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Defizitstatistik: Euro-Krisenländer werden abgehängt

dapdIn der Euro-Zone zeigt sich eine wachsende Kluft zwischen Krisenstaaten und dem Rest. Vor allem das griechische Haushaltsdefizit ist im vergangenen Jahr höher ausgefallen, als erwartet - die Gesamtverschuldung kletterte auf mehr als 170 Prozent der Wirtschaftsleistung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-862685.html
  1. #1

    Fragen über Fragen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Gesamtverschuldung Griechenlands stieg auf 170,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die internationalen Vorgaben für das vom Bankrott bedrohte Land sehen vor, dass Griechenland bis zum Jahr 2020 wieder einen Gesamtschuldenstand von 120 Prozent erreicht.

    Defizitstatistik: Schulden in Euro-Krisenländern immer höher - SPIEGEL ONLINE
    Wie soll Griechenland das schaffen, solange es in der Eurozone bleibt. Haben die "Experten", die solche Vorgaben machen, auch eine Antwort darauf?
  2. #2

    Währungsreform kommt früher oder später

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Euro-Zone zeigt sich eine wachsende Kluft zwischen Krisenstaaten und dem Rest. Vor allem das griechische Haushaltsdefizit ist im vergangenen Jahr höher ausgefallen, als erwartet - die Gesamtverschuldung kletterte auf mehr als 170 Prozent der Wirtschaftsleistung.

    Defizitstatistik: Schulden in Euro-Krisenländern immer höher - SPIEGEL ONLINE
    Diese Defizitsorgenkinder haben im Euro keine Chance.

    Die notwendigen Anpassungen zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit können die aktuellen Regierungen nicht durchsetzen, und sind somit auf der ganzen Linie zum Scheitern verurteilt - politisch wie ökonomisch.

    Daher kann es nur im totalen Finanzchaos enden.
  3. #3

    Lettland

    Wenn dann auch noch Lettland der Eurozone beitritt, gibt es schon 2 Baltische Vorbilder für Südeuropa.
  4. #4

    Heißt doch nicht umsonst „kaputtsparen” …

    … es gibt ja da schon hinreichend Aufsätze über die Auswirkungen exzessiven Sparens, insoweit dürfte die Aneinanderreihung der Zahlen indem Artikel nicht wirklich überraschen. Ist ein wenig so, als wolle man einem klapprigen Topmodel nahelegen, wegen der schlechten Auftragslage besser zu fasten. Irgendwann geht es dann über die Norm und den guten Geschmack.

    Das Problem wir auch nicht enden, weil der der Ansatz zur Behandlung der Krise nach wie vor falsch ist. Wer das kaputte Geldsystem nicht sehen und korrigieren will, der ist entweder blind oder bestochen oder beides. Hmm, mal eine neue Vokabel in diesem Zusammenhang hinzulernen und eine etwas erfrischendere Sichtweise?

    Schuldenkrise eskaliert, jetzt auch noch Guthabenkrise … denn dies ist nur die um 180° versetzte Sicht und die zahl der Betroffenen hält sich in Grenzen. Nur diese Klientel steht auch nie wirklich in der Kritik … geht immer nur um Schuld, Schuldfragen und Schulden. Dennoch ist die andere Seite auch mal betrachtenswert.

    Vermutlich wird man aber so (gewollt) blind weiterwurschteln wie bislang auch, bis das ganze Kartenhaus an einem tag zusammenbricht.
  5. #5

    Es ist schon oft gesagt und erklärt worden: der Euro ist als Währung für die Krisenstaaten zu stark, für die Nordstaaten zu schwach, damit driftet der Euroraum immer weiter auseinander. Die Krisenstaaten haben keine Möglichkeit mehr, ihr Wettbewerbsfähigkeit anzupassen. Wenn die Wirtschaft schwach ist, dann gehen auch die Staatseinnahmen zurück.
  6. #6

    Zitat von tromsø Beitrag anzeigen
    Wenn dann auch noch Lettland der Eurozone beitritt, gibt es schon 2 Baltische Vorbilder für Südeuropa.
    Das reale BIP in Lettland liegt 17% unter dem Vor-Krisen-Niveau, die Arbeitslosenquote mit 15,9%, 2,5x höher als zuvor. Italien und Portugal stehen in beiden Kategorien besser da, Spanien zumindest hinsichtlich der Wirtschaftsleistung. Die lettische Staatsschuldenquote ist zudem seit Beginn der Krise 2007 um fast 40 Prozentpunkte gestiegen, die Quote selbst ist nur niedriger als in den genannten Staaten, weil Lettland von einem sehr niedrigen Niveau gestartet ist. Ein tolles Vorbild.
  7. #7

    Dummheit oder Absicht!

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Es ist schon oft gesagt und erklärt worden: der Euro ist als Währung für die Krisenstaaten zu stark, für die Nordstaaten zu schwach, damit driftet der Euroraum immer weiter auseinander. Die Krisenstaaten haben keine Möglichkeit mehr, ihr Wettbewerbsfähigkeit anzupassen. Wenn die Wirtschaft schwach ist, dann gehen auch die Staatseinnahmen zurück.
    Das ist ja alles zu 100% richtig, nur wollen genau das die Euro-Optimisten und Politikerdarsteller eben nicht hören, geschweige denn zur Kenntnis nehmen, sonst wäre nämlich gleich die nächste Erkenntnis, daß unsere Politiker darsteller seit 10 Jahren nichts, aber auch gar nichts zu Wege gebracht hätten, obwohl die grundlegenden Probleme schon vor der Euro-Einführung bekannt waren.

    Es stellt sich nur noch die Frage, warum unsere Politiker in den letzten 10 Jahren nur zugeschaut, aber nichts gegen die sich abzeichnende Krise unternommen haben.

    Man könnte jetzt mal sagen, entweider sind die wirklich so dumm wie es aussieht, oder es wurde nichts unternommen, weil selbst in der Euro-Krise und folgender Katastrophe noch einige ihren dicken Reibach machen werden,

    ich schwanke immer noch zwischen erster und zweiter Möglichkeit, je länger es jedoch dauert, desto mehr gehe ich aus Möglichkeit Nr. 2, weil so dumm kann man nun wirklich nicht sein.
  8. #8

    Die Verschuldung im €-Raum wird explodieren!

    Es gibt eine vereinfachte Rechenformel die aufzeigt unter welchen Bedingungen die Staatsverschuldung sich nicht verändert. Der Primärüberschuss ist die Größe die erwirtschaftet werden muss um den Schuldenstand konstant zu halten.
    .Die Rechnung ist denkbar einfach:
    Schuld-Zinssatz minus nominales Wirtschaftswachstum multipliziert mit der Höhe des Schuldenstandes geteilt durch 100. Beispiel Italien. 5% Zinssatz – Wachstumsrate minus –1% = 6%. 6% x 120% Staatsverschuldung geteilt durch 100 = 7,2%. Italien müsste demnach einen Primärüberschuss von 7,2% erwirtschaften was völlig unmöglich ist. Nur durch drastige Sparmaßnahmen läst sich die Zinsknechtschaft reduzieren. Sozialabbau und Steuererhöhungen sind Auswirkungen wie sie zur Zeit in Spanien und Griechenland praktiziert werden. Dieses Rechenbeispiel ist mit einigen Ungenauigkeiten behaftet. Es handelt sich hierbei um einen Kompasskurs der auch nicht präzise ist, aber trotzdem immer die richtige Richtung anzeigt und jedem klar macht wohin die Reise geht. Die Schulden können niemals zurückgezahlt werden. Das Ende naht!
  9. #9

    weitermachen

    Zitat von Dr.pol.Emik Beitrag anzeigen
    … es gibt ja da schon hinreichend Aufsätze über die Auswirkungen exzessiven Sparens, insoweit dürfte die Aneinanderreihung der Zahlen indem Artikel nicht wirklich überraschen. Ist ein wenig so, als wolle man einem klapprigen Topmodel nahelegen, wegen .....
    Ja, man macht einfach weiter,
    es wird weiter system - immanent umverteilt von Fleißig ( Arbeitend ) nach Super - Reich,
    JEDER will das so,
    bis es kracht.
    Dabei liegt dir Lösung offen ausgebreitet ( das Himmelreich ist mitten unter uns, aber KEINER will es sehen ) :
    Freigeld und Freiland.


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