickwinkel. Der "Radler" erscheint nicht gewaltbereit, gefährlich, aufgeregt oder das dort eine Beleidigung erfolgt ist. Im anderen Fall wenn die Polizei eine solche Erklärung nicht abgegeben hätte, hätte dies ja bereits ein eingestehen der Schuld der Beamten bedeutet.
  10. #1039

    Öffentlichkeit herstellen

    Zitat von Joern-Michael Beitrag anzeigen
    Gewerkschaft - hört sich gut an. Haben Sie eine Ahnung, wie ohnmächtig (!!) die Berufsvertretungen der Beamten sind? Denken Sie, die GdP oder DPolG oder BDK hätten auch nur den Bruchteil des Einflusses der Tarif-Gewerkschafte wie IG Metall oder Ver.di ?

    Das, was im Beamtenbereich passiert oder nicht passiert ist einzig und allein in die kurfürstliche Herrschaft der Politiker und des "Gesetzgebers" gelegt.
    Demo's von Beamten schaffen es i.d.R. nicht mal bis in die Tagesschau und wenn Beamte vor dem Parlament demonstrieren, stehen die Damen und Herren Abgeordnete hinter den Fenstern und feixen sich einen - mehrfach selbst gesehen!!

    Und glauben Sie nicht, dass Beamte mit ihren berechtigten Anliegen auf die Solidarität und Unterstützung der Bevölkerung hoffen könnten. Das wissen die Damen und Herren Politiker nur zu gut und entblöden sich nicht, das allgemeine Beamten-Bashing regelmässig zu schüren!

    Ich kann mich aber nicht daran erinnern, daß die Polizei iregendwann mal den Kontakt zu den Bürgern gesucht und auf ihre Probleme/Forderungen hingewiesen hätten.
    Und eventuelle Infostände oder ähnliches würde wohl nicht gegen die Treuepflicht der Beamten verstoßen?


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